Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von OS Electric Drive » 11. Sep 2019, 10:40

weißt Du, ich habe in den 8 Jahren so viele schöne Erlebnisse mit dem Auto gehabt und mich so oft gefragt was daran so kompliziert ist. Wenn ich aber dann so die Reaktionen der Mitfahrer sehe wenn der Akku Stand mal unter 10% fällt und man noch etwas vom Lader weg ist zeigt halt, dass das nicht jeder kann. Und da man auch ab und zu davon hört, dass Leute liegengeblieben sind mit 3-5% Reichweite ist das auch nicht anzuraten.

Ich bin ja ein großer BEV Fan, sehe aber keinen meiner Kumples auch nur ansatzweise sich für das Thema näher zu interessieren, im Gegenteil, wenn die bei mir mitfahren sind die immer wieder schockiert dass man gerade in Richtung Berge so schnell an Reichweite verliert. Dass man das auf dem Heimweg wieder zurück bekommt ist dann in diesem Moment erstmal nicht entscheidend.
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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von TeslaChris » 11. Sep 2019, 10:49

Verstehe nicht, warum das Thema Restreichweite bei den non-BEV Fahrern so ein großes Thema ist?!
Auch bei meinen alten Verbrennerkisten hatte ich das Tacho immer so eingestellt, dass mir die Restreichweite angezeigt wird. Und logischerweise ist die bergauf schneller gesunken als bergab...

Das einzige wo man sich umgewöhnen muss ist, wenn man mit % fährt. Die Tankanzeige ist ja gefühlt immer so, dass sie voll anzeigt bis nur noch die Hälfte drinnen ist und dann rapide absinkt. Da ist der lineare Verfall bei TESLA halt genauer, man muss sich nur dran gewöhnen. Beim Verbrenner hab ich angefangen nach ner Tanke Ausschau zu halten, sobald er nicht mehr voll war. Und wenn die Preise eher unten waren, hab ich getankt. Beim TESLA darf man halt nicht anfangen nach ner Ladesäule zu schauen, sobald man unter 100% ist :D
 
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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von OS Electric Drive » 11. Sep 2019, 11:13

TeslaChris hat geschrieben:Beim Verbrenner hab ich angefangen nach ner Tanke Ausschau zu halten, sobald er nicht mehr voll war. Und wenn die Preise eher unten waren, hab ich getankt. Beim TESLA darf man halt nicht anfangen nach ner Ladesäule zu schauen, sobald man unter 100% ist :D


Aber genau darum geht es doch. Wie soll man das während dem Fahren machen. Eine Tankstelle erkenne ich mit den Augen und ich weiß dass in jeder größeren Stadt eine 24/7 Tanke ist. Beim E-Auto braucht man wieder eine App oder zwei, dann weiß man nicht ob die Lader auch funktionieren oder nicht dann jemand dort lädt wenn man ankommt.

Solange man sich in der Tesla SUC Welt bewegt ist es ziemlich cool, außer bei Hin und Zurück Fahrten ohne Lademöglichkeit vor Ort manchmal umständlich.
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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von harlem24 » 11. Sep 2019, 11:24

Normalerweise reicht eine bis zwei Apps und zwar Moovility für die Belegung und ESL dafür ob man dort mit ESL laden kann oder nicht.
Die von ESL brauche ich nur bevor ich losfahre und die Moovility kurz bevor ich ankommen.
Alles kein Hexenwerk.
Gruß

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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von Dornfelder10 » 11. Sep 2019, 11:38

harlem24 hat geschrieben:Normalerweise reicht eine bis zwei Apps............................
Alles kein Hexenwerk.


Und das sind eine bis 2 Apps zuviel!. Hast Du an einer Tanke schon mal eine App gebraucht? Das muss funktionieren wie an einer Tankstelle oder eben wie bei Tesla. Einstecken. Fertig.
Man darf nicht überlegen müssen ob die Säule defekt oder belegt ist oder ob meine Karte geht. Es muss einfach gehen.

Trotz der heutigen Mängel am Ladenetzwerk haben wir weltweit Wachstumsraten >50%. Selbst das kann also den Durchbruch nicht aufhalten.

Gruß

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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von harlem24 » 11. Sep 2019, 12:04

Natürlich brauche ich zum tanken eine App.
Natürlich nur wenn ich irgendwo bin, wo ich mich nicht auskenne.
Genauso ist es mit den Ladensäulen.
Da brauche ich für die die ich kenne, auch keine App, außer man kann das Laden ohne nicht starten.
Und ganz ehrlich, ich habe mit Verbrennerfahrzeugen schon häufiger irgendwo gestanden und nach Tankstellen gesucht, besonders mit dem Motorrad auf Tour. Gegen die italienischen oder französischen Tankautomaten sind die Ladesäulen ein Traum. Denn bei den Automaten ist auch wenn man davor steht nicht sicher, ob der meine Karte nimmt oder ob der Bargeldleser mal wieder spinnt.
Besonders in der Mittagshitze immer wieder ein ganz tolles Erlebnis.
Und in Deutschland muss ich nicht mehr nachdenken, da funktioniert ESL an den meisten Säulen und selbst in Holland lief alles problemlos.
Gruß

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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von honkytonk » 11. Sep 2019, 13:20

Motorrad ist ein eher unpassender Vergleich. Beim Verbrenner fragt dich dein Auto, ob es dich zur nächsten Tankstelle führen soll und listet die nächsten Tanken auf und nahe der Route mit Spritpreisen auf. Funktioniert klasse, sogar im E-tron :P

Mit dem ID3 und seinen Derivaten wird sich vieles ändern, wenn er denn dann endlich mal kommt.
 
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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von harlem24 » 11. Sep 2019, 13:23

So ein Fahrzeug habe ich noch nie besessen, von daher kann ich das nicht beurteilen.
Das mit dem zur nächsten Ladesäule führen kann die Zoe ab auch...
Gruß

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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von OS Electric Drive » 11. Sep 2019, 14:04

Das Thema bei der Sache ist doch, ob der Stopp den man machen muss nun in die Tagesplanung passt. Beim MTB Rennen in Furtwangen z.B. ist mein Handy so nass geworden dass ich es nicht mehr aufladen konnte und es ist dann kurz nach dem Ende des Rennens ausgegangen. Es ließ sich leider auch nicht im Auto aufladen...
Ja ich bin nach Hause gekommen, aber ja die Leute an Bord werden sich weiterhin kein E-Auto kaufen so lange man mit Filter und Ladeleistung und und und rum machen muss. Dann liegt der nächste Lader an der BAB, Google aber führt einen um den Unfall rum, dann muss man in den Stau fahren weil dort die nächste Ladeseäule und und und...

Dass man darüber überhaupt diskutieren muss ist ja schon echt hart, das ist doch logisch und ja ich fahre lange genug E-Auto um zu sagen dass ich noch nie liegen geblieben bin und somit immer eine Lösung gefunden habe. Und was sagt uns das jetzt? Dass jemand der Lust hat E-Auto zu fahren und technischen affin ist durchaus auf E-Autos setzen kann, wenn er es will. Auf mich trifft das zu, auf viele eben nicht. Ist nicht meine Schuld im Übrigen!
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Re: Was fehlt den BEVs zum Durchbruch?

von em.zwei » 11. Sep 2019, 14:06

So, einmal schreib ich jetzt doch noch:
Ja, das Fahren mit dem BEV erfordert schon etwas mehr Planung, als mit einem Benziner (aber deutlich weniger als mit einer FuelCell Kiste).

Nur gestattet mir einem keinen Seitenhieb, den ich mir jetzt einfach nicht verkneifen kann:
Ich investiere viel lieber etwas Zeit mit der Planung, als mit anderen Menschen darüber zu diskutieren, ob BEV fahren jetzt kompliziert ist oder nicht.

Aber ich diskutiere auch nicht mehr über Brenstoffzellenautos oder den CO2 Rucksack von Traktionsbatterien.

Kurz: Ich lass mir meine Freude an meinem Auto von anderen einfach nicht verderben. Dazu ist mein Leben einfach zu kurz.
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