Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 22:43

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Du hast vorher geschrieben, dass Dein Geschäftspartner für seinen eGolf, zusätzlich zum Parken, nur für den Strom am Flughafen 80€ bezahlt hat.
Dann zeigt man Dir, dass man für den Strom keinen Cent zahlen muß, jetzt ist Dir das Parken zu teuer?
Komm, jetzt entscheid Dich bitte...
Es ist doch klar, warum die meisten Anbieter auf Zeitabrechnung gehen, Telsa ja eigentlich auch, wenn sie den Strom nicht verschenken würden. Die Eichämter sind, wie Du ja nicht müde wirst zu betonen, aufgewacht und bevor man sich irgendwelche teuren Änderungen an den Bestandssäulen ins Haus holt, wird halt nach Zeit abgerechnet.
Aber auch das ist weder neu noch ungewöhnlich.
Mir sind aktuell nur allego bei den Schnellladern und innogy bei AC bekannt, die rein nach kW abrechnen. Könnte mir aber vorstellen, dass es an der reinen Marktmacht von RWE liegt, dass hier die Eichämter noch nicht gezuckt haben...
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 22:48

Was Du machst ist, Du nimmst eine Plattform die fast keiner kennt! Dort steht irgendwas und ob das stimmt ist gar nicht sicher. Am Flughafen gibt es EnBW Säulen und die werden alle samt nach EnBW Tarif abgerechnet. Wenn dort eine einzige Säule frei von Bezahlung ist so what... In erster Linie würde ich mal schauen wo ich am günstigsten Parken kann weil ich eben nicht davon ausgehe dass ich am Flughafen in Stuttgart 15 verschiedene Tarife habe.
Und zufälligerweise steht diese günstige Säule eben auf dem teuersten Parkplatz... Das relativiert das Thema dann wieder, nicht mehr und nicht weniger!

Aber Du hast ja für jedes Problem eine Antwort und gestehst einfach nicht ein, dass der normale Mensch sich eben um andere Dinge kümmert als die richtige Säule zu finden.
Ich fahre seit fast 7 Jahren EV und habe wirklich sehr viel versucht Ladesäulen zu bekommen. Bei einigen Hotels habe ich es geschafft, bei anderen eben nicht. Ich habe aber keinen Bock überall dort wo ich einmal im Jahr parke eine Diskussion mit irgend einem Manager zu führen um vielleicht dort später mal irgendwann laden zu können.

Ich habe vorhin geschrieben wie die Situation an den SUC mittlerweile ist. Dort laden Tesla Fahrer einfach dort wo es einen Stecker gibt egal wie viel Strom da raus kommt. Das wurde ja nun endlich in der Software berücksichtigt, wird aber bestimmt niemanden interessieren weil sich das nicht jeder vorstellen kann wie das überhaupt funktioniert... Stecker, Steckdose und gut ist...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Ralf Wagner » 26. Okt 2017, 23:01

Bei den neusten ENBW Säulen wird der Tarif im Display der Station angezeigt, wenn man authentifiziert hat - so muss das sein!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 23:03

Was mache ich, wenn ich mich für Elektroautos interessiere?
Ich mach google an und suche danach.
Was passiert dann als erstes?
Genau, Goingelectric.de taucht auf.
Warum taucht es auf?
Weil es das größte deutsprachige Portal zum Thema Elektromobilität ist.
Aber schön, dass Du meinst, dass niemand GE kennt.
Wenn ich jetzt auf die Straße gehe und dort jemanden frage, okay. Aber jemand der sich ernsthaft mit der Anschaffung eines EV beschäftigt wird die Seite mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kennen.
Und ja, meiner und auch der Erfahrung sehr vieler anderer EVler in Deutschland nach sind die Informationen dort, besonders was die Ladestationen angeht, besser als die die die Betreiber/Abrechner selber verteilen.
Wer sich weigert, ein solches Hilfsmittel zu nutzen, der ist selber Schuld und darf sich beim aktuellen Stand des Ausbaus der Infrastruktur nicht wundern, wenn er sich über den Leisten gezogen fühlt.
Die Situation wird sich bei Telsa auf Grund der LSV auch ändern, bin wirklich auf deren Lösung gespannt, denn wenn sie sich für alle anderen öffnen müssen, ist es auch vorbei mit hinfahren, einstöpslen, laden...
Zumindest bei den neuen SuC, die vielleicht noch kommen werden.
Aber es ist doch gut, dass es für die aktuellen Probleme Lösungen gibt. Sie mögen nicht so komfortabel sein, wie die SuC bei Tesla oder das Tanken eines Verbrenners, aber sie können einem das Leben unglaublich vereinfachen.
Wir stimmen aber glaube ich überein, dass es nicht so bleiben kann und wird. Wie genau die Zukunft aussieht, weißt aber weder Du, noch ich. Von daher lassen wir uns überraschen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 23:04

Ralf Wagner hat geschrieben:Bei den neusten ENBW Säulen wird der Tarif im Display der Station angezeigt, wenn man authentifiziert hat - so muss das sein!


Absolut...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 23:09

harlem24 hat geschrieben:Was mache ich, wenn ich mich für Elektroautos interessiere?
Ich mach google an und suche danach.
Was passiert dann als erstes?
Genau, Goingelectric.de taucht auf.
Warum taucht es auf?
Weil es das größte deutsprachige Portal zum Thema Elektromobilität ist.
Aber schön, dass Du meinst, dass niemand GE kennt.
Wenn ich jetzt auf die Straße gehe und dort jemanden frage, okay. Aber jemand der sich ernsthaft mit der Anschaffung eines EV beschäftigt wird die Seite mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kennen.
Und ja, meiner und auch der Erfahrung sehr vieler anderer EVler in Deutschland nach sind die Informationen dort, besonders was die Ladestationen angeht, besser als die die die Betreiber/Abrechner selber verteilen.
Wer sich weigert, ein solches Hilfsmittel zu nutzen, der ist selber Schuld und darf sich beim aktuellen Stand des Ausbaus der Infrastruktur nicht wundern, wenn er sich über den Leisten gezogen fühlt.
Die Situation wird sich bei Telsa auf Grund der LSV auch ändern, bin wirklich auf deren Lösung gespannt, denn wenn sie sich für alle anderen öffnen müssen, ist es auch vorbei mit hinfahren, einstöpslen, laden...
Zumindest bei den neuen SuC, die vielleicht noch kommen werden.
Aber es ist doch gut, dass es für die aktuellen Probleme Lösungen gibt. Sie mögen nicht so komfortabel sein, wie die SuC bei Tesla oder das Tanken eines Verbrenners, aber sie können einem das Leben unglaublich vereinfachen.
Wir stimmen aber glaube ich überein, dass es nicht so bleiben kann und wird. Wie genau die Zukunft aussieht, weißt aber weder Du, noch ich. Von daher lassen wir uns überraschen.


Klar, alle die das nicht machen sind doof... Alle machen das so wie Du... es gibt einfach niemand andren ... Und wen interessiert es eigentlich auf der Welt was 0,1% der dt. Autofahrer machen bevor Sie ein Auto kaufen? Manchmal glaube ich echt, dass viele EVler ein wenig vergessen dass aktuell 99,9% der Autos eben mit Diesel und Benzin fahren... Schau doch mal wie sich Erdgas und Co durchgesetzt hat...

Klar hat keiner eine Glaskugel, aber ich denke man kann mit einem Blick über den Tellerrand sehen kann, dass 99,9% der Leute fahren und dann tanken wenn es erforderlich ist. Dass diese jetzt alle sich ändern halte ich für unwahrscheinlich. Produkte haben sich immer nur dann durchgesetzt wenn sie den Menschen einen deutlichen Mehrwert bieten... Aktuell sehe ich den nur bei Tesla... Ich kann dort hin fahren wo ich hin will und muss mir nur ganz selten Gedanken über den Strom machen. Und selbst das ist für viele meiner Mitfahrer noch zu stressig oder nervig...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 23:17

Da hast Du sicherlich nicht unrecht.
Aber ich glaube, dass wir eher vor noch größeren Umwälzungen was das Auto betrifft stehen werden, wie nur die Elektrifizierung.
Wenn ich mir meine Nichten anschaue, beide Mitte Zwanzig und Führerschein, keine hat ein Auto oder denkt überhaupt darüber nach, sich selber eins anzuschaffen. Die eine lebt im Rheinland, die andere in Franken und dort wird wirklich eher geradelt oder mit dem Bus gefahren.
Ich kann mir vorstellen, dass sie, wenn es irgendwann mal funktionierende Sharingmodelle gibt, sich erst gar kein Auto anschaffen werden.
Bei meiner Cousine, mit Kleinkind und zweitem Baby auf dem Weg, ist es ähnlich. Die wohnt allerdings in Köln und hat das Cambio-Sharing direkt vor der Türe. Die haben sogar ihren Stellplatz mit Lademöglichkeit vermietet.
Es scheint so zu sein, dass die jüngeren Leute viel häufiger einfach keinen Wert auf das Statussymbol Auto legen, egal mit welchem Antrieb.
Ich war so unglaublich froh, als ich mein erstes eigenes Auto besessen habe. Der Sohn einer anderen Cousine macht erst gar keinen Führerschein. Wäre mir nie passiert.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 23:33

Nun das wäre wünschenswert... denn mit dem Auto steht man mehr als dass man fährt... das hat aber weniger was mit dem Ladekonzept zu tun... Das Auto ist ein Bestandteil der individuellen Mobilität und diese muss das Gefühl dieser befriedigen egal ob es jemals in dieser Art eine Anwendung gibt. Mit dem Auto könnte ich wenn ich wollte ....
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 27. Okt 2017, 04:31

OS Electric Drive hat geschrieben:Nochmals zu der P5 Ladestation... ist die von der EnBW? Wie wird dort das Laden gestartet? Woran kann ich anhand einer offiziellen Stelle erkennen dass es kostenlos ist?

P5 hat eine EnBW Säule, richtig. Dort parkt aber immer ein carsharing. Und nebendran sind zwei DoppelLolos mit je 11 und 22 kW die barrierefrei und kostenlos sind! Ich sagte kürzlich schon, das man auch ein System machen kann, das per Parkticket die Säule freischaltet und letztlich auch abrechnen könnte! DAS wäre ein Konzept. Die schnarchlader zahlen 2 Euro/Stunde, die 22 kW Leute eben 5 Euro pro Stunde. Die technische Umsetzung ist ein Witz und die Kosten für solche Anlagen sind überschaubar.

Wer fährt bitte mit einem E-Auto zum Flughafen, fliegt dann 2 Tage oder 2 Wochen weg und benötigt krampfhaft Strom? Du bringst da immerzu extrem Beispiele.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 27. Okt 2017, 04:43

Guillaume hat geschrieben:Es ist also kein Konzept, das Auto genau dann laden zu lassen, wenn man es nicht benötigt und nicht auf Beendigung der Ladung warten muss?
Im Gegenteil ist doch eigentlich die Schnellladung nur ein notwendiges Übel.

Mit einem DeC im Hotel am Urlaubsort benötige ich keinen Schnelllader mehr, da ich mich zu 99% im Aktionsradius des Akkus bewege.
Das gilt für die AC-Heimladung dann genauso wie für andere öffentlichen Ladesäulen.

OS ist der Meinung das sich eine AC Anlage mit 3,6 oder 11 kW (völlig ausreichend beim parken) nicht rentiert, jedoch eine 56.000 Euro teure DC Schnellladung aber auf jeden Fall....

Ein vernünftiges öffentliches Konzept sieht so aus:

3,7 kW Ladung am Hotel (ich möchte KEIN gratis Strom - sondern Verlässlichkeit) würde 2 Euro die Stunde kosten
(oder abgewandelt auch mit einer 11 kW Anlage)

22 kW Ladung am Einkaufszentrum (ich möchte KEIN gratis Strom - sondern Verlässlichkeit) würde 6 - 8 Euro die Stunde kosten
Dort könnte man die 11 kW Säulen (Nicht jeder hat ne ZOE oder einen Doppellader..) und den günstiger Stundenstrompreis auch anbieten.



Die Ladesäule wird über ein Parkticket freigeschaltet und beim bezahlen am Automat retour freigeschaltet und somit auch bezahlt.
Wenn keine Parktickets üblich sind (free parking oder Säulen bei Aldi oder Rewe) dann eben einfach eine NewMotion Anlage. Zu was müssen die Strom verschenken??

Der Betreiber hat das Problem der nervigen kWh Abrechnung nicht!

Der Kunde hätte einen barrierenfreien Zugang zu einem gefüllten Akku. Kein roaming, kein SMS Quatsch, kein RFID etc.

Umsetzbar überall wo Autos parken.

Mit DC Technik wäre das angepasst ebenso möglich.

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