Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von MS-FL_ZH » 1. Jan 2018, 06:07

Gibt es mittlerweile schon Erfahrungen, ob die 100er Akkus auch gedrosselt werden?
Ich überlege mir auf den 100er zu wechseln, möchte aber nicht unbedingt nach ~6 Monaten / 30k km wieder 20% Ladegeschwindigkeit einbüssen :?
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Leto » 1. Jan 2018, 07:06

ensor hat geschrieben:Ich sehe das sehr entspannt. Der Durchschnittsfahrer blickt da nicht durch - stimmt. Aber ihn juckt es auch nicht, ob sein Auto nun mit 100kW etwas länger lädt oder ob da 113kW für eine kürzere Zeit steht. Die meisten lesen eh nur die Ladegeschwindigkeit in km/h ab und da die Anzeige ab Ladestart einfach über die Zeit mittelt, ist sie sowieso sehr ungenau.

Was den Durchschnittsfahrer interessiert ist Hauptsache, der Wagen ist nach 20-30 Minuten bereit für den nächsten Trip.


Nicht mal das. Der Durschnittsfahrer hat das Problem 2x im Jahr und für den Rest reicht über Nacht 3kW AC. Langstrecke muss funktionieren. Keine Frage. Aber ob in 30 oder 40 Minuten weiter gefahren werden kann ist für 2x im Jahr nicht relevant. Wenn der Durschnittsfahrer nicht weiß wo die 3kW Abends herkommen oder ob es zuverlässig mit 30-40 Minuten Halt alle 3-4 Stunden weiter geht sieht er ein Problem. 4 Stunden AC Ladung für Langstrecke wäre ein Problem. Aber ein paar kW mehr oder weniger am SuC? Glaube ich jeden nicht. Ist man da jeden Tag, klar.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Nietschy » 2. Jan 2018, 00:09

Nicht jeder ist der Durchschnittsfahrer.
Mag sein das das für dich passt, aber es gibt auch leute die mehr als 2-3x im Jahr Langstrecke fahren wollen ohne 20% langsamer zu laden.
Auch wenn das nicht der normal use case ist, spricht nichts dagegen.
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Leto » 2. Jan 2018, 10:52

Nietschy hat geschrieben:Nicht jeder ist der Durchschnittsfahrer.
Mag sein das das für dich passt, aber es gibt auch leute die mehr als 2-3x im Jahr Langstrecke fahren wollen ohne 20% langsamer zu laden.
Auch wenn das nicht der normal use case ist, spricht nichts dagegen.


Klar, legitim. Aber kein Grund für Tesla dafür besonderen Aufwand zu treiben. Kosten sind die Hürde der Elektromobilität und Home Charging für alle, nicht Ladegeschwindigkeit auf der Langstrecke.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von tvdonop » 2. Jan 2018, 11:18

Leto hat geschrieben:
Nietschy hat geschrieben:Nicht jeder ist der Durchschnittsfahrer.
Mag sein das das für dich passt, aber es gibt auch leute die mehr als 2-3x im Jahr Langstrecke fahren wollen ohne 20% langsamer zu laden.
Auch wenn das nicht der normal use case ist, spricht nichts dagegen.


Klar, legitim. Aber kein Grund für Tesla dafür besonderen Aufwand zu treiben. Kosten sind die Hürde der Elektromobilität und Home Charging für alle, nicht Ladegeschwindigkeit auf der Langstrecke.

Ich würde das nicht gegeneinander ausspielen wollen. Home / Destination Charging über 6-8 Stunden ist das eine Problem. Schnelles laden auf Langstrecken das andere. Beide müssen gelöst sein, damit e-Mobilität sich wirklich massenhaft durchsetzt. Und beides ist z.Z. nur in Ansätzen gelöst. Bei den Home / Destinationchargern kommet es auf die Anzahl und räumliche Nähe an - nicht auf Ladegeschwindigkeit. Bei der Langstrecke auf Verfügbarkeit / Zuverlässigkeit und Ladegeschwindigkeit. Umso schneller umso besser - mehr Durchsatz und weniger Wartezeit. Wir brauchen beides!
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Leto » 2. Jan 2018, 21:04

Beware what you wish for. Wir haben absolut alltagstaugliche Langstreckenladung. Es wird immer schwieriger noch mehr Stalls mit noch größerer Leistung zu fordern als wären sie nötig. Und erst dann wird es eine Hürde wo heute keine ist.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Boris » 2. Jan 2018, 21:08

Ja wir brauchen beides. Insbesondere hängt in den Köpfen der Petrolheads immer fest, dass man keine Langstrecke fahren könne (bzw. das zu viel Zeit koste). Schon deshalb brauchen wir echte Reichweiten bei Tempo 120-160 km/h um die 500 km und Ladegeschwindigkeiten von 15 Minuten oder weniger.

Je höher die Reichweite und je schneller geladen werden kann, um so eher wird das akzeptiert. Zumindest muss das in der Theorie so auf dem Papier stehen.

In der Praxis werden dann dejenigen, die sowieso wenig Langstrecke fahren (so wie ich), schon mit den heutigen Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten zufrieden sein.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Boris » 2. Jan 2018, 21:11

@Leto: Du und ich und alle anderen Tesla-Fahrer wissen, dass Reichweite und Ladegeschwindigkeit auf Langstrecke zumindest für Wenig-Langstreckenfahrer völlig ausreichend sind. Das ist leider aber im Mainstream bislang nicht angekommen. Das ist das Problem.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von tripleP » 2. Jan 2018, 21:28

Leto hat geschrieben:Beware what you wish for. Wir haben absolut alltagstaugliche Langstreckenladung. Es wird immer schwieriger noch mehr Stalls mit noch größerer Leistung zu fordern als wären sie nötig. Und erst dann wird es eine Hürde wo heute keine ist.


Du glaubst doch selbst nicht dass Millionen von PKW und LKW 30-60 Minuten als Schnellladung akzeptieren? No way-niemals genügt das.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von segwayi2 » 2. Jan 2018, 21:34

Das so wenige Leute E-Autos fahren liegt nicht an den Ladezeiten sondern am fehlenden Angebot bezahlbarer, langstreckentauglicher Modelle. Und natürlich würden sich Millionen damit arrangieren wenn sie ein Model 3 Long Range für 20k bekommen könnten
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