Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von tripleP » 25. Okt 2017, 18:13

Joe-EV hat geschrieben:
Nach Deiner Logik machen übrigens DC 150/350kW-CCS-Schnelllader eigentlich auch keinen Sinn:
- Ampera-e hat (100kW?) CCS serienmäßig, ist aber praktisch nicht käuflich
- Ford Focus hat 50kW CCS serienmäßig, ist aber praktisch nicht käuflich
- nur die wenigsten Japaner haben überhaupt CCS (eigentlich nur Hyundai Ioniq mit 70kW Ladeleistung?)
- Mercedes hat kein CCS
- Smart hat kein CCS
- Tesla hat kein CCS
- Renault Zoe hat kein CCS
- BMW i3 hat CCS nur gegen Aufpreis 50kW
- VW hat CCS nur gegen Aufpreis 50kW
... ;)

Natürlich sind wir uns wohl alle einig, dass die CCS-Schnellladestruktur trotzdem die wichtigste Baustelle ist ...
Logisch wäre ebenso, kommende größere Akkukapazitäten mit dreiphasigen Bordladern zu kombinieren.


CCS müsste in Europa vorgeschrieben werden für die Zulassung.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 19:43

Südstromer MS85 hat geschrieben:Ein öffentliches Konzept ist, was ich fast wöchentlich nutze, mit dem Parkticket die Ladesäule freizuschalten und beim verlassen des Parkhaus einen Pauschalpreis für den Strom zu bezahlen. Als Betreiber hat man damit nullkommagarnix an Aufwand. Der Doppellolo kosten nen Tausender, die Wartung umgerechnet 10 Monat pro Monat und die Installation kann letztlich ein Elektrikerlehrling kurz vor Feierabend noch kurz erledigen...

Das selbe wäre bei JEDEM Arbeitgeber machbar, umsetzbar und langfristig tragbar.

Aber die verteidigst ja viel lieber armdicke Mittellandstromleitungen fürs flotte aufladen von Fahrzeugen die dann den lieben langen Tag rumstehen.

Wie sieht denn DEIN Konzept in der Finanzierbarkeit von so einer DC 150 kW oder 350 kW Ladelösung aus? Ich bin gespannt.


Bevor ich nun zum 100. Mal die Kosten aufliste und sogar bei Innogy bereits klar ist dass Gleichstrom günstiger je kWh ist wäre ich mal dankbar wenn jemand der ständig behauptet was für tolle Konzepte er doch kennt diese mal mit Zahlen untermauert. In Stuttgart in der Hofdiener Garage geht das auch mit einen pauschalen Betrag für die Nutzung der Ladesäule. Die Frage ist, was für ein Geschäft das sein soll wenn ich mit dem 100D dort von 10% auf 100% auflade und das für den gleichen Betrag wie meine Frau den i3 um 15kWh. Das liegt doch auf der Hand, dass das mit steigenden Akku Größen auch keinen Sinn mehr ergibt. Bei vielen kleinen Akkus ist es nicht so schwer eine Mischkalkulation zu machen. Der eine nimmt 12 und der andere eben 20kWh.

Die Frage ist schon warum gerade Tesla Fahrer sich nicht mal die Frage stellen warum Tesla dann so doof war und mit gleich 8 Stalls SUC Standorte aufgebaut hat. Viele hier kennen die Zeit mit dem Model S ohne SUC gar nicht. Und Tesla wurde in Deutschland und auch im Rest der Welt erst so richtig erfolgreich mit der Verbreitung der SUC.

Aber vermutlich ist Tesla ja nur zu doof gewesen die hätten doch nur an jeder noch so beliebigen Stelle DeC aufstellen müssen und hätten damit mit dem gleichen Kapitaleinsatz das gleiche erreicht. Ich sehe am SUC ständig Teslas kommen und gehen und 40-70kWh mitnehmen und an einer Ladesäule gehen vielleicht 20kWh am Tag drüber, dann ist sie schon eine sehr gute Säule!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 25. Okt 2017, 20:57

Mit mehr Autos wird sich der Betreiber sicher auch dazu hinreissen lassen, neben den 4x doppel AC Lolos auch ein oder zwei DC 50 kW Lader hinzustellen für die Leute die mal eben kurz in der Stadt was erledigen wollen und ihren Wagen laden wollen.

Wir müssen e-mobilität nicht zwangsläufig an 1.500 qm2 großen Superchargern an der Autobahn ausmachen!

Es gibt auch ein Leben abseits der Autobahn und dann lade dort mal so eine turbogeile DC Schnitte wie den IONIQ wenn nichts an DC verfügbar ist. Mit 22 kW lädt man da schon mal bei einem üblichen Mittagsdinner und Kaffee danach den Akku voll - mit 3,7 kW grad mal 28 KM....

Und wenn DC wirklich soooo günstig ist, warum kostet dann Stand heute die simpelste DC Säule 16.000 Euro? Und bitte nicht wieder fachsimpeln was später mal sein könnte, das Preise fallen und und und. Das nervt ohne Ende.

Ein durchdachtes öfftl. Konzept muss Tiefgarage/Parkhäuser und den Bereich "Arbeitgeber" auf jeden Fall berücksichtigen. Der sturre Blick auf die Autobahnen ist nicht zielführend. Nimm bitte mal die Tesla Brille (120 kW und Akkus mit 100 kWh) ab. Das entzerrt die ganze Diskussion etwas. Musk sagt ja selbst das die Akku Größe am max. Bereich angekommen ist. Ob der Wagen jetzt in 20 oder in 10 Min. auf 70 Prozent ist doch völlig belanglos. Sorry, so was ich nicht mal ein Posting wert, geschweige eine Diskussion. Das betrifft auch auf Dauer nicht mal 1 Prozent der Bevölkerung. Und ob das finanziel tragbar ist wird sich auch zeigen. Und HIER geht es um ein Konzept für das öffentliche laden. Und die Öffentlichkeit hat sicher andere Probleme als den super dollen 100 kWh Akku in 10 Min. vollzuknallen...

Ein wirklicher Vorteil zwischen einem Tesla mit 85er oder 100er Akku ist recht überschaubar. Der Aufpreis aber extrem. Aber vermutlich hat Tesla GENAU deswegen nur noch einen 75er im Programm. Tesla hat schummeln gelernt.... Das Kind wird erwachsen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 21:27

Wir drehen ums im Kreis... Für mich gibt es einfach dort wo ich gerne bin kaum ausreichend Ladesäulen. Und wenn ich sehe wie lange es in Bönnigheim dauert bis wir eine einzige Säule bekommen ist echt krass.

Es kann ja sein, dass die AC Ladung ihrer Zeit voraus ist und erst kommt wenn wir 10% EVs an den Neuzulassungen sehen.

Ich sehe halt wie es Tesla geschafft hat den Markt zu erobern und das eigentlich kaum mit AC Ladung.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 25. Okt 2017, 22:22

Es redet doch niemand davon, dass HPC wie die SuC unsinnig sind.
Aber man braucht sie halt nur dort, wo Tesla sie gerade aufstellt, nämlich an Autobahnen oder an Stellen, wo es einen sehr hohen E-Fahrzeuganteil gibt.
Warum verteilt Tesla Deiner Meinung nach eigentlich die DeCs, wenn man sie ja angeblich nicht benötigt?
Denn genau das Vorgehen, von Tesla, gesponserter AC-Lader wo man sich lange aufhält und, später zu bezahlender DC dort wo es schnellgehen muß, ist das was Joe und ich die ganze Zeit erzählen.
Sie machen halt beides und das mit einem abartigen Tempo, mittlerweile sollte es über 3000 DeC in Europa geben. Wann haben sie angefangen, die Dinger zu verschenken? Anfang 2016 oder schon 2015?
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 22:50

Die DeC machen EV natürlich komfortabler aber die sind für mich nicht kriegsentscheidend. SUC könnten auch an Bundesstraßen hilfreich sein und viel bewirken.

Ich sehe darin aber kein Konzept
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Guillaume » 25. Okt 2017, 22:57

Es ist also kein Konzept, das Auto genau dann laden zu lassen, wenn man es nicht benötigt und nicht auf Beendigung der Ladung warten muss?
Im Gegenteil ist doch eigentlich die Schnellladung nur ein notwendiges Übel.

Mit einem DeC im Hotel am Urlaubsort benötige ich keinen Schnelllader mehr, da ich mich zu 99% im Aktionsradius des Akkus bewege.
Das gilt für die AC-Heimladung dann genauso wie für andere öffentlichen Ladesäulen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 08:27

Zu einem Konzept gehört für mich auch auf der einen Seite etwas Realismus und auf der anderen Seite auch die Finanzierbarkeit. Ein Konzept darf nicht nur dann funktionieren wenn alles nach Plan läuft sondern wenn auch besondere Ereignisse auftreten.
Ich verstehe irgendwie nicht warum manche sich so schwer tun sich mal hinzusetzen und nachzudenken.

Warum komme ich zu dem Schluss dass die aktuelle Idee nicht funktioniert.

=> Lars Thomsen hat vor einigen Jahren einen Weg aufgezeigt, dass EVs heute bereits >5% Marktanteil hätten wir sind aber bei 0,5% und ich sehe auch für 2018 kaum die Chance die 1% Marke deutlich zu übertreffen, vermutlich bleiben wir sogar weiterhin unter der 1% Marke.
=> Ich fahre ja auch seit fast sieben Jahren rein elektrische und wir haben 4 E-Autos. Ich kenne grob die Themen des Ladens in der Welt derer die keine eigene Lademöglichkeit zuhause haben
=> Mein ehemaliger Mitarbeiter hat seinen i3 abgegeben und fährt jetzt wieder einen Verbrenner!
=> Die Studie aus Nürnberg belegt, dass die Menschen ohne EV Erfahrung sich das einfacher vorstellen als die Menschen die tatsächlich EV fahren.

Natürlich wäre es toll, wenn überall verfügbar eine AC Ladestation stünde. Nun, als wir im letzen Jahr unsere Weihnachtsfeier im Bowling Center hatten gab es dort keine Ladesäule und wir haben es gerade so wie der heim geschafft. In diesem Jahr steht dort noch immer keine Ladesäule und dort wird auch im nächsten Jahr keine Stehen!
Ich finde es ehrlich gesagt etwas schrill wenn hier mit aggressiven Fragestellungen wie

Es ist also kein Konzept, das Auto genau dann laden zu lassen, wenn man es nicht benötigt und nicht auf Beendigung der Ladung warten muss?


Was soll ich dazu sagen? Ja das wäre super und ein tolles Konzept, aber es ist halt nicht so und es schaut auch nicht danach aus als wäre das in den nächsten 5 Jahren realistisch.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 09:31

Warum hast Du den Betreiber des Bowlingcenters nicht mal angesprochen?
Sprechenden Leute kann in vielen Fällen geholfen werden. ;)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 09:42

harlem24 hat geschrieben:Warum hast Du den Betreiber des Bowlingcenters nicht mal angesprochen?
Sprechenden Leute kann in vielen Fällen geholfen werden. ;)


Warum ist die Banane krumm? Ein Konzept funktioniert nur dann wenn es eine Viralität dazu gibt. Diese Wege sind aber zu lang und zu steinig. Ich müsste fast überall wo ich hingehen die Betreiber fragen.. Meistens ist es aber so, dass der Bowling Betreiber nur Mieter ist, der Inhaber des Gebäudes ist wieder jemand ganz anderes...

=> Beispiel Flughafen Stuttgart, flieg doch mal zwei Tage auf Geschäftsreise und stecke Dein Auto dort ein um wieder nach Hause zu kommen... das machst Du einmal und nie wieder...

Wenn es zu den Örtlichkeiten passt und dort Ladesäulen vorhanden sind dann ist das ein sehr großer Komfortgewinn, die Erwartung überall dort das Auto steht verlässlich und preiswert Laden zu können, und das in absehbarer Zeit halte ich für absolut weltfremd.
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