morgen steht meine erste längere Fahrt von Hamburg nach München an. Ich hab die Route am Handy erstellt und dann an den Tesla gesendet. Der Tesla zeigt allerdings wesentlich längere Ladezeiten an.
Tesla App:
Hohenswarsleben: 22 Min
Hermsdorf: 28 Min
Hilpoltstein: 8 Min
Ankunft mit 5%
Navigation im Tesla:
Hohenswarsleben: 30 Min
Nempitz: 1Std 5 Min
Hilpoltstein: 20 Min
Ankunft mit 9%
Jemand eine Idee, was da los ist? Muss sich das Auto erst an Supercharger gewöhnen, oder zeigt sich da bereits ein Defekt?
Danke für die Antwort. Ja, das habe ich auch vermutet, da sich ja ein Ladepunkt und ein paar Kenndaten ändern. Wundern tut mich allerdings, dass sich die Gesamtladedauer von 58 Minuten auf 1:55 Stunden verdoppelt. Das kann doch nicht richtig sein?
Hatte ich bei meiner letzten längeren fahrt ähnlich. Nur habe ich die App nicht genutzt sondern direkt im Auto eingegeben.
Hatte aich einen Schrecken bekommen, aber am Sipercharger purzelte dann die Zeit drastisch.
Scheint ein bug zu sein, immerhin haben es jetzt schon 2
Ah, sehr gut! Da bin ich erleichtert.
Eigentlich wäre es mir fast egal, aber meine Tochter fährt mit und ich habe natürlich Riesenangst ausgelacht zu werden!
Die Ladezeitschätzungs-Anzeige im Auto ist etwas, was mal dringend geupdatet gehört - die ist traditionell deutlich zu lang zu Beginn der Ladesitzung.
Wenn du dir mal einen Überblick über realistische Ladezeiträume anschauen willst, dann plane die Route mal mit ABRP (davor ein paar Einstellungen dort vornehmen, dann passt das meist sehr genau).
Oder mal 10 Minuten an den Rechner zu Hause setzten, dann kann man auch sehen was dort für eine Ladeweile angeboten wird. Wenn Töchterlein z.B. gerne MC Donalds isst……
Dann wird Sie die Fahrt hinterher viel positiver bewerten als an einem Ladeort wo tote Hose ist.
Zudem kann man dann ein wenig besser planen was die Ladezeiten betrifft, lieber zweimal laden als einmal 1 Stunde u.s.w-
Das die Tesla Navigation eine totale Vollkatastrophe bei der zeitlichen Effizienz mit der Ladeplanung ist wird ja hier im Forum häufig diskutiert.
Dein Auto wird dich vermutlich nie nach Schkeuditz schicken, außer Nempitz ist voll. Das will dann lieber mit 60kW bei Nempitz laden (deswegen denke auch die lange Zeit). Das Nempitz Phänomen ist interessant, denn genau wie in deinem Beispiel mit Hohenwarsleben nimmt das Auto bevorzugt dort immer den Uralt-V2 SuC. Ich hab keine Ahnung warum es das tut und warum es die Leute länger warten lässt, es ist einfach so.
Schalte den Mist aus und wähle den Supercharger manuell aus.
Gib Dein Ziel direkt im Tesla ein, ignoriere die vorgeschlagenen Ladestopps (sofern sie Dir nicht gefallen) und entscheide selbst, wann und wo Du laden möchtest.
Bei der von Dir genannten Strecke gibt’s gefühlt an jeder dritten Abfahrt eine Lademöglichkeit. (Muss ja auch nicht unbedingt immer der Supercharger sein.)
Mein Tipp: Nimm einfach die SuCs, die das Auto dir ausgibt, wenn du es vor Fahrtbeginn im Auto oder in der Tesla App vorschlägt. Dann fahr erstmal los und schau, was sich auf den ersten 200 KM verändert. Sollte das Auto einen V2-SuC anfahren (wie bspw. Nempitz), plane das ganz einfach manuell im Tesla-Navi im Auto auf einen V3 um.
Wie @Felixkruemel schreibt, ist es etwas seltsam, warum das Auto überhaupt V2 SuCs ansteuert. Die Stalls liefern grundsätzlich weniger Peak-Leistung und du teilst dir die Leistung mit deinem Nebenmann, sofern der auch lädt. Vollkatastrophe. Habe ich genau einmal auf einer Fahrt von Mainz → Berlin mitgemacht, wo uns das Navi nach Weimar schickte, obwohl in Hermsdorf einen Steinwurf entfernt ein 12er V3 verfügbar gewesen wäre, den wir locker erreicht hätten… von daher: Ziel im Auto eingeben, losfahren, dann unterwegs nachplanen, wenn die Tesla-Planung Grütze ist
Alternativ lohnt es sich aber auch immer, mal mit ABRP zu schauen, welche V3/V4 SuCs du auf dem Weg mit 8-15% Ladestand erreichen kannst.
Gut in deinem Beispiel Weimar statt Hermsdorf kann ich noch verstehen, da Hermsdorf doch ein ganzschönes Stück weg ist.
Aber beispielsweise Hohenwarsleben statt Irxleben ist lustig, da das die gleiche Autobahnausfahrt ist nur die andere Seite. Gleiches gilt für Schkeuditz und Nempitz, das sind zwei Ausfahrten. An beiden Standorten aber schlägt das Navi ausnahmslos immer den V2 vor, hatte es noch nie anders.
Mit den V3 spart man auch Geld, die sind eigentlich immer günstiger.
Da Tesla mit den SuC auch Geld verdienen will, habe ich auch den Eindruck, dass gerne die teureren Stationen eingeplant werden.
Und die V2 sollen sich vielleicht auch noch mehr amortisieren, bevor sie ausgetauscht werden.
Ich schau gerne so 25-50km vor dem Ladestopp, welche Alternativen es gibt und besonders bei den V2 auf die Auslastung (wird im Navi nicht mehr aktualisiert!) und wähle ggf. eine Alternative. Ziel ist nach Möglichkeit ein V3 und mit <10% anzukommen.
Und bei langen, unbekannten Strecken ist es kein Nachteil mit ABRP das sich vorab anzuschauen. Manchmal schickt Tesla einen über Umwege, nur um an einem SuC zu laden. Dann kann ein manueller Eingriff und externe Ladestation schon Zeit sparen.
Aber man kann auch einfach fahren und dann passt Tesla die Ladestopps nach Auslastung und aktuellen Verbrauch an.
Ist vielleicht dann nicht die schnellste/günstigste Variante, aber sicher stressfrei. Nach 100.000km elektrisch im Tesla kann ich dir versichern, es ist in fast allen Regionen kein Problem lange Strecken zu fahren.
Ich hab die Fahrt gemeistert. Die vorgeschlagene Ladeplanung war heute morgen völlig bekloppt und das Auto wollte gerne bei 80% irgendwo laden. Ich bin mit 100 losgefahren… Ich hab dann manuell geplant und das hat wirklich sehr gut geklappt. Ich weiß, viele machen das anders, aber wir hatten zwei längere Stopps bis München und das war eigentlich sehr entspannt. Einmal kleiner Spaziergang und Frühstück, einmal Mittagessen. Ganz anders als das altbekannte Raststättenhalten, aber sehr angenehm und erholsamer! Hat mir gefallen.
Interessant finde ich, wie phänomenal gut die Navigation in den YouTubevideos so ausschaut und wie sich die Realität dann doch etwas anders zeigt. Aber ich komme damit trotzdem klar und bin zufrieden!
Ein interessantes Thema. Kann man denn diesen ABRP am Handy nutzen und die Route ans Auto schicken?
Und wie macht ihr das wenn ihr den SuC bewusst auslässt und halt wo anders laden wollt? Kennt ihr das Ladenetz auswendig? Der Tesla zeigt dir ja keine Lademöglichkeiten außer die SuCs an, oder doch? (hab noch keinen tesla)
Ich navigiere z.B. nur von SUC zu SUC welche ich mir vorher am Rechner zu Hause angesehen habe. So weiß ich genau was ich dort zu erwarten habe und da ich mein Auto kenne, passt das mit den Ladezeiten perfekt bei Langstrecke
Ja aber gerade als Neuling bei EVs hat man da ein mulmiges Gefühl im Magen. Und in Österreich sind jetzt nicht gerade viel SuCs, der nächste ist 50Km weit weg von mir in Wien…
Ist es also grundsätzlich nicht möglich direkt im Auto mit anderen Ladestationen als mit SuCs zu planen?
Doch schon, das Auto zeigt ja die anderen auch an. Nur eben ohne Auslastung und ohne Infos ob der Standort gerade in Betrieb ist oder nicht.
In dem Fall plant man mit ABRP und nimmt die Supercharger aus der Planung raus, fügt dann vielleicht seine bevorzugten CPOs hinzu und schon hat man eine Route. Haben ja hier auch sehr viele gemacht wo die Supercharger letztes Jahr so teuer waren.