BAFA-Förderfähigkeit von Tesla Fahrzeugen

Unabhängig von der Umweltprämie spannend und eigentlich ein eigene Thema. Wundert mich, dass das bisher noch nicht hoch kam. Stichwort: Hersteller schaltet Sonderausstattung nach Kauf in Höhe von bis zu ~30.000 Euro frei.

Auf der Tesla Webseite steht übrigens, das es keinen Rechtsanspruch auf den Umweltbonus gibt… Geschickt gemacht, vielleicht weiß irgendwer wie lange das da schon steht. Wenn man bei Google Tesla Umweltbonus eingibt dann findet man die Seite, falls sich das wer anschauen will.

ntv mit einem Kommentar, der wie ich fand sehr hörenswert ist. Leider finde ich im ntv portal nur diese Konserve, die vorne weg gelaufen ist.
n-tv.de/mediathek/videos/wi … 61598.html

Im nachfolgenden Gespräch wurde geäussert, dass es offensichtlich ist, dass man Tesla von dem Zugang der Förderung aussperren wollte. Was Tesla gemacht habe, sei zwar nicht ganz einwandfrei, aber das größere Problem ist bei der Gestaltung der Regelung. Diese hat einer wesentlich größeren Grauzone rechtlicher Unwägbarkeiten.

Ich kann aus dem Gedächtnis nicht Alles korrekt wiedergeben. Für mich ist aber klar, nicht Tesla hat ein Problem, sondern der Protektionismus und seine willigen Ministermarionetten. Klang ein wenig nach politischen Konsequenzen.

Wie kommst Du darauf?

Die Sonderausstattung ist auf der Rechnung ausgewiesen und wird beim Kauf mit dem Auto bestellt. Da wird nichts nachträglich freigegeben. Die BAfA bekommt die Rechnung mit der Sonderausstattung, die Preisgrenze gilt ja nicht für das Fahrzeug mit Sonderausstattung, sondern für das billigste Basismodell.

Gruß MAthie

Das mag sein und es natürlich Protektionismus. Ich kann das auch nicht verstehen. Man hätte ja die höhe der Förderung einfach Linear an den Kaufpreis binden können und keine Stufe einbauen.
Im PV Bereich gab es auch mal einen komischen MIP der vor allem von den dt. und EU Herstellern unterboten wurde und die Chinesen dann mit aller Macht versucht haben illegal um diesen herum zu schiffen. Wie man ja aktuell aus der Presse entnehmen konnte waren hier auch Politiker involviert. Dass der MIP falsch war ist das eine, dass es aber Leute versucht haben dieses Recht zu brechen wurde teuer und endet im Gefängnis.

Ich fand dieses Aussperren von Tesla so oder so nicht korrekt…

Was hier als Tesla aussperren bezeichnet wird kann man eben auch so verstehen die Einkommensteuer einer Einzelhandelskauffrau (oder -mann) nicht dazu einsetzen zu wollen jemandem ein 100.000€ Auto für 98.000€ zu subventionieren.

Der Artikel in der AutoBILD ist spannend. Es wird auf den Fall eines Dr. M. A. (im Artikel namentlich genannt…!) aus Meschede verwiesen, der im Oktober ein Model S Base konfigurierte, woraufhin sich Tesla-Verkäufer und ein Store Manager einschalten, um ihn vom Komfortpaket zu überzeugen, und nach seinem Beharren auf der Base-Version die Bestellung storniert wird. Der Kunde wird zitiert, dass Tesla in der Storno-Mail darauf hinwies, dass selbstverständlich alle Model S ohne Komfortpaket geliefert werden könnten - der Hinweis aufs Komfortpaket in einer weiteren Mail aber entfernt wurde. Das erinnerte mich stark an Postings hier im Forum. Und zwar diese hier:

Aus den Postings geht hervor, dass der User exakt die Person ist, die AB zitiert. Der betreffende Store Manager ist, laut der zitierten Mails, Philipp Hempel vom Store Frankfurt. Ist es jetzt ein Zufall, dass Philipp Hempel vor ein paar Wochen ersetzt wurde? Das würde zumindest für die Version sprechen, dass sich einige Mitarbeiter „verselbständigt“ haben. Könnte man aber auch nachteiliger für Tesla interpretieren. Aber das wird mir zu spekulativ.

Das Problem ist hier einfach die Sichtweise. Letztendlich sollte es den Staat nicht interessieren wieviel Du für das Auto ausgibst. Die Förderung sollte dafür sein wieviel Du damit an CO2 einsparst.

Eine Besteuerung auf Erzeugung wäre natürlich viel besser als eine Förderung der Einsparung. Aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt immer viele Betrachtungen die eine Aktion als gut oder schlecht erscheinen lassen. Das gleiche gilt doch für einen PHEV für 50.000€ Man darf aber nicht vergessen, dass ein Unternehmer einen Porsche Cayenne für 130.000€ wie folgt abschreibt.
20756€ USt Rückerstattung
1510€ im Monat
500€ Sprit im Monat
150€ Versicherung im Monat
250€ Wartungskosten im Monat

2410€ im Monat bei 32% Steuer sind das 771 € Steuerersparnis im Monat zzgl der USt Rückerstattung. Im Gegenzug wird 1% des Listenpreis versteuert zu 42% macht 546€ Steuer im Jahr.

=> im Monat „spart“ der arme Unternehmer mit seinem sauberen Mobil 225€ direkte Steuern und die USt auf 6 Jahre betrachtet nochmals 288€ USt macht also 513€ Steuer die die gespart werden.

Klar gilt das ganze auch für Tesla aber wenn man nur den Sprit und die Umweltverschmutzung anschaut so sind die 2000€ für einen Tesla Peanuts.

Es gibt noch immer zu wenig Menschen die sich für ein EV entscheiden… Leider brauchen wohl viele einen Anreizt.

Die 542 € muss er im Monat zahlen, nicht im Jahr. Die 1% werden jeden Monat auf die Gehaltsabrechnung aufgeschlagen, macht im Jahr also ca. 6600 € EK-Steuer für die Privatnutzung des PKW.

  • Umsatzsteuer für die Privatnutzung

Die Wayback Machine hat leider von dieser Seite nur zwei Snapshots (captures):

03JAN17: web.archive.org/web/20170103151 … mweltbonus

27JAN17: web.archive.org/web/20170127182 … mweltbonus

Da steht schon am 3. Januar 2017 der Satz „Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung des Umweltbonus.“

Weiter zurück kann man leider nicht schauen…

Hinzu kommen die Sozialbeiträge. Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Plus Soli. Die „entgangene“ Mwst. holt sich der Staat über die Veranlagung des Bruttopreises wieder zurück.

Was ich hier nicht verstehe ist, dass viele Tesla ebenfalls an eine monolithische Einpersonen-Gesellschaft sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tesla vorsätzlich oder bewusst betrogen hat. Als das S60 von Fremont abgeschafft wurde, hat man in Deutschland halt den S75 an das funktionierende Subventionsmodell angepasst, und gut war.

Und irgendwann danach kam irgendwo irgend jemand auf die Idee, dass das so nicht geht. Vielleicht in Fremont. Zum Beispiel ein Controller. Und der hat die Bestellungen dann immer wieder stornieren lassen, weil es sich nicht rechnet. Oder eben irgend jemand anderes in dieser riesen Kette.

Und der Tesla-Verkäufer welcher diese Aussage gemacht hat wusste das vielleicht einfach nur, weil ihm schon ein paar Modelle weg storniert wurden. Und das hat er dann einfach korrekt weiter gegeben.

Und schon haben wir diesen „Betrug von Tesla“ hier.

Wenn das vorsätzlich gewesen sein sollte, dann waren da nur sehr wenige Leute dran beteiligt - wie bei den meisten anderen Betrugsfällen, inkl. dem Abgasbetrug. Der Unterschied hier dürfte nur sein, dass es sehr wahrscheinlich ist, das bei Tesla der Verursacher wirklich nicht wusste, was er da macht.

Genau das ist aber sowohl moralisch wie auch strafrechtlich ein entscheidender Unterschied.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das so bald mal schreibe aber: Danke Naheris!

Kann mir hier jemand sagen, wie lange die BAFA-Bearbeitungszeit normalerweise, d.h. bei Nicht-Teslas, dauert? Ich habe den BAFA-Bonus Mitte Oktober, gleich nach dem Kauf (S75 ohne D) online beantragt. Ausser dass eine Eingangsbestätigung (Mail) kam, habe ich seitdem nichts mehr von der BAFA gehört. Geht das bei anderen EV (deutlich) zügiger?

…und dann war da noch der Kollege, der nach dem Wegfall des S 75 - ohne zu wissen, was er tat- entschieden hat, dass man ab sofort das 75D auch gut und gerne für exakt € 13.101,-- weniger verkaufen kann ?

Hardwareseitig unverändert, versteht sich…

Ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür, vorsichtig ausgedrückt, für überschaubar.

Was für ein sauberes Feindbild aus einer Verkäuferabsage zimmerbar ist! Propaganda rund um die Uhr; zum nachdenKEN soll keiner kommen. Das funktioniert. Am besten bei Fußball und ein paar Bier. Die natürlich an der Tankstelle zusammen mit der Zeitschrift gekauft.

@Just_Cruise (kurzes OT):
Bei mir in der Firma waren es immer ca. 6, zuletzt 8 Wochen zwischen den Antragsstufen. Derzeit warte ich seit 7 Wochen auf einen Antrag (Stufe 1), ein Partnerunternehmer ebenfalls (wir haben gleichzeitig eingereicht für zwei unterschiedliche Fahrzeuge).

Im Gegensatz zu vielen falschen Presseberichten dürfte für Privatleute aber natürlich nur der staatliche Anteil zurückzuerstatten sein. Vielleicht muss dafür dann sogar Tesla aufkommen. Das wäre für den Bürger natürlich wünschenswerter. Mal sehen…