Servus,
ich komme aus dem kleinen Buchdorf in Bayern. Name: Michael, Alter: noch grade so 49
, verheiratet und eine Tochter, Beruf: Speditionskaufmann, spezialisiert auf Sondertransporte ( Traktoren, Baumaschinen, Sportfahrzeuge) und alles was überlang, überbreit, überhoch oder zu schwer ist. Zudem tätig im Bereich Zoll.
Fahrzeugflotte: nur Sterne und davon 5 Stück, jetzt ein Tesla in top.
Ich lese bereits eine Weile mit und habe mich schon länger für Tesla interessiert. Nun hat der letzte Schock an der Zapfsäule dafür gesorgt, dass ich dem Wahnsinn wenigstens ein Stück weit und probehalber entkommen wollte.
Habe mich für einen Tesla Model S 85 sufc sc01 entschieden. Meinen habe ich mit vielen Kilometern und kleineren „Kampfspuren“ sehr günstig in Norwegen aus 2. Hand erstanden. Das Fahrzeug habe ich vorab von einem in Norwegen lebenden Bekannten ansehen lassen, danach anbezahlt. Dann hingefahren, Probe gefahren und habe mich direkt in den Wagen verliebt. Der Verkäufer hat den Wagen abgemeldet und mir geholfen temporäre norwegische Kennzeichen zu beantragen.
Die Exportverzollung in Norwegen und das Transitpapier bis nach Rendsburg habe ich selbst organisiert, auch die Einfuhrverzollung nach Deutschland.
Von Norwegen nach Dänemark ging es auf eigener Achse, von dort auf dem Anhänger über Rendsburg nach Bayern ins Donau-Ries.
Gestern beim TÜV gescheitert. Bremsanlage hinten an der Verschleissgrenze, obere Querlenker vorne beidseitig ausgeschlagen.
Teile sind bestellt, nächster Anlauf beim TÜV in 14 Tagen, Hebebühne ist nicht frei, Teile brauchen noch und Stress muss nicht sein.
Kleine Anekdote: Für die Zulassung eines Fahrzeuges aus einem anderen Staat braucht die Zulassungsstelle eine Bestätigung der VIN ( Man kann sich ja nicht von seinem Schalter wegbewegen und die VIN am Fahrzeug vor der Türe ablesen). Die Bestätigung stellt der TÜV aus, kostet 62€. Beim Tesla gibt es eine VIN auf dem Aufkleber an der B-Säule auf der Fahrerseite und eine an der Unterkante der Windschutzscheibe. Beide wurden auch vom Zoll genutzt und geprüft bei der Einfuhr. Dem TÜV war das nicht genug. Man lies mich die Abdeckungen im Frunk entfernen, weil im Bereich des Innenraumfilters eine VIN eingeschlagen sein soll ( da war keine), dann die Schwellerverkleidung vom Beifahrereinstieg ( auch nichts) und die Verkleidung der B-Säule, Beifahrerseite ( keine VIN). Am Ende begnügte man sich mit den beiden, die sowieso sichtbar waren und ich darf neue Pins kaufen, da einige abgebrochen sind.
Ich freue mich auf hoffentlich viele Kilometer mit dem Model S und neue Erfahrungen im Bereich E-Mobilität.





