Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 2. Nov 2017, 10:45

Weißt Du OSE, so lange Du nur Deine altbekannten Trivialitäten wiederkäust, kann man das immer wieder bestätigen:
- Ja, wir brauchen DC-HPC an AB, Reiserouten und in Ballungsräumen
- Ja, DC-HPC sollten überdacht sein wie Tankstellen, da man ja dort warten muss um den Ladeplatz zu räumen

Wenn Du ab und an ein wenig die Realität ausblendest, kann man das auch noch tolerieren. Denn dass DC-HPC allein nicht reichen werden bei Mio. EV in D, wird wohl kaum jemand bestreiten. Sie sind EINE Voraussetzung für Praxistauglichkeit und Akzeptanz.

Ich weise Dich auch gern immer wieder darauf hin, dass Deine "Milchmädchen"-Berechnung falsch ist und Deine lustige Hypothese vom bald verschwindenden AC-Bordlader (nach Deiner bis jetzt trotz Nachfrage unbelegten Behauptung in China schon im Gange) in Europa nicht mit der Realität übereinstimmt. Aber was soll man nun dazu schreiben?!?
OS Electric Drive hat geschrieben:Das Ladekabel das bei meiner Frau dabei war kann 3,7kW und ist für die Schuko.. Sobald man etwas mehr will braucht man auf jeden Fall ein Ladekabel. Und bei 22kW kostet das locker mal um die 600-1000€

Ist es wirklich zuviel verlangt, mal Google mit "Ladekabel Typ2 22kW" zu füttern?
* 263,03€-299€
* 278€
* 219€
...
Dass Tesla die dreiphasigen 22kW-Wallboxen mit angeschlagenem Kabel teils verschenkt (DeC-Programm), teils für ca. 500€ verkauft, ist Dir als Tesla-Fahrer doch sicher bekannt, oder? Für jemanden, der in jedem zweiten Beitrag betont, dass er seit 7Jahren elektrisch unterwegs ist, finde ich solche Äußerungen also (vorsichtig ausgedrückt) "seltsam".

OS Electric Drive hat geschrieben:Du kaufst also den Lader mit dem Auto mit.. Ob der nun im Auto ist oder außerhalb ist doch egal. Wenn E-Autos billiger werden sollen damit sie endlich mal gekauft werden dann sollten keine tausende Euros für Lader ausgegeben werden müssen.

Interessante Logik, leider nachvollziehbar falsch!
Du willst also den EV zum Durchbruch verhelfen, in dem Du die E-Fahrzeuge um ca. 100-200€ in der Fertigung preiswerter machst - mehr kostet so ein Bordlader den Hersteller nicht. Derzeit verlangen sie allerdings oft noch selbst für die CCS-Schnellladebuchse Aufpreis.
Ohne AC-Bordlader braucht man dann, um daheim zu laden eine DC-Wallbox für 4.300€ (10kW), ab (!) 17.900€ (20kW)! oder man ist gezwungen, an öffentlichen DC-Ladestationen zu Laden ...

Ich kann da für den Kunden nicht wirklich einen Vorteil erkennen und wenn Du meinst, Leistungselektronik wird preiswerter, dann trifft dies bei Millionenstückzahlen von 3,6kW-Lademodulen für die Hersteller noch viel stärker zu als bei hunderten /tausenden DC-Ladestationen, für die der Privatkunde bei Einzelkauf sicher keine tollen Nachlässe bekommt. Auch Parkplatzbetreiber /Firmen werden bei dutzenden /Hunderten Stückzahlen von DC-Ladestellen nur überschaubare Nachlässe erhalten - also steigen auch deren notwendige Investitionen deutlich, wo Du doch jetzt schon ein Problem siehst, ein Geschäftsmodell für AC-Ladung umzusetzen.

Wie sieht die Sache mit dem 100€(3,6kW) oder 200€(11kW) teureren Auto mit AC-Bordlader aus?
- Das Schukoladekabel ist ja schon dabei, um daheim oder auf Arbeit an normalen Steckdosen zu laden - kein Aufpreis
- Die Typ2-Buchse ist auch integriert, für Laden auf Arbeit/Dauerparkplätzen - kein Aufpreis an Ladestellen mit festem Kabel

Lediglich, wenn man daheim bequemer und/oder beschleunigt laden will, kauft man bspw. eine Tesla Wallbox 22kW für ca. 500€ - schon mit Kabel. Ja, auch ein zusätzliches Typ2-Ladekabel (max. 300€) kann für öffentliche Ladesäulen ohne Kabel sinnvoll sein - aber die Preise sind ebensowenig fix wie die der Leistungselektronik. Denn ein Kabel mit zwei Steckern kann auch nur 50€ kosten (oder weniger, wenn es der Hersteller als Standard mitliefert).
Du bist doch immer der Verfechter von TCO "Total Cost of Ownership" und diese sind es doch, die als Argument für EV dienen:
Mit welcher Lösung kommt der Nutzer also günstiger?
Wo muss er für Flexibilität und Komfort am wenigsten investieren?

OS Electric Drive hat geschrieben:Wenn E-Autos billiger werden sollen damit sie endlich mal gekauft werden dann sollten keine tausende Euros für Lader ausgegeben werden müssen.

Wie Recht Du hast!
Daher sollten 11kW Drehstromlader als Standard ab einer gewissen Akkugröße Pflicht werden. Das kostet dann die Auto-Hersteller "Peanuts" und geht im kommenden Preiskampf (der ja derzeit nicht existiert) unter wie es bei Fensterhebern und Klimaanlagen geschehen ist ... Für die tausende Euros für heimische DC-Lader sehe ich dagegen eine solche Entwicklung nicht.

Lass bitte auch die Argumentation mit meinem E-"Auto " beiseite - ich bin doch eh einer der Speziellen aus den 0,5%. Überlege lieber, wie nach und nach die >43Mio. PKW in D praktikabel elektrifiziert werden können, von denen allein ca. 1/3 kleiner ist als ein aktueller VW Golf und für die meisten Nutzer der meistgefahrene PKW ...
Dann kannst Du auch mal in Deine Überlegungen einbeziehen, dass gerade neben 1.000 Schnellladepunkten bis zu 12.000 AC-Ladepunkte gefördert werden - um die Akzeptanz beim Endkunden zu erhöhen.

Wenn autonomes Fahren allgemeine Realität ist und ich für meine individuelle Mobilität einfach zeitweise ein "automatisches" EV miete - dann sieht die Sache wieder anders aus. Aber bis dahin vergehen selbst mit großem Optimismus sicher noch einige Jahrzehnte.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 11:54

Joe-EV hat geschrieben:Ist es wirklich zuviel verlangt, mal Google mit "Ladekabel Typ2 22kW" zu füttern?
* 263,03€-299€
* 278€
* 219€
....


Und damit kannst du dann am einer Steckdose laden... Alter Schwede...ich denke langsam dass du dein Know how nur von Google hast
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 13:58

Ich denke die meisten Tesla Fahrer kennen sich hier aus.

https://shop.mobilityhouse.com/de_de/la ... eMQAvD_BwE

Das Kabel kostet eben ca. 1000€ zzgl 32A Dose.

Nun muss man doch mal 1+1 zusammenzählen... Wie soll denn gerade bei Kleinwagen sich das jemals jemand leisten können? Da kommen zum normalen Auto dann noch der Onbordlader und auch noch ein zusätzlich teures AC Lade Equipment hinzu! Bei großen Autos macht das prozentual nichts aus aber gerade in der kleinen Klasse wird das sehr sehr schwer... Hinzu kommt, dass viele gar keine Lademöglichkeit haben.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 14:42

Weniger E-Autos zugelassen als Im September! Die Zulassungen für E-Autos sind weiter auf einem extrem niedrigen Niveau! Man muss einfach mal reflektieren dass das Konzept E-Auto so wie es gerade aussieht gescheitert ist. Wer das nicht erkennen will der tut mir leid!

Zu kompliziert, zu teuer, zu ungewiss... Das tut sich einfach keiner an! Ich darf gerne nochmals auf die Ergebnisse der Premium Studie aus Nürnberg verweisen! Dort wurde das Auto deutlich schlechter gesehen unter denen die es dann gefahren haben als unter denen die nie damit gefahren sind.

Wenn sich hier nicht wirklich dramatisch schnell was ändert bleiben E-Autos nur ein Schatten der Verbrenner.

Von daher sehe ich für 2018- 2019 folgende Ziele für notwendig

=> Tankstellen die aussehen wie Tankstellen und keine Doppelnutzung mehr als Parkplatz
=> Mindestens 100kW Ladeleistung
=> Mindestens 6 Ladepunkte je Standort eher 10!
=> Entlang der Autobahnen und der Bundesstraßen muss so ein Netz entstehen das eng genug ist!
=> parallel dazu ein Ladenetz ausrollen das Parken und Laden verbindet
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 2. Nov 2017, 15:54

Wofür willst Du Dir einen ICCB kaufen?
Den brauchst Du in Deutschland nur noch in den absoluten Ausnahmefällen.
Renault z.B. liefert gar keinen mehr mit. Dort gibt es nur noch das normale Typ2-Kabel.
Für zuhause reicht, wenn man die Möglichkeit zum Laden hat, eine Bettermann für unter 500€ oder wenn man Connections hat ne Tesla Wallbox zum gleichen Preis.
Vielen Leuten wird auch der mitgelieferte ICCB für die Schuko reichen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 15:59

OS Electric Drive hat geschrieben: Und bei 22kW kostet das locker mal um die 600-1000€ und das Ding macht nur einen Handshake zwischen Lader im Auto und Dose..


Schau mal was ich geschrieben habe... jetzt komm doch mal auf den Kern und nicht auf 100€...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 2. Nov 2017, 16:15

Wie gesagt, wofür zum Teufel willst Du Dir einen ICCB kaufen?
Was verstehst Du nicht daran, dass man dieses Ding im Alltag eigentlich nicht mehr benötigt?
Eine Ladestation für zuhause kostet Geld keine Frage, aber für's öffentliche Laden benötigt man selber nichts anderes wie ein strunzdummes Typ2-Kabel und dass gibt es entweder serienmäßig oder für unter 300€ in der 22kW Variante.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 17:01

Ich habe gesagt dass das laden zuhause Geld kostet und zwar ca 600 bis 1000€ und wer unterwegs auch mit 22 kW außerhalb der öffentlichen Ladesäulen (Hotel etc) laden will braucht halt das Zeug in irgend einer Art.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 2. Nov 2017, 17:03

Heute, vielleicht.
Aber sicherlich nicht als Konzept für die Zukunft, oder?
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Nov 2017, 17:03

So jetzt wird es spannend... Laut EnBW ist die Säule am Flughafen P5 nicht kostenlos wie hier einige behauptet haben und die Einträge in den super GE sind leider falsch!

Ich weiß nicht warum hier immer Geschichten erzählt werden und dann großspurig Leute diskreditiert werden sie zu dumm zum googeln seien
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