Dann lebst du einer Region mit extrem hohen Netzentgelten, aktuell liegt der Ø Neukundenpreis bei 24 Cent pro kWh und den kriegt man ja alle 12 Monate wieder, wenn man wechselt ist man nie Bestandskunde:
Mönchengladbach Cafe del sol auch noch
26/42 ![]()
Aber nur mit Boni und Allem…
Ist hier aber OT.
Zumindest sind die Preise jetzt wieder konkurrenzfähig. Nachdem ich seit Frühjahr nur noch mit EnBW unterwegs war, habe ich heute mein Abo dort gekündigt und steige wieder auf Supercharger um. Mit der aktuellen 5ct Promo ist EnBW zwar immernoch etwas günstiger, aber im Oktober ist das ja auch vorbei.
Koblenz-Bubenheim (Globus)
alt:
04-07 0,26€
08-22 0,43€
23-03 0,31€
neu:
04-07 0,28€
08-22 0,39€
23-03 0,28€
Morgens teurer, tagsüber und Abends günstiger.
Koblenz-Metternich (Autohof)
alt:
04-07 0,26€
08-22 0,49€
23-03 0,26€
neu:
04-07 0,23€
08-22 0,44€
23-03 0,23€
Durchgehend günstiger.
Ich wohne in Cloppenburg… Zahle einen Arbeitspreis von 25 Cent/kWh… Da ich jedes Jahr 5 Minuten für einen Wechsel investiere, erhalte ich verschiedene Boni und der effektive Arbeitspreis sinkt unter 20 cent/kWh…
Trotzdem verstehe ich die Preisgestaltung bei Tesla nicht. Da geht es überhaupt nicht mehr um die Kosten für Strom, sondern Steuerung der Auslastung.
Nebenbei macht man den höchsten Preis, für den höchsten Profit, wenn der Strom am billigsten ist.
Oder anders gesagt, wenn er am billigsten ist, wird er am teuersten verkauft.
Tesla kauft höchstwahrscheinlich Strom Futures um sich gegen Schwankungen abzusichern, die Zahlen nicht mehr für den Strom, wenn er bei einem dynamischen Tarif besonders teuer ist, Tesla kriegt aber wahrscheinlich auch kein Geld bei negativen Strompreisen, sondern kauft z.B. jetzt Strom für April 2027 für 0,115 €/kWh am Future-Markt ein, zzgl. regionaler Abgaben wie Netzentgelte usw.
Die regional sehr unterschiedlichen Preise lenken die Auslastung, da Tesla auch abgeschiedenere Supercharger auslasten möchte und nicht nur die Top-Standorte.
Saisonal wird in Deutschland der März bis Oktober als Future günstiger gehandelt als der Winter.
Und aktuell bekommen sie rund 17ct/kWh THG-Quote…
Tesla hat die Preise in Deutschland überwiegend gesenkt. Ich gehe mal davon aus, dass sie das nicht machen, weil sie plötzlich möglichst wenig mit dem Laden verdienen wollen.
Man sieht doch auch bei anderen Anbietern ganz gut, was passiert, wenn der Preis nicht passt. TotalEnergies hat hier gerade einen wirklich guten neuen Ladepark im Industriegebiet eröffnet. Technisch top, genug Säulen – und trotzdem steht das Ding meistens leer. Warum? Weil es schlicht zu teuer ist.
Vielleicht ist die Erklärung bei Tesla also manchmal ganz banal: Preis zu hoch, Auslastung zu niedrig, Preis runter.
Dafür muss man nicht bei jeder Änderung Sommerferien, Winter, Urlaubsverkehr oder sonstwas bemühen.
Warum Tesla den Preis konkret ändert, weiß am Ende nur Tesla. Der Rest ist mehr oder weniger gut begründete Spekulation.
Noch als Ergänzung dazu:
Man sieht das ja auch außerhalb von Tesla ganz gut. TotalEnergies hat hier gerade einen neuen, wirklich guten Ladepark im Industriegebiet eröffnet. Viele Ladepunkte, alles neu und ordentlich gemacht – trotzdem ist der meistens leer. Der Preis passt einfach nicht.
Und Anfang Juli hat Tesla ja schon an sehr vielen Standorten deutlich gesenkt, teilweise von 50–60 Cent auf etwa 40–45 Cent.
Deshalb halte ich „Preis zu hoch, Auslastung zu niedrig, Preis runter“ zumindest für eine ziemlich naheliegende Erklärung.
Ob es genau so ist, weiß natürlich keiner von uns. Aber eben deshalb finde ich dieses ständige „höchstwahrscheinlich wegen Ferien / Sommer / Winter“ etwas gewagt.
Und am Ende können wir uns doch eigentlich alle darüber freuen, dass es am Supercharger nicht immer nur in eine Richtung geht.
Ich habe zwar noch ein paar Free-SuC-kWh zu verballern, aber bei der nächsten größeren Reise muss ich mir aktuell jedenfalls nicht schon vorher den Kopf machen, ob ich jetzt EnBW, Ionity oder sonstwas nehmen sollte.
Wenn Tesla preislich konkurrenzfähig bleibt, ist das für mich schlicht die bequemste Lösung.
Sooo richtig überzeugt mich Deine These aber nicht…
Zum Einen sind die SuCs schon ziemlich gut ausgelastet…, und zum Anderen laden Teslafahrer so oder so fast alle bei Tesla (sofern Sie laden müssen!); „relativ“ unabhängig vom Preis. Schlicht und einfach aus Komfortgründen, weil „man es kennt“.
Und wie hoch ist der Fremdladeranteil wirklich, 10%? DAS macht den Kohl nicht fett.
Fremlader müssen ja auch ein Abo für nen Zehner abschließen; die können auch, wenn Sie eh schon bereit sind Geld für ein Abo zu zahlen, auch zu EnBW etc. gehen. Deutlich höhere Dichte, Plug&Charge (ggfs.!)…
Dass Teslafahrer sowieso fast immer bei Tesla laden, würde ich so nicht unterschreiben.
Ich habe schon oft bei EnBW, Ionity oder anderen Anbietern geladen, wenn der Preis dort besser war. Und ich war da regelmäßig nicht der einzige Tesla.
Komfort ist ein Argument, klar. Aber wenn auf der gleichen Strecke der SuC deutlich teurer ist, fahre ich nicht aus Gewohnheit trotzdem dorthin.
Und Fremdlader müssen auch kein Abo abschließen. Die können ganz normal ohne Mitgliedschaft laden, mit Abo wird es nur günstiger. Teslafahrer haben diesen Preisvorteil im Prinzip schon mit dem Fahrzeugkauf bezahlt, egal ob sie ihn nutzen oder nicht.
Gerade deshalb spielt der Preis aus meiner Sicht schon eine Rolle – bei Tesla-Fahrern genauso wie bei Fremdladern.
Wie groß der Effekt insgesamt ist, wissen wir beide nicht. Genauso wenig kennen wir den tatsächlichen Fremdladeranteil oder die durchschnittliche Auslastung aller SuCs.
Deshalb bleibe ich dabei: Tesla wird die Preise nicht völlig losgelöst von Nachfrage und Auslastung festlegen.
Nö, ich hätte bis Ende September bei Allego für 39 Cent geladen oder EnBW.
Meine These: Sommerferien sind vorbei, die Auslastung geht zurück, also muss man unter die 39 Cent, damit die Auslastung stimmt.
Meine These: Bei Tesla sitzt niemand mit den Ferienkalendern aller 16 Bundesländer, der Niederlande, Dänemarks und halb Skandinaviens da und schiebt danach die SuC-Preise hoch und runter. ![]()
Tesla ändert manchmal einfach Preise, ohne uns vorher den Grund mitzuteilen. ![]()
Meine nächste These: Tesla hat eventuell sogar Daten darüber, wann seine Autos lieber woanders laden. Vielleicht brauchen die den Ferienkalender also gar nicht. ![]()
Jaaaa, ein paar „Informierte“ machen sowas…(gerade hier aus dem Forum; aber die anderen 99% der Teslafahrer?)…
Ferner sind das ja fast immer nur temporäre Angebote; ansonsten muss man als Teslafahrer immer die Grundgebühr draufrechnen; plus der Komfort beim SuC…
Ich glaube recht fest an die „Uninformiertheit“ des Masse und an „das Bequeme“…![]()
Die 99 % sind jetzt aber auch eher eine These. ![]()
Dass Bequemlichkeit und fehlende Preiskenntnis eine Rolle spielen, glaube ich sofort. Aber daraus würde ich nicht ableiten, dass der Preis für fast alle Teslafahrer praktisch egal ist.
Und „immer Grundgebühr“ stimmt so auch nicht. Es gibt genug Angebote und Aktionen ohne laufende Grundgebühr.
Am Ende wissen wir schlicht nicht, wie viele Teslafahrer bei welchem Preis zu einem anderen Anbieter fahren. Genau deshalb wäre ich mit 99 % etwas vorsichtig. ![]()
Nette Diskussion, aber eigentlich geht es hier um die Supercharger-Preise in Europa. Wir driften gerade ziemlich ab. ![]()
Und aktuell bekommen sie rund 17ct/kWh THG-Quote
Bitte, kannst Du mir das mal genauer erklären? In Zukunft wird ja das Thema white label SuC interessant - außer den Abrechnungsmodalitäten über Tesla bin ich noch nicht weiter gekommen. Bin am Papierkram von paar öffentliche AC-Säulen bald verzweifelt.
Sobald Du eine Ladestation öffentlich anbietest, kannst Du beim Bundesumweltamt THG-Quote beantragen. Es kommt darauf an, wie viele andere Ausgleichsprojekte es gibt, vor zwei Jahren gab es eine große Betrugsmasche, was die Zahlungen an Ladeanbieter und E-Autofahrer massiv gedrückt hat. Mittlerweile sind die Sachen aber aufgeflogen und die Zahlungen gehen wieder rauf.
