Bremse setzt sich zu Hause in der Garage über Nacht fest

Das Problem des Threadstarters ist aber nicht, dass es beim Losfahren laut „knallt“, sondern dass die Parkbremse wirklich garnicht löst und das Model S nicht vom Fleck kommt. So war es bei uns auch. Heck geht nur rauf und runter aber nichts tut sich. Nach mehrmaligem Hin- und Herschalten ging es dann, direkt wechseln lassen, war auf Garantie wegen des Rückrufs.

Meiner stand die letzten 3 Tage über im Freien direkt vor dem Service Center.
Er wollte auch nicht losfahren. Hab ziemlich Strom gegeben, ging nix.
Hab dann den SeC-Cheffe gefragt. Er hat sich ins Auto gesetzt und einfach Vollstrom gegeben. KRACH. Und man konnte wieder fahren. Er meinte, das macht nix und sei normal. Ich sprach „Rückruf/Austausch“ an (von ensor gelesen) aber er meinte nein das betrifft nur die ganz alten oder so.
Manchmal habe ich das Gefühl Tesla hat keinen Bock jeden Pups auszutauschen auch wenn es noetig waere :slight_smile:

Stimmt schon , es betrifft ältere Modell, die einen Austausch von der Festellbremse erhalten( die haben auch zwei Bremssatteln an der HA

Das Phänomen ist normal und auch bei anderen Fahrzeugen vorhanden. Wenn unser neuer VW T6 einige Tage im Carpot steht, kommt das genannte „knallen“ bzw. Geräusch beim los lösen der Bremsen wie in unserem Tesla

Es findet eine gemischte Verbindung zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe statt, welche unter bestimmten Bedingungen ( nass , kalt, salzig) hervorragend als Bindeglied hält :slight_smile:

Keine Panik, unter diesen Witterungen ist dies ganz normal und betrifft alle Fahrzeuge die dieser Bedingungen ausgesetzt sind

Ich habe so ein „altes“ Model mit getrennten Bremsbelägen für Betriebs- und Feststellbremse.
Bei der aktuellen Witterung ist es ganz normal, dass es morgens beim losfahren leicht knackt.
Wie schon geschrieben, liegt es daran, dass die Bremsen durch die starke Rekuperation so gut wie nicht gebraucht werden, und dadurch nicht auf Temperatur kommen, so dass in der Konsequenz die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann.
Ich behelfe mir dann damit, dass ich auf den letzten Kilometern vor dem Ziel bei der Rekuperation ganz leicht mit der Bremse mitbremse, um die Bremsanlage zu trocknen und etwas zu reinigen, ohne den Belag wirklich zu verschleißen.

Dieser „Workaround“ ist auch unterwegs zwischendurch sehr sinnvoll, denn wenn nach längerer Strecke die Scheibe nass und dreckig ist, und du dann mal eine Gefahrenbremsung hinlegen musst, dann rutscht dir das Herz nicht nur in die Hose, sondern bis ganz in den Schuh, weil auf den ersten Metern keinerlei Bremswirkung vorhanden ist. Die Bremse muss sich ja erst trockenbremsen.
Also zwischendurch einfach die Rekuperation mit einem leichten Druck auf das Bremspedal unterstützen, damit die Bremsscheiben und -beläge sauber und trocken bleiben.

Heute früh war bei mir die Bremse auch ordentlich festgebacken.
Ich war am Freitag Abend bei Sauwetter längere Zeit unterwegs und hatte auf dem Heimweg vergessen, die Bremsen zu trocknen, bevor ich den Wagen in die Garage gestellt hatte.
Das gab dann heute früh einen ziemlich lauten Knall beim losfahren.
Beim ersten Bremsen vor dem Garagentor (um es zu schließen) hörte man noch, wie der Dreck auf der Bremsscheibe schleift, doch schon an der zweiten Abbiegung waren die Bremsen wieder sauber und leise.

Kellergeist2 bringt es sehr gut auf den Punkt! (Falls es nur einfach „plopp“ macht. Wenn natürlich „gar nix geht“ ist es ein Fall für das SeC).

Bei mir ist es jetzt noch ein bisschen intensiver, da ja die Straßen aktuell und v. a. im Gebirge gut gesalzen werden. Aber kein Problem, das ist doch ganz normal.

Bei mir macht sich die Parkbremse bemerkbar. Ich muss von P auf N stellen, 5sec warten (man hört wie sich die Bremse löst), dann auf D und ganz vorsichtig losfahren. Man merkt sofort wenn die Parkbremse noch klebt, dann nochmals auf P und das selbe Spiel von Vorne. Bei 2. Mal klappts eigentlich immer.

Welchen Zeitraum betrifft „ältere Modelle“? Kann ich diesen Rückruf irgendwo nachverfolgen?

Ich bin mir ncijt sicher, ich denke alle bis 03/2016, aber zur Not anhand der FIN im SeC nachfragen ob es im System offene Rückrufe
Gibt

Hatte das Sonntag auch zum ersten Mal. War ziemlich heftig. Der Wagen steht immer im Freien. Und nur mit ordentlich Strom und respektablem Knall wollte er sich „loseisen“. Temp war bei ca. +3°. Wagen wurde 24 h zuvor noch bewegt. Geregnet hatte es am Tag vorher (wie gefühlt immer die letzten 8 Wochen), das kann daran nicht gelegen haben. Allerdings bremse ich ihn auch nie frei, weil ich bisher nicht das Gefühl hatte, die Bremsen greifen nicht.

Das Phänomen kenne ich vom Verbrenner, wenn er gewaschen (Dampfstrahler) wurde und dann ein paar Tage stand.
Heute lies er sich problemlos anfahren.

Habe von gestern auf heute mal probiert, ihn im Schleppmodus stehen zu lassen. Resultat: geht, kann sogar dabei geladen werden und die Parkbremse wird über Nacht NICHT aktiviert.

ABER: ich finde das Manöver fast für den täglichen Gebrauch zu aufwendig - parken, Schleppmodus ein; beim wegfahren erst Schleppmodus aus, dann auf D und fahren. Mit Schleppmodus ‚EIN‘ kann man nicht direkt auf ‚D‘ schalten und fahren.

Schleppmodus wär ne Lösung, aber - wie Du schreibst - für den täglichen Gebrauch zu aufwendig.

Ah ja, jetzt weiß ich was Creep ist - heißt „Kriechmodus“ in den Einstellungen.
Mag ich eigentlich nicht, aber um das Problem zu lösen, probier ich’s mal aus. Thanks!

ensor hat den Link hier gepostet: Nutzung von RWE Ladesäulen

Hat aber scheinbar nichts mit dem hier beschriebenen Problem zu tun.

Kurz zusammengefasst:
Bei dem Rückruf geht es darum, dass durch ein fehlerhaftes Bauteil ein Stück an der Bremse abbrechen könnte, wodurch sich die Bremse nicht mehr lösen lässt.

Hier in diesem Thread sind die Bremsbeläge nur durch Schmutz oder dergleichen an der Bremsscheibe „angeklebt“.

Ich hatte ja gestern geschrieben, dass ich gestern früh mit einem recht lauten Knall losgefahren bin.
Gestern Abend hatte ich auf der Rückfahrt mal genau darauf geachtet, dass ich zwischendurch immer wieder mal die Bremsscheiben „sauberbremse“ bevor ich den Wagen in der Garage abstelle.
Ergebnis heute morgen: Noch nicht einmal ein leises Knacken beim losfahren, obwohl unter jedem Radkasten eine kleine Pfütze von dem Regenwasser war.
Die Radkästen waren also eindeutig klitschnass, aber die Bremsen sauber und trocken.

Das mehrmalige hin- und herschalten von P auf N oder D und zurück auf P kann die Bremsbeläge natürlich auch von den Bremsscheiben lösen oder zumindest etwas lockern, so dass anstelle eines Knalls nur noch ein leichtes Knacken zu hören ist.
Dieser Workaround klingt für mich etwas „materialschonender“.
Wenn das Wetter heute mitspielt, kann ich das ja mal ausprobieren, indem ich meine Bremsen auf der Heimfahrt nicht sauberbremse und stattdessen morgen früh mehrmals hin- und herschalte bevor ich aus der Garage fahre.

Das Wechseln zwischen P und N betrifft nur die Parkbremse und nicht die Betriebsbremse. Wenn die Parkbremse klebt, weil der eMotor zu schwach ist die Bremse zu lösen, geht nichts mehr.

@Eberhard: Es geht ja um die Parkbremse.

Beim Wechsel von P weg und zu P wird der Druck auf die Bremsbeläge nachgelassen - und wichtiger - erneut drauf gegeben. Das kann die Lage des Belags gegenüber der Scheibe minimal verändern „wollen“ (leichtes Schrägmoment?), kann man sich entfernt so vorstellen „wie ein Draufklopfen auf den Bremsklotz (Bremsbelagträger)“.
Also, insofern kann das helfen, werd’s das nächste mal ausprobieren.

Ich wollte das Hin- und Herschalten ja heute früh testen, doch leider hatte der Verkehr es gestern Abend nicht zugelassen, nur mit Rekuperation zu fahren, von daher waren meine Bremsscheiben und -beläge bei Ankunft leider sauber- und trockengebremst. :frowning:
Somit hatte ich heute früh auf das Hin- und Herschalten verzichtet, da es eh nicht aussagekräftig wäre.
Und wie ich es erwartete: Noch nicht einmal ein Knacken zu hören.

Dass das Hin- und Herschalten nur die Bremsbeläge der Feststellbremse betätigt ist ja für diesen Zweck ausreichend, weil nur die über Nacht an der Bremsscheibe ankleben können.
Die Beläge der Betriebsbremse liegen ja gar nicht an.

Ich war gestern zur reparatur im SC. Es sieht so aus, das wohl ein Kabelbruch direkt an der eParkbremse vorliegt und somit der Sensor nicht genau ermitteln kann, ob die eParkbremse offen oder zu ist. Hat er beim Schießen nicht das Signal zu bekommen, habe ich beim nächsten Starten schlechte Karten, da er ja glaubt, die eParkbremse sei gelöst.
Aber wenn man oft genug probiert, geht es irgendwann mal.
Die hinteren Bremsscheiben sehen ziemlich mitgenommen aus, die Einlaufspuren rühren von der eParkbremse her. Da im Sommer wieder TÜV ansteht, werden ich die hintere Bremsscheibe etc. auch mit tauschen lassen.
Teuer wird der Tausch des Kabelbaums, da dazu die ganze Hinterachse ausgebaut werden muss. Zeitaufwand lt. Vorgabe fast 4h. Geschätzte Kosten ca. €2.000,–

Kann der Kabelbruch nicht von einem Autoelektriker repariert werden, ohne den Baum zu tauschen? Wenn es direkt vor der Parkbremse ist und nicht mitten im Baum sollte das doch ohne Ausbau des Baums Büro deutlich weniger Geld möglich sein, oder?

Gruß Mathie

@Eberhard Uh, teuere Geschichte. Das ist jedoch eine anderere Situation als hier in diesem Thread diskutiert wird.