Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von vitesse » 27. Jan 2020, 22:34

Dir erst mal Dank für Deine konstruktiven Rückmeldungen.

Beim "kleinen Unfug" ist nicht der Adapter das Problem, sondern die Hausinstallation könnte es werden, sofern sie nicht auf neuestem Stand und fehlerfrei ist. Je nach Auslösecharakteristik lässt die Überlastauslösung des LS über einen längeren Zeitraum Ströme deutlich über dem Nennwert zu, s. mein Beispiel oben. Wenn dann noch alte Schraubklemmen statt Federklemmen verbaut sind, kann es schon lustig werden.

Die Normen wurden in den letzten Jahren immer wieder angepasst, wie das Beispiel der Verbindungsklemmen zeigt. Nur: Wer passt seine Installation dann an? Solange alles gut geht - kein Problem. Aber vergisst mal jemand die manuelle Reduzierung, zieht über längere Zeit Überlast aus einer Dose und verursacht dadurch einen Schaden, wird - wie ich auch schon schrieb - die Klärung sicherlich interessant: Hat derjenige schuldhaft gehandelt, der versehentlich, aber wissentlich Überstrom aus einer Dose gezogen hat? Oder war es der Betreiber der Dose, der diese offensichtlich für diesen Fall nicht ausreichend abgesichert hat?

Hier aus einem online-shop mal einige Eckdaten der Überlastauslösung. Im ungünstigsten Fall ("Standart Leitungsschutz") Auslösung bei 1,45-fachem Nennstrom nach einer Stunde. Und das sind nur die aktuellen, heutigen Werte. Was ältere Automaten oder gar Schmelzsicherungen, die auch noch verbaut sein könnten, so liefern, bleibt völlig offen.

Ein MS/X, das seine maximal 24A über Stunden aus einer 16A Dose einer älteren Installation bezieht, dürfte also nachvollziehbar ein realistisches Szenario sein. Wer legt da seine Hand ins Feuer?

Edit: Link zur Hintergrundinfo ergänzt. Der führt zwar nur eine Seite zurück, scheint aber notwendig zu sein.
Zuletzt geändert von vitesse am 28. Jan 2020, 07:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von chd » 28. Jan 2020, 00:51

vitesse hat geschrieben:
Ein MS/X, das seine maximal 24A über Stunden aus einer 16A Dose einer älteren Installation bezieht, dürfte also nachvollziehbar ein realistisches Szenario sein. Wer legt da seine Hand ins Feuer?


Wenn man den CEE16 Adapter für 11kW auf's Tesla UMC steckt, wird die Stromstärke auf 16A beschränkt - ich konnte da weder versehentlich, noch absichtlich mehr einstellen.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von vitesse » 28. Jan 2020, 07:14

Nicht verstanden oder nicht gelesen? :roll: Es geht um Lader mit einem CEE32-Stecker, die bis 32A laden können, aber durch Gleichrichter in aktuellen Fahrzeugen auf 24A begrenzt sind.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von vitesse » 28. Jan 2020, 07:51

Da hier (und in anderen Fäden) so leidenschaftlich zur systematischen Überlastung der Elektroinstallation diskutiert wird, war ich gerade auf der Suche nach einer geeignete Fachpublikation. Aber warum einfach, wenn's auch umständlich geht?

Hier eine einfache, allgemeinverständliche Darstellung der Problematik aus einer Quelle ohne Urheberrechtsprobleme. Lesen!

Bei mir im Haus ist die Installation 30 Jahre alt und damit sogar unterdurchschnittlich alt bzw. überdurchschnittlich jung. So war ich 2016 sehr erfreut, in der Garage an richtiger Stelle eine CEE16-Dose zu "finden". Ich bin nur über eine Sache gestolpert: Die Zuleitung, die in einem kleinen Bogen aus der Wand in die Dose führte, war nach meinem Eindruck merkwürdig dünn. Es stellte sich dann heraus, dass die Leitung vom Verteiler zur Dose mit dem Querschnitt 1,5mm² verlegt worden war. Also habe ich vom Elektriker die gesamte Unterverteilung erneuern, eine neue Leitung in die Garage legen und die Vorinstallation überprüfen lassen.

In einem anderen Faden gab es auf meinen Hinweis auf die Gefahr von Fehlerlichtbögen übringends eine sehr interessante Antwort, die mich ein wenig bestätigt. ;)
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von tornado7 » 28. Jan 2020, 09:25

vitesse hat geschrieben:Die Zuleitung, die in einem kleinen Bogen aus der Wand in die Dose führte, war nach meinem Eindruck merkwürdig dünn. Es stellte sich dann heraus, dass die Leitung vom Verteiler zur Dose mit dem Querschnitt 1,5mm² verlegt worden war. Also habe ich vom Elektriker die gesamte Unterverteilung erneuern, eine neue Leitung in die Garage legen und die Vorinstallation überprüfen lassen.

Das ist lobenswert (insb. die Überprüfung der Verbindungsstellen) und bestimmt eine Investition für die Zukunft, doch da gemäss VDE dieser Querschnitt auch bei 3 mit je 18 A belasteten Phasen (12,4 kW) selbst im Hochsommer ausreichend gewesen wäre, nicht unbedingt notwendig.

Ich hab hier noch ein 20 m 5*1.5mm² Kabel mit CEE16 liegen. Probehalber 3h mit 16 A geladen und immer mal wieder die Wärmeentwicklung geprüft. Resultat: Nicht mal handwarm und nur wenige Volt Spannungsabfall.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von vitesse » 28. Jan 2020, 09:45

Es ging mir eigentlich nur darum, dass für eine mögliche Überlastung nicht viel Luft nach oben ist. Ich hatte auch für einige Monate bedenkenlos an der der alten Dose geladen, wollte dann aber nicht dauerhaft einen Heiz- bzw. Wärmedraht in der Garage haben.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von alpi69 » 24. Feb 2020, 14:56

Also hier ein LAIE.

M3 bestellt, 16A CEE Buchse wird in der Garage installiert (von einem Profi)
Ich habe auch ein 16A Ladekabel bestellt, also eines mit einer der kleineren roten Steckern.

Wenn ich jetzt einen "Baumarkt-Adapter" kaufe, um auch einmal an einer 32A Ladedose anzustecken, dann ist das unzulässig ohne zusätzlichen Schutz, weil die Leitung das 16A Teil durchschießen könnte?
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von bero » 24. Feb 2020, 16:06

alpi69 hat geschrieben:Ich habe auch ein 16A Ladekabel bestellt, also eines mit einer der kleineren roten Steckern.

Du meinst ein Adapterkabel? Wie sieht das genau aus?

Wenn ich jetzt einen "Baumarkt-Adapter" kaufe, um auch einmal an einer 32A Ladedose anzustecken, dann ist das unzulässig ohne zusätzlichen Schutz, weil die Leitung das 16A Teil durchschießen könnte?

Adapter 16A --> 32A ohne 16A Sicherung drin sind eigentlich unzulässig, werden aber trotzdem verkauft und wenn Du nicht mehr als 16A ziehst, kann nichts passieren und es wird nix "geschossen". Aber es halt nicht erlaubt.
Adapter 32A --> 16A sind ok.
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von tornado7 » 24. Feb 2020, 17:24

Wir haben unsere CEE16 (rot) kürzlich auf eine CEE32 (rot) aufgerüstet. Dran kommt eine OpenWB und der Überschuss aus der PV (bis 17 kW) geht in's Auto (Model S mit Doppellader). Geht natürlich auch mit CEE16 (rot oder blau) und auch mit Direktanschluss.

Was hat das hier im Thread verloren? Nun, ich war erstaunt als ich mal ausgerechnet habe ob und wann sich die Sache für Haushalte mit PV rechnet und kam auf 12 Jahre, also ungefähr die Lebensdauer eines solchen Produkts. (Von 3000 kWh Jahresbedarf etwa 1500 kWh mehr Eigenverbrauch jährlich mit einem Preisvorteil von 7 Cents pro kWh ggü. Nachttarif)

Heisst unter dem Strich: Das ist die wirtschaftlichste Lösung weil gratis. 8-)
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Re: Wirtschaftliche Lösung für Laden an CEE16/32

von McCoy-Tyner » 24. Feb 2020, 17:46

@bero:

Zitat:

Adapter 16A --> 32A ohne 16A Sicherung drin sind eigentlich unzulässig, werden aber trotzdem verkauft und wenn Du nicht mehr als 16A ziehst, kann nichts passieren und es wird nix "geschossen". Aber es halt nicht erlaubt.
Adapter 32A --> 16A sind ok.


Hallo Bero: ich würde das umgekehrt sehen (aber da kommt jetzt auf die "Denkrichtung" an). Eine Festinstallation für 32 A mit einem Adapter auf 16 A wäre nach meinem Verständnis 32 A --> 16 A und nicht ok. Warum? Weil der 32 A Primärkreis mit 32 A abgesichert ist (sein sollte ...) und damit 16 A - Lasten eine falsche Absicherung haben (Sicherungen lösen nicht anforderungsgemäß aus).

Im Unterschied dazu wäre eine Festinstallation von 16 A mit einem Adapter auf 32 A unkritisch (wäre nach meinem Verständnis 16 A --> 32 A), weil dann eine 16 A Sicherung vorgeschaltet ist (bzw. sein muß ....), die möglicher Weise zu früh auslöst - das ist vielleicht funktional ein Problem, sicherheitstechnisch aber keines. Daher die Frage an Dich "wie herum" Du das gedacht hast. Von der Quelle zur Senke ist Deine Aussage IMHO verkehrt herum, von der Senke zur Quelle korrekt - aber für mich eher ungewöhnlich ....

Gruß

Dieter
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