Auf dem Weg zu Teslas schwarzer Liste

Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen. Hatte den Sachverhalt vor einige Zeit zu dem damals aktuellen Stand bereits in einem andern Post erwähnt.

Ich habe Ende August ein Model 3 LR mit den bekannten 2000€ Rabatt wegen der LG Batterie bestellt. Lieferdatum laut Rechnung 30.09., also unmittelbar zum Quartalsende.

Ich habe das Fahrzeug umgehend bezahlt und hatte ca 3 Tage später die Papiere hier.

Meinen SA informierte ich anfangs, dass ich in der Auslieferungswoche ca. 500km weit weg auf Dienstreise bin und das Fahrzeug erst am 02.10. entgegen nehmen kann.

Natürlich kamen die üblichen Angebote wie Abholung durch Bevollmächtigten, oder eventuell Lieferung. Ich möchte mein Fahrzeug jedoch gerne selber inspizieren und mir diese sagenumwobenen Auslieferung bei Tesla mit Blümchen, Sekt und Lametta nicht entgegen lassen. :sweat_smile:

Mein SA informiert mich kurze Zeit später, dass die einzige Option für mich ist, Tesla vorab die Auslieferung zu bestätigen. Ich könne das Fahrzeug dann am 02.10. abholen und Mängel noch geltend machen. Das wäre ein großes Entgegenkommen von Tesla und man würde mir das Dokument hierfür zuschicken. Wenn ich nicht unterschreibe, wird mir das Fahrzeug entzogen. Ohne wenn und aber.

Natürlich kam nichts und ich war auch nicht scharf darauf, dieses Schreiben zu erhalten.

Am Freitag musste ich meinen SA wegen einem anderen Thema kontaktieren und neben der Antwort kam auch im Anhang diese Abnahmebestätigung.

Ich habe darauf eine nette Mail formuliert und erklärt, dass ich nicht ohne Unbehagen dieses Dokument vorab unterschreiben kann und ich Tesla auch nichts schuldig bin.

Es dauerte eine Stunde, schon kam die Antwort. Es war kurz nach 13 Uhr und am Ende dieser Mail der Paukenschlag. Wenn ich das Dokument nicht bis 15 Uhr unterschreiben zurück schicke, verkaufen sie mein Fahrzeug an einen anderen Interessenten.

Kurze Info am Rande. Das Fahrzeug ist voll bezahlt und bereits seit einiger Zeit auf mich zugelassen.

Da ich den SA telefonisch nicht mehr erreichen kann, er hat seine Rufnummer auf eine allgemeine Tesla Hotline weitergeleitet, habe ich per Mail um Rückruf gebeten.

Er rief zügig zurück, ich war ziemlich verärgert, fühlte mich erpresst bzw. genötigt. Wie haben im Grunde einen guten Draht zueinander. Er konnte die Wogen etwas glätten und erklärte mir, wie groß aktuell die Nachfrage nach den Fahrzeugen ist. Daraufhin erzähle ich ihm von Teslas aktuellen Maßnahme, um die noch verfügbaren LR mit LG Batterie an den Mann zu bringen (er wird es natürlich auch ohne mich gewusst haben :wink:). Nun kam von ihm die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, das Dokument zu unterzeichnen, wenn mir z.B Winterreifen oder etwas anderes kostenlos beigestellt wird.

Hab kurz gezögert, aufgrund von innerem Zwiespalt, ihm dann aber signalisiert, dass ich es mir vorstellen kann. Trotzdem wäre es mir aber immer noch lieber, wir hätten den ganzen Stress nicht und ich könnte das Fahrzeug einfach problemlos am 02.10. abholen.

Bezüglich der kostenlosen Beistellung konnte er keine Entscheidung treffen, er würde es seinem Manager vorschlagen und ich bekäme einen Rückruf.

Der Rückruf vom Store-Manager kam. Ich war gespannt und musste feststellen, dass es hier nur darum ging mir zu zeigen, dass eigentlich gar nichts geht. Tesla durchaus Fahrzeuge entzieht und ich damit rechnen muss. Er könne mir entgegen kommen, ich darf das Fahrzeug durch einen Bevollmächtigten abholen lassen. TOLL

Dieses Telefonat rückte das Ganze Geschäftsgebaren von Tesla weiterhin in ein schlechtes Licht. Nachdem man erneut versuchte dem Kunden (mir) zu zeigen, dass er wehrlos ist, habe ich ihn gesagt, ich würde das Dokument nicht unterzeichnen solange man mir nicht entgegen kommt. Der SA hatte es ja bereits angeboten. Schlussendlich wurden wir uns nicht einig und er versprach eine Entscheidung von seiner Chefin.

Gestern kam den ganzen Tag nichts. Ich bekam das Gefühl, dass die Sache gelaufen wäre. Das Auto ist weg.

Auf Nachfrage kam dann doch noch der Anruf gegen 19 Uhr.

Man unterbreitet mir 3 Optionen….

  1. Mir wird der Tesla geliefert, es muss dann allerdings innerhalb von 24 inspiziert werden.

  2. Ich unterschreibe, hole das Fahrzeug am 02.10. ab und man würde sich im Anschluss nochmal bei mir melden für ein persönliches Gespräch und einem eventuellen nachträglichen Entgegenkommen seitens Tesla (weil ich so brav war).

  3. Ich erhalte eine kostenlose Beistellung gegen Unterschrift (würde wahrscheinlich EAP nehmen, also null Kosten für Tesla), man würde mir das Fahrzeug dann am 02.10. aushändigen. Danach lande ich auf der schwarzen Liste bei Tesla und man wird mir nie wieder im gesamten Bundesgebiet einen Tesla verkaufen!

Tja, das ist nun Tesla. Man ist irgendwie sprachlos und trotzdem nicht überrascht!

Gibt es in diesem Forum jemanden, der es auf die „Blacklist“ bei Tesla geschafft hat? Oder besser gefragt, gibt es die in Deutschland wirklich? :sweat_smile:

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Das ist echt unglaublich, aber mal zu Punkt 3: Warum schenken sie dir noch was und liefern trotzdem erst nächsten Monat aus, das passt doch nicht. Und zweitens können Sie einen bereits auf dich zugelassen Wagen niemals verkaufen.

Geht echt garnicht :neutral_face:

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Bei Punkt 3 soll ich die Übernahme des Fahrzeugs bereits jetzt bestätigen. Ich hole es dann nur am 02.10. erst ab. Das Fahrzeug ist aber offiziell raus. Als „Gegenleistung“ erhalte ich die vom SA angebotene kostenlose Beistellung und den Eintrag ins Muttiheft :sweat_smile:

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Wie soll das gehen ? Dann müssten die ja einen zweiten Brief ausstellen für die gleiche Fahrgestellnummer.

Denn den Brief hast du ja schon, so wie ich das verstehe.

Aber ich wäre da auch etwas flexibler. Die haben mächtig Druck, das Auto auszuliefern, da sind dann schon mal ein paar Monate FSD oder FreeSUC drin.

Und das mit der Übergabeinsektion ist doch sowieso Quatsch.

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Da muß der Druck aus dem HQ oder der Europazentrale aber groß gewesen sein. Quartalsende läßt grüßen. Trotzdem ist das ein unterirdisches Verhalten. Willst Du nach dem Erlebnis wirklich nochmal einen Tesla kaufen? Falls nein, wäre der Scherz mit der schwarzen Liste ja mal wirklich auzuprobieren…

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Genau, die Typen, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Quartalszahlen zu puschen, verweigern dir Ende Dezember ein Auto.

Wie wäre es denn mit Vorziehen der Auslieferung ?

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Irre, über welche Sachen man mit tesla herum diskutieren muss. Solche terminlichen Verschiebungen sind bei einem klassischen autohaus nicht der Rede wert und in zwei Minuten besprochen.

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Gute Frage. Ich schaue erstmal, was mich mit dem ersten Tesla so erwartet. :wink: Ich habe dem netten Herren am Telefon aber auch entgegnet, dass es auch durchaus sein kann, dass der Kunde nach so einer Erfahrung keinen weiteren Tesla kaufen möchte und mittelfristig genügend Angebote anderer Hersteller entstehen. Noch reizt mich da bis auf den I4 von BMW nicht. Der Spaß kostet aber auch etwas mehr.

Ich habe zu dem Thema „schwarze Liste“ nicht viel gefunden. Hab nur nen Bericht aus den USA. Da wurde dem Kunden nicht nur der Kauf eines Tesla verwehrt, er bekam auch keinen Service und keine Ersatzteile. Und das ist wirklich hart. :sweat_smile:

Das Auto kommt erst am Dienstag hier an. Ich bin ab Montag morgens auf Dienstreise….

Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Habe da bisher auch nie nen Aufstand gemacht aber man sollte bei Tesla vielleicht wenigstens mal flüchtig übers Fahrzeug schauen. :wink:

Das bleibt die Frage und letztlich haben sie es ja nicht durchgezogen bzw. ist das gerade kein Thema. Hatte gestern mit 2 Anwälten Kontakt, jedoch waren beiden nicht aus diesem Fachgebiet. Nach Durchsicht der AGB waren beide entsetzt, sich aber auch nicht sicher, wie weit Tesla dieses Spiel treibt.

Letztlich hätte Tesla das Fahrzeug einem anderen Käufer nur liefern können. Sodass es zum 30.09. übergeben wurde und müsste die Papiere bei mir zurückfordern… :man_shrugging: Ob sich dann aber wirklich ein Köufer finden lässt, der den Stress mitmachen will bleibt fraglich.

Gemäß AGB wäre Tesla berechtig, daraus entstehende Kosten von mir zurück zu fordern.

Fazit der Anwälte. Die AGB ist sehr sehr aggressiv geschrieben. Ähnliches Verhalten ihnen nie untergekommen….

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Wenn sich zwei quer stellen…ich meine, sie sind dir ja bereits entgegengekommen. Bei Tesla war und ist es nunmal so, dass die Fahrzeuge bis Ende des Quartals ausgeliefert sein müssen. Ist jetzt kein Geheimnis. Wer das nicht gewährleisten kann, der wird kein Fahrzeug bekommen. Nachfrage ist groß genug.

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Widerrufsrecht hervorkramen, Auto zurück geben, Geld zurück, Anzahlung zurück und hol dir was bei ABM. Win-Win. Soll Tesla mal schauen wo sie bleiben.

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Ich soll vorab bestätigen, das Fahrzeug mängelfrei übernommen zu haben…… ich denke, dass nur der Kunde hier Tesla entgegen kommt. Das ich das Fahrzeug 3 Tage bei Tesla danach stehen lassen darf kann man als Entgegenkommen werten. Aber das hängt davon ab, was man so mit sich machen lässt.

Ja, das M3 ist beliebt aber schau mal in den M3 Bereich, was für Anstrengung seitens Tesla nötig waren, die Bestandsfahrzeuge los zu werden. Da lässt sich nicht unbedingt von mehr Nachfrage als Angebote sprechen.

Letztlich war ich kompromissbereit aber nach dieser 2 Stunden Deadline war irgendwo Schluss.

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Warum fackelst Du so lange?
Anwalt einschalten und gut is‘…

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Wenn Tesla Dein Auto (voll bezahlt und auf Dich zugelassen) weiterverkauft (wie das gehen soll ist mir ein Rätsel) ist das Diebstahl und Hehlerei.

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Wenn der Wagen bereits auf dich zugelassen ist, kann Tesla ihn ohnehin nicht jemandem anderen verkaufen. Was würde ich machen? Mich nicht ärgern lassen und Option 2 wählen.

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Der eigentliche Besitzübergang erfolgt bei Übergabe. Bin da jetzt auch kein Profi. Der Anwalt hat’s mir erklärt. Das sind aber 2 paar Schuhe.

Wollte diesen Sachverhalt auch gar nicht groß zum Thema machen. Mir ging es schon sehr um die Info, ob das Thema Blacklist hier schonmal aufgekommen ist oder ob ich ein besonders schwieriger Kunde bin? :winking_face_with_tongue:

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Das würde ich auch so sagen….

Wenn du den Brief und alles hast und das Fahrzeug sogar auf dich zugelassen ist, dann bist du 100% der Eigentümer.

Tesla kann dann mit deinem Fahrzeug gar nichts mehr machen !

Wie soll das Fahrzeug ohne Brief und Papiere weiter verkauft werden ? Ein bereits auf dich zugelassenes Fahrzeug ?! Niemals kann sowas von Tesla durchgezogen werden !

Ist dein Eigentum weg - ist es Diebstahl !

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Wäre die beste Reaktion aber auch etwas eingebildet zu glauben, dass das irgendjemand bei Tesla interniert. Mit der Einstellung „Wie sind Tesla, was anderes gibt es nicht“ schwimmen sie doch auf einer komfortablen Welle.

Ich habe mein Fahrzeug bereits verkauft. Neuer Radsatz für den M3 liegt schon hier und einiges an Zubehör.

Die Option abzuspringen haben ich mir bereits genommen.

Nein, da das Eigentum noch nicht übergegangen ist. Aber trotzdem kann der Wagen nicht einfach so anderweitig verkauft werden, da er ja bereits zugelassen ist. Da braucht’s weitere Schritte, die bis 30.09. nicht erledigt sind.

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Ich mag ja meinen Tesla wirklich und kann mir aktuell grad keine Alternative vorstellen. Aber das was Du da schilderst ist ja gruselig. Die verkaufen Dir ein 50 T€ Auto und behandeln Dich wie den letzten Bittsteller.

Ich hab mal gelernt, dass zu einem Kaufvertrag zwei Pflichterfüllungen gehören. Der Käufer zahlt (hast Du - sogar im Voraus), der Verkäufer liefert. Ich bin kein Jurist. Aber das wäre Vertragsbruch oder?

Es ist wirklich die Frage ob man sowas unterstützen mag. Sollen sie doch ihren Karren behalten. Das Fahrzeug ist damit aus zweiter Hand (wobei sie sicher jemanden finden, der das akzeptiert).

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Ach so, du sitzt in der Zwickmühle? Dann würde ich mich zurückhaltend ggü. Tesla verhalten. Die Schwarze Liste gibts echt. Wird i.d.R. angewandt, wenn man 2x vom Kauf zurücktritt. Dann wird man für 1 Jahr gesperrt.

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