Bahnnetz und Schienenverkehr

Hat zwar nichts mit dem BEV zu tun, aber hier geht es ja um die gesamte Elektromobilität und da geht in China beim Schnellbahnnetz ganz gewaltig die Post ab. Für Hochgeschwindigkeitszüge wurde in den letzten 15 Jahren ein 45000 km Netz aus dem Boden gestampft, das mit Abstand größte und leistungsfähigste der Welt.
Hier mal ein Blick auf den neusten Hochgeschwindigkeitszug der mit 400 km/h verkehren wird. Damit würde man in Deutschland in drei Stunden jeden Punkt erreichen können und der Flugverkehr könnte auf den kürzeren Strecken bis 1500 km in Zentraleuropa stark reduziert werden.

Da erscheint unser ICE im Vergleich wie ein Museumszug :wink:

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Manchmal hat es auch „Vorteile“ wenn der Staat einfach machen kann. Geht halt in einer Demokratie nicht.

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In Frankreich gehts ja auch.
Strassburg - Paris, ca. 500 km, 1:45 mit dem TGV.
Strassburg - Quimper, ca. 1050 km, 6:30 mit dem TGV und das auch nur, weil man ca. 1h beim Umsteigen in Paris verliert.

München - Strassburg, ca. 370 km, ca. 3:30 mit der DB.
Paris - Quimper, ca. 560 km, 3:27 mit dem TGV.
Hat nix mit Demokratie zu tun, sondern mit Wollen und Können.

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Und das ist auch gut dass wir hier eine Demokratie haben.

Zum Thema VDA und 2045: Die werden das auch bis dahin nicht gebacken bekommen. 2035 wird dann eine Verschiebung auf 2055 gefordert.
Wie lange ist das mit 2035 schon bekannt? 5 Jahre?

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Wie gesagt, ich kann den Standpunkt vom VDA nicht nachvollziehen vor allem weil die Autohersteller selber was Anderes sagen.
@LudwigII na ja, zentralistischer Staat, wo zentral entschieden wird und da überwiegend zu Zeiten, wo auch die Franzosen nicht übers klagen nachgedacht haben. Aber ja, dass ist einer der Vorteile.

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Steile Theorie :wink:
Ich würde eher formulieren, in einer funktionierenden Demokratie macht der Staat nicht was er will, sondern was er soll.
Wenn ich mir anschaue, dass bei uns Strecken wie Nürnberg / Hof oder Chemnitz / Leipzig bis heute nicht durchgehend elektrifiziert und oder zweigleisig sind, dann hat das ganz sicher nichts mit der Demokratie zu tun.

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Du siehst aber schon einen Unterschied, ob jemand 45000km neu quer durchs Land bauen oder Bestandstrecken zu renovieren?:sunglasses:

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Unterschied ist aber, das in anderen Ländern es extra Schienen für die Hochgeschwindigkeitszüge gibt z. B. Japan. Und nicht wie in D wo diese auf den Normalschienen für alle anderen Züge fahren. :wink:

Brauchst nicht so weit gehen, in Frankreich ist das zum größten Teil auch nicht anders.
Wie soll das denn sonst auch gehen?
Der TGV hält auf den 500 km zwischen Strassburg und Paris nicht und fährt einen Schnitt von ca. 285 kmh, obwohl er durch die Vororte von Paris und Straßburg muss.

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Ja, in D hatte man sich vor Jahrzehnten aus Kostengründen für die Bummelbahn entschieden. Eine Umkehr würde faktisch ein neues Bahnnetz bedeuten.
In Japan kann man eindrucksvoll bestaunen, was auf der Schiene geht.
Auch andere Staaten in Fernost investieren deutlich mehr in die Schiene als wir.
Selbst die Schweiz hat im Schienenverkehr ja einen deutlich besseren Standard als wir in D.

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Der Schienenverkehr ist ein tolles Beispiel wie Planwirtschaft funktionieren kann.

Du meinst Frankreich hat Planwirtschaft?

In Japan ist es ein Mix. Der Betrieb der Züge ist vollständig privat.

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Die Schweiz dürfte wohl den besten Schienenverkehr der Welt haben und lassen deshalb auch tlw. keine Züge von uns mehr rein, um ihr Netz nicht mit dem deutschen Schrott zu gefährden.

Zudem geben die uns schon Geld, damit mal was weitergeht:

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…und der Brennerbasistunnel wird auch zum sinnlosen Finanzloch der EU … weil die Zulaufstrecken in Bayern nich kommen ;-(

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Könnte daran liegen das es zum einen in Frankreich bereits die trassen gab und zum anderen das Deutschland zum größten Teil dichter besiedelt ist und daher Platz fehlt für neue trassen.
Dazu hat Frankreich eine andere Auffassung was Genehmigungen angeht.
Dort muss sich ein Betrieb eher keine Sorgen machen das man denen auf die Pelle rückt wenn eine Wohnsiedlung in der Nähe gebaut wird…hier ist das anders… hier muss man sich als Gewerbe doch stark bemühen das besser keine Wohnimmobilien in der Nähe entstehen.

Doch diese kommen, aber halt mit einigen Jahrzehnten Verspätung.
Rotterdam-Genua ist ein Projekt der EU aus den 1970er Jahren, in NL hat man die Strecke vor etwa 14/15 Jahren in Betrieb genommen, hier hinter der Grenze sollte kurz darauf der Ausbau starten…Ende 2016 war dann das Erörterungsverfahren in unserem Bereich…es sollte mit dem Bau ich meine 2018/19 starten….mittlerweile ist man tatsächlich dabei zu bauen…
Ist halt die Bahn und nicht die Straße…wäre das eine Straße die in einem von Rotterdam nach Genua hätte führen sollen dann wäre die seit mind 20 Jahren fertig gestellt.

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Die kommen sicher, nur ist das Planungsverfahren aufwändig und Sache des Bundes, während die Bürger vor Ort gegen das Projekt mobil machen.
Das ist aber nicht zu verhindern, denn das Recht steht ihnen lt. Grundgesetz zu.
Und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten würde, wenn man mir eine Zulaufstrecke vor die Nase setzen würde, so sinnvoll die auch sein mag.

Da hat wohl der VDA als Verband der Autoindustrie eine deutlich bessere Lobbyarbeit geleistet als der VDB für die Bahnindustrie.
Lobbyarbeit ist ein ungeliebtes Kind vieler Firmen und wenn dann die Entscheidungen gefallen sind wird gejammert.

Erinnert mich an das Thema Ladeinfrastruktur.

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Das stimmt definitiv. Man kann hier seine Uhr nach den vorbeifahrenden Zügen richten :wink:
Ich gebe es zu… Fahre selten mit der SBB… Nur 2-3x im Jahr. Aber ich bin immer erstaunt, wie perfekt und pünktlich das Ganze funktioniert.