Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Mischa » 2. Aug 2012, 10:24

Wir bauen auch gerade und ich habe unseren Energieversorger gebeten die nächst groessere Hausanschlussvariante zu verwenden. Das ist bei der Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH (RWE) 3x160mm2 Alu und einen 200 Hauptsicherungskasten, in dem aber 100A Sicherungen sind. Das ganze für 333,- EUR Aufpreis auf den ca.1150EUR hohen Baukostenzuschuss.

Da wir auch eine PV Anlage haben, habe ich vom Elektriker direkt einen 100A Zweirichtungszähler einbauen lassen.

Wir haben zwei Wohnungen und mein Büro, ich habe direkt alle vier Stellplätze für 63A und zusätzlich an zwei Stellen für 70A Kabel legen lassen.

Der Elektriker hat im Rohbau für die zwischen 6-20m zwischen 105 und 145 EUR incl. Material und Lohn zzgl. MwSt. genommen. Die meisten Stellplätze sind damit nur Vorbereitet, d.H. Kabel liegt im Putz, Bzw. Im Boden, Pflaster.

Bei unserem alten Haus habe ich letztes Jahr 20m 32A nachträglich verlegen lassen, mit neuem FI, Mauerdurchbrüchen, Vorgarten aufbuddeln.... Ca. 1200 EUR für einen ! Anschluss.

Daher ist von vornherein Vorbereiten deutlich preiswerter.
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von volker » 2. Aug 2012, 13:36

Ich hab beim Neubau ein Leerrohr vom Kellerraum zur Garage vorgesehen. Weitere Leerrohre führen von dort zu den Stellplätzen vorm Haus. Da sollen Elektronauten zukünftig ein Platz zum Laden & Verweilen vorfinden (bin Nähe A81). Also Drehstromkiste oder so was.

Ich denke dass ich 63Ax3 in 16mm² zur Garage lege, dort einen Schaltschrank setze und dann auf 32A verteile. Was denkt ihr? Irgendwelche Tipps?
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Bernd » 2. Aug 2012, 20:40

Hallo,

ich habe hier ein gutes Onlinetool zum Berechnung vom Querschitt / Spannungsabfall gefunden:
http://www.dieleitungsberechnung.de/?page_id=124

Aber bevor man sich den Kopf zerbricht sollte man schauen, wofür überhaupt der Hausanschluss / der Stromzähler ausgelegt sind (wenn man nicht alles ändern will), habe ich bei mir nun gemacht und der Zähler hat ("natürlich") nur max 60A. Also leider maximal 32A Drehstromsteckdose.

Viele Grüße

Bernd
 
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Bernd » 10. Aug 2012, 16:37

Bernd hat geschrieben:...
Zum Kupfer habe ich hier einen interessanten Bericht gefunden, der auch einige Nachteile (abgesehen von der geringeren Leitfähigkeit) wie das Lösen der Schraubverbindungen mit der Zeit und Korossion der Aderenden beschreibt:
http://www.kupfer-institut.de/front_fra ... 1&client=1
...


Das Locker werden mit der Zeit könnte ggf. durch solche Klemmen vermieden werden:
Anschlusstechnik Schraubenlos - TwinCONTACT
http://www.mennekes.de/index.php?id=131 ... 000037&L=0
 
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Talkredius » 10. Aug 2012, 22:11

Bernd hat geschrieben:
Das Locker werden mit der Zeit könnte ggf. durch solche Klemmen vermieden werden:
Anschlusstechnik Schraubenlos - TwinCONTACT
http://www.mennekes.de/index.php?id=131 ... 000037&L=0


Ich komme mit TwinCONTACT nicht klar, habe das einmal versucht, dann musste ich eine Ader wieder entfernen,, schon war es aus mit TwinCONTACT
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von ManuaX » 10. Aug 2012, 23:06

genau hatte das selbe problem hat der Baumarkt aber auch zurückgenommen.

alles fest anziehen dann hebt dat fast ewig ^,^

gruß ManuaX
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von mark32 » 1. Jan 2013, 16:14

Falls der Tesla Modell S beim dreiphasigen Laden 63 Ampere unterstützt liegt folgendes Gedankenspiel auf der Hand:

Die 43 kW der CEE63A entsprechen der Hälfte der 90 kW-Supercharger der Amerikaner. Das Drehstromnetz läßt sich zumindest teilweise auf CEE 63A umrüsten, bei mir ist die Zuleitung groß genug (Ich müsste mit den Stadtwerken klären ob die Hausversorgung dafür ausgelegt ist).

Wenn Tesla schlau ist arbeiten sie mit dem Community-Projekt "Drehstromliste" zusammen und sponsern die Umrüstung der Drehstromkiste auf CEE 63A. Die Stromspende kann so bleiben wie sie ist oder wird von Tesla übernommen. Dann noch einen Tesla-Supercharger-Aufkleber auf die Kiste und fertig: Schon ist günstig ein flächendeckendes Semi-Supercharger-Netz in Europa aufgebaut. :D

Ich neige zum Träumen, oder?
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Talkredius » 1. Jan 2013, 16:58

mark32 hat geschrieben:Wenn Tesla schlau ist ...

Ich neige zum Träumen, oder?


IHMO ja ;)

Wenn wir Glück haben, bauen die in die Europa Autos wirklich 3-phasige Lader ein, die die vollen maximal 40 A pro Lader unterstützen. Das wäre schon mal ein Anfang.
Auf der Seite der Ladestation könnte man eine Mennekesbuchse verwenden, die ist bis max. 63 A Drehstrom spezifiziert. Dann wird aber die Ladestation auch aufwändiger, weil jetzt brauchen wir natürlich auch einen Controller um die Verriegelung anzusteuern etc. Wie Du siehst, die ersten Aufgaben des TFF e.V. (nzg) kristallisieren sich bereits heraus :D
Und natürlich will ich optional einen Homelink Empfänger zum freischalten :D
Grundsätzlich wäre das auch für andere E-Autohersteller interessant, aber die arbeiten lieber mit den großen Stromanbietern zusammen, weil dies für die einfacher ist und sich besser vermarkten lässt.Tesla wird das ähnlich machen und wird sich gleichzeitig nur für die Tesla-Fahrer engagieren und nicht für die Emobilty als solches. => wir brauchen den TFF e.V.

Aber spätestens wenn Tesla die 500kWh Batterie herausbringt hat sich das mit den Ladestationen erledigt ;)
Dann können wir die Ladestationen nur noch als soziale Treffpunkte nutzen
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