Gegen die Diskussion an sich habe ich nichts, solange jeder Teilnehmer sich dabei wohl fühlt. Wenn Neueinsteiger eigentlich nur Anwender sein wollen, dann ist das genauso legitim. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, man müsste einem Thread epischer Ausdehnung folgen und ihn womöglich auch noch in allen Details verstehen, um sich zum würdigen Tesla-Fahrer zu qualifizieren.
Daher, wer Lust hat möge diskutieren, bis ihm der persönliche FI-Schutzschalter zwischen den Ohren durchbrennt. Wer einfach eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage sucht, entscheidet sich für eine fest installierte (wie der Name schon sagt) Wallbox und wendet sich dann wieder anderen Dingen zu.
Es tut mir leid (@Volker), dass ich diese Diskussion nochmal befeure, aber mein Elektriker - der mutmassliche Fachmann, versteht sich - verunsichert mich wieder…
O-Ton: „[…] wurde mir von verschiedenen Seiten her vermittelt, dass für E-Autos die mit einer CEE Steckdose geladen werden zwingend ein FI- Typ A EV oder ein Typ B (sehr teuer) eingesetzt werden müsse. Die Begründung war, dass ein konventioneller FI während der Ladung vom E-Auto Fehlauslösungen machen könne und deshalb viele Elektrounternehmer Zitat «reingerasselt seien». Deshalb kontaktierte ich gestern auch noch die Serviceabteilung von Tesla und fragte, welcher FI von Ihrer Seite her gefordert sei in der Schweiz. Sie bestätigten mir, dass zwingend ein FI Typ A EV oder ein Typ B vorgeschaltet sein müsse.“
Darf ich mich hier nochmal versichern, dass…
es korrekt, sicher und erlaubt ist, den UMC an einer CEE 400/16 zu betreiben, auch wenn am Verteiler nur ein „normaler“ FI Typ A verbaut ist (Begründung: UMC ist fehlerstromgeschützt)
ein FI Typ EV-A oder Typ B am Verteiler nur dann notwendig ist, wenn z.B. eine Ladebox ohne integrierten FI B od. EV-A (und daran ein „dummes“ Typ-2-Kabel) angeschlossen sind
Der UMC muss an jeder CEE-Dose zulässig funktionieren, sonst wäre es fahrlässig von Tesla sowas überhaupt in den Verkehr zu bringen. Sag’ deinem Stromer du seist der Kunde und du willst eine normale CEE-Installation. Was du damit machst und was du anschliesst geht ihn gar nichts an.
Als Elektriker sollte er wissen, dass ein freizügiges Gerät (mit Stecker) an der passenden Steckdose ordnungsgemäss funktionieren muss. Eine fest angeschlossene Wallbox ist etwas anderes, da nicht freizügig.
Das wäre ja als ob man eine ungewöhnliche Absicherung (z.B. 10 A) für eine CEE-16 Dose bräuchte, weil ein Gerät nicht auf sich selber aufpassen kann.
Was man einstecken kann muss auch funktionieren, punkt.
Es ist schon unglaublich, wie wenig manche Fachleute wissen.
leider nicht genau genug.
Es hängt auch davon ab, ob man das normale TN-System oder das seltenere TT-System vor sich hat. (Erdungssystem)
Um die Abschaltzeiten im TT-Netz einzuhalten, ist es auch bei festangeschlossenen Ladeeinrichtungen erforderlich, einen FI-TypA vor dem FI-TypB vorzuschalten. Das wusste selbst ich nicht.
Mal wieder zurück zum Thema. Ich habe am Wochenende wieder mal an CEE geladen und mir wieder beim Abziehen meine zarten Programmiererfingerchen aufgerissen. Arghh!! Nach mehr als 3 Jahren praktischer Emobil-Erfahrung müsste man das doch mal unbeschadet hinbekommen… aber ich bin halt kein Bauarbeiter. Punkt für Typ 2: Die Stecker kann auch eine Dame mit frisch manikürten Fingernägeln (oder ein verhätschelter Programmierer) gefahrlos bedienen.
Tja, ich habe zwar bisher die 2x CEE16 und 0x CEE32 ohne Blessuren überstanden aber bin da gerne genauso ein Weichei. Typ2 Stecker sind schon O.K., habe auch keinen Bock auf CCS aber das wird wohl mal kommen. Mein ChaDeMo Adapter ist auch noch Jungfrau…
Ich brauche mal kurz Euren Rat: Ich habe auf „meinem“ Stellplatz (Erläuterung kommt gleich) eine CEE16-Dose zur Ladung. Diese sitzt auch für das MS an der richtigen, also linken Seite. Seit ca. 15 Jahren stehe ich aber schon auf dem Nachbarstellplatz, weil das die Voreigentümer auch so gemacht haben. Fragt nicht warum, ist so. Mein Nachbar geht auf die 80 zu und hat sich daran gewöhnt und ich werde einen Teufel tun und was daran ändern. Folglich ist aber nun die CEE16-Dose auf der rechten, also zur Ladung auf der falschen Seite.
Ich kam auf die Idee, nun auf der richtigen Seite eine Ladebox hinzuhängen. Aufgefallen ist mir hier die von Ratio Electric, die sich einfach mit CEE16 Stecker an die vorhandene CEE16-Dose anstecken lässt (FI ist vorgeschaltet). Auf Seite 11 hier im Thread spricht @supercharched aber davon, dass er dem Hersteller nicht vertraut. Warum nicht? Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Box? Vorteil ist, dass die Box fest da hängt und ein Kabel angeschlossen ist.
Klingt für mich nach einer pragmatischen Lösung. Ideal wäre es natürlich, wenn Du das Kabel von der CEE-Dose direkt in die Box (welche auch immer) führen könntest, aber dann hättest Du halt keine CEE-Dose mehr. Die Frage ist, wofür Du die CEE-Dose noch brauchst, wenn Du eine Wallbox hast.
Mein Elektriker würde sich weigern, eine Wallbox per CEE-Dose anzuschließen. Es gibt wohl Vorschriften, die besagen, dass eine Wallbox direkt angeschlossen sein muss. Macht ja auch Sinn, bei den Strömen, die da fließen, zumal ja sowieso die ganze Zuleitung auf die Nutzung mit der Wallbox ausgelegt sein muss (ausreichend Querschnitt für Dauer-Nennlast, Gleichstrom-FI, keine Abzweige zu anderen Verbrauchern, etc.).