Autoabgasskandal der 2. Thread

Um so schlimmer das sie seit Jahren nix gegen diese Abhängigkeit tun. VW macht immer noch schwerste Managementfehler.

Umso wichtiger ist der schnelle Umstieg. Kein Mensch redet von den Hundertausenden von Arbeitsplätzen, die im erneuerbaren Energiesektor bestehen und noch entstehen werden. Genau wie in der Elektromobilität, Akku- und Speicherproduktion etc. Nur schlafen und vom Staat Geld einfordern ist eben ein ganz schlechtes Zukunftsmodell. Ich erinnere an die Steinkohle im Ruhrgebiet… :imp:

Liebe Mitforisten,

gerne mache ich auf ein paar Details aufmerksam:

  1. Beispiel Mercedes: Hier beträgt die Abweichung bei CO2 zwischen Prüfstand und Straße zwischen 14 Prozent, bei Volkswagen und BMW betragen die Unterschiede rund elf Prozent. Ähnliches hätte ich für NOx erwartet - hier schießen die Werte um mehr als Faktor 2 nach oben. Diese Diskrepanz wird im TV-Beitrag, vermutlich aus Zeitmangel, ausgelassen, ist aber ein Weiteres Indiz für die Unstimmigkeiten.

  2. Wir brauchen uns über etwaige Fehlmessungen nicht unterhalten. Das deutsche Recht gibt nur für einen Fall die Möglichkeit zur journalistischen Gegendarstellung her, nämlich bei falschen Fakten. Mir ist nicht bekannt, dass die Autohersteller gegen das ZDF vorgehen. Sollte das so bleiben, ist das für mich die Anerkenntnis, dass alle Inhalte des Beitrags inklusive der Messwerte korrekt sind. Ich bitte auch zu beachten, dass die Hersteller in ihren Schreiben sich vor allem gegen die Behauptung wehren, dass eine illegale Defeat Device verbaut ist; an der Arbeit der Schweizer wird nicht oder nur marginal gemäkelt.

Ich stecke als Journalist tief in der Materie, wisst Ihr ja, Details ggfs. auch über PN.

Beste Grüße, Christoph

Mein Recht auf Gesundheit - darf ich das einklagen?
Oder habe ich keine Recht auf Gesundheit?

Darf ich in meiner Umgebung (nahe Straßen) fordern, dass KEIN Diesel mehr diese Straßen befahren darf?
Können Straßen vom Dieselverkehr gesperrt werden?

In China, das Beispiel PVzellen und Akku ist nur ein Beispiel, hat zwar nix mit der Arbeitskraft des
Arbeiters in Deutschland zu tun, egal ob Er aus der Türkei, Portugal, Rumänien oder bald auch aus Syrien
kommt, aber da in Deutschland mehr als 50% der Mannkosten auf Dinge entfallen die der Chinese nicht mal
kennt, wird es schwierig in Deutschland neues zu Etablieren, da ist man in der Praxis froh das vorhandene
am Laufen zu Halten. Da aber die meisten hier wenig mit alter Arbeit zu tun, der Tesla ist nun mal kein
Volkswagen und will auch garkeiner sein, mehr ein Horch 12 Zylinder mit der die Herrschaft aufs Land
fährt und den ungebildeten da draußen zeigt wie Zukunft gehen würde wenn alle Reich wären, ist das
die Selbe Kluft wie vor 100 Jahren.

Da wurde die Massen auch erst Mobil mit dem Ford T Modell und die Horchfahrer waren dann pikiert,
weil die Staßen nicht mehr Frei von Plebs.

Krieg ( WWI denn da kamen viel Zwangsweise zur Motorischenmobilität ) und durch Arbeitsplätze geschaffener
Wohlstand ( ein Fordarbeiter bekam genug Lohn um sich ein T Modell leisten zu können, ein Horcharbeiter nur
denn Gedanken, beim zur Seite springen von einen vorbeifahrenden Horch, da hätt mich meine Arbeit fast Totgefahren )
förderten die Verbreitung des alten Autos, dass Dampf und Elektroautos dabei unter die Räder kamen, hat
viele Gründe meist Ökonomische. Den das Hemd ist nun mal vielen näher als die Hose.

Was hat die Produktionseinstellung des 15 Jahre alten Modells Phaeton mit CO2 zu tun? Jedes andere Fahrzeug wird nach 7-9 Jahren eingestellt, die Leute in der Gläsernen Manufaktur durften den Ladenhüter doppelt solange zusammenschrauben. Dass es keinen Nachfolger gibt, ist angesichts der desaströsen Verkaufszahlen (Verkauf, nicht Zulassung. VW hat beim Phaeton von Beginn an mit vielen Eigenzulassungen gearbeitet) nur folgerichtig.

Ich bin sehr „pro-Arbeitsplatz“. Ich hoffe , viele hier auch im Forum.

Aber es gibt auch schwer verdauliche Zahlen:

Hier 600 Arbeitsplätze, da 600 Arbeitsplätze, die jetzt wegfallen.
Und auf der anderen Seite über 14000 NOx Tote in DE pro Jahr (vorzeitig verstorben) durch falsche Produkte u.a. jener Arbeitsplätze.

Was soll ich nun mehr bedauern?
(Die letzte Frage war nicht puristisch ernst gemeint, sondern moralisch impliziert)

Hi Christoph, hast du das gelesen:

Erst Dreck, dann Druck

http://www.taz.de/Hohe-Abgaswerte-bei-Autoherstellern/!5258616/

Ja, den TAZ-Artikel habe ich gelesen. Sie sollen gerne die Teilnehmerlisten abfotografieren - an den überhöhten Stickoxidemissionen ändert das nichts.

handelsblatt.com/my/unterneh … 39142.html
Leider ein sogenannter ‚Premium‘-Text…

Folgen einer verfehlten Konzernpolitik: Nochmal was zum Kopfschütteln nachgelegt. Quelle: regionale „Freie Presse“ vom 17.12.2015. Herbert Dies kurzfristig orientierungslos, Lachnummernforderungen von Rothe und Vize-Ifo-Forscher Ragnitz merkt garnichts mehr. Und im Hinterhof der gläsernen Manufaktur brennt lichterloh ein VAG-Eigenkapital-Lagerfeuer.


Wiso haben wir das nicht gemacht?
Einen Brief schreiben!
Mit einem Vorschlag, daß VW aus bestimmten Auflagen frei kommt!!!
Im Gegenzug für eine beschleunigte Kehrtwende bei VWs Antriebspolitik.

So wie diese Jungs es gemacht haben:

„Release VW from its obligation to fix diesel cars already on the road in California“

Quelle: Offener Brief an Mary (CARB)

Es bilden sich gerade Allianzen für einen geordneten Wandel: Hier die Automotive Declaration. Die großen Deutschen sind (mit Ausnahme von Mahle (???) und Bosch) bislang nicht dabei!

Übersetzung für die weniger Anglophonen: goingelectric.de/forum/allge … ml#p286975

Bisher IMHO der sinnvollste Vorschlag, von der „Strafe“ haben wenigst alle was und nicht nur ein Budgetloch weniger im US-Haushalt…

MfG Rudolf

Für Dresden hätte ich schon ein Nutzungskonzept :

Die könnten dort doch alle Umbauten aus dem Abgasskandal erledigen, das auf 3 Jahre gestreckt und schon passt es.

Auf dem 32C3 hat jemand ein VW Motorsteuergerät unter die Lupe genommen. Ich schaue gerade den Stream. 15 Minuten vorspulen. Da geht der Vortrag los.
[url]http://streaming.media.ccc.de/32c3/relive/7331/[/url]

Hier ist eine sehr ausführliche Studie aus Österreich:
„Pkw - Emissionen zwischen Norm- und Realverbrauch“

Sie zeigt die Auswirkungen in Österreich und vergleicht dabei die NEFZ - Werte mit den realen Werten und wie sich dies letztlich auf die Umwelt auswirkt. Außerdem sieht man wie enorm der Anteil des Verkehrs an der gesamten Verschmutzungsbilanz ist. Es geht dabei um CO2 und NOx und vor allem auch welchen Anteil die „Betrugswerte“ haben.

Sehr umfassend und ganz aktuell vom November 2015.

LGH
Informationen_zur_Umweltpolitik_189.pdf (1.21 MB)

handelsblatt.com/unternehmen … 80712.html

Kernaussage:

  • Diesel könnte in USA tot sein
  • Diesegate evtl.ein Schub fur EV/Hybrid
  • Conti unschuldig

Warum müssen wir in Europa noch weiterhin diese Dieselgasen inhalieren?
Es ist ja nicht nur VW.
Der Diesel ist ein Systemfehler bei allen Herstellern.

Da müsste man doch etwas tun?

Ich muss an dieser Stelle mal erwähnen, wie gut wir es in Deutschland lufttechnisch trotz Betrügerdiesel haben. In Belarus ist die Luft in den Städten wirklich merklich schlechter. Man kann eigentlich nur mit Umluft fahren, weil die Autos und vor allem LKW/Busse nicht nur stinkende Abgase ausstoßen, sondern der Staubanteil auch noch deutliche Lufttrübungen hinter Bussen und LKW erzeugt.

Da hat sich also in Deutschland in den letzten Jahren vieles stark verbessert - und die in Deutschland nicht mehr akzeptierten Karren wurden dann nach Osten und Süden exportiert. Sehr viele der Fahrzeuge hier haben noch den Nummernschildhalter des deutschen Autohauses, so dass der Erstinverkehrbringer unverkennbar ist.

Schade ist, dass es bei uns noch besser hätte sein können. NOx und Ultrafeinstaub aus Benzin-Direkteinspritzern und modernen, gefilterten Dieseln haben den Vorteil für die Emittenten, dass man es nicht mehr sieht und riecht.

Hm naja, viele deutsche Städte überschreiten seit Jahren die EU-Vorgaben. Nicht ohne Grund haben Deutschland, Österreich und Slowenien (und zwar nur diese Staaten!) ein Vertragsverletzungsverfahren der EU am Hals. Die Werte von NOX, Feinstaub etc. stagnieren seit 10 Jahren bzw. sind die letzen Jahre sogar wieder gestiegen. Es muss mehr getan werden, aber keiner tut was. Urteile von Verwaltungsgerichten werden geflissentlich ignoriert, da muss man sich jetzt überlegen wie man die zwangsvollstreckt, also z.B. Fahrverbote zwangsweise durchsetzt.

Erschreckend zB hier in Hamburg. Nichts passiert, noch nicht mal eine Umweltzone wird eingeführt. Schiffe dürfen lustig am Kai weiter dieseln. Da müsste man doch Landstrom bauen und die Schiffe zwingen diese zu benutzen und die Diesel abzuschalten. Damit könnte man im Falle des Zwangs sogar Geld verdienen !

Zwar mag das einzelne Fahrzeug in Belarus mehr stinkern, aber wir haben hier deutlich mehr Fahrzeuge … und hier im Norden auch noch Schiffe.

Es gibt also genug zu tun. Die Frage ist nur wie schaffen wir es dass die Politiker ihren Hintern hochbekommen ? Leider gehen die richtig guten Leute ja in die Wirtschaft. Und Politiker werden nicht leistungsbezogen bezahlt. Sollten Prämien bekommen wenn die Umweltbelastung sinkt, dann werden die aktiv …

Dann wirf mal einen Blick auf Polen. Dort sieht es deutlich schlimmer aus als in Hamburg. Warum die kein Vertragsverletzungsverfahren am Hals haben, kann ich nicht beurteilen. Rein von der absoluten Verschmutzung her haben die es mehr verdient.
waqi.info/