Basic Autopilot nach dem 21.05

Nabend,

ich stehe kurz davor ein Model 3 Basic zu leasen. Es wäre mein erstes E-Auto, eine Probefahrt hat mich überzeugt.

Jetzt bin ich wegen der Änderungen bezüglich FSD (Abo) verunsichert.

Der normale Autopilot mit Lenkassistent würde mir reichen, weniger sollte es aber auch nicht sein. Wenn ich noch vor dem 21.05. bestelle, sollte der einfache Autopilot noch inklusive sein.

Besteht die Gefahr, dass dieser nach Einführung von FSD(S) abgeschaltet wird?

Wird diese Funktion (insbesondere Lenkassistenz) ausdrücklich im Kaufvertrag erwähnt?

Wenn ja, wäre dies ja eine zugesicherte Eigenschaft, die nicht einfach entzogen werden darf. Recherchen im Netz ergeben sowohl „kann passieren“ als auch „wird nicht passieren“.

Wie seht ihr das?

IMO nein. AP steht ja beim Kauf auf der tesla.com Seite.

Easy. Es gibt eine klare EU Pflicht für Assistenzsysteme in Fahrzeugen, Abhängig vom Baujahr.

Der AP ist allerdings nicht der verpflichtende Spurhalteassistent. Daher besser vor dem 21.5 bestellen wenn man nicht nur TACC haben will.

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Der Autopilot kann definitiv nicht entzogen werden.

Er wird auch üblicherweise in der Rechnung als APBS aufgeführt:

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Er kann entzogen werden wenn man einen FSD Transfer durchführt. Dann muss man dem neuen Käufer offenbaren, dass er nur noch TACC hat und keine Chance auf den AP hat. Das dürfte bei einigen Interessenten einen Abschlag bedeuten.

Wo steht das und ist so was schon mal passiert?

Nach Deutschem und Europäischen Recht halte ich das nicht für möglich.

Wenn man eine Funktion gekauft hat und die sogar in der Rechnung aufgeführt wird, ist das rechtlich klar.

Nur wenn beim Kauf von FSD eindeutig darauf hingewiesen wird, dass der Autopilot, auch nach der Übertragung von FSD auf ein anderes Auto, dauerhaft entfallen wird, hat Tesla da rechtlich eventuell eine Chance.

Das müsste aber ein Anwalt klären.

In den Niederlanden seit Einführung von sFSD als Abo.

Ich bleibe dabei, dass Tesla den Autopilot, wenn der so in der Rechnung steht, nicht entziehen darf und den auch wieder aktivieren wird, wenn FSD mal übertragen wird.

Sollte das nicht erfolgen, kann sich ein Anwalt darum kümmern.

Ein einfacher Text auf der Website, dass es dann nur noch TACC gibt, reicht dabei nicht aus.

Das steht auf der Tesla Seite in NL (von Google auf Deutsch übersetzt):
grafik

Bei neuen Fahrzeugen, die nach dem 21.05.2026 bestellt werden, wird es wohl generell keinen Autopiloten mehr geben.

Da heißt es dann TACC oder FSD.

Für die Fahrzeuge ist wohl auch der Text auf der Website gedacht, um dort Missverständnisse zu vermeiden.

Warum sollte das so sein? Du beantragst einen Transfer und beim alten Auto ist dann der AP weg. Ich sehe da gar kein Problem.

Warum reicht das nicht? Tesla kann sich doch für den FSD Transfer überlegen wie sie es handhaben möchten. Es betrifft ja keine Bestandstransfers. Und auch keinen Transferzwang für Kunden. Es ist ein Angebot.

Konkret auf die Fragestellung, hier geht es ja nicht um FSD Transfer: Bei Bestellung vor dem 21.05. wird der Autopilot wahrscheinlich, wie gehabt, auf der Rechnung erscheinen, damit sollte es rechtlich genauso safe sein, wie bei allen Teslas, die bisher in Deutschland ausgeliefert wurden. Funktionsumfang muss gleich bleiben oder besser werden. Verschlechterung rechtlich schwierig.
Der 21.05. wird aber auch nicht der Tag sein, an dem Tesla sFSD in Deutschland einführt. Also wird es auch danach noch den Basis-Autopiloten geben (meine Einschätzung), weil sonst hat man garnichts außer TACC und das wäre wirklich schwach im Vergleich zu Konkurrenz.

In Europa muss es über kurz oder lang sowieso was zwischen TACC und (s)FSD geben, weil nicht jeder 99€ nur für einen aktiven Spuhalteassi ausgeben wird, der bei anderen Herstellern teilweise nicht mal Aufpreis kostet.

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Wenn der AP in der Rechnung steht, wäre es aus rechtlicher Sicht grenzwertig, dieses Feature wieder zu entfernen.

Und nur die Wahl zwischen (s)FSD für 99 € pro Monat und Abstandstempomat wäre, wie du gesagt hast, tatsächlich sehr dürftig. Natürlich nur unter der Prämisse, dass man vor dem 21.05. bestellt. Vermutlich hätte ich noch etwas länger gewartet um ggf. das größere Display mitzunehmen, aber so wichtig ist mir das auch nicht. Dann bestelle ich lieber früher und sichere mir den AP.

Klar Du kannst sFSD abonnieren und hast bis zur Freigabe den EAP.

Ich sehe da keinen Grund, der alte Stack ist tot.

Du siehst es nicht aus Marktsicht. In Mitteleuropa läuft es für Tesla gerade wieder recht gut und das liegt zu sehr großem Teil am hervorragenden P/L Verhältnis der Standardmodelle. Was denkst du, was passiert, wenn Tesla keine aktiven Assistenzsysteme aus TACC mehr anbietet ohne 1200€ im Jahr in ein Abo zu stecken? Diese Käuferschicht investiert das nicht ,nur um Features zu haben, die selbst in einem Corsa zu haben sind. Das friss oder stirb wird nicht funktionieren. Genauso wie man irgendwann den EAP eingeschoben hat, wird es auch ein FSD Light geben, was ja für die HW3 Fahrzeuge ja eh kommen wird.
Der alte Stage wird nicht weitergeführt, da sind wir uns einig. Aber auf der FSD Plattform ein neue Basis, das halte ich für nötig, um im Preissegment unter 40k weiter zu punkten.

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Wenn ein Kunde einmal sFSD genutzt hat will er kein Abo für einen Abstandstempomaten mehr. Ich denke nicht, dass ein Teslakunde auf einen Stellantiswagen wechselt damit er einen Spurhalteassistenten bekommt. Und wenn doch war es einfach nicht der richtige Kunde für einen Tesla.

Ich schaue mich selbst gerade intensiv nach E-Autos um und muss feststellen, dass ein adaptiver Spurhalteassistent, also einer der aktiv die Mitte hält, fast nirgends zur Serienausstattung gehört, nicht einmal beim ID7. Bin 2018 rum nen Hyundai i30 in fast Serienausstattung gefahren, der hatte es und es hat perfekt funktioniert. Heute 8 Jahre später darf man schön überall draufzahlen.

Das ist super nervig, weil er sich oft in irgendwelchen Paketen versteckt, die dann wieder mehrere Tausend € extra kosten.

Den “dummen” Spurhalteassi, der blöd zwischen den Linien pendelt haben mittlerweile nur alle drin, weil die EU es vorschreibt.

Wenn man künftig nur noch zwischen TACC oder sFSD für 99€ im Monat wählen kann, weiß ich nicht, ob Tesla noch die richtige Marke für mich ist. Habe es im anderen Thread über Assistenzsysteme etwas ausführlich geschrieben, aber das wäre für mich einfach inakzeptabel. Keine Lust künftig auf Langstrecke wieder selber zu lenken.

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Sehe ich auch so. Der aktuelle AP mit seinem Gebimmel und dem de und reaktivieren nach jedem Spurwechsel ist zwar nervig, aber auf wenig befahrener Autobahn nutze ich ihn schon.

Wir trifften ab. Aber schon ein Skoda Elroq hat aktive Spurführung ab Ausstattung Selection für Liste 41k€ und das ist genau das Preissegment wo Tesla aktuell punktet. Tesla kann sich die Kunden nicht mehr aussuchen, sondern sie stehen in harter Konkurrenz.

Das ist von einem sehr hohen Pferd gesprochen. Sowas konnte man vielleicht 2022 bringen. Ich habe es gerade in der Familie: Da wird Tavascan, Model Y, Skoda Enyaq und andere ganz knall hart nebeneinander gestellt. Was Assistenz angeht, muss sich Tesla da hinten anstellen. Bei 1200€ pro Jahr und 8 Jahren Haltedauer ist der Tesla dann einfach zu teuer. Auch wenn FSD dann viel mehr bietet als die Anderen. Aber das würde jetzt zu OT führen.

Für ModelloTre ist die Antwort ja schon gegeben, wegnehmen kann Tesla den Basis Autopiloten wohl kaum, wenn man jetzt noch bestellt.

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In NL hat jemand bereits sein „altes“ Auto auf sFSD aufrüsten lassen, dann ein Neues mit Übertragung des sFSD gekauft uns das „Alte“ weiterverkaufte Auto hatte nur noch den TACC? wer war das bzw. wo kann man darüber lesen … :thinking: