Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

von TeeKay » 1. Dez 2014, 19:16

@April: Ja, das Modell hatte ich mir auch schon einmal überlegt. Das größte Problem bei der Ladeinfrastruktur sind die abnormen Fixkosten, nicht die variablen Kosten bei Nutzung. Ein Abomodell animiert die Nutzer zur intensiven Nutzung der Infrastruktur und sichert gleichzeitig stetige Einnahmen, die die Abschreibung auf die Infrastruktur decken können. Darum halte ich auch nichts vom vorgesehenen Zeittarif für die Schnelllader in Berlin. Der führt nur zum Verstauben der teuren Lader.

Mit Abo hat man aber wieder das leidige Abrechnungsthema selbst am Hals. Du must nicht nur die Abos mit den Nutzern abrechnen, sondern auch noch deren IDs in der Datenbank pflegen.

@nikwest: Wir hatten hier doch jemanden von der Versorgerseite im Forum. Naturstrom hat sich nach meiner Erinnerung gegenüber dem IGEMBB letztens dahingehend geäußert, dass Ladesäulen auch unter das Standardlastprofil für Haushaltsanschlüsse fallen. Ob der Anbieter sekundengenau weiß, wieviel Energie er braucht oder nicht, spielt also bei seinen Einkaufskonditionen keine Rolle.
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Re: Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

von nikwest » 1. Dez 2014, 19:36

TeeKay hat geschrieben:@nikwest: Wir hatten hier doch jemanden von der Versorgerseite im Forum. Naturstrom hat sich nach meiner Erinnerung gegenüber dem IGEMBB letztens dahingehend geäußert, dass Ladesäulen auch unter das Standardlastprofil für Haushaltsanschlüsse fallen. Ob der Anbieter sekundengenau weiß, wieviel Energie er braucht oder nicht, spielt also bei seinen Einkaufskonditionen keine Rolle.


Na, ja, vielleicht noch nicht heute, aber das muss sich doch mal ändern? Zumindestens sowas wie Nachtstrom gibt es ja bereits. Und wenn ein Ladenetzbetreiber den Strom zum Endkundenpreis einkauft, dann macht er doch was verkehrt, oder? Und wenn dem so wäre, dann kann er einfach auch nicht davon ausgehen, dass er seine Investitionen über den Strompreis wieder reinholen kann.
 
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Re: Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

von April2014 » 1. Dez 2014, 20:55

Einmal im Jahr die Abogebühren einziehen und einmalig eine ID in einer Datenbank zu pflegen halte ich in Anbetracht der getätigten Investition für vertretbar.

Das macht man dann doch gerne ;)
 
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Re: Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

von TeeKay » 1. Dez 2014, 22:44

nikwest hat geschrieben:Und wenn ein Ladenetzbetreiber den Strom zum Endkundenpreis einkauft, dann macht er doch was verkehrt, oder?

Gut, in der Zukunft könnte eBee sicher bessere Einkaufskonditionen bekommen, wenn sie tausende Wallboxen haben. Aber sie wollen ja gar nicht Betreiber Tausender sein. Derzeit haben sie nur 3. :)
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Re: Geschäftsmodell "Laterne-Laden"

von Measureman » 3. Dez 2014, 21:04

Wenn ich noch mal eine ehrliche Gegenrechnung aufmachen darf:
10Ct pro Std bedeutet für 1€ pro Nacht einen "Privatparkplatz" in vermutlich bester Lager inkl. stromanschluss. Das finde ich sehr fair.

10Ct mehr pro kWh ist dagegen ein bisschen happig, hier sollten 5 Ct reichen um zusammen mit der Parkgebühr die Struktur zu finanzieren. Außerdem führt das sondt zu nur "Einsteck" Parkern, die mit vollen Batterien nur 1/2 Stunde laden und eigentlivh nur parken wollen.
85D seit 28.03.15 und immer noch begeistert
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