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Akku vorheizen mit AC

Ich denke mal das du dafür nicht die volle Reku brauchst. Bei voller Reku bremst der so stark, da muss der Berg schon sehr steil sein um auf Geschwindigkeit zu bleiben.
Im Gegenteil, wenn die Räder durch die Reku zu stark blockiert werden, würde er bei Glätte rutschen, bzw. die Elektronik regelt die Reku zurück, damit die Traktion erhalten bleibt.
Durch das Fahren, ob durch Reku oder Entnahme heizt sich der Akku ohnehin viel schneller auf als durch das Laden.

Weil die Frage aufkam: Wenn das Model 3 angesteckt ist und man aktiviert die Klimatisierung des Innenraum, wird auch der Akku vorgewärmt.

Also ich bin eigentlich „froh“ bzw. hab die REku im letzten Winter sogar auf „minimal“ gestellt, da ansonsten die Bremsscheiben (speziell bei uns in Tirol bei sehr viel Salz auf den Straßen) extrem rosten!!!

Ich schätze mal das ist für deine Bremsscheiben auch besser, wenn du bergab im Winter hin und wieder richtig in die „Eisen“ gehst!!

Am effektivsten dürfte Laden sein, da wird der Akku von selber warm. Hat er unter ca. 10°C, wird er beim Ladestart aktiv aufgewärmt, und zwar mit 6-7 kW Leistung, zum Laden bleiben dann nur 3-4 kW übrig. Beim Model 3 wird die Wärme dafür von den Motoren und Invertern erzeugt.

Ich muss mal einen Ladevorgang mit komplett ausgekühltem Akku mitloggen, da das Auto bei mir kaum länger als 12 Stunden am Stück stoll steht kühlt der nicht mal komplett aus. Bei Frost reichte es gerade, dass er so auf 7 oder 8°C abkühlte, dann wurde kurz vorgewärmt bei Ladebeginn, bis zum Ende des Ladevorgangs war der Akku so bei 20°C.

Ein Tipp: Wenn du möglichst viel Rekuperation haben willst, und es sich von der Reichweite her ausgeht, lade nur auf 80%. Die Mindest-Temperatur für volle Rekuperation steigt laut meinen Beobachtungen zwischen 80 und 90% stark an, von etwa 20°C bei 80% auf über 30°C bei 90% (wie hoch genau weiß ich noch nicht, habe das bisher nur nach Supercharging erreicht).

Wie viel Prozent bzw. kWh fährts du pro Tag denn raus? Genug für 1-2 Stunden laden bei 11 kW?

Wenn es richtig kalt wird, lädt der Akku zunächst gar nicht, sondern es wird die ganze Energie zum Heizen verwendet. Ich benutze den mitgelieferten Lader (240 A/32 A) und wenn ich bei Temperaturen um -20°C den Ladevorgang starte, werden zunächst nur 12 A gezogen, bei einer Laderate von 0 km/h. Das geht dann langsam aber sicher hoch bis auf 32 A und 48 km/h, sobald die Akkutemperatur es zulässt.

Ähnliches / selbes Thema gab’s vor kurzem hier Ladestrategie über Nacht bei sehr tiefer Außentemperatur?

Danke für die ausführliche Antwort, war mir nicht bewusst, dass er beim Laden aktiv den Akku heizt, dachte er würde nur durch den Ladestrom warm.
Dann sollte das kein Problem sein, ich fahre tagsüber genug um 1-2 Stunden zu laden.

Wenn Du allerdings im Laudeley Modus lädst (3 kW) wird Dein Akku nicht spürbar geheizt.
Dann fährst bei den aktuellen Temperaturen (7 Grad) mit eingeschränkter Reku los. Dauert dann 15 km bis die volle Reku da ist.
Da reicht’s auch schon, wenn das Auto 8h steht. Der Akku ist dann kalt.
Weiss ich aus täglicher eigenen Erfahrung.

Mache auch gerade meine ersten Schritte mit der fehlenden Reku beim Kaltstart.
Nachdem meine Pendelstrecke aber „nur“ 25 km einfach ist, sind 15km ohne Rückspeisung doch viel.

Andererseits will ich das Auto nicht jeden Tag laden (oder meint ihr das macht Sinn, bzw ich mir zu viele Gedanken?)
Ich dachte mir 1x die Woche von 10%-90% müsste doch langen.

Nur ist es halt so, dass ich gerne einen vorgeheizten Innenraum hätte, d.h. mach ich in der Früh die Klima an (~20 mins vorher, aktuell langt das). Das verbraucht aktuell 8km Reichweite.

Kann ich dem Auto sagen, dass er mit eingestecktem Strom nur Klimatisieren soll, aber nicht laden?

Shaun

Setze im Auto/App das Ladelimit niedriger als der aktuelle Zustand ist. Dann lädt er nicht.

Einerseits möchte man natürlich Akku Zyklen minimieren, aber wieviel macht das wirklich aus?

Bsp " fehlende Reku auf den ersten 15km" :
Ca. 110 Tage pro Jahr, 2 Mal täglich, reku spart ca. 5% = 30kwh pro Jahr, ich glaube da braucht man sich nicht groß Gedanken machen, so wird wenigstens auch Mal die Bremse bewegt und geht nicht fest.

Warum minimiert das Zyklen? Es minimiert Zyklen die man per Log auslesen kann, für die Akku Chemie dürfte es aber egal sein ob der Strom aus der Steckdose oder per Rekuperation von den Motoren kommt (im Gegenteil bei Rekuperation sind die Ströme sicher erheblich höher).

Zyklen soll man nicht von der Anzahl her minimieren, sondern von der Amplitude des Ladehubs. Ich halte es daher für besser, das Auto täglich anzustecken und kurz vor Abfahrt auf 70% zu laden, oder wieviel man halt am Tag braucht. Tesla hat angekündigt, dass bald das Laden per Timer für Abfahrtszeit kommt.

Details zur Akku-Alterung hier: batteryuniversity.com/learn/art … vehicle_ev

Spannender Artikel danke. Damit stellt sich für mich wieder die Frage ob es sinnvoll ist bei IONITY zu laden, das sind 2,5C und es gibt keine Akku Vorklimatisierung wie am SuC - dafür lade ich für 8€ statt 20€ und spare Zeit. Aber das weicht vom Thema hier ab.

Ja, wird mit V10 2019.32.12.4 schon ausgerollt: Google als Mitglied?

ich würde da ehr zu der Aussage mit den zu vielen Gedanken tendieren.

Wobei 15 Km ohne Rückspeisung so ja auch nicht richtig sind. Bei kälteren Temperaturen hat man halt nur entsprechend weniger Reku, bzw. auch nicht weniger, sondern nur geringere Reku-Ströme, wenn der Wagen dafür länger rollt hast du deswegen die gleiche Energiemenge rekuperiert. Man muss halt nur vorausschauender fahren, auch wenn die Reku reduziert ist, kommt man noch ganz gut ohne Bremse aus.
Nach meiner Erfahrung steigt ja die Reku Leistung mit jedem gefahrenen Kilometer wieder sehr schnell an.
Darum würde ich das Auto nach meinem Gusto benutzen und vorheizen und wenn die Batterie leer ist muss halt nachgeladen werden.
Nur so werden die E-Autos den Durchbruch schaffen. Ein Otto-Normal-Mobilitäts-Konsument will sich nicht wie wir, über Gebühr mit seinem fahrbaren Untersatz beschäftigen.

Im übrigen tendieren M.E. einige Forumsmitglieder sehr gerne dazu übersensibel auf alle möglichen Umstände zu reagieren die das Elektrowägelchen angehen. Oft kommt man mit der GMV (Gesunder Menschen Verstand) Methode weiter, ein Beispiel:

Tesla hat ja nun schon einige Erfahrung mit Elektroautos und der Batterie. Die Kälte-Tests machen die wahrscheinlich dort wo es richtig kalt ist, also nicht bei so pille palle Wintern wir bei uns. Außerdem fahren ja bereits einige Jahre Teslas auch in den richtig kalten Regionen. Wenn es hier irgendwelche Umstände geben würde, die den Akku massiv beeinträchtigen würden, die das BMS nicht wegbügelt, stünde das in der Gebrauchsanweisung von dem Teil.

Wart’s mal ab, wenn es richtig kalt wird. Bei -20 °C hast Du gar keine Rekuperation mehr und es dauert etwa 20 km, bis sie halbwegs nutzbar wird, und selbst das ist noch eher optimistisch ausgedrückt. Ich habe das selbst letzten Winter durchgemacht, wenn ich auf der Arbeit war und mein M3 in klirrender Kälte draußen gestanden hat.

Vorausschauend fahren ist ja ganz nett, aber ohne Rekuperation kann man bei dem langen Ausrollweg wirklich nicht viel machen. Immerhin werden so die Bremsen mal wieder beansprucht :slight_smile:.

ok, Kanada! Das meinte ich auch mit Regionen wo es richtig kalt ist.
In den paar Tagen wo es bei uns evtl. -20° haben könnte, habe ich andere sorgen als die Reku vom M3…

Also nach meinen Erkenntnissen ist das Laden bei warmem Akku wesentlich schonender. Beim Laden am Morgen wird der Akku vorgeheizt, ist aber sicher nicht so warm wie nach der letzten Fahrt am Tag. Vorgeheizt wird aber auch, wenn er bei Kälte aufwacht, b.z.w. wach ist und am Lader hängt.
Somit macht es für mich Sinn, am Abend zu Laden, morgens wecken (wer will die Heizung einschalten) und er heizt den Akku für die Fahrt (Reku) vor.
Sollte für die Abfahrt keinen Unterschied machen und die schonendste Methode für den Akku sein und damit die geplante Abfahrtszeit nur für diejenigen praktisch, die in einer Tiefgarage ohne Empfang stehen oder vom Bett ins Auto springen.

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!

Mit 11 kW eine knapp 80 kWh Batterie zu laden ist so viel unter 1C, dass dies dem Akku selbst bei kalten Temperaturen total egal sein dürfte (und wenn es sehr kalt ist unter 0 Grad tut das Batteriemanagement selbstständig vorheizen, Irrtum vorbehalten). Stehen zu lassen bei höheren Volt / SoC hingegen mag der Akku hingegen weniger gern. Daher lasse ich meinen Akku lieber über Nacht bei 30% stehen und lade ihn erst vor dem Losfahren auf. So bleibt der Akku rund die Hälfte bis 1/3 seiner Lebenszeit auf tiefem SoC wo die negativen Effekte der Zellchemie weniger aktiv sind.

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