Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 4. Nov 2017, 15:45

Bin mir sicher das mit Ausweitung der Zulassungszahlen mehr Auswahlmöglichkeiten an Ladeströmen geliefert werden. Die Logistik für 20 Nudelsorten im Supermarkt ist aufwendiger als 3 verschiedene Stecker fürs laden anzubieten. Das Elektroauto muss eben aus der Nische (< 1 Prozent) kommen. Und der Weg ist am einfachsten, wenn

1. Arbeitgeber
2. Discounter
3. Mietsgaragen
4. Hotels

als erstes mitziehen.

Der Rest bekommt dann eine Eigendynamik. Ob wir dann AC oder DC oder gott was laden, ist letztlich völlig Banane.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 4. Nov 2017, 16:06

harlem24 hat geschrieben:Es geht nicht darum, sich überall den Akku vollzumachen, sondern nur dass man die benötigte Reichweite wieder holt.


Genau das ist der größte Irrtum ever! Der Tesla 100er Fahrer mag dem zustimmen... der lädt zur Gaudi am Flughafen paar KM nach. Und der ZOE Fahrer, der Leaf 24/30 Typ? Wer sagt das 50 KM am airport laden ausreicht? Wohnen alle in der Einflugschneise eines Flughafens? Baulich werden wir nie was anderes sehen, als 40 kWh im unteren Segment und 70+ im oberen Segment. Den Akku gilt es meist/oft bei 90 Prozent zu halten. Mit 22 kwh im ZOE hab ich es früher im Winter gerade so von Tübingen nach Stuttgart airport (und retour OHNE Lademöglichkeit) geschafft - wer DANN daheim keine 22 kW hat, der kann den Wagen für 12 Stunden danach vergessen!!! Und in Tübingen sieht man fast schon die Typenschilder vom Airbus der gerade landet! Die Denke, paar KM nachzuladen kannste knicken. Aber mal richtig.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Nov 2017, 16:47

Das sehe ich ein wenig anders @Ralf denn Du gehst davon aus dass die Ladeinfrastruktur die gleichen Betriebsstunden hat und die gleiche Energiemenge abgegeben wird.

Da hier einige sehr sarkastische Beiträge schreiben aber wohl noch nie EXCEL verwendet haben in ihrem Leben ist es halt schwer den Sachverhalt auf Grund von Fakten zu erörtern.

Wie schon gesagt morgen Schließt der Freizeitpark in Tripsdrill bis Ostern. Dort kommen Leute weit angereist. Dort gibt es keine einzige Ladesäule. Dort müsste nun ein großer Ladepark entstehen der Unsummen an Geld verschlingt und dann eben nur in den Sommerferien und am Wochenende genutzt werden kann. Trotzdem ist es so, dass an Tagen wie Pfingsten je nach Wetter die Autos sogar bis auf die Straße parken. Die ganze Diskussion erinnert mich immer wieder an eine perfekte Welt. Und ich kann mich nur nochmals wiederholen ich kenne die Vorzüge des AC Ladens an dem Standort wo ich gerade bin sehr genau! Ich kenne aber sehr sehr viel mehr Menschen denen das einfach zu doof ist ständig irgendwelche Google suchen zu machen, Ladekarten Ladekabel etc zu hantieren. Und das kann ich auch verstehen, denn seit es bei Tesla ein flächendeckendes Netz an SuC gibt lade ich so gut wie nicht mehr an AC Infrastruktur. Warum auch, maximal im Hotel...

Nun meine Frage... Wie viele Säulen müssen im Tripsdrill montiert werden und wie hoch wird die durchschnittliche Auslastung über das Jahr sein. Was macht man mit den ganzen Anschlüssen im Winter wenn niemand kommt? Diese Kalkulation hat noch niemand gemacht, da kommen dann immer nur dumme Sprüche!

Und genau darum geht es bei einem Konzept...

Der eine kommt mit Conrad Preisen und der andere mit anderen Ideen. So einfach ist das aber leider nicht. Ich habe mir das durchgerechnet weil ich dachte das wäre was zum investieren wenn das niemand anders macht... Da kommt aber einfach gar keine Performance rum.

Von daher wäre ich wirklich wirklich dankbar wenn mir jemand zumindest grob aufzeigt wie das Konzept funktionieren soll. Und bitte kommt mir nicht mit Heimlader ... diese sind hier nicht tragfähig!

Das ist aber auch nur ein halböffentliches Thema... Wie schaut es denn mit den öffentlichen Säulen aus... Wie viele werden benötigt ? Was kostet das? Und wie rechnet sich das?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von cko » 4. Nov 2017, 17:57

OS Electric Drive hat geschrieben:Dort gibt es keine einzige Ladesäule. Dort müsste nun ein großer Ladepark entstehen der Unsummen an Geld verschlingt und dann eben nur in den Sommerferien und am Wochenende genutzt werden kann. Trotzdem ist es so, dass an Tagen wie Pfingsten je nach Wetter die Autos sogar bis auf die Straße parken.

Was spricht dagegen, den Verbrennern das Zuparken der Ladesäulen zu verbieten, ihn aber weiterhin das "bis auf die Straße parken" zu erlauben?
Es wird auch in 20 Jahren noch Verbrenner geben, einfach weil einige Autos bis zum Alter von 20 gefahren werden.


OS Electric Drive hat geschrieben:Was macht man mit den ganzen Anschlüssen im Winter wenn niemand kommt?

Und erst mit den ganzen Karussells, die ja viel teurer sind als Ladesäulen?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Nov 2017, 18:22

Tja... Die Fahrgeschäfte müssen zum einen gewatet werden und die kurze Nutzungsdauer ist eben im Preis inbegriffen. Das könnte man auch bei AC Ladung machen aber wo kommt dann der Preis hin? Wenn ich mich mit meinem Automobil auf den Weg mache, dann will ich mit Sicherheit wissen dass ich ankomme und wieder nach Hause komme, keine Abenteuer erlebe und keinen Albtraum beim Preis. Man müsste ja nur mal in der Hektik die Ladesäule im P5 Flughafen verwechseln und denkend das kostet nichts und dann erlebt man sein blaues Wunder nach drei Tagen Kurztrip...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Dornfelder10 » 4. Nov 2017, 18:52

OS Electric Drive hat geschrieben:Diese Kalkulation hat noch niemand gemacht, da kommen dann immer nur dumme Sprüche!

Und genau darum geht es bei einem Konzept...


In meinen Augen hast Du aber auch keine seriöse Kalkulation für Dein Konzept gemacht. Du vergleichst immer eine grottenschlecht ausgelastete AC-Station gegen eine super ausgelastete HPC.

Außerdem fordert niemand dass es nur AC-Ladesäulen geben darf und keine DC-Schnelladung. Natürlich wird ein Teil der Ladungen, besonders auf der Langstrecke, über schnelles DC laufen.

Ich glaube auch dass es langfristig auf eine reine DC-Infrastruktur rausläuft - aber ich glaube nicht dass deine Argumentation dafür ausschlaggebend ist. Die Punkte die Du immer ansprichst sind eben nicht die Differenzierungsmerkmale zwischen AC und DC. Das es ein Ladekartenfiasko gibt hat nix mit AC/DC zu tun. Dass die Säulen nicht ausgelastet sind ebenfalls nicht.

Auch wenn ich mich wiederhole - der Vorteil der DC-Ladung liegt darin dass das Ladegerät aus dem Auto rausfliegt und dass man damit deutlich flexibler in der Ladegeschwindigkeit wird. Damit wird das Gesamtsystem aus Fzg. und Infrastruktur günstiger. Wenn man nur die Infratruktur entkoppelt betrachtet ist AC oder DC fast schon egal.

Gruß

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Nov 2017, 20:30

Ich sehe das eigentlich auch so... Ich habe schon mehrfach versucht das klar zu stellen... Wir sind ein wenig abgetriftet in dieser Diskussion dass der Lader in Zukunft vermutlich raus fallen wird... Das hat aber in der Tat nichts damit zu tun ob ich an Parkplätzen nun DC oder AC Versorgung aufbaue!
ich spreche sehr viel mit Menschen bezüglich deren Ablehnung zu EV und dort wird sehr häufig eben abgewunken sich immer um die Kabel das Laden etc zu kümmern.
Und wenn ich sehe wie das nun bei Tesla läuft seit die SuC da sind muss ich eben auch zugeben dass mir das viel besser gefällt als die vielen Ladepunkte auszuspähen wo die nun sind, in welcher Etage im Parkhaus etc...

Mir geht es eben um die VERBINDLICHE Mobilität und die kann über Ladesäulen am Parkplatz nur für einen kleinen Teil gewährleistet werden.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von smartgrid » 4. Nov 2017, 20:44

Ich denke, dass in Zukunft (>10 Jahre) alle (halb)öffentlichen Parkplätze/häuser - also auch Firmen - an den meisten Parkplätzen eine Schuko oder einen Campingstecker anbieten. Die Abrechnung wird flat erfolgen, d.h. über das entsprechende Parkticket oder für umme. Vielleicht gibt es bis dahin eine steuerliche Begünstigung für die kostenlose Stromabgabe?

Neben dem Aspekt das Auto aufzuladen wird das Thema dezentrale Pufferspeicher eine immer größere Rolle spielen und für einige EV-Fahrer wird da dann durchaus ein Business Case draus.

Mein Konzept für heute würde also heißen: lieber viele 3,7kW-Stationen anbieten als weniger und teurere 11 oder 22kW-Lader.
Größtes Problem dürfte der Netzanschluss sein - um bei Tripstrill zu bleiben: 500 mal eine Schukodose plus Verkabelung und Sicherungsautomat zu installieren sollte vom Aufwand überschaubar sein? Aber wo bekommt man einen Netzanschluss her, der worst case 3,7 kW x 500 sicher stellt?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Nov 2017, 20:49

Ich habe dem Chef sogar angeboten die Parkplätze zu überdachen und ein paar Ladeplätze aufzustellen... Die haben dafür einfach kein Interesse...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 5. Nov 2017, 11:53

tripsdrill hat eben genau das öffentliche Konzept wie viele andere Örtschlichkeiten auch.... einen oder garkeinen Ladeplatz, dafür drumrum welche (die leider zu extra Pausen führen). Letztlich ist das Beispiel mit dem Freizeitpark das selbe wie mit dem Frankfurter Flughafen. Nicht Anwenderorientiert.
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