Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von OS Electric Drive » 21. Feb 2018, 18:46

bash_m hat geschrieben:Ich werfe jetzt mal nur als Beispiel das in den Raum:
https://sumup.de/kosten-kartenzahlung/?prc=EU39AIR

Das Terminal kostet akutell 39€ und die Gebühren währen pro kWh bei unter 1Cent.
Das ist nur ein Beispiel und zeigt zumindest mir, dass es möglich ist eine Kredit-/Girokarten Abrechnung kostentechnisch anzubieten.
Man würde mit Sicherheit einen Hersteller finden, der das ganze "Wind und Wetter" tauglich hinbekommt.
Man könnte ja vorher eine kWh Menge im Voraus bezahlen und genau diese Menge an Strom würde dann fließen.

Ich habe aber das Gefühl, dass das leider nicht gewollt ist. Es ist mittlerweile ein Geschäftsmodell Grundgebühren für Ladesäulen zu verlangen, aufgrund von aufgeblähten Server Backend Strukturen im Hintergrund. So ein EC Terminal würde das obsolet machen. Manche Hersteller reicht es nunmal nicht mehr aus nur an der Ladesäule Geld zu verdienen...


Ich bin mir sicher, dass es da einen Haken gibt. Entweder fließen da Gebühren je Abbuchung oder es kommen andere Gebühren dazu . Ich glaube nicht, dass Ladesäulen Hersteller das nicht wollen, das Problem ist die Summe der Anforderungen. Es geht auch immer um die rechtliche Frage, wer was genau anbietet. Es ist wirklich nicht so einfach wie sich das manche vorstellen.
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Wim » 21. Feb 2018, 19:20

die von mir weiter oben beschriebene "max 25€ berührungslose ec-kartenzahlung" funktioniert stabil an tausenden zahlpunkten tausende male pro tag.

ich unterstelle mal, dass die "gebühren" der dienstleister gut einpreisbar sind und die technische basis aus den kinderschuhen raus ist.

@osed
wo siehst du bei dem verlinkten angebot einen haken?
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Stackoverflow » 21. Feb 2018, 19:20

Ich fänd es sehr hilfreich, wenn wir einmal die Anforderungen _aus Verbrauchersicht_ sammeln könnten. Und zwar mit dem Ziel, dass wir JeanSho damit unterstützen können - und er letztlich uns, wenn er demnächst(?) mit dem Verbraucherschutz in Kontakt tritt.

Bitte gern die Liste ergänzen und korrigieren. Hier mal mein Versuch:
Als Verbraucher möchte ich...:

- Energie über eine Ladesäule beziehen ("Leistung")
- Der Preis für den Bezug der Leistung soll unabhängig von der Wahl des Zahlungsmittels erfolgen (heißt: gleiche Tarife egal welches Zahlungsmittel)
- Der Preis für die Energie, die bezogen werden kann, ist in "€ pro kWh inkl. gesetzl. MwSt." auszuweisen
- Fällt eine zeit-basierte Komponente an, so ist diese gesondert in "€ pro inkl. gesetzl. MwSt." auszuweisen
- Vor dem Ladevorgang möchte ich als Verbraucher die so ausgewiesenen Preise bestätigen
- Da eine Rücknahme der empfangenen Leistung nicht möglich ist, steht der Leistungs-Anbieter in der Pflicht, die Leistung zu dem zuvor angezeigten Preis über das gewählte Zahlungsmittel zu verkaufen


Ist nur ein Versuch und ich kenne mich mit den rechtlichen nicht Aspekten aus; ich hoffe aber, es bringt uns trotzdem etwas weiter. :)
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Healey » 21. Feb 2018, 19:36

Wim hat geschrieben:ja, wir hatten es schon einmal. ich muss es trotzdem nochmal vorbringen:

bei den üblichen strompreisen bewegen wir uns pro vollladung bei welcher maximalsumme? 25€?

das geht an jeder aldi-kasse per "handelsüblicher" bankkarte berührungsfrei. mein konto wird direkt belastet. ich kann das zügig auf meinem konto sehen (minuten). ich kann widerspruch einlegen. die bank akzeptiert meinen einspruch. risiko also bei der bank.

DAS muss doch technisch (einfach?) auch an ladesäulen umsetzbar sein?


Für mich die sinnvollste, einfachste, schnellste und sicherste aller Varianten. In Österreich ist das seit ein zwei Jahren praktisch überall möglich: Bäcker, Supermarkt, Lokale, Parkscheine, Parkhäuser, Tankstellen, Kino, diverse Automaten...

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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von OS Electric Drive » 21. Feb 2018, 20:25

Ich denke nicht, dass ein Ladesäulen Betreiber irgend etwas davon hat ein Zahlungsmittel nicht zuzulassen. Ich denke auch dass ein normal denkender Betreiber versucht es so einfach wie möglich zu machen Strom abzusetzen von daher glaube ich, dass die Vorgaben für EC und Co einfach sehr sehr hoch sind.

Worin ich nicht übereinstimme ist, dass jeder an der Säule das gleiche zahlen muss. Ein Shell Karten Inhaber kann an einer Shell Tankstelle auch günstiger tanken als jemand mit EC Karte. Ich denke schon dass Preismodelle auf den Kunden zugeschnitten werden, so wie das beim Mobilfunk auch ist. Der eine will das, der andere jenes...

Nachdem ich die Erfahrung nun zweimal gemacht habe dass falsch abgerechnet wurde kann ich mit Sicherheit sagen, dass das ein Problem sein wird und nur zu selten erkannt wird wegen viel zu intransparenter Preise und Abrechnungen. Die Prozesse sind oftmals so schnell vorbei und man kann die Angaben auch nicht wieder aufrufen im Display / App. Man bekommt auch keine Bestätigung etc.

Für mich ein Zustand der absolut nicht in Ordnung ist.
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Wim » 21. Feb 2018, 21:04

ich hoffe, dass sich die jetzigen ladekarten-abrechnungssysteme zügig vom markt verabschieden.

ob es beim "tanken" von strom unterschiedliche preismodelle geben MUSS bezweifle ich. aktuell will der markt das so. er ist noch im entstehen und es wird viel ausprobiert. ich hoffe , es bleibt etwas übrig, was flächendeckend funktioniert, mit üblichen zahlungsmitteln umgehen kann, personen- und nicht fahrzeuggebunden ist und sowenig wie möglich meine personenbezogenen (und bewegungs-) daten speichert/verarbeitet und irgendwie so abläuft wie beim discounter: an der ware steht der preis, ich will die ware zu diesen preis, ich nutze mein übliches zahlungsmittel, fast zeitgleich gibt es eine kontobewegung auf meinem konto

wenn die geräteaufsteller/serviceanbieter %ual am umsatz beteiligt sind (1% des umsatzes als servicegebühr, eingepreist ???), dann müssen sie zukünftig damit leben, dann ihnen die umsätze an den benzin-/dieseltankstellen wegbrechen. gleichzeitig erhöhen sich die umsätze an den ladesäulen .... vielleicht passiert hier mal etwas
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von OS Electric Drive » 21. Feb 2018, 21:08

Ich denke schon, dass jemand der viele kWh kauft und oft zum Laden kommt einen besseren Preis bekommen soll wie jemand der immer zuhause lädt und nur ein zwei Mal im Jahr die Infrastruktur nutzt. Das wäre nur fair! Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Es sollte nur mit EC oder PayPal gehen. Wichtig ist aber in erster Linie, dass es eine Transparenz gibt und diese gibt es nicht.

Ich habe den Preis vorab geprüft .. 12Ct /Min
Willenserklärung erteilt
Nur per Zufall bin ich auf die Rechnung gestoßen weil ich die Preise mit einer anderen Ladekarte vergleichen wollte. TNM bucht das ab und die Rechnung geht direkt in die BH, so wie die ganzen Handys und Telefonanschlüsse auch.
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Wim » 21. Feb 2018, 21:21

ich geh jeden (na, fast jeden) tag zum bäcker. der schrippenpreis für mich ist identisch zum schrippenpreis des einmal auftauchenden früstücks-handwerkers vor mir in der schlange. ich müsste DEUTLICH mehr brötchen kaufen um eventuell mal über preise verhandeln zu können.

so ähnlich wird das bei den e-autos werden (wenn denn mal viele unterwegs sind). die größte nutzergruppe wird ähnliche fahrleistungen pro jahr haben, wie auch mit ihren ex-verbrennern (20.000km/jahr ???). diese große gruppe wird den einheitspreis akzeptieren. ausreißer nach unten gehen im rauschen unter. ausreißer nach oben können sich gern sonderpreise und abrechnungssysteme basteln/wünschen/verhandeln. ob die dann an JEDER ladesäule das so bekommen müssen? der "shell-sonderkunde" bekommt es ja auch nur an der shell-säule.
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von JeanSho » 21. Feb 2018, 21:33

Stackoverflow hat geschrieben:Ich fänd es sehr hilfreich, wenn wir einmal die Anforderungen _aus Verbrauchersicht_ sammeln könnten. Und zwar mit dem Ziel, dass wir JeanSho damit unterstützen können - und er letztlich uns, wenn er demnächst(?) mit dem Verbraucherschutz in Kontakt tritt.

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- Vor dem Ladevorgang möchte ich als Verbraucher die so ausgewiesenen Preise bestätigen
- Da eine Rücknahme der empfangenen Leistung nicht möglich ist, steht der Leistungs-Anbieter in der Pflicht, die Leistung zu dem zuvor angezeigten Preis über das gewählte Zahlungsmittel zu verkaufen


Ist nur ein Versuch und ich kenne mich mit den rechtlichen nicht Aspekten aus; ich hoffe aber, es bringt uns trotzdem etwas weiter. :)


Danke. Ist notiert
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Re: Falsche Abrechnung von Ladevorgängen über Hubject

von Wim » 21. Feb 2018, 21:40

in der verarbeitungskette so wenig möglich "teilnehmer" und so wenig wie möglich datenspuren personenbezogener daten.
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