Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Autonomes Fahren Preisanstieg

Hallo,

heute beim M3 Update bin ich mal wieder die App durchgegangen und siehe da, autonomes Fahren kostet nun mittlerweile 7500€. Ist das bereits seit längerem? Ist ein stolzer Preis aus meiner Sicht, wie sehr ihr das?

Falls das Thema bereits vorhanden ist, gerne ein Hinweis und ggf. Thread schließen.

Gruß, Oliver

Erhöhung war ja lange angekündigt (Stichtag 1. Juli), das gilt dann sowohl für neue Konfigurationen, als auch für nachträglichen Kauf.

Ja. Lange ankündigt. Jetzt nur umgesetzt.

z.B.

Sollte das gestrige Urteil Bestand haben, wird es ein Angebot „Autonomes Fahren“ demnächst nicht mehr geben. Die neue Bezeichnung und auch die Leistungsbeschreibung müssten so gewählt werden, dass ein gänzlich anderes Angebot entsteht:

Der Käufer erwirbt fortan nicht mehr eine Funktionalität, die sein Auto autonom fahren lässt, sondern eine Funktionalität, die ihn lediglich beim Fahren assistiert.

Ob das in seiner Funktionsbeschreibung reduzierte Angebot dann auch weniger kosten wird?

So ganz verstehe ich die FSD Option, insbesondere die Preiserhöhung, nicht.
Die Erhöhung bestätigt zwar diejenigen, die bereits beim FSD dabei sind, aber Marketing-technisch wird diese bisher schon sehr kostenintensive Option nun vermutlich noch weniger nachgefragt. Zumindest im europäischen Raum, wo die FSD Funktionalität ja aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen noch weiter eingeschränkt ist.
Die Kosten für diese FSD Funktionalität ist ja unabhängig von der Anzahl der gekauften FSD Optionen. Die Hardware ist ja in allen neuen Fahrzeugen (Hardware 3.0) Ja schon vorhanden.
Aus meiner Sicht sind dann 7500€ nicht der optimale Preis. Vermutlich kann man für diesen Preis nur einen kleinen Käuferkreis gewinnen. Macht man es deutlich günstiger kann man einen erheblich größeren Käuferkreis gewinnen und somit insgesamt mehr Einnahmen erreichen, da für die einzelne Zubuchung der Option bei Tesla ja keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Das würde natürlich die Bestandskunden verärgern, aber das zukünftige Potential wäre dennoch deutlich größer.
Hier im Forum wurde auch schon Abo-Modelle diskutiert. Das wird zukünftig vermutlich die Lösung sein, zum einen die Bestandskunden nicht zu verärgern und zum Andersen Neukunden in ausreichender Anzahl zu gewinnen. Über ein Abo-Model kann man dann die wahren Kosten auch etwas verschleiern, so dass der Kunde über die Lebenszeit des Autos auch mehrere tausend Euro für das FSD zahlt.
Ein rechtlich genehmigtes und technisch sicher funktionierendes FSD wäre mir sicherlich auch 7500€ wert, aber die Vision halt noch nicht. Zumal der Zeithorizont bis zur vollen Funktionalität vermutlich die Zeit überschreitet, die ich das Auto halten will. Wenn ich in 2-3 Jahren von meinem Model 3 vielleicht auf das Y- Modell wechseln will, ist die derzeitige FSD Option einfach zu teuer, da ich diese Option ja nicht beim Fahrzeugwechsel mitnehmen kann. Beim Gebrauchtmarktpreis wird man die Kosten für das FSD nicht wirklich durchsetzen können, solange die Funktionalität nicht vollständig da ist.

Das Abo Modell wurde seitens Elon bereits bestätigt, er meinte es wäre finanziell sinnvoller es zu kaufen. Bin gespannt was das heißt. Kann ja schlecht 500€ für einen Monat kosten. Und wenn ich es nur 1-2x im Jahr für eine längere Urlaubsfahrt will, wäre ich dann immernoch günstiger dabei, bei 8 Jahren Nutzung. Verrückt.

Ich verstehe die permanenten Erhöhungen auch nicht, weil sie ja jeden neuen Fahrzeugkauf unattraktiver machen. Mir ist es aktuell noch relativ egal, weil ich auf die Option im aktuellen Zustand nicht viel gebe. Aber wenn es in 2 Jahren ordentliches Level 3 gibt und das ganze dann 10k kostet, würde ich mir zweimal überlegen ob ich mir dann noch einen Tesla hole oder lieber ein Auto der Konkurrenz, wo das schon vernünftig eingepreist ist.
Ich finde der Preis der nachträglichen Option sollte steigen, um einen Anreiz zu bieten das sofort zu kaufen. Die Option bei Fahrzeugkauf sollte eher deutlich sinken, um es der Masse zugänglich zu machen und ein „no-brainer“ zu werden.

Ich glaube, die Hauptfrage ist, ob es diese Konkurrenz dann überhaupt geben wird. Alle versprechen es seit langem; man denke nur mal daran, was sich Audi mit dem A8 geleistet hat. Aber wer wird wann liefern können? Ich halte den Ansatz von Tesla für vielversprechend. Alle Modelle haben die Hardware an Bord, alle Systeme lernen mit. Niemand anders wird auf absehbare Zeit auch nur in die Nähe der bei Tesla insgesamt gefahrenen Kilometer kommen.

Die derzeit 7.500 Euro sind ein spekulatives Investment. Wenn sauberes Level 3 vorhanden ist, ist das Investment nicht mehr spekulativ. Dann wirst Du an die Funktionalität bis auf Weiteres nicht mehr für 10.000 Euro drankommen. Das wird in dem Fall teurer geworden sein.

Vielversprechend, aber auch am riskantesten.

Das glaube ich eben nicht. Das werden die für Neufahrzeuge nicht so weiterführen können, weil die dann einfach viel zu teuer werden. VW unterbietet Tesla jetzt schon im Preis, was meinst du wie das in ein paar Jahren aussieht wenn der MEB richtig skaliert (dank Lizenzierung auch über Konzerngrenzen hinaus). Es wird schwer die dann wahrscheinlich 15-20k Unterschied zu einem elektrischen A4 der breiten Masse schmackhaft zu machen, solange wir hier nicht von Level 5 reden.

Also erstens gibt es keinen lieferbaren VW, der auch nur annähernd an die Leistungen eines Tesla rankommt, zweitens wird seit 10 Jahren jedes Jahr mindestens ein neuer „Teslakiller“ angekündigt, der dann aber doch nicht kommt und drittens belebt Konkurrenz (so es sie denn dann 2021 vielleicht endlich mal gibt) das Geschäft.
20k Unterschied würde bedeuten, dass ein A4 mit den gleichen Leistungen wie ein SR+ dann ca. 30 - 35k vor Abzug aller Prämien kostet. Das ist der aktuelle Preis des Basis-A4 ohne Ausstattung, Fahrleistungen und erst recht nicht elektrisch mit allen Assistenten…

1 Like

Das stimmt alles. Ich glaube auch dass Tesla einen großen Vorsprung hat, den auch halten kann. Und auch natürlich selbst noch ordentlich mit dem Preis nach unten kann.
Aber der MEB ist da, und Autos auf der Plattform kommen jetzt extrem schnell und vielfältig (selbst Fisker will sie nutzen). Ich halte es nicht für abwegig dass die elektrischen Varianten in ein paar Jahren gleich viel kosten wie die Verbrenner, nach Abzug der Herstellerprämie zumindest.
Klar, beim Audi müssen noch einige Optionen dazu, aber zumindest die Assistenzsysteme liegen im niedrigen einstelligen Bereich.

Ich sehe das so: Man erwirbt ein Stück Software… eher ein Nutzungsrecht auf ein Stück Software. Es ist nicht einzusehen, dass diese Lizenz an der Hardware hängt. Würde Tesla es an den Benutzer hängen, wäre ich eher bereit dafür Geld auszugeben. Ich konnte noch nichtmal abschließend klären wie sich das mit der Vollkasko verhalten würde. Nehmen wir an man kauft FSD heute und morgen gibts ein Unfall. Wer soll für die Software aufkommen?

Viele Grüße

Mal abgesehen davon das ich selbst 1000 Euro für rausgeworfenes Geld halte, und ja ich fahre seit einem Monat ein Model X mit aktueller Hardware, finde ich es mega frech sowas wie Einparken, was man bei Vw für 250 anhaken kann da rein zu packen. Oder das unique Herbeirufen. Tesla ist da meiner Meinung total auf dem Holzweg. Und so toll der fette Bildschirm zumindest bei S und X noch ist, auch der Inhalt wird langsam langweilig und ist somit Technik von gestern. Und je mehr die FSD Option erkennt, erkennt sie auch Müll so dass mein Arbeitsweg von 20 km, pro Jahr etwa eine Phantom Break Stelle dazu bekommt. Am besten war noch die Oma mit Rollator, da fuhr bei mir eine Mülltonne durchs Display. Lustig aber am Ende wird mich mein Tesla mit der jetzt verbauten Hardware in hundert Jahren nicht da abholen können wo ich wohne oder arbeite, und ständig im Acker stehend nach Hilfe winseln.

Das kommt darauf an wie die Konkurrenz mithalten kann. Wenn die anderen Hersteller die Funktionen als separate Module anbieten und jeder Käufer entsprechend der Konfiguration zahlt, wird Tesla es schwer haben.

Denkbar wäre eine Abstufung, in der nur der volle Funktionsumfang teurer wird.

Na ja, hauptsächlich unterbieten sie die Leistung. :slight_smile: Wenn man sich die Daten vom ID.3 ansieht, ist der nicht wirklich ein Wettbewerber zum Model 3, sondern eher eine Klasse darunter angesiedelt. Bedenke: die einheitliche Plattform, die VW mit dem MEB jetzt neu hat, hat Tesla von Anfang an.

In ein paar Jahren wird Tesla wohl mit einem Wettbewerber zum ID.3 herauskommen, der dann eher billiger sein wird als der ID.3. Ob der dann auch die ganze Technik für autonomes Fahren hat, wird man sehen. Ich wäre da nicht sicher.

Das ist mir klar. Kostet ja auch viel weniger. Entsprechend muss er auch nicht das selbe leisten. Aber die Plattform eignet sich auch für viel größere und teurere Autos, siehe Audi etron Q4.

Also aktuell kostet der billigste ID.3 39.000 Euro. Das würde ich jetzt nicht als ‚viel‘ weniger bezeichnen als die 43.000 des billigsten Model 3. Ist letztlich natürlich Geschmackssache. :slight_smile:

1 Like

Das ist die 1st Edition, wie du sicher weißt.

In 5 Tagen startet VW bei ca. 35k das sind dann schon einmal FSD Abstand :smiley:

Moin,
offenbar kann sich Musk die Preisgestaltung schlicht leisten - es gibt genug „innovationsbereite“ Käufer. Ein bischen wie der Aktienkurs: EIne Wette auf die Zukunft.

Zzt. ist das System kaum seinen Preis nicht wert - was hier gepriesen wird, kann mein 6 Jahre alter Daimler offenbar schon besser - und wenn nicht, dann aber ehrlicher.

Ausserdem sollte man nicht unterschätzen, wie die tatsächlichen Marktverhältnisse sind. Wenn der Dampfer VW erst mal auf Kurs geschwenkt ist und Fahrt aufnimmt, sieht Tesla recht klein aus. Und da reden wir noch nicht von den Chinesen, die dabei gern vergessen werden.
Ganz klar ein Alleinstellungsmerkmal für die nächsten Jahre ist das SC-Netz. Und schauen wir mal, was von den vollmundigen Ankündigungen zu den Akkus übrigbleibt.

Ohne die pekuniären Anreize wären die Wartezeiten jedenfalls deutlich kürzer :wink: !
Gruß, Mike