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Autoabgasskandal der 2. Thread

Statt 800.000 Fahrzeuge jetzt nur 36.000 Fahrzeuge betroffen, viel heiße Luft jedenfalls in Bezug auf CO2.

auto-motor-und-sport.de/news … 26362.html

(ich bin jetzt mal provokant)
… sagt wer??

VW??
KBA??
Ministerium??

Sonst noch Unabhängige?

Sagt VW…

CO2 ist doch nicht der Skandal! Es geht um NOx.
CO2 wurde von VW selbst als „Nebenkriegsschauplatz“ nachgeliefert. CO2 ist ungiftig, unsichtbar und geruchlos. Jetzt löst man angeblich dieses Problem. Ist ja schön, aber das war nicht die Aufgabe. Eine Nebelkerze.

Nebelkerze? Na ja es sparrt VW immerhin 2 Milliarden Euro!

Noch etwas zum VW Diesel Skandal:
Nicht vorschnell der VW Nachbesserung zustimmen:

Es besteht ein Konflikt zwischen Stickoxiden und Ruß Bildung, beides zu reduzieren ist nicht so einfach möglich.Höherer Kraftstoffverbrauch und schnelleres beladen des Partikelfilter
könnten Nachteile für den Kunden bedeuten.

Hier die Mitteilung eine Anwalts:
vw-schaden.de/aktuelles/vw-r … -nachteile

[Mod Note: der oben zitierte Beitrag aus dem Thread TV-Sendungen und die nachfolgende Diskussion wurde hierher verlagert.]

Ich bin der Meinung das der erst im Realen gemessen wird und dann im Rollenprüfstand dazukommt über extra Widerstand in den Rädern.

Ja, erst wird das Fahrzeug auf eine bestimmte Geschwindigkeit gebracht und dann lässt man es ausrollen. Die Entfernung die es braucht und dazu das Gewicht, spiegelt den Luftwiderstand wieder. Dies geht dann in die Berechnung auf dem Rollenprüfstand ein. Und da sag noch Einer Fernsehen bildet nicht :wink:

Schön wäre ein Vergleich mit einem alten Fahrzeug mit Vergaser und ohne Software gewesen.
Man hätte dann schön sehen können war für unterschiede normal sind und was vermutlich auf irgendwelche Manipulationen beruht.

Der Hammer: BMW und Mercedes liegen bei gleichem Testzyklus 2,8 mal höheren NOx-Werten als im Labor.

VW liegt mit Betrugssoftware etwas höher bei 3.4.

Die Argumente der Hersteller für die überhöhten Werte bei gleichen Testbedingungen werden von allen Experten als nicht plausibel bezeichnet.

Insbesondere warum ein Motor mit Betriebstemperatur laut Hersteller mehr NOx ausblasen soll, als im kalten Zustand kann niemand nachvollziehen.

Ich frage mich, ob der Knackpunkt in der Aussage von BMW liegt:
Aufgrund zu niedriger Umgebungsbedingungen (10 Grad Plus) und warmem Motor (!) werden Teile der Abgasbehandlung zeitweise abgeschaltet um sie zu schützen.

Kann man das so interpretieren: Immer wenn nicht ideale Test-Umgebungsbedingungen herrschen (vorgegeben durch den NEFZ) müssen wir Teile der Abgasbehandlung abschalten, damit diese nicht kaputt gehen. Die Abgasbehandlung wäre dann nur während des Tests komplett aktiv, ansonsten aber teilweise abgeschaltet. Da es aber wegen Komponentenschutz und nicht wegen dem Erkennen des Tests gemacht wird, ist diese Abschaltung legal ?

Das würde jedenfalls die Diskrepanz erklären.

BMW und Mercedes betonen ja auch noch mal, dass sie keine ILLEGALE Abschalteinrichtung einsetzen, also eine legale Ausnutzung einer Testlücke ?

Hmm, mein Bauchgefühl sagt zu sowas: extremes Schönreden.
Warum sollte es „legaler“ sein, zu (selbstdefinierten) beliebigen Bedingungen mehr Dreck als zulässig auszustossen?

Gestern Nacht fand ich zufällig im ARD Videotext die Meldung, dass auch bei anderen Herstellern auffällige Abweichungen bei den Stickoxiden durch eine Schweizer Abgasprüfstelle festgestellt wurden. Die Textseite war heute morgen schon wieder verschwunden. Seltsam.

Mit etwas suchen fand ich nun, dass gestern in frontal 21 ein entsprechender Beitrag gesendet wurde hier:
zdf.de/frontal-21/auffaellig … 78242.html

Es gibt dort auch dazu Stellungnahmen der Hersteller VW, BMW und Mercedes, die z.T. recht aggressiv wirken. Vielleicht erklärt sich so das Verschwinden der Videotextseite.

Es ist doch völlig egal was auf dem Rollenprüfstand gemessen wird. Ich gehe doch nicht ins Prüflabor um Abgase zu schnüffeln.

Mir wird das Abgas auf der Straße ins Gesicht geblasen. Und da ist dieser genormte Fahrzyklus meiner Ansicht nach noch viel zu zurückhaltend. Die tatsächliche Praxis dürfte noch viel schlechter aussehen.
Der Bericht von Focus belegt ganz klar dass auch die anderen Hersteller betrogen haben. Man weiß nur noch nicht wie genau und sie leugnen noch! Allein dafür gehören die Verantwortlichen hinter Gitter.

Zum Beispiel werden weder die vielen Kurzstreckenfahrten, häufige Kaltstarts oder Geschwindigkeiten über 120kmh erfasst. Auch dürfte der Normalbürger deutlich weniger gefühlvoll mit dem Gaspedal umgehen. Das aber ergibt die reale Schadstoffbelastung meiner Atemluft. Ich will das so nicht mehr akzeptieren.

Das Problem dürfte sein, dass bei realistischen Messungen kein einziger Verbrenner mehr fahren dürfte. Das ist aber nicht von jetzt auf gleich umsetzbar. Aber wir müssen wenigstens ab sofort ehrlich zu uns selbst sein und eine Plan haben wie das gelöst werden kann.

Der Luftwiderstand steigt OK Verhältnis zur Geschwindigkeit im Quadrat. Die ganze Messwerte auf dem Prüfstand ist eine politisch gewollte Augenwischerei. Der Unsinn gehört abgeschafft, dann sind die Hersteller wieder in der Pflicht.
Jeder Verbrennerfahrer macht sich darüber lustig, dass der Tesla die 500km NEFZ real schwer erreicht und vergisst dabei, dass er die Verbrauchsangaben seines eigenen Autos noch nie geschafft hat. Mich wundert die Differenz in der Messung nicht wirklich, wenn ich die Differenz im Verbrauch zwischen Prospekt und Realität sehe.
Warum gibt es Tesla-Fahrer die dennoch die 500km schaffen? Die fahren langsamer. Da wären wir dann doch wieder beim Luftwiderstand.

Lass mal gut sein mit dem Luftwiderstand.
Du irrst nämlich.
Der Luftwiderstand wird auf dem Rollenprüfstand geschwindigkeitsabhängig simuliert über ein höheres Bremsmoment an den Rollen.
Die Unterschiede zwischen NEFZ und Realität kommen bekanntermaßen anders zustande.

Es ging bei diesen Tests aber nicht um den real höheren Verbrauch. Der liegt um vielleicht 25% über den NEFZ-Werten. Entsprechend höher fällt dann auch der CO2-Wert aus. Da weiß jeder Verbrennerfahrer ja dass er betrogen wird und nimmt es in Kauf. Ist halt so.

Hier ging es aber um den NO2-Wert. Daran sterben jährlich Tausende allein in Deutschland. Am CO2 nimmt erst mal keiner Schaden (solange die Erde noch bewohnbar ist, aber das ist eine andere Baustelle). Diese NOx-Werte werden gegenüber den, auf dem Prüfstand ermittelten Grenzwerten um mehrere hundert Prozent überschritten!

Sinnlos ist im Moment auch jeglicher Vergleich ausgestoßener Schadstoffe zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen. Es gibt ja keine Werte für den tatsächlichen Ausstoß bei Verbrennern.

Das Thema wird hier schon diskutiert: viewtopic.php?f=22&t=5087&start=170

Frage mich allerdings warum unter „Elektromobilität“. :mrgreen:

Ich wollte hierfür keinen eigenen Thread aufmachen. In diesem Artikel wird einmal relativiert, was in der Vergangenheit die US Autohersteller gemacht haben, um ihre Absatzmöglichkeiten zu steigern. Nebeneffekt: Hierbei wurde das vorhandene auf E-Mobilität basierende Personentransportsystem regelrecht vernichtet. „Strafe“ für GM: 5.000 US$. Und für den verantwortlichen Manager: 1 US$ (kein Schreibfehler).

welt.de/geschichte/article15 … lacks.html

Im VW Werk in Mosel werden jetzt 600 Leiharbeiter rausgesetzt und in Dresden’s gläserner Manufaktur haben hunderte nichts mehr zu tun. Erklär den Familien und den nächsten 1200 mal, dass das alles nur heiße Luft sei. Hier in Sachsen sind leider 54% der Arbeitsplätze verbrennerabhängig.

Um so schlimmer das sie seit Jahren nix gegen diese Abhängigkeit tun. VW macht immer noch schwerste Managementfehler.