Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von reniswiss » 6. Dez 2016, 11:09

Warum schadet ein Zweitwagen dem Umweltvorteil des Erstwagens? Beide Autos gehen erst am Ende ihrer Lebensdauer in die Presse und haben sich energetisch somit ganz normal amortisiert. Es dauert halt etwas länger, als wenn man alles mit dem Erstwagen fahren würde. Dafür verbraucht man in seinem Leben weniger Erstwagen.

Zumal der Umweltvorteil eines MS ggü. einem Verbrenner gar nicht so gering ist.
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von Abgemeldet 06-2018 » 6. Dez 2016, 11:48

Ich verstehe das ganze Nachhaltigkeits-Geplappere eh nicht in diesem Kontext.
Entweder ich will meine Nachhaltigkeit optimieren, dann fahre ich ÖPNV und Bahn, Fahrrad oder maximal Pedelec, aber ganz bestimmt kein Auto.
Oder es geht mir halt um andere Dinge, etwa um die Schonung der Erdöl-Ressourcen oder um die Erhaltung städtischer Menschenleben und Lärmvermeidung, dann ist jedes Elektroauto gleich gut und die Wahl ist persönlicher Geschmack und vom Geldbeutel abhängig.
Aber wenn mir jemand erzählen möchte, dass er mit einem Renault Zoe ökologischer ist als mit einem Tesla Model 3 oder Chevrolet Bolt, dann ist das einfach lächerlich, denn dazu müsste man die Produktionskette beider Fahrzeuge penibel bis ins letzte Detail analysieren und käme vermutlich zu dem Ergebnis, dass beides Wahnsinn ist im Vergleich zu einem Drahtesel oder Bus fahren.
 
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von Naheris » 6. Dez 2016, 11:53

Die einfachste Erklärung nach Occams Klinge für die Nicht-Existenz der 43kW-Lader Zoe ist und bleibt, dass Renault sie hier nicht anbieten will. Ganz von alleine und ohne Druck von außen. Stellt sich nur die Frage, warum?

Auch da gäbe es eine recht einfache Erklärung, die auch schon dafür gesorgt hat, dass bestimmte Verbrenner von verschiedenen Marken hier nicht angeboten wurden, überall anders aber schon: die Autobahn. Vielleicht will Renault aus uns nicht bekannten Gründen die Zoe nicht zu lange oder zu schnell auf den Autobahnen fahren lassen. Um das Risiko dafür zu minimieren reduziert man halt die Anzahl der Zoe Q40 hier. Wäre nicht das erste Auto-Motor-Getriebeversion, der das so passiert.

Wer weiß? Vielleicht ist der Conti-Motor nicht so richtig Vollstromfest?

So einen Grund halte ich zumindest für viel wahrscheinlicher, als großartigen Druck von der Industrie und/oder Politik auf Renault, den Motor nur genau hier nicht anzubieten, weil er schneller lädt. Den Byd e6 verhindert auch niemand oder Chademo-Lader. Warum also die Zoe 43kW von allen Fahrzeugen auf der Welt? Damit sich der e-Oops und die Drillinge in Deutschland besser verkaufen - die aufgrund der vergleichsweise mikrigen Reichweite noch nicht einmal mehr richtige Mitbewerber sind?!? Und mit welchem Auto wollen die Deutschen Hersteller Renault in Frankreich in Ruhe lassen? Renault dominiert den Markt dort auch jetzt schon - aber so richtig.

Würde ich als <Interessengruppe zur Verhinderung der Zoe> auf etwas setzen, dann die Verhinderung des größeren Akkus. Aber das hat offensichtlich nicht geklappt. Aber beim Lader, ja, da lässt sich Renault einschüchtern? Ja nee, is' klar. ;)

Sorry für das Off-Topic.
_____________________

On-Topic halte ich für ein Stadtfahrzeug den Smart für am sinnvollsten - weil in der Stadt die Größe halt zählt: je kleiner, je besser. Auch dürften kleine Autos emissionstechnisch am günstigsten in der Produktion sein, und ein Stadt-Stromer wird durch seine vergleichsweise geringen Laufweiten seinen Verbrauchsvorteil hier weniger ausspielen können (nur eine Vermutung).

Auch der e-Upsala ist ziemlich schick (mir hat er bei einer Fahrt sehr gefallen) - wenn auch ziemlich überteuert. Dito i3, mit dem Nachteil, dass er größer ist - sonst aber eine super Wahl, wenn man ihn sich leisten will. Die Drillinge dürften auch gute Alternativen sein, aber da weiß ich die genaue Größe nicht. Und die Zoe dürfte immer eine Alternative sein.

Alles darüber würde mir zu groß um noch einen Vorteil gegenüber einem Weitstrecken-Fahrzeug zu haben.

Letztendlich ist die Frage aber eben subjektiv... Und aus Umweltsicht dürfte sich ein nicht wirklich benötigtes Zweitfahrzeug immer schlechter errechnen und absolut nicht nachhaltig sein. Egal welches.
Zuletzt geändert von Naheris am 6. Dez 2016, 12:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von reniswiss » 6. Dez 2016, 11:59

hiTCH-HiKER hat geschrieben:Aber wenn mir jemand erzählen möchte, dass er mit einem Renault Zoe ökologischer ist als mit einem Tesla Model 3 oder Chevrolet Bolt, dann ist das einfach lächerlich, denn dazu müsste man die Produktionskette beider Fahrzeuge penibel bis ins letzte Detail analysieren und käme vermutlich zu dem Ergebnis, dass beides Wahnsinn ist im Vergleich zu einem Drahtesel oder Bus fahren.

Naja, eine ZOE ist mit Sicherheit ökologischer als ein M3. Vermutlich auch als ein Bolt. Es muss weniger Material hergestellt werden und im Betrieb braucht sie weniger Energie. Da gibts nicht viel Spielraum.
Natürlich ist ein Fahrrad noch viel besser, beim Bus (Diesel) wäre ich aber vorsichtig. Bei einem Stadtbus mag das sein, die sind immer relativ gut ausgelastet.
Hier auf dem Land ist der Bus oft ziemlich leer und nur zu den Stosszeiten voll. Ob das über den ganzen Tag gerechnet sauberer ist als eine ZOE, weiss ich nicht. Aber wenn, dann ist es knapp.
Bei Elektrobussen sieht es wieder anders aus, aber die gibts nur in der Stadt. Dort sind aber auch Dieselbusse durch die hohe Auslastung gut gestellt.
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von Abgemeldet 06-2018 » 6. Dez 2016, 12:14

reniswiss hat geschrieben:Naja, eine ZOE ist mit Sicherheit ökologischer als ein M3. Vermutlich auch als ein Bolt. Es muss weniger Material hergestellt werden und im Betrieb braucht sie weniger Energie. Da gibts nicht viel Spielraum.
Natürlich ist ein Fahrrad noch viel besser, beim Bus (Diesel) wäre ich aber vorsichtig. Bei einem Stadtbus mag das sein, die sind immer relativ gut ausgelastet.
Hier auf dem Land ist der Bus oft ziemlich leer und nur zu den Stosszeiten voll. Ob das über den ganzen Tag gerechnet sauberer ist als eine ZOE, weiss ich nicht. Aber wenn, dann ist es knapp.
Bei Elektrobussen sieht es wieder anders aus, aber die gibts nur in der Stadt. Dort sind aber auch Dieselbusse durch die hohe Auslastung gut gestellt.


Du hast natürlich recht, ich fand nur die Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit etwas absurd, wenn man gleichzeitig plant sich ein Auto zu kaufen.
Es gibt sicher viele Faktoren nach denen man ein E-Auto auswählt, aber sich einen nagelneuen Tesla aus Nachhaltigkeitsgründen zu bestellen, das kann niemand wirklich ernst meinen.
Man sollte sich eher überlegen was man braucht und was man nicht unbedingt braucht, als welches Fahrzeug jetzt 500 Kilo weniger Material verbaut hat, aber dafür unter dubiosen Bedingungen in Fernost gebaut wird, um die Marge des Herstellers zu garantieren.
 
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von redvienna » 6. Dez 2016, 12:18

Bei uns (aus optischen Gründen) seit 3 Jahren der Ford Focus Electric.

Den E-Golf gab es damals noch nicht zu bestellen.
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von supercharged » 6. Dez 2016, 12:27

hiTCH-HiKER hat geschrieben:Ich verstehe das ganze Nachhaltigkeits-Geplappere eh nicht in diesem Kontext.
Entweder ich will meine Nachhaltigkeit optimieren, dann fahre ich ÖPNV und Bahn, Fahrrad oder maximal Pedelec, aber ganz bestimmt kein Auto.
[...]

Und weil du's nicht verstehst, dann ist das erstmal vorsorglich "Geplappere", ja? :roll:

Es ging hier um die Zweitwagen-Frage und meine Bedenken stützen sich auf die Überlegung ab, dass der Mobilitätsbedarf eines typisch durchschnittlichen 2-Personen-Haushalts meist mit einer intelligenten Kombination aus e-Mobilität, ÖV und HPV gedeckt werden kann; das ist oft nur eine Frage des guten Willens.

Wir brauchen als Familie ein Auto und dazu stehen wir auch (es ersetzt uns z.B. die meisten innereuropäischen Flugbewegungen). Es musste aber immer das (relativ zum Praxisnutzen) minimal umweltbelastendste Fahrzeug sein, das der Markt hergibt. Die Nachhaltigkeitsdiskussion kommt da zum Tragen, wo der Zweitwagen ein pures Luxus- bzw. Bequemlichkeitsobjekt ist, das man sich "halt so gönnt". Ein Zweitwagen hat schon nur bei den Herstellungsfaktoren genau doppelt so viel Umwelt-Impact wie ein Ein-Auto-Haushalt, außerdem vergrößert er das Staupotenzial in den Städten und trägt zur allgemeinen Blechlawine bei. Klar gilt das für das Auto schlechthin, aber wo eins nicht zu vermeiden ist, ist es das zweite in den allermeisten Fällen durchaus. Und wenn der Mobilitätsbedarf intelligenter bzw. mit kombinierter Mobilität abgedeckt werden kann, dann ist das nachhaltiger, Punkt. Das scheint mir so schwer nicht zu verstehen, heißt aber nicht, dass ich alle verurteile, die Zweitwagen fahren - schon gar nicht die, die auch hier auf e-Mobilität setzen. Die Antwort "keins" auf die Thread-Frage muss als Option aber schon möglich sein, oder? ;)
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Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von Yellow » 6. Dez 2016, 14:28

Naheris hat geschrieben:Die einfachste Erklärung nach Occams Klinge für die Nicht-Existenz der 43kW-Lader Zoe ist und bleibt, dass Renault sie hier nicht anbieten will. Ganz von alleine und ohne Druck von außen. Stellt sich nur die Frage, warum?

Auch da gäbe es eine recht einfache Erklärung, die auch schon dafür gesorgt hat, dass bestimmte Verbrenner von verschiedenen Marken hier nicht angeboten wurden, überall anders aber schon: die Autobahn. Vielleicht will Renault aus uns nicht bekannten Gründen die Zoe nicht zu lange oder zu schnell auf den Autobahnen fahren lassen. Um das Risiko dafür zu minimieren reduziert man halt die Anzahl der Zoe Q40 hier. Wäre nicht das erste Auto-Motor-Getriebeversion, der das so passiert.

Wer weiß? Vielleicht ist der Conti-Motor nicht so richtig Vollstromfest?

So einen Grund halte ich zumindest für viel wahrscheinlicher ...

Vielen Dank für diese Theorie. Sie hat nur einen Haken: die Zoe ist elektronisch auf max. 135 km/h begrenzt!
Somit kann/darf sie selbst im "Mutterland" durchgehend ihre Höchstgeschwindigkeit fahren.
WENIGER SCHREIBEN, MEHR LESEN!
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von AxelM » 6. Dez 2016, 15:07

Auch um das noch mal klarzustellen - es ging mir nicht um einen persönlichen Zweitwagen, sondern um ein zweites Auto für eine 4-köpfige Familie, die nicht in einer Innenstadt wohnt. Wir haben uns ein zweites Verbrenner-Auto aus ökologischen Gründen bisher gespart, was immer mit vielen Kompromissen behaftet war.

Bezüglich Nachhaltigkeit von E-Autos: Bisher ist die Recycling-Kette für die in deren Batterien enthaltenen Rohstoffe noch gar nicht voll angelaufen, da die Mengen noch vergleichsweise gering sind und sich Recycling aufgrund der hohen spezifischen Kosten noch nicht überall lohnt. Wenn das erstmal steht, wird die Umweltbilanz auch noch besser.
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Re: Welches Stadtauto als Ergänzung zum Tesla Model S/X/3?

von Naheris » 6. Dez 2016, 16:00

Yellow hat geschrieben:
Naheris hat geschrieben:Wer weiß? Vielleicht ist der Conti-Motor nicht so richtig Vollstromfest?

Vielen Dank für diese Theorie. Sie hat nur einen Haken: die Zoe ist elektronisch auf max. 135 km/h begrenzt!
Somit kann/darf sie selbst im "Mutterland" durchgehend ihre Höchstgeschwindigkeit fahren.

Stimmt, dann geht dann eher nicht. Aber das widerlegt noch nicht die These, dass der einfachste Grund für die Nicht-Verfügbarkeit hierzulande Renault selber ist. ;)

Oder warum sollte sich Renault beim 43kW-Lader externem Druck beugen (aber nur in Deutschland), beim Akku aber nicht? 43kW dürfte weit weniger Konkurenz für den i3 mit CCS erzeugen als der neue Akku. :)
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