Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Aug 2017, 14:28

Bestes Beispiel IKEA... Tausende Parkplätze vier Ladeplätze. Wie soll das gehen hier hunderte Plätze aufzustellen?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von r.wagner » 24. Aug 2017, 15:47

[Vision]
das beste Laden ist gar nicht Laden. Ich denke, dass die Lösung (in einigen Jahren von heute - klar!) so aussieht, dass das Auto sich selbst um die Energieversorgung kümmert - völlig transpartent. Sei es durch induktive Parkplätze oder Fahrspuren oder als autonomes Fahrzeug. Es wird nicht mehr Aufgabe des Fahrers bzw. der transportierten Person sein, sich darüber irgendwelche Gedanken machen zu müssen.
[/Vision]
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von inspirED » 24. Aug 2017, 17:24

OS Electric Drive hat geschrieben:Bestes Beispiel IKEA... Tausende Parkplätze vier Ladeplätze. Wie soll das gehen hier hunderte Plätze aufzustellen?

Es geht doch nirgendwo einfacher, als ausgerechnet bei Ikea.
Wenn man extra ausgewiesene überdachte "Premiumparkplätze" mit kurzen Wegen mit einem €2,- "all you can charge" Angebot kombiniert, so ist das doch perfekt um den Kunden relaxt noch ein paar Extrarunden durch die Ausstellung drehen zu lassen.

Wenn man es elegant machen will garantiert man nur eine Mindest-Ladeleistung, die bei Teilbelegung des Parkplatzes über Lastmanegement stufenweise freigegeben werden kann.
Technisch kein Hexenwerk und gerade in einer Parkgarage vergleichsweise günstig zu realisieren.

Klappt natürlich nicht mit >=350kW HyperChargern, deren Notwendigkeit ich irgendwann flankierend durchaus auch sehe, aber die wären dort ja auch reichlich deplaziert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Aug 2017, 18:19

r.wagner hat geschrieben:[Vision]
das beste Laden ist gar nicht Laden. Ich denke, dass die Lösung (in einigen Jahren von heute - klar!) so aussieht, dass das Auto sich selbst um die Energieversorgung kümmert - völlig transpartent. Sei es durch induktive Parkplätze oder Fahrspuren oder als autonomes Fahrzeug. Es wird nicht mehr Aufgabe des Fahrers bzw. der transportierten Person sein, sich darüber irgendwelche Gedanken machen zu müssen.
[/Vision]


Das ist so wahrscheinlich wie die Eröffnung des BER 2015. Solche Investitionen wird es nicht geben...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Aug 2017, 18:21

inspirED hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Bestes Beispiel IKEA... Tausende Parkplätze vier Ladeplätze. Wie soll das gehen hier hunderte Plätze aufzustellen?

Es geht doch nirgendwo einfacher, als ausgerechnet bei Ikea.
Wenn man extra ausgewiesene überdachte "Premiumparkplätze" mit kurzen Wegen mit einem €2,- "all you can charge" Angebot kombiniert, so ist das doch perfekt um den Kunden relaxt noch ein paar Extrarunden durch die Ausstellung drehen zu lassen.

Wenn man es elegant machen will garantiert man nur eine Mindest-Ladeleistung, die bei Teilbelegung des Parkplatzes über Lastmanegement stufenweise freigegeben werden kann.
Technisch kein Hexenwerk und gerade in einer Parkgarage vergleichsweise günstig zu realisieren.

Klappt natürlich nicht mit >=350kW HyperChargern, deren Notwendigkeit ich irgendwann flankierend durchaus auch sehe, aber die wären dort ja auch reichlich deplaziert.


Na dann los... Da lauert ein mega Geschäft kostet nur unendlich viel Geld und Trafo Stationen... Und an einen Dienstag morgen braucht es keiner...

Die Lösung geht eigentlich nur über schnelle Ladesäulen
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von r.wagner » 24. Aug 2017, 18:44

OS Electric Drive hat geschrieben:
r.wagner hat geschrieben:[Vision]
das beste Laden ist gar nicht Laden. Ich denke, dass die Lösung (in einigen Jahren von heute - klar!) so aussieht, dass das Auto sich selbst um die Energieversorgung kümmert - völlig transpartent. Sei es durch induktive Parkplätze oder Fahrspuren oder als autonomes Fahrzeug. Es wird nicht mehr Aufgabe des Fahrers bzw. der transportierten Person sein, sich darüber irgendwelche Gedanken machen zu müssen.
[/Vision]


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Ähnliches hat Berta Benz wahrscheinlich auch von Ihren Zeitgenossen gehört, als sie Ihr Benzin in der Apotheke gekauft hat.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von tripleP » 24. Aug 2017, 19:09

OS Electric Drive hat geschrieben:Die Lösung geht eigentlich nur über schnelle Ladesäulen


Das sehe ich auch so. (Und Home-und Arbeitsortladung).

Vor allem könnte bei sehr schnellen Ladern viel Strom in kurzer Zeit verkauft werden.
Man stelle sich vor: 200kW Ladeleistung, dann machen wir 100kWh pro Stunde und das 12h am Tag = 1200kWh/Tag und x 365 = 438'000kWh/Jahr. Das x 0.3 Euro = 131'400 Euro Umsatz in einem Jahr mit einer Säule.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Aug 2017, 19:42

r.wagner hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:
r.wagner hat geschrieben:[Vision]
das beste Laden ist gar nicht Laden. Ich denke, dass die Lösung (in einigen Jahren von heute - klar!) so aussieht, dass das Auto sich selbst um die Energieversorgung kümmert - völlig transpartent. Sei es durch induktive Parkplätze oder Fahrspuren oder als autonomes Fahrzeug. Es wird nicht mehr Aufgabe des Fahrers bzw. der transportierten Person sein, sich darüber irgendwelche Gedanken machen zu müssen.
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Das ist so wahrscheinlich wie die Eröffnung des BER 2015. Solche Investitionen wird es nicht geben...


Ähnliches hat Berta Benz wahrscheinlich auch von Ihren Zeitgenossen gehört, als sie Ihr Benzin in der Apotheke gekauft hat.


Das war die Zeit der Gründer, wo Bosch und Siemens, Daimler und Co entstanden... Diese Zeit ist längst vorbei, da konnte man Atomkraftwerke bauen, Stromautobahnen und ganze Fluren bereinigen... Versuch das heute mal...

Das ist eine andere Zeit... Massive Eingriffe wird es nicht mehr geben... Dazu ist die Verschuldung viel zu hoch .. Und es dauert viel zu lange...Hunderte verschiedener Systeme... Das ist einfach nicht realistisch...

Realistisch ist aber, dass man einen Container kaufen kann, idem ein Fetter Akku, Fette Lader ein Trafo eine Messung und Abrechnung drin ist und den kann man quasi überall aufstellen wo es 20kV gibt... Das ganze ginge dann vermutlich für sagen wir mal 300.000-500.000€€ über den Tisch... 300kWh Akku und 4*350kW Lader... Ein 800kVA Trafo und gut ist...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von olbea » 24. Aug 2017, 20:40

OS Electric Drive hat geschrieben:Die Lösung geht eigentlich nur über schnelle Ladesäulen


Das sehe ich anders. Wir brauchen einen Mix aus Schnell- und Destiation-Ladern.
Was wir nicht brauchen, sind mittelschnelle oder langsame Lader die dort stehen, wo man nicht parkt.
Destination Lader sind für mich auch Arbeits- und Heim-Lader.
80% meiner Ladevorgänge mache an meinem HomeCharger.
Langstrecke mit SuC machen 15% aus und weitere 5% an Ladesäulen und DeC.
Ohne die von mir genutzten DeC wäre es aber zu mühselig.
Warum soll ich kurz vor dem Ziel noch mal 20 - 40 Minuten an einem SuC laden und dann auf der Rückfahrt nochmal? Vor allem, wenn ich mit einem DeC ohne SuC auskomme.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Stackoverflow » 24. Aug 2017, 21:00

Also hier einmal ein Anti-Konzept:
In Hamburg werden zwar eine ganze Menge öffentliche Lade-Stationen errichtet, aber.......!!

Nehmen wir mal das Beispiel der neuen aus Hamburg Osdorf:
* Die Buchten sind viel zu klein. Ein Tesla MS wird nicht hineinpassen
* Ich habe sie in einem glücklichen Moment erwischt, als sie mal nicht "fremd beparkt" wurden
* Angeblich sollen noch alle Flächen blau gestrichen werden. Ich habe so eine Ladestation in Hamburg noch nicht gesehen
* Jetzt der Knaller: Die Haltedauer max. wurde just überklebt: Statt 2 Stunden wie auf den regulären Verbrenner-Parkplätzen ist nur eine Stunde erlaubt!

Die Hintergründe zum letztem Punkt sind mir nicht wirklich klar. Möchte man erreichen, dass der "Durchsatz" an potentiellen Nutzern erhöht wird, getreu der (dämlichen) Argumentation: Zu den Geschäftszeiten können doppelt so viele Autos dort laden? Möchte die Stadt so verhindern, dass mehr Ladestationen errichtet werden müssen? Möchte man Verbrenner-Pennern die Parkplätze weniger attraktiv machen?...

Als ich das sah, ging mir nur durch den Kopf, welche Bürokraten diesen Streich wohl verbrochen haben möchten. Jedenfalls dürften sie nicht wissen, dass man in 1 Std. wohl kaum den Akku um mehr als 100km laden kann.

PS: Sorry dafür dass das Bild falsch herum ist... musste schnell gehen da ich auf der Straße stand :)
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