Strom-Flatrate / SonnenCharger

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Strom-Flatrate / SonnenCharger

von Fusion » 28. Feb 2018, 14:54

Ich beobachte die sonnen GmbH schon seit einigen Jahren. Hatte mir mal die Angebote angesehen als es um die Entscheidung ging ob und welchen Speicher ich mir mit meiner 2. PV Anlage anschaffen wollte.
Ich kann nur jedem stark von sonnen abraten! Deren Geschäftsgebahren ist absolute Bauernfängerei und unseriös. Die Hotline macht bewusst falsche bzw. unklare Aussagen die erst bei konkreter Nachfrage korrigiert werden, die ganzen verkaufsfördernden Aktionen sowie die sonnenFlat werden absichtlich irreführend vermarktet, usw. Unterm Strich geht es der sonnen nur um eins: Speicher verkaufen und damit Kohle machen.
Geschenkt bekommt da keiner was. Die Bedingungen für die sonnenFlat (die ja u.A. auch Voraussetzung für den Charger ist) sind immer so gewählt dass man da definitiv nicht annähernd an die beworbenen Strommengen kommt. Für die 8MWh flat z.B. musst du dir erst mal für ca. 14-15k€ einen Speicher ins Haus stellen und dann mind. eine 9,5 kWp PV aufm Dach haben. Egal wie hoch dein Stromverbrauch nun ist (und ich würde mal behaupten bei einem Haus dass genug Fläche für 9,5 kWp hat reden wir hier nicht von einem 100m² Häusle), von den flat Paketen geht immer als erstes dein Eigenverbrauch ab, dass was dann noch übrig bleibt dass bekommst du dann "umsonst" für die 30€/Monat aus der Cloud. Sowohl der Speicher als auch der sonnenCharger sind aber darauf ausgelegt deinen Eigenverbrauch zu erhöhen und damit die Stromlieferung aus dem Netz zu reduzieren (und damit die Kosten von sonnen).
Das sonnen nun mit "Gratisstrom" für das eAuto wirbt ist meiner Meinung nach schon eine bewusste Falschaussage... Im Kleingedruckten dann einfach mal anzunehmen "die 8MWh verbraucht ihr ja eh nicht, die verbleibenden 3MWh die du sonst verschenkt hast kannst du nun in dein Auto schieben" ist schon ziemlich dreist.
Und der Witz an dem Ganzen... sonnen könnte in der Tat den Strom für´s Auto kostenlos anbieten. Wären genug "smarte" Charger von denen im Umlauf könnten sie unsere Autos zu einer Art Superbatterie zusammen schließen und das den Netzbetreibern als netzstabilisierende und entlastende Dienste "verkaufen". In den Peak-Zeiten, wenn viel zu viel Strom über Sonne und Wind produziert wird, kostet der sonnen 0 Cent bzw. evtl. bekommen sie sogar noch Geld wenn sie den Strom aus dem Netz nehmen. Funktioniert natürlich nur für Autos die tagsüber geladen werden. Aber auch das sollten einige sein. Aber anstatt es so zu machen wird es lieber so positioniert dass man mehr Batterien verkaufen und die flat Pakete durch mehr Eigenverbrauch entlasten kann.
Also rein auf Kohle scheffeln optimiert. sonnen ist ein reiner Wirtschaftsbetrieb mit einer tollen Marketingabteilung und kein Weltretter wie sie sich immer gerne hinstellen.
 
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Re: Strom-Flatrate / SonnenCharger

von Wassermann » 28. Feb 2018, 15:27

Vielen Dank für deine klaren Worte. Ich sagte ja schon, dass ich den Markt nicht kenne und mir das Angebot von Sonnen (vorsichtig gesagt) fragwürdig vorkommt. Wenn ich irgendwo was von "kostenlos" oder "geschenkt" lese, werde ich grundsätzlich hellhörig. Offenbar hat mich mein Gespür hier nicht getäuscht.
Grüße vom Chris

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Re: Strom-Flatrate / SonnenCharger

von conCeptO » 9. Mär 2018, 17:35

Ich als sonnenKunde möchte dann doch mal mit ein paar schlichtweg falschen Behauptungen der Vorredner aufräumen.
Ich selbst falle genau in die Kategorie die eigentlich von der sonnenFlat8000 + Charger profitieren würde.
Leider bin ich kein Neukunde mehr, allerdings überzeugter sonnenFlat Kunde. Und das rechnet sich sehr wohl bei mir. Dazu aber gleich mehr.
Zunächst einmal muss ich den absolut überzeugenden KundenService bei sonnen loben. Da sitzen kaum Anfänger, sonder technisch durchaus versierte Menschen die mir stets weitehelfen konnten und mir stets das Gefühl gaben an der Energiewende wirklich proaktiv teilzunehmen. Ich gebe zu das Marketing der Firma ist durchaus provokativ.. Wer unsere heutige Zeit allerdings kennt weiß dass Pionier Arbeit nun mal nicht ohne weiteres auffällt.

Ich verstehe dass hier die Wirtschaftlichkeit angezweifelt wird. Allerdings sollte zu Beginn der Frage immer noch die Überlegung stehen ob ein Stromspeicher überhaupt angeschafft werden sollte. Falls hier ein ja fällt kommt man um sonnen fast nicht herum.
Ich verbrauche ca. 6200kWh im Jahr. Habe eine 9 kwp Anlage auf dem Dach die ca. 9800 kWh im Jahr erzeugt.
Und ich bin sonnenFlat 6750 Kunde.
Ich habe mich also für einen 10 kWh Speicher entschieden.
Ohne Speicher hatte ich eine Autarkie von ca. 40%. Sprich ca. 2500 kwh habe ich selbst verbraucht.
Mit Speicher bin ich jetzt knapp bei 75%. Das heißt 4600/6200 kommen von meiner eigenen PV.
Restbezug aus dem Netz 1400 kWh. Sprich 370 € + Grundgebühr = 470 €
Bei Sonnen mit der Flat: 240 € Kosten
Das heißt ich spare mir tatsächlich 230€ im Jahr . Und hätte ja quasi noch 500 kWh die ich drüber beziehen könnte.
Die Einspeisevergütung für jede kWh die ins Netz läuft bekomme ich von sonnen. Ich bin in die Direktvermarktung zu sonnen gewechselt.

Jetzt wo ich kurz vor der Anschaffung eines E-Fahrzeugs stehe, überlege ich in die sonnenflat 8000 zu wechseln. Charger muss ich leider bezahlen. Aber dafür dass ich das intelligente Lademanagement von sonnen mit App Smart Mode etc bekomme, ist es mir das wert.

Des Weiteren wird von allen Vorrednern komplett vergessen dass die sonnenCommunity und die bevorstehende Präqualifikation von sonnen für den Regelenergiemarkt das Einzige Produkt auf dem Markt derzeit ist, was:

- das Stromnetz entlastet
- sauberen Strom in der Community verteilt
- und sich nicht auf die Abzocke des grün Waschens einlässt.

-> Ich verstehe die Aufregung um den Charger, da die Message hier Personen anspricht die sich über einen Speicher noch nie Gedanken gemacht haben. Sollten Sie allerdings vor der Überlegung der Anschaffung einer PV+Speicher stehen ist das Konzept sehr wohl schlüssig und bisher einzigartig.

Falls Fragen bestehen biete ich mich gerne an die sonnen Mysterien aufzuklären ;-)

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Re: Will unbedingt Model S mit Überschuss von PV laden, nur

von OS Electric Drive » 24. Apr 2018, 09:45

Gerade bei Sonnen gilt Vorsicht bei den Versprechen. Sonnen ist nach meinem Stand nicht präqualifiziert und kann somit auch keinen Strom handeln. Es ist daher äußerst unwahrscheinlich dass man in der Nacht PV Strom von jemand anderem bekommt. Da Sonnen so oder so einen großer Fehler bei der Auslegung der Systeme macht sind die meisten PV Anlagen die von Sonnenverkäufern ausgelegt wurden so oder so zu klein.
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Re: Strom-Flatrate / SonnenCharger

von OS Electric Drive » 24. Apr 2018, 09:58

conCeptO hat geschrieben:Ich als sonnenKunde möchte dann doch mal mit ein paar schlichtweg falschen Behauptungen der Vorredner aufräumen.
Ich selbst falle genau in die Kategorie die eigentlich von der sonnenFlat8000 + Charger profitieren würde.
Leider bin ich kein Neukunde mehr, allerdings überzeugter sonnenFlat Kunde. Und das rechnet sich sehr wohl bei mir. Dazu aber gleich mehr.
Zunächst einmal muss ich den absolut überzeugenden KundenService bei sonnen loben. Da sitzen kaum Anfänger, sonder technisch durchaus versierte Menschen die mir stets weitehelfen konnten und mir stets das Gefühl gaben an der Energiewende wirklich proaktiv teilzunehmen. Ich gebe zu das Marketing der Firma ist durchaus provokativ.. Wer unsere heutige Zeit allerdings kennt weiß dass Pionier Arbeit nun mal nicht ohne weiteres auffällt.

Ich verstehe dass hier die Wirtschaftlichkeit angezweifelt wird. Allerdings sollte zu Beginn der Frage immer noch die Überlegung stehen ob ein Stromspeicher überhaupt angeschafft werden sollte. Falls hier ein ja fällt kommt man um sonnen fast nicht herum.
Ich verbrauche ca. 6200kWh im Jahr. Habe eine 9 kwp Anlage auf dem Dach die ca. 9800 kWh im Jahr erzeugt.
Und ich bin sonnenFlat 6750 Kunde.
Ich habe mich also für einen 10 kWh Speicher entschieden.
Ohne Speicher hatte ich eine Autarkie von ca. 40%. Sprich ca. 2500 kwh habe ich selbst verbraucht.
Mit Speicher bin ich jetzt knapp bei 75%. Das heißt 4600/6200 kommen von meiner eigenen PV.
Restbezug aus dem Netz 1400 kWh. Sprich 370 € + Grundgebühr = 470 €
Bei Sonnen mit der Flat: 240 € Kosten
Das heißt ich spare mir tatsächlich 230€ im Jahr . Und hätte ja quasi noch 500 kWh die ich drüber beziehen könnte.
Die Einspeisevergütung für jede kWh die ins Netz läuft bekomme ich von sonnen. Ich bin in die Direktvermarktung zu sonnen gewechselt.

Jetzt wo ich kurz vor der Anschaffung eines E-Fahrzeugs stehe, überlege ich in die sonnenflat 8000 zu wechseln. Charger muss ich leider bezahlen. Aber dafür dass ich das intelligente Lademanagement von sonnen mit App Smart Mode etc bekomme, ist es mir das wert.

Des Weiteren wird von allen Vorrednern komplett vergessen dass die sonnenCommunity und die bevorstehende Präqualifikation von sonnen für den Regelenergiemarkt das Einzige Produkt auf dem Markt derzeit ist, was:

- das Stromnetz entlastet
- sauberen Strom in der Community verteilt
- und sich nicht auf die Abzocke des grün Waschens einlässt.

-> Ich verstehe die Aufregung um den Charger, da die Message hier Personen anspricht die sich über einen Speicher noch nie Gedanken gemacht haben. Sollten Sie allerdings vor der Überlegung der Anschaffung einer PV+Speicher stehen ist das Konzept sehr wohl schlüssig und bisher einzigartig.

Falls Fragen bestehen biete ich mich gerne an die sonnen Mysterien aufzuklären ;-)

ConCeptO


Genau, du schaffst mit Deinem 10kWh Speicher ca. 2100kWh zusätzlicher EV. Dabei darfst Du natürlich nicht vergessen dass der Speicher nicht verlustfrei arbeitet und Du damit ca. 2500kWh weniger einspeisen kannst.
In den ersten 5 Jahren sieht die Rechnung dann also so aus.

300€ weniger Vergütung
460€ weniger Strombezugskosten
-----------
160€ Vorteil durch Speicher.

Nach 5 Jahren
300€ weniger Vergütung
588€ weniger Strombezugskosten
-----------
288€ Vorteil durch Speicher.

In 15 Jahren Lebensdauer kommt somit 3.680€ Vorteil durch den Speicher zusammen der hat wie viel gekostet?

Jetzt kaufst Du noch 1600kWh Strom für 240€ ein macht also 15Ct /kWh oder aber eine Ersparnis von ca. 160€ im Jahr.

=> 15*160+3680€=6.080€ Steht wohl noch immer ein dickes Minus unterm Strich. Wer glaubt dass die Leute bei Sonnen nicht rechnen können sollte das mal schnell überdenken.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
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Re: Strom-Flatrate / SonnenCharger

von blackiii2000 » 24. Apr 2018, 10:14

@ OSED
Ich habe auch eine sonnenbatterie zuhause. Deiner Rechnung kann ich voll zustimmen. Die Hersteller lassen bei Ihrer Amortisationsberechnung fast immer die "verlorene" Einspeisevergütung weg. Ich habe bei mir mit real Daten eine frühesten Zeitpunkt von ca. 20 Jahren errechnet.
Model ≡ reserviert :)
 
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