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ABS/ESP Frage zur Reaktionsgeschwindigkeit bei E-Autos

Hallo,
das typische ABS regelt ja recht schnell, also so 20 Mal in der Sekunde.
ESP bis zu 150 Mal in der Sekunde. Hab ich mal so aus wiki raus…

Ich frag mich, wie schnell oder wie oft ein E-Auto bei aktiver Rekuperation reagiert/reagieren kann :thinking:

Also bedingt durch die Reku.
In welchem Takt kann man die Reku zu und Abschalten?

Danke vorab für Inspirationen :upside_down_face:

VG

Wenn du richtig bremsen musst, werden die normalen Bremsen verwendet. Warum sollte ABS dort anders funktionieren? Bei der Rekuperation kommst Du nicht ins Schleudern. Da blockieren auch keine Räder…

:thinking: Kann mir jetzt nicht vorstellen, daß bei Reku kein ESP/ABS funktionieren sollte…

Also definitiv kannst Du mit aktuellen Umrichtern den Strom im Bereich von mehreren hundert kHz steuern.
Ich würde jede Wette eingehen dass die Reku locker um den Faktor 100 genauer regelt als jedes mechanische ABS/ESP. Oder noch schlimmer hydraulischer Eingriff. Das ist das langsamste was man sich vorstellen kann.

Solltest du aber, da Rekuperation nichts mit der Betriebsbremse und folglich auch nichts mit ABS/ESP zutun hat, kann es dir auf glattem Untergrund ganz schnell passieren dass die Rekuperation dein Auto instabil werden lässt.

Kann ich mir nicht vorstellen…
Wenn das Auto bei Reku merkt, dass es ausbricht, dann sollte doch „irgendein“ Rad freigegeben werden.
Diese Reaktionszeit versuch ich rauszufinden…
Oder ne Idee davon zu bekommen… :thinking:

Schau Dir mal dieses Video an: https://youtu.be/8Z3G5hSiTZY
Das klappt schon.

Also dieses Märchen mit der Reku auf glattem Untergrund hällt sich hier aber wirklich hartnäckig. Ich fahre jedes Jahr sehr viel in den Bergen auch auf sehr glattem Untergrund. Und die Reku ist da nie irgend ein Problem sondern lediglich zu schnelle Geschwindigkeit. Jedes Auto reagiert bei Reibeiderstandsbeiwerten unter 0,1 festgefahrene Schneedecke/Eis sensibel auf Lastwechsel aufgrund der dynamischen Achslastverteilung. Aber nicht wegen der Reku sondern aufgrund simpler Impuls und Energieerhaltung der bewegten Masse. Und wenn Du in derlei Situationen mal genau aufpasst hat das Auto lange bevor Du den Fuß von der Bremse hast die Reku geregelt.

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Bist Du sicher, mehrere hundert Kilohertz für Umrichter welche auf Traktionsmotoren wirken?

A.K

Es steht immerhin mal in der Anleitung. Das bei glätte die reku auf niedrig zu stellen ist. ESP regelt auch links und rechts unabhängig. Das geht bei voller reku ja nicht. Das model 3 ist bei ‚normal‘ glatten untergrund „ok“ zu fahren. Bei Eis mit schnee drauf aber nicht mehr. Gibt auch Video von Björn der sich ein nicht so heck Betontes fahren im Winter wünscht.

Ich kann Dir nichts zu Tesla sagen. Weiß aber ziemlich genau mit welchen Taktraten wir aktuelle Industriemotoren ansteuern.
War das vor ein paar Jahren noch knapp über der Hörgrenze sind wir inzwischen 2-3 Zehnerpotenzen darüber um die letzten 10/ Prozent im Wirkungsgrad rauszuquetschen. Die Logik gibt das heute auf der linken Pobacke her. Und die (Leistungs-)Halbleiter haben die letzten Jahre eine Entwicklung gemacht, das selbst einem alteingesessenen Elektronik Entwickler wie mir anders wird was inzwischen möglich ist.

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Du brauchst Dir nur mal aktuelle Datenblätter von zB Xilinx Zynq Plattform ansehen. Und Tesla nimmt derlei Fpga in kundenspezifischer Ausführung her.

Auch wenn das jetzt nicht nett klingt. Aber wenn ich mir Björns Art Auto zu fahren ansehe dann wundere ich mich nicht. Aber das auf die Reku zu schieben halte ich für eine goldige Selbstfehleinschätzung.

Jeder einigermassen versierte und der Physik mächtige Fahrzeugführer wird eine etwas heckbetonte aka übersteuernd ausgelegte Fahrdynamik präferieren.

Nur für Gretchen Müller die auch im Winter die Kurve wie im Sommer nehmen möchte und im Ernstfall lieber starr auf der Bremse bleibt sind die heutigen Fahrzeuge alle so arg untersteuernd ausgelegt.

Aber auch das hat wiederum nix mit der Reku Regelung zu tun :wink:

Allerdings fürchte ich schweifen wir mit der Diskussion hier gerade zu sehr vom Thema ab.

Ich bleib dabei. Die Reku ist nicht das Problem und regelt sehr viel feiner als es jedes elektrohydraulische ABS/ESP je konnte bzw können wird!

ja, hab die 2 themen vermischt (hab mir schon gedacht, dass das falsch verstanden wird)

zum thema: bei esp/abs ist es wichtig dass jedes Rad einzeln regelt, das geht wie gesagt beim reku nicht… und ob die Rekuperation bei glätte wirklich gut zurückgeregelt wird, hat noch keiner gezeigt (bei mir war leider immer der akku kalt, das war mit Reku dann eh nix…)

zum übersteuer auf (sehr) rutschiger Straße: https://www.youtube.com/watch?v=EXRlys_iVYE&t=693s

und ja, natürlich lieben wir alle das heckbetonte fahren vom tesla, aber wenns (eis mit neuschnee) glatt ist, dann ist es zuviel des Gute im „normalen“ modus…

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Lol genau das Video meinte ich mit obiger Aussage. Die Seitenführungskraft bei glatter Strasse wird nur durch die zu hohe Geschwindigkeit (Impuls) überschritten. Und wenn der Fahrer dann so ruckartig vom „Gas“ geht braucht er sich nicht wundern. Alleine schon die Aussage 19years experience in winter driving. …
Die hat jeder 37 jährige Österreicher auch :wink:

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Hey Hab nur ne eher profane Frage gestellt :grinning:

Gibt ja keine gescheite Antwort darauf :thinking:

Schade.

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Hi Lero, lass Dich nicht ärgern :grinning:

Selbstverständlich nicht :rofl:

Danke Dir grizzly für die sachlichen Infos zum Thema. Meine Frage nach den Taktraten rührt ja daher, dass ja gerade beim Tesla sowohl beim Beschleunigen und Verzögern die Pfeifgeräusche noch hörbar sind.

A.K