Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Bernd » 1. Aug 2012, 18:39

Hallo,

wie schätzt ihr es ein, ist ein 63A Drehstromanschluss in die Garage (bzw. jetzt schon die Dimensionierung der Kabel dafür) sinnvoll?

Insbesondere beim heutigen Kupferpreis ja ein teures Unterfangen bei 40 Metern Leitungslänge.

Wenn man berücksichtigt, dass ggf. in der nächsten oder übernächsten Tesla-Generation die Wagen auch mit Drehstrom geladen werden können würde dies ja schon eine Verbesserung des "Ladestrom" um den Faktor 3 bedeuten.

=> Wäre man in den nächsten Jahren wohl noch mit 32A Drehstrom auf der sicheren Seite?

Viele Grüße

Bernd
 
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Eberhard » 1. Aug 2012, 19:46

Eigentlich sollten 8 Stunden (22:00-06:00) ausreichend sein, das Fahrzeug mit Nachtstrom zu laden bei 22kW Ladeleistung müsste die Batterie schon über 170kWh groß sein damit Sie nicht mehr ganz voll wird. Wenn man aber 2 Model S in der Garage hat, dann wird's eng und de 63A machen Sinn.

lg

Eberhard
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Mike » 1. Aug 2012, 20:02

Bernd hat geschrieben:
... Insbesondere beim heutigen Kupferpreis ja ein teures Unterfangen bei 40 Metern Bernd



anstelle von kupfer macht es absolut sinn alu zu verwenden. den querschnitt eine klasse grösser wählen, kostet aber trotzdem weniger als die hälfte als ein Cu leiter. bei der dimensionierung im zweifelsfalle die höhere leistung + reserve wählen, dann bist du immer richtig, die motagekosten sind nur unwesentlich höher ...
.
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Talkredius » 1. Aug 2012, 21:46

pvmike hat geschrieben:
anstelle von kupfer macht es absolut sinn alu zu verwenden.


????? Willst Du Deinen Roadster etwa mit einem Kabel laden, dass vorher irgend eine Dose für eine Ami Bierplörre war ? :shock:
Bei mir gibt es nur Premium Kupferkabel. :D
Passt farblich auch besser zum Kupferläufer des Motors...
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von JeanSho » 1. Aug 2012, 21:55

vielleicht die fetten Kabel von den High-End-Boxen abschrauben? Da gehen bei Enthusiasten schon mal Tausende Euronen weg. Oder ein wenig hier einsparen und fettes Kupfer nach draußen legen?

Was gibt denn die Hausinstallation überhaupt max. her? Meine ist mit drei Mal 63 A abgesichert. Hier 63 A zum Laden zu verwenden, beamt mein Haus dann in der Zeit in die Steinzeit (oder Kerzenlicht und gemütlichen Abend).

vg
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Mark » 1. Aug 2012, 22:10

Wir sind gerade dabei ein neues Haus zu bauen und ich spiele auch mit dem Gedanken zumindest die Zuleitungen für einen HPC vorzusehen. Welchen Hausanschluss brauche ich da für 70A Ladestrom? (denke mal 100A?) Weiß jemand ob das eine einmalige Gebühr ist, oder ist die groessere Zuleitung auch monatlich teurer?

Wie dick muss die HPC Zuleitung von der Haussicherung dimensioniert sein ( Kupfer)?
 
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Talkredius » 1. Aug 2012, 22:16

Bernd hat geschrieben:Hallo,

wie schätzt ihr es ein, ist ein 63A Drehstromanschluss in die Garage (bzw. jetzt schon die Dimensionierung der Kabel dafür) sinnvoll?


Mein Einstellung dazu ist, wenn Kabel legen dann lieber 2 Nummern größer als erforderlich, da der Kabelpreis im Vergleich zu den Erdarbeiten gering ist.
Falls möglich (wie bei mir) eine separate Einspeisung für die Ladestation. Dann ist das Laden von der Hausversorgung entkoppelt. Z.B. Herd und HPC(70A) gleichzeitig wird eng ;)
Außerdem ist der Preis unabhängig von dem tatsächlichen Aufwand, hängt von der zu installierenden Leistung ab.

Zu der tatsächlich erforderlich Einspeiseleistung folgende Anmerkungen :

ungefähre Richtwerte :

3,6 kW = 20 km/h Reichweite
7,2 kW = 40 km/h Reichweite
11 kW = 55 km/h Reichweite
22 kW = 120 km/h Reichweite
44 kW = 220 km/h Reichweite

Jetzt kannst Du Dir selbst einen Überblick über Deinen tatsächlichen Bedarf machen, ich habe mein Schnellladegerät HPC für den Roadster in diesem Jahr genau zweimal gebraucht, angeschafft habe ich es nicht für mich sondern für den Tesla Electric Highway, über Nacht lade ich höchstens mit 7,2 kW in 99,5 % der Fälle und ich fahre im Jahr ca. 55.000 km.

Des weiteren gibt es die ersten Trends eine PV Anlage in Kombination mit einem Energiespeicher stärker für den Eigenverbrauch zu nutzen, dabei kann z.B. auch ein (zweites) E-Auto als Energiespeicher dienen.
Sobald ich z.B. das Model S habe kann sich dass über das Wochenende per (noch anzuschaffender) PV Anlage vollladen, während Beate und ich mit dem Roadster unterwegs sind, schon sinkt die Anschlussleistung..
Lediglich für Ladegäste wäre dann eine höhere Anschlussleistung erforderlich.
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Bernd » 2. Aug 2012, 01:10

Guten Morgen,

herzlichen Dank für eure Beiträge und Anregungen.

Zum Kupfer habe ich hier einen interessanten Bericht gefunden, der auch einige Nachteile (abgesehen von der geringeren Leitfähigkeit) wie das Lösen der Schraubverbindungen mit der Zeit und Korossion der Aderenden beschreibt:
http://www.kupfer-institut.de/front_fra ... 1&client=1

Ich werde mich wahrscheinlich für die 40 Meter zur Garage (liegt komplett in Kabelkanal und 125er PP-Rohr, wäre also noch realtiv einfach zu tauschen) für 10mm² Kupfer entscheiden.

Viele Grüße

Bernd
 
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von ManuaX » 2. Aug 2012, 07:30

@ Ulli

Du hättest auch mal gleich dazuschreiben kommen das du für deine Externe vom haus unabhängige stromversorgung in der Garage aktuell eine ca. 100 kW (69kW ?) Leitung hast und sogar Planst auf 250kW aufzurüsten.
Würdest du uns bitte noch mal erzählen welche kosten da anfallen?
- Erdarbeiten € pro m
- Behötgen gebühren
- Material gebühren
- Stromversorger gebühren (zähler gebühren)
- Sonstige gebühren

Was kostet es ein 3 x 25A Haus/Wohnungsanschluß hochsetzten zu lassen von der Stadt-/Werken? Zb. auf 35A (50A) [63A] ...
Und welche Gebüren/ Kosten man da erwarten kann.

@ Bernd
Kabel Querschnitt.png
Kabel Querschnitt.png (235.92 KiB) 630-mal betrachtet

Der Querschnitt reicht bei 40m Länge noch für 32A wegen Spannungsabfall.

gruß ManuaX
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Re: Wird bald 63A Drehstrom nötig sein?

von Thorsten » 2. Aug 2012, 11:11

Ich habe die Verkabelung zu meinem Garagenanschluss direkt auf 63 Ampere ausgelegt. D.h. in meiner Garage sitzt an der Wand eine 63A-Dose, darin steckt ein 63A>32A Adapter und daran hängt der UMC. Wenn für den Roadster oder auch ein anderes E-Auto eine größere Amperezahl erforderlich ist, müsste meine Leitung das (hoffentlich) mitmachen.

Bei einer Neuinstallation würde ich das grundsätzlich empfehlen. So ist die Verkabelung für zukünftige Anforderungen gerüstet.

Grüße
Thorsten
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