Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Cupra » 17. Okt 2017, 22:58

Man müsste halt mal wen finden der so ein System mit einigen Jahren Vorsprung aufbaut... solange das nicht da ist werden sich die Autos dazu wenig verbreiten. Und wenn man gleich Unsummen verdienen will wird niemand an den Säulen laden oder sich bei so Preisen ein e-Auto kaufen. Wie soll das gehen? Kauf dir statt eines Passats TDI mit Spritkosten von 8€ 100km lieber für mehr Geld einen Renault Zoe in Polo-grösse, spar dabei 100€ im Jahr steuern (sorry, aber die Steuerbefreiung in D ist nichts ausser nem Witz, Steuern kann man die Minisummen nicht nennen) und lade den dann mit Strom für das gleiche oder noch mehr? Das macht doch keiner mit. Wenn er dann noch sobald er mehr als 100km im Umkreis fährt erst noch dutzende Verträge und Karten organisieren muss..
Da muss auch politisch viel gehen und man muss es wollen. Und da sehen ich viele Länder im Vorteil, aber für Deutschland sehe ich da eher schwarz. Die hinken hinterher was eigentlich schade ist. Noch wäre das Geld da.
Das was wir als Teslafahrer haben ist absoluter Luxus und keinesfalls die Elektrorealität. So wie wir es erleben ist es leider nicht für alle anderen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von sustain » 18. Okt 2017, 08:34

Für Stromanbieter ist das ein Riesenmarkt. Zusammen mit den Kommunen die z.B. die Strassenbeleuchtung betreiben sind eventuell flat rate Modelle in Kombi mit den eigenen Stromtarif für Haus/Wohnung denkbar(sowas in der Art gibts auch schon). Eventuell auch Abrechnung online über die Säule, automatischen Identifizierung des Autos, alles ohne Karten und Nerverein.
Ganz klar ist hier das größte Brett zu bohren und ob genug Leistung an den Laternen anliegt auf Dauer ist die Frage. Aber auch das Thema Netzstabilität wäre für die Stromkonzerne interessant. E-Autos würden vorwiegend nachts laden und da z.B. den nächtlichen Windstrom verbrauchen können, man spart Speicherkapazität da der Strom in großen Mengen direkt abgenommen wird. Spart immens Geld und viel Zeit bei Planung und Umsetzung.
Überland fängt fastned nun ja auch in Deutschland an Schelladestationen wie in den Niederlanden aufzubauen(12 Standorte geplant), sowas machen also eher die privaten, ebenso wie alle DeC Lader, alles schon da nur noch zu wenig.
Ich seh das nicht so sehr negativ wie du Cupra, aber ja du hast recht wir sind in Deutschland, das wird länger dauern. Beispiel; dieses und letztes Jahr ist hier unser Markt für den physischen Tonträger CD richtig eingebrochen, auf einmal haben alle Labels Panik, vor ca. 8 Jahren war das in Schweden und dann nach und nach in anderen Ländern so, man hat es also kommen sehen glaubt es aber erst wenn es soweit ist, ein menschlicher Wesenszug ;).
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von kbrandes » 18. Okt 2017, 08:53

Cupra hat geschrieben:Ich fände es am einfachsten wenn der Preis offen am Display steht, für alle gleich ist und einfach mittels RFID mit Kreditkarte gezahlt werden kann.


In San Francisco kann man jede Parkuhr mit Kreditkarte zahlen. Kann also nicht schwer sein.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Volker.Berlin » 18. Okt 2017, 09:51

sustain hat geschrieben:Eventuell auch Abrechnung online über die Säule, automatischen Identifizierung des Autos, alles ohne Karten und Nerverein.

Das wird -- zumindest für CCS -- gerade Realität:
:arrow: https://www.electrive.net/2017/10/17/fa ... ladekarte/
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von holli » 18. Okt 2017, 10:45

Perfekt, es für sich was.
Auch, wenn wir in Deutschland manchmal etwas langsam sind, sobald Tesla mit dem Model 3 den großen Erfolg hat und das Auto sich „wie geschnitten Brot“ verkauft (was ich Tesla sehr sehr wünsche, denn es wäre ein Gewinn für uns alle ) werden wir, sozusagen über Nacht sehr viele Ladesäulen und vielleicht auch deutsche, rein elektrische Fahrzeuge haben.
Meiner Meinung nach werden die Automobilhersteller die Ladestruktur schaffen, aber auch andere, europäische Anbieter werden auf den deutschen Markt drängen, denn dann ist damit Geld zu verdienen.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man Tesla den Markt und den Erfolg alleine überlassen wird.
Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald die ersten Shell Stationen mit Service und Lademöglichkeiten...

Hier in Bremen ist für die SWB das Laternenladen tot ( Gespräch vor einigen Wochen ). Sie werden noch in diesem Jahr ( !! ) die Anzahl Ihrer Ladesäulen verdoppeln. ( von zur Zeit 18 auf 40 Stück )
Hier ein älterer Bericht mit nicht ganz aktuellen Zahlen, den neuen finde ich so schnell nicht... https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 70473.html
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 18. Okt 2017, 11:18

Zum Thema Abrechnung mit NFC Kredit/-Debitkarte, genauso wird es aktuell bei den EnBW-Triples, die deutschlandweit an den Autobahnen aufgestellt werden, geregelt. Kostet 5€ pauschal, Karte dranhalten und gut ist.
Bin mir ziemlich sicher, dass die innogy-Säulen an den anderen Standorten zeitnah nachziehen werden.
Und ganz ehrlich, ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man nicht einfach ein Kartenterminal wie in den Bahnautomaten einbaut.
Mag mit Mehrkosten verbunden sein, aber den Komfort würde es deutlich erhöhen.
Ich kenne aber genügend Leute, die keine solche Karte besitzen und eventuell auch keine Kreditkarten haben wollen, von daher muß es auch eine andere Möglichkeit geben.
Und da finde ich eine kostenlose Karte, wie z.B. die umgelabelte NewMotion-Karte von Naturstrom nicht schlecht. Man zahlt überall einen definierten Preis und muss sich nicht informieren. Ähnlich ist es bei den Herstellerkarten.
Deswegen kann ich auch die Beschwerden über die angeblich vielen Karten nicht verstehen.
Mit eine NM-Karte erschlägt man gefühlt 80% der öffentlichen Ladesäulen in Deutschland, weil sie es geschafft haben, Kooperationen mit allen wichtigen Anbietern zu schließen, sei es allego, Stromnetz Hamburg, Ladenetz oder RWE.
Ja, eine normale NM-Karte verwirrt mit den wechselnden Preisen, dem kann man aber mit der o.a. Karte aus dem Weg gehen.
Okay, ich kann nachvollziehen, dass viele Tesla-Fahrer damit keine Erfahrungen haben, weil es einfach nicht benötigt wird, aber die Lösungen sind schon vorhanden, man muss sie nur nutzen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von sustain » 18. Okt 2017, 11:29

Volker.Berlin hat geschrieben:
sustain hat geschrieben:Eventuell auch Abrechnung online über die Säule, automatischen Identifizierung des Autos, alles ohne Karten und Nerverein.

Das wird -- zumindest für CCS -- gerade Realität:
:arrow: https://www.electrive.net/2017/10/17/fa ... ladekarte/


Ja fastned ist ein sehr gutes Beispiel, man kann froh sein das sie den Schritt nach Deutschland angekündigt haben, zumindest mal mit 12 Standorten meistens nahe der Van der Valk Hotels. Für CCS Fahrzeuge super bequem kein Unterschied was Schnelligkeit beim anstöpseln angeht zum Supercharger durch das automatische Protokoll, anstecken und los gehts, das ist der Weg. Man stelle sich vor es geht genauso bequem an der Laterne mit 3,6kw AC, alternativ per flatrate in Kombi mit der Parkraumkarte ;).
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 18. Okt 2017, 11:34

Das mit dem automatischen Erkennen des Fahrzeugs funktioniert heute schon beim AC Laden, Smart und RWE/Innogy haben das mal genutzt, funktioniert meines Wissens über PowerLine.
Wurde aber nicht wirklich in der Breite ausgerollt, würde aber aber den Komfort deutlich erhöhen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 18. Okt 2017, 12:44

ich glaube, dass die existenz des tesla-eigenen-ladenetzes, alle anderen autohersteller dazu zwingt, eigene ladenetze auszurollen (in kooperation mit anderen herstellern / durch andocken an bestehende netze). in diesem konstrukt gibt es eine quersubventionierung der ladeinfrastruktur durch die autoverkäufe. der strom kann (fast) beliebig preiswert angeboten werden.

ähnliches (quersubventionierung, preiswerte stromabgabe) gilt für die stromversorger (städtische, überregionale)

eine kleine randgruppe werden hotels, einkaufscentren oder andere hotspots, mit deren möglichkeiten der quersubventionierung, sein

ladeinfrastruktur ohne die möglichkeit der quersubventionierung wird es schwer haben, marktgängige strompreis anbieten zu können. für diese systeme bleibt aktuell nur der städtische ballungsraum ohne ausweichmöglichkeiten für die e-autofahrer (keine eigene garagen-lademöglichkeit, fahrt zur nächsten ladesäule des eigenen autolieferanten zu unwirtschaftlich ...)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 19. Okt 2017, 08:04

Ich will mal kurz auf einen tollen Beitrag verlinken der eigentlich das Problem wie ich finde deutlich beschreibt.

viewtopic.php?p=440934#p440934

In Deutschland gibt es weiniger als ein Zehntel der Schnelllader je Einwohner als in Norwegen.
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