Assistenzsysteme: Tempomat, Schildererkennung, AP, EAP, FSD usw (Teil 3)

Wir brauchen ja nichts glauben, der Paragraf den du anführst widerlegt deine Aussage.

Dieser sagt klar und deutlich, dass Verkehrsbeeinflussungsanlagen lediglich allgemeinen Verkehrsregeln vorgehen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung durch ein Schild ist keine allgemeine Verkehrsregel.

Ps: Die allgemeinen Verkehrsregeln muss man auch nicht glauben die sind ebenfalls unter Punkt 1 der StVO definiert. §1-35

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In dem Falle sollte man aber verbieten, das auf der Schilderbrücke irgendwas wie „Ende Limit“ oder Geschwindigkeit xx angezeigt wird (Überholverbote für LKW etc. wären ok) - außer man möchte da direkt danach einen Blitzer zum Abkassieren aufstellen und dann wahlweise die zb. 60 von der Brücke oder die 100 vom Schild anführen - also lieber das kleinere von beiden wählen um auf der sicheren Seite zu bleiben. :face_vomiting:

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das FSD-Team versucht eine verbindlich implementierbare Spezifikation von den jeweiligen Ländern zu bekommen - für jeden Edge-Case den sie finden, Sisyphos ist nichts dagegen.

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So!
Ich fand keine genaue StVO Erklärung etc. für diesen Fall!

Wenn das Schild auf »gleicher Ebene« wäre, dann zählt die Schilderbrücke, solange sie nicht ausfällt!

Die »100« sind aufgehoben, Lkw Überholverbot, freie Fahrt! Weil vielleicht der Verkehr hier jetzt mehr als 100 ohne größere Gefahr geduldet werden können, als das Schild ausweist!

Ich würde der Schilderbrücke aber hier Vorrang geben, ansonsten ist diese sinnlos und würde nur als Information ohne Befolgung sehen!
Jedoch ist es auch blöd, ein Schild (oder Schilderbrücke davor)vor allem so kurz dahinter zu stellen, sieht man ja hier im Forum, was so jeder meint.

Für das FSD Team entsteht hier kein Edge Case. Der entsteht offensichtlich nur bei den Leuten, die einen „Vorrang“ für Schilderbrücken erfinden weil sie die Situation für sinnlos halten.

FSD wird hier ganz eindeutig und absolut richtig ab dem 100er Schild 100 fahren. So wie es ganz eindeutig in der StVO geregelt ist.

Natürlich mag diese Konstelation in dem Fall etwas unglücklich erscheinen, aber Fakt ist, ab der Schilderbrücke endet die temporäre 100er Beschränkung und ab dem Schild beginnt die permanente 100er Beschränkung.

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Die Diskussion erinnert mich etwas an einige Diskussion um das Reißverschlusssystem vor Baustellen. Da haben viele die Meinung, dass man gleich beim ersten Schild, welches die Meter bis zur Baustelle angibt, in die weiterführende Spur MUSS. Ich mach mir dann immer Freunde, wenn ich sage, warum sie nicht die Fahrbahn bis zur Baustelle ausnützen :joy:. Nur wird es bei der 100er halt im Unterschied dazu teuer.

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Und ich bin verwundert, dass wir hier immer wieder in Richtung Verlehrsregeln abgleiten und Corner Cases durchkauen.

Spielt doch beim aktuellen Status FSD überhaupt keine Rolle.

Das FZ kann ja noch nicht mal Schilder ausreichend gut erkennen, geschweige denn korrekt und rechtzeitig übernehmen.

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Ja, ich vermute für jeden problematischen Edge-Case wird das Autopilot-Team mit dem bisherigen Implementierungstempo maximal etwa 2 Jahre benötigen wie beim Unprotected Left Turn von Chuck.
Bisher konnten zudem nur eine beschränkte Zahl dieser Probleme parallel bearbeitet werden.

Den hier diskutierten Fall würde das Fahrzeug, in den Ländern mit der freigeschalteten Erkennung auf Autobahnen, ziemlich sicher erkennen (also die Schilderbrücke und das Blechschild daneben). Deshalb finde ich die Diskussion dazu schon interessant, was denn nun tatsächlich gelten würde.

Wobei wir uns hier wohl alle einig sind, dass die Kombination im diskutierten Fall aus Schilderbrücke und Blechschild 5m dahinter absolut unglücklich für die Interpretation ist - auch für einen menschlichen Fahrer.

Wie hier schon geschrieben wurde - das Blechschild darf wohl nach Vorschrift gar nicht so nah an der Schilderbrücke stehen (so eine Kombination habe ich persönlich auch noch nie gesehen). Mehr Abstand würde sowohl für Menschen als auch technische Systeme die Interpretation hier deutlich erleichtern.

Ich habe die Vermutung, dass es sich bei dem 100 km/h-Schild um eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung wegen einer darauf folgenden Fahrbahnverengung handelt.

Man beachte das Schild im Hintergrund, welches möglicherweise dieses sein könnte:

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Das ist durchaus nicht von der Hand zu weisen. Allerdings würde man dann doch wohl die Anzeigen in der Schilderbrücke nutzen, die Beschränkung auf 100km/h anzuordnen. Oder man würde die Schilderbrücke, bzw. die Anzeigen auf selbiger, abschalten, wenn man schon ein Blechschild aufzustellen gedenkt.

Aber wir kennen freilich alle die Hintergründe nicht, welche zu dieser absonderlichen Anordnung geführt haben mögen.

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Hat da auch jemand nen Link zu nem Gesetz? Nur, weil es andauernd hier in diesem Thread wiederholt wird, muss es ja noch lange nicht stimmen.

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Stimmt, ich habe jetzt nochmal etwas gesucht und es scheint so, als ob es tatsächlich keine konkreten Abstandsvorgaben gibt (wobei es hier konkret um Ampeln und Schilder geht).

Allerdings steht dort auch:

Nach der Rechtsprechung müssen Verkehrseinrichtungen und Verkehrszeichen aber so beschaffen sein, dass sie ein aufmerksamer, durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer während des Fahrens mit einem beiläufigen Blick erfassen, verstehen und befolgen kann. Werden diese Grundsätze berücksichtigt, dürfte für Verkehrszeichen, die hinter einer Ampel aufgestellt werden, ein Mindestabstand von zumindest einigen Metern erforderlich sein, sagt Mielchen.

Wenn nun zwei Verkehrsschilder mit widersprüchlichen Angaben so nah beieinander stehen, würde ich das als unklar, nicht leicht zu erfassen und schwierig zu verstehen einordnen. Und bei Autobahnen werden aufgrund der höheren Geschwindigkeiten in der Regel immer größere Abstände angesetzt.

Bei der Aufstellung so wie im Beispiel bin ich mir jedenfalls ziemlich sicher, dass das anfechtbar wäre. Das mit der vermutlich nahenden Baustelle ist eine gute Sichtung @On_Air , aber es erklärt nicht, warum dann nicht die Schilderbrücke zur Anzeige verwendet wird.

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Oh ja, und da gibt es noch viele. Z.B. gelten eigentlich nur Schilder auf der rechten Seite. Manchmal hast du aber rechts eine Abfahrt, die hat auf beiden Seiten ein 60 Schild. Das eine davon steht also am rechten Rand der grossen Bahn, und gilt da stremggenommen nach Wortlaut der StVo. Weiss aber jeder dass das Bogus ist. Bring das einem AutoPiloten bei.

Aber soweit ist Tesla ja leider eh noch nicht. Die muessen erstmal alle normalen nicht-mehrdeutigen Schilder richtig kriegen. Dann guckt man mal nach edge-cases.

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5m Unbegrenzt danach wieder 100km/h :crazy_face: :v:

Wie oft kommt es bei euch vor dass der Tempomat ohne zutun einfach die Geschwindigkeit reduziert? Kein Auto weit und breit, klare Sicht und er regelt ohne Grund von 100 auf 90 und danach auf 80. Schilderkennung ist aus und Tempolimit weiterhin eigentlich 100kmh. Hatte das nun doch 3x innerhalb vom 100km.

Habe ich ein Hard oder Software Problem? MYLR 2033 mit 26.1 und aktuellstem Kartenmaterial.

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Das kann bspw. passieren, wenn an der Stelle früher mal ein Limit war (z.B. wegen einer Baustelle oder früher eine andere Beschilderung). Liegt mit ziemlicher Sicherheit an den hinterlegten (alten) Karten-/Flottendaten an der Stelle.

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Um Deine Frage mal zu beantworten:
das kommt bei unserem Model 3 nur gelegentlich vor, so ca. ein Mal alle zwei- bis dreihundert Kilometer. Ist aber natürlich unangenehm und insbesondere, wenn andere Fahrzeuge hinter einem fahren, nicht ungefährlich. Ich versuche dann immer schnellstmöglich manuell zu übersteuern, so dass die Geschwindigkeitsreduzierung nicht zu stark wird.
Also: ein Softwareproblem…

Danke euch beiden. Ich gehe auch davon aus dass es sich um altes Kartenmaterial bzw. Flottendaten handelt. Habe bei meinem Research noch andere Teslafahrer gefunden, welche das gleiche in der selben Region (Autobahnkreuz Zürich Nord und Brüttiseller Kreuz, in der Schweiz) berichteten. Ich werde den AP einfach nicht mehr nutzen bis auf weiteres wenn ich auf Autobahnkreuze zufahre. Schade.

Dieses Gebiet ist nach meiner Ansicht z.B. für eine Fahrt vom Gubrist nach Dietlikon ziemlich anspruchsvoll, dh. dort benutze ich mein Smartphone-Navi obwohl ich die Strecke eigentlich kenne. :wink:
Teilweise führt die optimale Fahrt Richtung Norden obwohl das Ziel im Osten liegt. Zudem wird es erst spät auf den Wegweisern angezeigt.

Moin, wer von euch hatte zuletzt Phantombremsungen in Tunneln?
War unterwegs zwischen Slowenien und Österreich und hatte es mehrfach, dass während AP aus dem Nichts stark abgebremst wird. Besonders in einspurigen Tunneln im Urlaubsverkehr ein „besonderes“ Erlebnis der Kategorie „Herzgesundheit ist ausreichend vorhanden“. Auch LKWs im Gegenverkehr in Linkskurven immernoch noch mit Phantombremsung. Software .20.7