Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 8. Okt 2017, 22:02

OS Electric Drive hat geschrieben:Also jetzt schlägt es 13... Ich habe nun schon zig fach gerechnet wie viele kWh ein SuC am Tag durchlassen kann und wie viele kWh über eine öffentliche Ladesäule durch gehen. Ich habe dazu sogar Fotos vom Zähler der Säule in LB gepostet und damit gerechnet.
Ja, genau! Du hast theoretisch ausgerechnet, was maximal durch einen HPC geht und hast das dann mit Deiner konkreten "AC-Spezialladesäule" verglichen. Bischen Äpfel mit Birne - Vergleich, den ich auch hier noch mal verlinkt hatte - ohne dass Du je darauf eingegangen bist ...
Glaubst Du allen Ernstes, ein DC-HPC hätte an dem speziellen Standort großartig mehr Stromumsatz generiert? Wo es heute noch kaum EV gibt und selbst für diese die CCS-Ladebuchse oft noch optional zusätzlich bezahlt werden muss?!?

Alle Nebenkosten eines Ladeplatzes treten bei AC und DC gleich auf - nur die Wartung dürfte bei DC-Ladesäulen noch teurer werden, da sie ja die Ladegeräte enthält, die auch mal defekt sein können. Dass die Anschaffung von DC-Ladesäulen auf Grund der enthaltenen (zu allen EV kompatiblen) Ladetechnik teurer sein muss als die einer simplen AC-Typ2-Ladestelle könntest Du bitte langsam mal einräumen. Das lohnt eben nur an Standorten mit garantiertem Maximalumsatz, wenn es sich über den Strom rechnen soll:
- Autobahnen
- Reiserouten
- punktuell in Ballungszentren

Es wird aber nie ausreichen, ausschließlich auf HPC zu setzen, da Du dann für die Stoßzeiten so viele DC-Lader benötigst, dass die durchschnittliche Auslastung der DC-Lader wieder sinkt. So schwer ist das doch nicht zu verstehen.

Es wird also ein vernüftiges Verhältnis aus Schnell- und Langsamladern geben, wobei Langsamladen bei mir 11kW Drehstrom bedeutet. Alles andere ist "Schnarchladen", wie es daheim, auf Arbeit oder an Dauerparkplätzen möglich ist, was jeder 11kW-Drehstromlader von Haus aus natürlich ebenfalls beherrscht.

OS Electric Drive hat geschrieben:... Und bei 11kW gehen halt in 30Min. nur 5-6kWh rein

Was war doch gleich die durchschnittliche Tagesfahrleistung eines PKW in Deutschland? 30-50km am Tag? 30min für den Baumarkt /Einkauf ist schon sportlich ...

Deine Vorstellungen sind nicht nur unrealistisch /realitätsfremd, sondern würde die Akzeptanz der Elektromobilität stark behindern. Denn Du willst einen der wichtigsten Pluspunkte - das Laden in der Fläche - abschaffen. Warum auch immer. :roll:

Für Deine "China-Argumentation" hast Du trotz Nachfrage keine Nachweise /Erklärungen geliefert und das China kaum mit Europa vergleichbar ist, wird von Dir permanent ignoriert ...
Zuletzt geändert von Joe-EV am 8. Okt 2017, 22:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 22:08

Ralf Wagner hat geschrieben:Unser Kino (Cinemaxx in Stuttgart Möhringen) hat zwei Newmotion Ladestationen mit 11 kW, Kosten 0,3€/kWh. Das ist ein Konzept das aus meiner Sicht vernünftig ist. Im Kino ist man 2 - 3h, da gehen dann ein paar kWh rein. Mit 0,3€/kWh bleibt auch etwas für den Betreiber hängen am Strom.


Das ist dann auch super, ich habe nie gesagt, dass ich was gegen DeC Laden habe, ich finde es sogar sehr sehr komfortabel. Ich freue mich immer wenn ich das nutzen kann. Darum geht es hier aber doch gar nicht!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 8. Okt 2017, 22:23

Um was sonst?!? Die Beispiele /Konzepte sind doch praxiserprobt:

- "Basis"-Schnellladesäule mit kWh-Abrechnung und daran angeschlossen viele "strunzdumme" Typ2-AC-Ladestellen mit pauschaler Abrechnung. Wie bei einem Kassenautomaten im Parkhaus ...

- Viele "strunzdumme" Typ2-AC-Ladestellen auf einem Parkplatz mit pauschal höherer Parkgebühr. Wer die höhere Parkgebühr zahlt, darf sein Auto dort auch parken - ob er lädt oder nicht.

Worum geht es denn Deiner Meinung nach? Das Anbieten von Lademöglichkeiten wird ein Werbeargument um Kunden anzulocken - so wie es die kostenlosen Parkflächen auf der grünen Wiese heute auch sind.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 22:41

Es geht mir darum, dass wir viel mehr Schnellader brauchen als zu glauben dass die Ziele der meisten Menschen mit einer vorhandenen AC Infrastruktur passt.

In Bönnigheim haben wir durch den OV unserer Grünen nun endlich nach zwei Jahren es geschafft EINE EINZIGE Ladesäule zu bekommen. Wann die gebaut wird steht in den Sternen. Ich sehe einfach nicht, wie das schnell genug gehen soll, dass wir 2018 endlich mal in einen ordentlichen Absatz für EVs kommen können.

Jeder Vergleich hinkt... Aber ich finde überall verfügbares High Speed Internet ist ein ähnliches Problem. Ich habe mit meinem Handy aktuell ein höheren Downstream und Upstream an vielen Stellen in Deutschland als die Menschen über das Netz bekommen. Klar gibt es viele tolle Projekte und Punkte... Das ändert aber nichts daran dass die Leute eben gerne dort parken wollen wo es komfortabel ist und nicht dort wo es Strom gibt.

Mag ja für viele nicht nachvollziehbar sein wenn man EV fährt... Aber es scheint für 99,5% der Menschen eben mehr zu geben als nur den Preis damit sie sich eben NICHT für ein EV entscheiden.

Weiter vorne hat es mal jemand auf den Punkt gebracht, die meisten Autos haben keine Garage oder einen Zugang zu Strom, mein ehemaliger Geschäftsführer hat es nicht geschafft in seiner Eigentumswohnung einen Stromanschluss zu bekommen um den i3 aufzuladen. BTW... er fährt jetzt auch kein E Auto mehr... Obwohl er das 1,5 Jahre lang fuhr...

Ich persönlich "glaube" leider an die Bequemlichkeit der Menschen und dass Entscheidungen eben nicht nach EXCEL und nach Vernunft getroffen werden. Nochmals drei Parkplätze weiter vorne ist einfach besser wenn es regnet ...

Und dann kommt da noch der Tarif Dschungel.. Der eine spricht von dem tollen TNM, dann nutz das einer am Flughafen in Stuttgart und dann rollt der nächste die Augen warum er nicht die Karte von VW genommen hatte... Warum weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich auch kein Bock auf 25 verschiedene Karten habe und jedesmal schauen welches die günstigste an dieser Stelle ist.

An jedem Parkplatz 3,7kW mit Induktion wäre glaub das beste und einfachste, keine Kabel kein Gedöns ... Fertig...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von r.wagner » 8. Okt 2017, 22:54

OS Electric Drive hat geschrieben:An jedem Parkplatz 3,7kW mit Induktion wäre glaub das beste und einfachste, keine Kabel kein Gedöns ... Fertig...


Das sage ich auch jedem, der es hören will. Das Konduktive Laden mit Stecker und Kabel ist gut, aber eine Übergangstechnologie.
Denn: die Bequemlichkeit wird siegen. "Transparentes" Laden wird kommen. Man wird nicht mehr daran denken (müssen). Induktion zu Hause, am Parkplatz, ev. auch auf Autobahnen während der Fahrt. usw.
Dies ist auch für Automonie Level5 das einfachste.
Ist Zukunftsmusik, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es kommt.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 9. Okt 2017, 06:44

OS Electric Drive hat geschrieben:
bash_m hat geschrieben:Wir haben vor der Firma eine 2x22kW Mennekes Säule, die hatte vor 1.5 Jahren 7000€ gekostet.
Bitte erkläre wie du auf diese Zahlen kommst:
Fakt ist aber, dass eine Säule 13.000€ kostet und im Monat ca. 100€ extra.


Ist das eine öffentliche Ladesäule auf öffentlichem Grund? Denn hier in diesem Thread geht es um öffentliche Ladesäulen. In Bönnigheim wird jetzt eine Säule gebaut...

http://www.swp.de/bietigheim/lokales/bo ... 29717.html

Ich habe aber auch keine Lust alles 25 x zu posten für jeden einzeln...

Tja, wenn man erst die Bagger kommen lassen muss, um eine lustige Mennekes aufzustellen. Das Problem hat man in der Tiefgarage nicht. Anschluß herstellen, Zuleitung per Aufputz, 4 dicke Schrauben für den Lolo, fertig. Aber diese Bürgermeister Säulen müssen ja zwangsweise teuer sein, sonst kommen die Typen von regionalen Funk/Fernsehen ja nicht...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 9. Okt 2017, 06:44

Gerade solche "Unsicherheiten" führen in der Regel eher zur Zurückhaltung bei Investitionen mit sehr hohem Risiko und wenig Ertragschancen.

Ich habe hier noch keinen Beitrag gelesen der ein konkretes Business Model aufzeigt. Außer... "das müsste doch für xy € zu machen sein" oder... "Wir brauchen...."

Nun meine Frage... Mit welcher Auslastung kann ein Betreiber rechnen und was kostet eine Säule im öffentlichen Raum all in? Was kostet der Unterhalt der Säule und zu welchem Preis kann der Betreiber den Strom beziehen? Was kostet die Abrechnung? Dann müsste man ja relativ schnell und einfach auf einen maximalen Preis für die Säule kommen.

Daher mal meine Bitte... Was darf eine Säule maximal kosten damit ein Betreiber hier wirklich in die vollen geht..

Ich persönlich glaube nicht daran dass sich das Kabelgewurschtel in Deutschland darstellen lässt.

Änderungen der Normung und Eichthemen, TAB und Co wird ein langwieriger Prozess der nicht schnell darstellbar sein wird, wäre aber dringend notwendig um den Ausbau der feinmaschigen Ladeinfrastruktur zu beschleunigen.

Hier am SUC gehen mal ruck zuck in der Stunde so viele kWh durch die Uhr wie an einer AC Säule im ganzen Monat.

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 9. Okt 2017, 06:59

OS Electric Drive hat geschrieben:
Ralf Wagner hat geschrieben:Unser Kino (Cinemaxx in Stuttgart Möhringen) hat zwei Newmotion Ladestationen mit 11 kW, Kosten 0,3€/kWh. Das ist ein Konzept das aus meiner Sicht vernünftig ist. Im Kino ist man 2 - 3h, da gehen dann ein paar kWh rein. Mit 0,3€/kWh bleibt auch etwas für den Betreiber hängen am Strom.


Das ist dann auch super, ich habe nie gesagt, dass ich was gegen DeC Laden habe, ich finde es sogar sehr sehr komfortabel. Ich freue mich immer wenn ich das nutzen kann. Darum geht es hier aber doch gar nicht!



OS, du erwartest also das wir in Zukunft, nach dem Kinobesuch - also nach dem der Wagen 3 Std. in der TG stand, zur 350 kW Powerstation fahren sollen. Im Ernst, ich zahl lieber die 30 cents an NM als dann extra nochmal 10 Min. powerzuladen - selbst wenn der Strom an der powerstation KOSTENLOS wäre. Schade das viele noch das "tankstellen denken" intus haben. Selbst bei 1.200 KM Fahrten sehe zumindest ich keine Gängelung mit 80 kW Leistung am halbvollen Supercharger. Wichtig ist das ich am Start voll bin und am Ziel laden kann. Fehlt beides dauert die 1.200 KM Tour eben knapp 2 Std. länger. Schlimm für den Einzelnen, aber wo anders auf der Erde haben die Leute nichts zu essen!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Volker.Berlin » 9. Okt 2017, 08:49

Ihr redet echt aneinander vorbei. OS Electric Drive hat die Hypothese, dass es für AC-Ladestationen kein funktionierendes Geschäftsmodell gibt. Deine kleine Polemik, Südstromer MS85, trägt nichts dazu bei, diese Hypothese zu entkräften. Ist ja schön, dass sich am Strom pro Abend ein paar Cents verdienen lassen... aber wo ist in Deiner "Kalkulation" die Abschreibung für die Investition?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 9. Okt 2017, 11:13

Ohne Vorwürfe geht es nicht? Die vorhandenen Säulen funktionieren doch im Betrieb. Wo ist das Geschäftsmodell einer Tankstelle, die pro 50 Euro Umsatz einen Euro verdient?
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