Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Hein Mück » 12. Jul 2017, 07:33

nikwest hat geschrieben:Wer schriftlich dagegen gestimmt hat will sie mir nicht sagen.

Ich kenne mich im WEG nicht so gut aus, aber kann die HV dies tatsächlich verweigern (Datenschutz?). Wenn ja, kann die HV nahezu jeden beliebigen Antrag mit diesem Argument blocken ...
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von ALBA » 12. Jul 2017, 07:45

Hein Mück hat geschrieben:
nikwest hat geschrieben:Wer schriftlich dagegen gestimmt hat will sie mir nicht sagen.

Ich kenne mich im WEG nicht so gut aus, aber kann die HV dies tatsächlich verweigern (Datenschutz?). Wenn ja, kann die HV nahezu jeden beliebigen Antrag mit diesem Argument blocken ...
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Der Verwalter muss dem einzelnen Wohnungseigentümer außerhalb der Wohnungseigentümerversammlung nicht Rede und Antwort stehen (Ausnahmen könnten sich aus der Gemeinschaftsordnung oder dem beschlossenen Verwaltervertrag ergeben). Allerdings hat jeder Wohnungseigentümer einen Anspruch auf Einsicht in sämtliche Verwaltungsunterlagen, dies schließt das Abfotografieren/Kopieren dieser Unterlagen – natürlich mit eigenen Geräten und nicht denen des Verwalters – mit ein.

Kurz um: der Verwalter muss nichts sagen, der Eigentümer kann jedoch sämtliche Verwaltungsunterlagen einsehen.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Awzm » 12. Jul 2017, 07:46

nikwest hat geschrieben:Ich habe ein ähnliches Problem. Bei mir blockt aber schon von vornherein die Hausverwaltung. Das finde ich sehr ärgerlich, weil die bei sowas IMHO unterstützend sein sollten.
Meinen Antrag in der Eigentümerversammlung hat sie damit begonnen, dass sie als erstes gesagt hat, dass sie einen Stromanschluss in der Tiefgarage nicht empfehlen können.


Mein Beileid!
Bei mir hat die Verwaltung vor der Abstimmung über meinen Antrag, dass sich die Eigentümer auf eigene Kosten einen Stromanschluss am eigenen EHP anbringen können gesagt, dass die Abstimmung ja wohl nur eine Formsache sein wird.

So unterschiedlich können Verwaltungen sein...
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Abgemeldet 06-2018 » 12. Jul 2017, 08:08

nikwest hat geschrieben:Die Hausverwaltung blockt weiter mit dem Argument, dass vorab bereits jemand dagegen gestimmt hätte und für den Beschluss Einstimmigkeit benötigt wird. Wer schriftlich dagegen gestimmt hat will sie mir nicht sagen.


Das halte ich auch für totalen Blödsinn. Selbst wenn der Einbau einer Steckdose rechtlich als bauliche Veränderung gelten würde (was ich stark anzweifle), dann ist es zumindest in Deutschland ausreichend einen Mehrheitsbeschluss zu haben. Nur wenn dieser anschließend innerhalb von 4 Wochen angefochten wird, gibt es Probleme, ansonsten ist der Mehrheitsbeschluss für dich kein Unterschied zur Einstimmigkeit.

Der HV würde ich mal richtig Stress machen, da blockiert wahrscheinlich eine Einzelperson aus zweifelhaften Gründen dein ehrenhaftes Ansinnen die Nachbarn zukünftig nicht mehr mit Abgasen zu vergiften.
Ggf. macht es auch Sinn einen Anwalt zu beauftragen, nicht um zu klagen, sondern um die HV wieder auf legale Pfade zu bringen.
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Wim » 12. Jul 2017, 08:35

schau erstmal in den WEG-vertrag, was der regelt (bauliche veränderungen, abstimmungen etc.)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von redvienna » 12. Jul 2017, 08:51

Also in Ö ist es definitiv so, dass das Abstimmverhalten nicht offen gelegt werden muss.

(Also wer konkret damit meine ich namentlich dafür und wer dagegen war)

Aus dem Anteilsergebnis kann man es sich aber oft ausrechnen wer der (einzige) WE war, der dagegen stimmte. ;)

Tipp: Wenn es wirklich nur einer ist, hilft oft der Druck der Mehrheit. Vielleicht möchte ja noch wer bald sein E-Auto laden ?!

Wenn das auch nicht klappt würde ich definitiv auf die Straße ausweichen.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Naheris » 12. Jul 2017, 19:25

Ggf. kann man auch mal darüber nachdenken, etwas mit "Wertminderung" in Spiel zu bekommen. Häuser mit Lademöglichkeit haben sicherlich einen besseren Marktwert als solche ohne. Umkehrschluss: keine Upgrademöglichkeit = Wertverlust. Ich zumindest würde nichts mehr Mieten/Kaufen ohne so einen Anschluss. Und solche Leute werden immer mehr.

Und selbst wenn es nicht stichfest ist: es reicht der Hausverwaltung etwas Dampf zu machen. Angst beschleunigt. ;)
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von stevelectric » 12. Jul 2017, 23:32

Carter hat geschrieben:ich werde das Model 3 trotzdem sobald als möglich kaufen, nur wird es mir nicht leicht gemacht dieses auf zu laden und ich werde mich wie ein früher E-Pionier fühlen weil ich so viel zusätzlich planen muss und es mich ziemlich viel Zeit kosten wird.

Genau, lass dich nicht beirren von solchen Vollidioten, die sterben irgendwann aus. Wir können unser Auto auch nicht in der Tiefgarage laden, und es klappt doch prima. Es kostet auch nicht zuviel Zeit, ab und zu mal zu einer Ladesäule zu fahren.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Schoettker » 13. Jul 2017, 20:04

Ich zitiere aus dem Priusfreunde-Forum, wo sich jemand in der Tiefgarage eine Lademöglichkeit montieren lassen wollte:
http://www.priusfreunde.de/portal/index ... &id=136953

"Nach einem halben Jahr habe ich endlich die Entscheidung der Eigentümerversammlung bezgl. meines Wunsches eine Ladesäule zu errichten:

einstimmig abgewiesen, mit der Begründung, dass man mich vor zu hohen Kosten und Aufwand schützen wollte."
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Carter » 14. Jul 2017, 07:44

Weiß jemand wie lange so eine Klage dauern würde?
Also wenn ich es einfach installieren lassen würde und der Miteigentümer dann Klage einreichen würde, wie lange würde sich das hin ziehen bis eine Entscheidung fällt?
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