Tesla S sinnvoll für mich?

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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von KrassesPferd » 30. Aug 2017, 08:58

trimaransegler hat geschrieben:Und für wen macht es Sinn?? Macht ein Stinker - egal wie alt oder teuer mehr Sinn?? :o


Es geht um Fahranfänger. Ein Fahranfänger lernt fahren im alltäglichen Gebrauch. Das ist noch einmal etwas anderes als mit einem Lehrer daneben. Ich glaube keiner von uns war nach der Fahrschule richtig sicher. Und wir waren alle jung. Wer war mit 19 so vernünftig wie heute? Ich sicher nicht. Welche Altersklasse motzt seine Autos auf und fährt damit wie bekloppt? Weche Altersklasse muss sich damit noch "beweisen"? Ja, das sind Fahranfänger. Ich will damit nicht alle Fahranfänger über einen Kamm schweren, aber der Altersklasse mit den meisten Unfällen würde ich nicht auch noch ein sehr starkes Elektroauto empfehlen.
Gruß Hendrik

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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Stackoverflow » 30. Aug 2017, 09:32

Es gibt im Leben etwas, das nennt sich ERFAHRUNG.
Jeder braucht Erfahrung im Umgang miteinander im Straßenverkehr. Erfahrung bedeutet nicht nur im Umgang mit dem eigenen Fahrzeug, sondern auch mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Also, wie "sinnvoll" ist ein Model S für einen Fahranfänger?
Die Automatik nimmt dem Fahrer viel Denken ab. Sie warnt frühzeitig vor Hindernissen, die sonst eher mal eingetreten wären. Es ist vorteilhaft, dass dieser Assistent die Sicherheit des Fahrers und der Verkehrsteilnehmer schützt.
Insofern ist ein Model S als sicheres Fahrzeug durchaus sinnvoll.

Allerdings ersetzt die "Denkarbeit des Computers" nicht die Erfahrung des Fahrers, die man in brenzligen Situationen braucht, oder in solchen, in denen der Boardcomputer nicht zur Verfügung steht oder sich in seiner Einschätzung irrt.

Ich für meinen Teil habe damals zum 18. Geburtstag nach der Fahrschule einen gebrauchten, relativ schrottigen Ford Fiesta bekommen. Der hatte noch kein ABS, ESP und bei dem konnte man noch jedes Ersatzteil einzeln auswechseln.
Wenn man scharf gebremst hat, haben die Reifen gequietscht; im Winter ist man schön über vereiste Stellen geschlittert.
Seitdem hat sich viel verändert, denn heute hat jedes Auto (soweit mir bekannt) ABS, ESP, AirBags, usw.
Trotzdem ersetzt all dies nicht die Erfahrung auch und vor allem im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern, die man in der täglichen Benutzung eines Autos sammelt.

Beim Einparken bin ich mit dem Fiesta übrigens gegen einen Granitstein dann mal gefahren und habe mir ziemlich übel die Schürze vorne eingedellt. Das war bei einem Auto für 3000 DM nicht schlimm.
Bei einem Tesla hätte es mich schon ziemlich geärgert... Allein das wäre für mich ein Grund, als Fahranfänger so ein teures Auto zu fahren, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden (selbst bei Vollkasko hat man zumeist immer einen Selbstbehalt - und im Falle eines Verkehrsunfalls gilt der Wagen als Unfallfahrzeug und man hat einen niedrigeren Wiederverkaufswert).

Meine Meinung.
LG G≡org
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Flole » 30. Aug 2017, 11:30

Wow das sind ja echt viele Antworten und Nachfragen hier, vielen Dank!

Zunächst einmal zur Frage "sich das Auto leisten können": Nen Kredit muss ich nicht dafür aufnehmen, der Totalverlust wäre aber schon ziemlich ärgerlich und es würde definitiv nicht wieder ein Tesla werden können. So wie ihr das manchmal schreibt hab ich so langsam Angst im ersten Jahr mit dem Ding 5 Mal oder so im Straßengraben oder vor nem Baum zu landen...... Manchmal klingen die Posts hier so, als ob ich das ignorieren würde: Ich habe glaub ich von allen hier das größte Interesse daran, das ich auf der Fahrbahn bleibe wo ich hingehöre ;) Deswegen ja auch die Frage ob die Leistung zu viel ist und schwer zu bändigen bzw. für einen Fahranfänger überhaupt nicht zu kontrollieren.

Zur Aussage von einstern das seine Tochter mit seinem Model S unterwegs ist: Ich gehe mal davon aus das sie als Studentin in einem ähnlichen Alter wie ich ist. Vielleicht könntest du sie mal Fragen ob sie findet das ein Model S zu viel Kraft für "wenig" Erfahrung ist? Das wäre wirklich eine große Hilfe, immerhin ist sie ja in einer ähnlichen Situation. War es am Anfang "schlimmer" mit der Kraft klarzukommen oder war es überhaupt kein Problem plötzlich so eine große Leistung zu haben. Wenn ich jetzt noch an meinen Fahrlehrer denke, der uns erzählt hat das bei den Nachschulungen (weil Probezeit und Mist gebaut) 10 männliche und 2 weibliche Teilnehmer sind ist das natürlich auch nicht grad ein vollwertiger Vergleich, aber ich glaube einen besseren Vergleich gibt es im Moment nicht.

Das Model 3 find ich nicht so schön, da der große Bildschirm in der Mitte fehlt. Ich denke das im Moment das Potenzial von diesem noch nicht mal annähernd ausgeschöpft wird und das da bestimmt noch Funktionen kommen werden die hilfreich und nützlich sind. Allein die Navigation in groß zu haben finde ich schon sehr schön sodass ich im Moment immer mit nem Tablet als Navi im Auto fahre.

Langstrecke fahre ich eigentlich so gut wie überhaupt nicht, ich würde es mal auf 12000km im Jahr schätzen was ich so unterwegs bin. Ich habe aber jetzt schon ein paar mal dran gedacht, das man durch den SuperCharger natürlich auch "annimiert" wird mal weitere Strecken zu fahren, dann könnte man auch mal einfach so Leute besuchen die man sonst nicht besuchen kann (große Entfernung) wenn man denn dann Zeit hat. Kostet ja im Prinzip "nichts" (abgesehen vom Verschleiß am Fahrzeug).

Zu der Aussage von Redvienna das es immer besser und günstiger wird: Das "besser" kommt ja über OTA Updates dann auch zu mir, solange keine Hardware Änderungen gemacht werden ist das also alles gut. Und in dem Moment wo ich ein Auto (oder sonstwas) bestelle, muss ich mir einfach im klaren sein das es bei der Abholung schon wieder "alt" ist und es was neueres/besseres gibt.
Ich gehe davon aus, das Elon Musk sein Wort hält und falls für den Autopilot doch noch andere Sensoren notwendig sein sollten, diese kostenlos nachmontiert werden. Das wird deutlich werden wenn Model 3 auf den Straßen ist: Wenn der etwas hat, was dem Model S fehlt dann könnte es interessant werden ob das wichtig für den AP ist. Wenn es nichts anderes gibt und es die gleichen oder ähnlichen Komponenten sind, sind die davon überzeugt das es alles ausreichend ist.

Zur Frage von Stackoverflow ob ich ein Auto brauche: Nein, mit Fahrrad, Bus und Bahn und Eltern kann ich alles erreichen. Möchte ich trotzdem ein Auto haben: Ja, denn mit dem Auto ist das komfortabler und teilweise schneller. Auch ist es natürlich eigenständiger nicht Muttis oder Vatis Auto benutzen zu müssen.
Zur dritten Frage kann ich nur sagen, das es mir wirklich nicht um das Elektroauto geht, sondern um die AP Funktionen die hoffentlich sehr bald noch weiter verbessert werden. Ich würde fast schon sagen, wenn kein Tesla dann kein Elektroauto, das ist mir die Mehrkosten einfach nicht wert. Ich denke aber mit einem Tesla doch sehr gut für die Zukunft gerüstet zu sein, habe aber natürlich immer noch die Bedenken die hier durch viele geäußert wurden.

Ich zähle definitiv nicht zu denen, die ein Auto aufmotzen und tunen müssen und beweisen muss ich schon mal gar keinem was, erst recht nicht jemandem der nen gebrauchten Diesel von den Eltern gekriegt hat. Wenn ich jetzt aber so dran denke, würde ich bestimmt das ein oder andere mal mit dem Autopiloten angeben und den einfach mal einschalten obwohl es sinnfrei ist, um ihn dann 5 Sekunden später wieder abzuschalten. Daher Frage an KrassesPferd: Ändert das eventuell deine Einschätzung das du mir nicht so ein Auto empfehlen würdest, oder bekräftigt es diese jetzt wo du mich etwas "besser kennst"?

Leto schreibt, das es manchen schwer fällt sich im Rahmen der Möglichkeiten zu bewegen: Meinst du man überschätzt das Auto (Stichwort: Das schafft der noch!! Upps....) und was genau passiert beim nicht nur in gerader Linie beschleunigen mit einem Tesla? Das er nicht vollautonom fahren kann ist mir klar, ich habe auch den ganzen Thread zum Thema Autopilot 2.0 im Forum hier durchgelesen (ja, alle 140 Seiten die es schon fast sind) und werde nicht enttäuscht sein das ich nicht sagen kann "Fahre mich zur Arbeit" und hinten einsteige ;) Dennoch verwundert mich deine Aussage etwas, das Ziel ist ja das autonome Fahren: In Zukunft (5-10 Jahre) kann ich mich gerne dahinter setzen, aber fahren soll das Auto dann schon alleine. Laut Elon Musk ja durchaus realistisch, und wenn doch was fehlt will er das ja kostenlos nachrüsten lassen. Ob das nun auch gilt, wenn das ganze so nur in Deutschland keine Zulassung kriegt ist natürlich fraglich. Ich bin mir aber sicher das Tesla das Auto bis an die Grenze des möglichen und erlaubten bringen wird.

Noch eine Frage an Stackoverflow: Du hast ja von deinem "Unfall" mit dem Fiesta geschrieben, glaubst du dir wäre das mit dem Tesla (und den unzähligen Assistenzsystem) genauso passiert oder hättest du den Stein auf einem der Bildschirme gesehen oder hätte ein Warnton dich davon abgehalten dem Stein näher zu kommen als gewollt?

Mir geht es auch darum, das ich Freude daran haben will und das könnte ich mit einem Auto was zu viel Leistung hat definitiv nicht, da wäre immer die Angst und die "Mühe", diese Kraft zu bändigen. Davor haben ja einige von euch indirekt gewarnt, andere haben es als kein Problem abgetan was mich jetzt ratlos zurück lässt.

Ich hoffe ich bin all euren Beiträgen gerecht geworden und habe auch die Antworten auf all eure Nachfragen geliefert, vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!
 
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Volker.Berlin » 30. Aug 2017, 12:19

Flole hat geschrieben:Ich habe glaub ich von allen hier das größte Interesse daran, das ich auf der Fahrbahn bleibe wo ich hingehöre ;) Deswegen ja auch die Frage ob die Leistung zu viel ist und schwer zu bändigen bzw. für einen Fahranfänger überhaupt nicht zu kontrollieren.

Das ist wirklich Deine geringste Sorge. Die schieren Ausmaße sind möglicherweise gewöhnungsbedürftig, wenn man vorher kleinere Autos gefahren ist, aber ansonsten gibt es kein Auto, welches leichter zu fahren und zu beherrschen ist, als ein Model S. Auch wenn ich es ein bisschen schade finde und mir gern mehr darauf einbilden würde, muss ich doch zugeben: Tesla fahren ist keine Kunst! :D
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Guillaume » 30. Aug 2017, 12:24

Dem kann ich nur zustimmen.
Selbst als Hecktriebler ist das MS sehr gutmütig und nicht wirklich versehentlich aus der Ruhe zu bekommen.
 
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Noyan » 30. Aug 2017, 12:36

Hallo Flole

Tesla S ist für jeden sinnvoll, der finanzielle Rahmenbedingungen erfüllt. Auch für Fahranfänger, man muss allerdings beachten, das Ding ist gross, schwer und schnell.

Andererseits ist es gutmütig zu fahren, man ist nie in falschen Gang, Kupplungsprobleme hat man auch nicht. Überholvorgänge gehen schnell vorüber. Ein sehr sicheres Auto.

An deiner Stelle würde ich mir einen gebrauchten 85er ohne nehmen, der noch Garantie hat und mal 2-3 Jahre damit fahren. Nur, man findet halt nichts günstiges. Oder ein Basismodell leasen, wobei ich das Leasen bei Berufseinsteiger heikel finde.
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Kuba » 30. Aug 2017, 12:57

Hallo Flole,

Du schreibst oben:

"Ich gehe davon aus, das Elon Musk sein Wort hält und falls für den Autopilot doch noch andere Sensoren notwendig sein sollten, diese kostenlos nachmontiert werden. Das wird deutlich werden wenn Model 3 auf den Straßen ist: Wenn der etwas hat, was dem Model S fehlt dann könnte es interessant werden ob das wichtig für den AP ist. Wenn es nichts anderes gibt und es die gleichen oder ähnlichen Komponenten sind, sind die davon überzeugt das es alles ausreichend ist."

Das gilt aber soweit ich weiß, dann auch nur für den AP 2, und nicht für Fahrzeuge welche nur mit dem AP 1 ausgerüstet sind.

Gruß

Kurt
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von bet4test3r » 30. Aug 2017, 13:11

Das ist mir hier alles zuviel Text, ich antworte aber dennoch mal kurz. Ich bin 21 und werde mir dieses Jahr höchstwahrscheinlich einen P85 gebraucht kaufen. Ich wüsste nicht was ein Problem daran sein sollte. Ich habe meinen Führerschein seit ich 17 bin und bin innerhalb von 3 Jahren über 40.000km mit meinem Polo gefahren. Ich hatte keinen einzigen Unfall, mir ist einmal lediglich jemand in die Seite gefahren, mein Auto stand aber und war in einer Parklücke (ich selber auf Arbeit). Wenn du das Geld hast, kauf es dir. Wenn nicht, dann nicht. Bei mir ist es die Überzeugung elektrisch und Tesla zu fahren. Gibt leider auch keine Alternativen (außer dir rechen 200km Reichweite, dann kannst du einen Nissan oder Renault nehmen).


Edit: Mein P85 wird kein AP haben, den brauche ich nicht und er macht das Auto unnötig teurer (müsste mindestens 10-20k drauflegen).
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von Mathie » 30. Aug 2017, 13:12

Flole hat geschrieben:Zunächst einmal zur Frage "sich das Auto leisten können": Nen Kredit muss ich nicht dafür aufnehmen, der Totalverlust wäre aber schon ziemlich ärgerlich und es würde definitiv nicht wieder ein Tesla werden können.

Dann erscheint mir die Sache finanziell gesund. Totalverlust wird ja normalerweise von der Vollkasko verhindert, es ist nur wichtig, dass man, wenn es ganz dumm läuft nicht ohne Auto und mit einem Berg Schulden dasteht. Insofern glaube ich, dass Du Dir den Wagen leisten kannst. Ob er Dir die viele Kohle Wert ist, musst Du - wie jeder von uns - für selbst entscheiden.

]So wie ihr das manchmal schreibt hab ich so langsam Angst im ersten Jahr mit dem Ding 5 Mal oder so im Straßengraben oder vor nem Baum zu landen...... Manchmal klingen die Posts hier so, als ob ich das ignorieren würde: Ich habe glaub ich von allen hier das größte Interesse daran, das ich auf der Fahrbahn bleibe wo ich hingehöre ;) Deswegen ja auch die Frage ob die Leistung zu viel ist und schwer zu bändigen bzw. für einen Fahranfänger überhaupt nicht zu kontrollieren.

Das Model S ist sehr einfach zu beherrschen. Es ist halt groß und in engen Straßen und Parkplätzen braucht man etwas Übung. Durch die Sensoren und die Rückfahrkamera wird man normalerweise rechtzeitig gewarnt, wenn es eng wird. Schützt aber nicht hundertprozentig wie viele hier schon erleben mussten. Das gilt aber für praktisch alle modernen unübersichtlichen Autos mit Sensoren, ist nicht spezifisch für das Model S. Wenn es einen Karosserieschaden gibt, ist der wg. der Alukarosserie teurer zu beheben als bei Stahlkarossen.

Zur Aussage von einstern das seine Tochter mit seinem Model S unterwegs ist: Ich gehe mal davon aus das sie als Studentin in einem ähnlichen Alter wie ich ist. Vielleicht könntest du sie mal Fragen ob sie findet das ein Model S zu viel Kraft für "wenig" Erfahrung ist? Das wäre wirklich eine große Hilfe, immerhin ist sie ja in einer ähnlichen Situation. War es am Anfang "schlimmer" mit der Kraft klarzukommen oder war es überhaupt kein Problem plötzlich so eine große Leistung zu haben.

Du kannst das Model S zu einem richtig strengen Aufseher konfigurieren. Dann meckert es mit Warnton, wenn Du auch nur einen Kilometer schneller als erlaubt fährst, wenn der Gurt nicht geschlossen ist meckert es sowieso. Und wenn Du es in der Fahrschule geschafft hast, unterschiedliche Pedalstellungen zwischen Vollgas und Vollbremsung zu finden, dann klappt das mit dem Model S auch. Einfach das Pedal beim beschleunigen nicht voll durchtreten, dann fährt der Wagen auch völlig zivil an.

Den unbeabsichtigten Satz nach vorne, wenn Du bei einem drehmomentstarken Diesel die Kupplung zu schnell kommen lässt, kann es beim Tesla bauartbedingt nicht geben.

Wenn ich jetzt noch an meinen Fahrlehrer denke, der uns erzählt hat das bei den Nachschulungen (weil Probezeit und Mist gebaut) 10 männliche und 2 weibliche Teilnehmer sind ist das natürlich auch nicht grad ein vollwertiger Vergleich, aber ich glaube einen besseren Vergleich gibt es im Moment nicht.


Die wenigsten sitzen in der Nachschulung, weil sie versehentlich Verkehrsregeln übertreten haben, meist ist die Ursache doch eher Übermut und Leichtsinn. Vor versehentlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die mit dem leisen Antrieb des Tesla vielleicht leichter passieren können, als mit einem lauten Verbrenner, kannst Du Dich mit der akustischen Geschwindigkeitswarnung schützen.

]Das Model 3 find ich nicht so schön, da der große Bildschirm in der Mitte fehlt. Ich denke das im Moment das Potenzial von diesem noch nicht mal annähernd ausgeschöpft wird und das da bestimmt noch Funktionen kommen werden die hilfreich und nützlich sind. Allein die Navigation in groß zu haben finde ich schon sehr schön sodass ich im Moment immer mit nem Tablet als Navi im Auto fahre.


Geschmacksache, mir gefällt die Positionierung des Monitors im Model 3 auf Bildern gut, muss man nicht so explizit nach unten schauen wie beim MS. Bin mal gespannt, wie das Display wirkt, wen man selbst hinterm Steuer sitzt.

Langstrecke fahre ich eigentlich so gut wie überhaupt nicht, ich würde es mal auf 12000km im Jahr schätzen was ich so unterwegs bin. Ich habe aber jetzt schon ein paar mal dran gedacht, das man durch den SuperCharger natürlich auch "annimiert" wird mal weitere Strecken zu fahren, dann könnte man auch mal einfach so Leute besuchen die man sonst nicht besuchen kann (große Entfernung) wenn man denn dann Zeit hat. Kostet ja im Prinzip "nichts" (abgesehen vom Verschleiß am Fahrzeug).


Sehr viele hier im Forum haben die Erfahrung gemacht, dass man mit dem Model S mehr fährt als zuvor.

Ob der Wagen für Dich sinnvoll ist, kann Dir am Ende niemand beantworten, Angst haben braust Du davor aber in meinen Augen nicht.

Gruß Mathie
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Re: Tesla S sinnvoll für mich?

von KrassesPferd » 30. Aug 2017, 13:18

bet4test3r hat geschrieben:Das ist mir hier alles zuviel Text, ich antworte aber dennoch mal kurz. Ich bin 21 und werde mir dieses Jahr höchstwahrscheinlich einen P85 gebraucht kaufen. Ich wüsste nicht was ein Problem daran sein sollte. Ich habe meinen Führerschein seit ich 17 bin und bin innerhalb von 3 Jahren über 40.000km mit meinem Polo gefahren. Ich hatte keinen einzigen Unfall, mir ist einmal lediglich jemand in die Seite gefahren


Perfekt! Das sind die Erfahrungen von denen ich spreche.
Gruß Hendrik

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