Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von Spürmeise » 2. Jul 2015, 10:13

Volker.Berlin hat geschrieben:Diesem Problem geht man dadurch aus dem Weg, dass man ausschließlich 11 kW anbietet.

Auf der zitierten Webseite steht allerdings: "Für das Laden mit Wechselstrom wird der Typ 2 Stecker unterstützt. Die Ladeleistung beträgt 3,5 bis 22 kW. Der Schwerpunkt beim Ausbau dieser Ladepunkte liegt auf 22 kW."

Bei einem Zeittarif zahlen 80% der Elektrofahrzeuge das 6-fache von den Billigladern (und die vermutlich ohne Kreischaufschlag).
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von Volker.Berlin » 2. Jul 2015, 10:15

Spürmeise hat geschrieben:
Volker.Berlin hat geschrieben:Diesem Problem geht man dadurch aus dem Weg, dass man ausschließlich 11 kW anbietet.

Auf der zitierten Webseite steht allerdings: "Für das Laden mit Wechselstrom wird der Typ 2 Stecker unterstützt. Die Ladeleistung beträgt 3,5 bis 22 kW. Der Schwerpunkt beim Ausbau dieser Ladepunkte liegt auf 22 kW."

Ich weiß. In diesem Punkt widerspricht die Website meiner Information. Ich habe bereits eine Mail geschrieben, um das zu klären. Interessant ist aber, dass es gar keine Rolle spielt, wie die Antwort auf diese Mail ausfällt: Das Gezeter im Forum ist so oder so gleich groß... ;)
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von segwayi2 » 2. Jul 2015, 10:15

ich bin gespannt, vielen Dank für deine Erläuterungen Volker (und das du immer so ruhig und sachlich bleibst wenn wir alle wieder so emotional werden ;) )
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von acpacpacp » 2. Jul 2015, 10:17

nikwest hat geschrieben:Ich finde zeitbasierende Tarife ziemlich unsinnig. Ich möchte das zahlen was ich verbrauche. Zeitbasierende Tarife basieren auf der Theorie, dass eine Ladesäule ein knappes Gut ist. Wenn dem so wäre würde die Elektromobilität scheitern. Daher finde ich den Denkansatz falsch.


Nicht die Ladesäulen sind knapp, sondern die Parkplätze - vorallem in Städten.
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von Spürmeise » 2. Jul 2015, 10:18

Volker.Berlin hat geschrieben:Wenn Du nur für Strom bezahlen möchtest, dann lade doch einfach zu Hause. Wenn Du in der Stadt öffentlichen Raum beanspruchst und eine Infrastruktur nutzt, die jemand anders für Dich aufgebaut hat, dann spielen die Stromkosten eine Nebenrolle.

Die beste Begründung für das Scheitern der Elektromobilität! Welcher Stadtbewohner wird so vom Verbrenner auf Elektro umsteigen?
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von Volker.Berlin » 2. Jul 2015, 10:27

Spürmeise hat geschrieben:
Volker.Berlin hat geschrieben:Wenn Du nur für Strom bezahlen möchtest, dann lade doch einfach zu Hause. Wenn Du in der Stadt öffentlichen Raum beanspruchst und eine Infrastruktur nutzt, die jemand anders für Dich aufgebaut hat, dann spielen die Stromkosten eine Nebenrolle.

Die beste Begründung für das Scheitern der Elektromobilität! Welcher Stadtbewohner wird so vom Verbrenner auf Elektro umsteigen?

Nur der Vollständigkeit halber: Das Zitat, das Du hier aus dem Zusammenhang gerissen hast, war auf den Vergleich mit dem Essen im Restaurant oder zu Hause gemünzt. Zu Hause zahlt man nur für den Strom (oder die Lebensmittel), während man im öffentlichen Raum vor allem für die Location und den Service zahlt.

Wenn wir beim Parkmodell bleiben: Es ist ja nicht abwegig, dass es auch mal Anwohnerparkausweise gibt, die die Nutzung der Ladestationen mit einschließen. Das Parken in den Städten ist ja auch nicht umsonst, auch nicht für Anwohner. So ein Projekt ist mir bis jetzt nicht bekannt, aber es wäre meiner Meinung nach mit dem vom Berliner Senat vorgeschlagenen Modell kompatibel.
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von nikwest » 2. Jul 2015, 10:28

acpacpacp hat geschrieben:
nikwest hat geschrieben:Ich finde zeitbasierende Tarife ziemlich unsinnig. Ich möchte das zahlen was ich verbrauche. Zeitbasierende Tarife basieren auf der Theorie, dass eine Ladesäule ein knappes Gut ist. Wenn dem so wäre würde die Elektromobilität scheitern. Daher finde ich den Denkansatz falsch.


Nicht die Ladesäulen sind knapp, sondern die Parkplätze - vorallem in Städten.


Was genau heißen soll? Das Stand heute ein paar Emobile an Ladestationen 'kostenlos' parken? Wenn das das einzige Problem der Elektromobilität wäre dann wäre das schön.

Sollen E-Fahrzeuge nicht sowieso in Zukunft kostenlos parken dürfen?
 
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von BurgerMario » 2. Jul 2015, 10:33

segwayi2 hat geschrieben:ich kann beiden Argumentationsstränge nachvollziehen. Mein Einwand ist nur das bei Zeittarifen viel Unsinn passiert und der nicht transparent ist. Die Anbieter wissen glaube ich nicht mal selber was sie veranstalten würden sie sonst über 100 Euro für eine Füllung anbieten? Bei Volumentarifen ist es transparenter. Solange die Anbieter nix auf die Kette bekommen sollten sie das machen was sie verstehen.
Für Ziele wie Parkraum freihalten etc. sind sie einfach noch ncith reif weil sie das Handwerk noch gar nicht beherrschen. Jeder muss erst mal in die Lehre gehen und kleine Brötchen backen. Entweder kaufen sie jemanden ein der weiss was er tut oder sie machen Volumentarife und gut. Alles andere endet im Chaos.
Ich verstehe bei solchen Projekten nie wieso nicht wenigstens einer mit gesundem Menschenverstand dabei ist. Nur einer, der Veto-Recht hat. Ich weiss utopisch, schöner Traum.


+1

Aktueller Fall bei mir

Salzburg, an der Säule steht kostenlos Parken für die Zeit des Ladens. ( Electrodrive Salzburg)
Auf der Säule steht 0 Euro für eine halbe Stunde.
Freischaltung über TNM Karte , es gibt keinerlei Hinweis, was das nun genau kostet, dabei wäre es ja ein einfaches, die TNM Karte zu identifizieren und die Kosten dafür einzublenden.....
Nach Beendigung des Ladens, hier knapp 10kwh ( Schuko), geparkt über 3 Stunden, steht im Display.... 0 Euro.

Nun warte ich auf die Rechnung, da TNM pro Minute 20 ct. abrechnet :(

Ist das Transparent???

Auf jedem Parkscheinautomat steht, wie lange ich für wieviel kosten parken kann!

Das ist genau das, was uns NICHT weiterbringt!!
Intransparenz !!!!

Jeder kocht sein eigenes Süppchen, jetzt kommt noch dazu ob 1 phasig oder 3 phasig oder DC geladen wird..
Mal Zeittarif, mal über kwh...

Gruss

Mario
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von GeeFive » 2. Jul 2015, 10:35

nikwest hat geschrieben:Ich finde zeitbasierende Tarife ziemlich unsinnig. Ich möchte das zahlen was ich verbrauche. Zeitbasierende Tarife basieren auf der Theorie, dass eine Ladesäule ein knappes Gut ist. Wenn dem so wäre würde die Elektromobilität scheitern. Daher finde ich den Denkansatz falsch.

Ladesäulen sind ein knappes Gut bzw. werden es vielerorts schon bald sein. Situationen, wie man sie auf Bildern aus Norwegen sieht, jeder Parkplatz mit Ladesäule, wird es hier so bald nicht geben. Von daher macht es schon Sinn, einen Anreiz zu schaffen, eine Ladesäule schnell wieder freizugeben.

Aber der Hauptgrund, warum viele Anbieter bisher zeitbasierte und keine verbrauchsbasierten Tarife anbieten, liegt einfach daran, dass sie technisch nicht können. Die Ladestationen melden an die Abrechnung nur, wer (welche Karte) wann welche Station freigeschaltet hat und wann die Abmeldung erfolgt. Unter Umständen steht noch nicht einmal die Information zur Verfügung, mit wieviel kW geladen wird; der konkrete Bezug von kWh schon gar nicht.

Die EnBW unterscheidet z.B. seit einiger Zeit zwischen Ladekarten unter/über 5 kW; der Zeittarif für die "kleine" Karte ist günstiger. Das ist aber rein vertraglich geregelt "... ich versichere, keine Fahrzeug mit mehr als 5-kW-Lader anzuschließen ...". Schon deshalb bin ich mir sehr sicher, dass die das nicht kontrollieren können.
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Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

von acpacpacp » 2. Jul 2015, 10:36

nikwest hat geschrieben:
Was genau heißen soll? Das Stand heute ein paar Emobile an Ladestationen 'kostenlos' parken? Wenn das das einzige Problem der Elektromobilität wäre dann wäre das schön.

Sollen E-Fahrzeuge nicht sowieso in Zukunft kostenlos parken dürfen?


Das Endziel der E-Mobilty wird sein, das es soviele wie Verbrenner werden. Das löst dann viele Probleme, aber sicher nicht den Platzverbrauch in Städten.
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