ABS/ESP Frage zur Reaktionsgeschwindigkeit bei E-Autos

:thinking: Kann mir jetzt nicht vorstellen, daß bei Reku kein ESP/ABS funktionieren sollte…

Also definitiv kannst Du mit aktuellen Umrichtern den Strom im Bereich von mehreren hundert kHz steuern.
Ich würde jede Wette eingehen dass die Reku locker um den Faktor 100 genauer regelt als jedes mechanische ABS/ESP. Oder noch schlimmer hydraulischer Eingriff. Das ist das langsamste was man sich vorstellen kann.

Solltest du aber, da Rekuperation nichts mit der Betriebsbremse und folglich auch nichts mit ABS/ESP zutun hat, kann es dir auf glattem Untergrund ganz schnell passieren dass die Rekuperation dein Auto instabil werden lässt.

Kann ich mir nicht vorstellen…
Wenn das Auto bei Reku merkt, dass es ausbricht, dann sollte doch „irgendein“ Rad freigegeben werden.
Diese Reaktionszeit versuch ich rauszufinden…
Oder ne Idee davon zu bekommen… :thinking:

Schau Dir mal dieses Video an: CAN A TESLA HANDLE WINTER? - Rear Wheel Drive Snow & Ice - YouTube
Das klappt schon.

Also dieses Märchen mit der Reku auf glattem Untergrund hällt sich hier aber wirklich hartnäckig. Ich fahre jedes Jahr sehr viel in den Bergen auch auf sehr glattem Untergrund. Und die Reku ist da nie irgend ein Problem sondern lediglich zu schnelle Geschwindigkeit. Jedes Auto reagiert bei Reibeiderstandsbeiwerten unter 0,1 festgefahrene Schneedecke/Eis sensibel auf Lastwechsel aufgrund der dynamischen Achslastverteilung. Aber nicht wegen der Reku sondern aufgrund simpler Impuls und Energieerhaltung der bewegten Masse. Und wenn Du in derlei Situationen mal genau aufpasst hat das Auto lange bevor Du den Fuß von der Bremse hast die Reku geregelt.

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Bist Du sicher, mehrere hundert Kilohertz für Umrichter welche auf Traktionsmotoren wirken?

A.K

Es steht immerhin mal in der Anleitung. Das bei glätte die reku auf niedrig zu stellen ist. ESP regelt auch links und rechts unabhängig. Das geht bei voller reku ja nicht. Das model 3 ist bei ‚normal‘ glatten untergrund „ok“ zu fahren. Bei Eis mit schnee drauf aber nicht mehr. Gibt auch Video von Björn der sich ein nicht so heck Betontes fahren im Winter wünscht.

Ich kann Dir nichts zu Tesla sagen. Weiß aber ziemlich genau mit welchen Taktraten wir aktuelle Industriemotoren ansteuern.
War das vor ein paar Jahren noch knapp über der Hörgrenze sind wir inzwischen 2-3 Zehnerpotenzen darüber um die letzten 10/ Prozent im Wirkungsgrad rauszuquetschen. Die Logik gibt das heute auf der linken Pobacke her. Und die (Leistungs-)Halbleiter haben die letzten Jahre eine Entwicklung gemacht, das selbst einem alteingesessenen Elektronik Entwickler wie mir anders wird was inzwischen möglich ist.

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Du brauchst Dir nur mal aktuelle Datenblätter von zB Xilinx Zynq Plattform ansehen. Und Tesla nimmt derlei Fpga in kundenspezifischer Ausführung her.

Auch wenn das jetzt nicht nett klingt. Aber wenn ich mir Björns Art Auto zu fahren ansehe dann wundere ich mich nicht. Aber das auf die Reku zu schieben halte ich für eine goldige Selbstfehleinschätzung.

Jeder einigermassen versierte und der Physik mächtige Fahrzeugführer wird eine etwas heckbetonte aka übersteuernd ausgelegte Fahrdynamik präferieren.

Nur für Gretchen Müller die auch im Winter die Kurve wie im Sommer nehmen möchte und im Ernstfall lieber starr auf der Bremse bleibt sind die heutigen Fahrzeuge alle so arg untersteuernd ausgelegt.

Aber auch das hat wiederum nix mit der Reku Regelung zu tun :wink:

Allerdings fürchte ich schweifen wir mit der Diskussion hier gerade zu sehr vom Thema ab.

Ich bleib dabei. Die Reku ist nicht das Problem und regelt sehr viel feiner als es jedes elektrohydraulische ABS/ESP je konnte bzw können wird!

ja, hab die 2 themen vermischt (hab mir schon gedacht, dass das falsch verstanden wird)

zum thema: bei esp/abs ist es wichtig dass jedes Rad einzeln regelt, das geht wie gesagt beim reku nicht… und ob die Rekuperation bei glätte wirklich gut zurückgeregelt wird, hat noch keiner gezeigt (bei mir war leider immer der akku kalt, das war mit Reku dann eh nix…)

zum übersteuer auf (sehr) rutschiger Straße: Driving Tesla Model 3 Performance on slippery road - YouTube

und ja, natürlich lieben wir alle das heckbetonte fahren vom tesla, aber wenns (eis mit neuschnee) glatt ist, dann ist es zuviel des Gute im „normalen“ modus…

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Lol genau das Video meinte ich mit obiger Aussage. Die Seitenführungskraft bei glatter Strasse wird nur durch die zu hohe Geschwindigkeit (Impuls) überschritten. Und wenn der Fahrer dann so ruckartig vom „Gas“ geht braucht er sich nicht wundern. Alleine schon die Aussage 19years experience in winter driving. …
Die hat jeder 37 jährige Österreicher auch :wink:

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Hey Hab nur ne eher profane Frage gestellt :grinning:

Gibt ja keine gescheite Antwort darauf :thinking:

Schade.

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Hi Lero, lass Dich nicht ärgern :grinning:

Selbstverständlich nicht :rofl:

Danke Dir grizzly für die sachlichen Infos zum Thema. Meine Frage nach den Taktraten rührt ja daher, dass ja gerade beim Tesla sowohl beim Beschleunigen und Verzögern die Pfeifgeräusche noch hörbar sind.

A.K

Hallo becton,

Ich habe nie mitgezählt, wie oft unser Model S bei diversen Bremsaktionen reagiert, auch nicht wie schnell. Die Antwort lautet etwa der PS-Angabe eines Tesla entsprechend: Genug. Oft genug und schnell genug.

Die Erfahrung gründet auf inzwischen mehr als 100.000 Km mit unserem Model S: Auch schnell bis sehr schnell auf der BAB bzw. Boxberg-Trainings- und Testgelände wie auch in allen denkbaren winterlichen Verhältnissen u.a. in Finnland. In meinen Fahrtberichten Expresstrip nach Lappland habe ich auch versucht jeweils interessante fahrtechnische Beobachtungen und Erfahrungen einzubeziehen. Vor allem die Wintererfahrungen (derzeit letzter Teil des Threads) waren sehr erhellend - und beeindruckend. Wenn es näher interessiert mag man sich durch den Lappland-Thread quälen. Einen Unterschied, oder gar eine negative Beeinträchtigung zwischen/durch Rekuperation und mechanischer Bremse konnten wir dabei nie bemerken. Es ist das Auto mit den besten Winterfahreigenschaften dass wir bei > 1,5 Mio Km je gefahren sind. Auch der letzte Vorgänger, Audi quattro tfsi, reicht nicht daran heran.

Und bei Voll-Bremsungen aus dem roten (>235 Km/h) Bereich heraus reagiert das Gesamtsystem auch noch schneller als der Fahrer - was den teils kritisiert (hat er doch offensichtlich zu langsam reagiert), andererseits beruhigt. Ein Übergang zwischen Rekuperation zur Bremsunterstützung wurde von uns dabei noch nie wahrgenommen: Es funktioniert einfach großartig. Und verlässlich.

Es hofft dass es so bei allen bleibt

Keris

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@S85User ich denke die hörbaren Frequenzen sind die Wicklungen der Motoren. Diese werden aber für jeden Step hunderte male per PWM angepasst um optimal den Magnetfeldern zu folgen. Schrittmotorrn wurden vor 20 Jahren mit Rechtecksignalen angefahren. Das wird schon lange nicht mehr so gemacht.

Im grunde wird eine Halbwelle mit hunderten kleinen rechtecksignalen simuliert, durch die pulsweite und der induktivität der wicklung ergibt sich eine sinuswelle :wink:

Also der der hier von einer gewissen Person als tr##### hingestellt wurde hatte im Grunde recht, ob der jetzt im khz bereich arbeitet, was zu einer glatteren welle führt oder nicht weis nur Tesla.

Und ja wen das abs oder esp ein rutschen regestriert wird die reku zurückgedreht.

Im grunde könnte so ein umrichter innerhalb von ms das ganze Schlepmoment wegnehmen.

Nennt man Schlepmomentregelung und hatte mein 7er mit heck und automatik schon und wen die reifen blockiertn beim schnee hat er durch gas die motordrehzahl der getriebedrehzahl nach dem ölwandler angepasst.

Aber was weis ich ich bin ja nur ein ösi und wohne in nem skigebiet😂