Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Okt 2017, 17:51

OS Electric Drive hat geschrieben:Ein gutes Geschäft? Was soll daran ein gutes Geschäft sein? Um den Menschen eine verlässliche Infrastruktur zu bieten müssten bei Ikea wie viele davon aufgestellt werden? Ich war heute auf dem Canstatter Wasen wie sollte es dort aussehen?

Welchen Aufwand hat man bitte mit einem Doppellolo von NewMotion? Und zum Canstatter Wasen kommen sicher die wenigsten aus Hamburg angereisst, die direkt danach wieder zurück fahren... Wir müssen nicht erst die Extrem Einsätze abarbeiten, um auf 5 Prozent der Zulassungen zu kommen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 17:55

Joe-EV hat geschrieben:800V-DC-Schnelllader 150kW-350kW an AB, Reiserouten und in Ballungszentren sind das wichtigste Ausbauprojekt - unbestritten. Abseits dessen bei geringeren Leistungen und höheren Stückzahlen wird es schwieriger:

inspirED hat geschrieben:Die Kosten dafür werden durch Standardisierung und Wettbewerb langfristig sehr deutlich sinken

Klar doch: "Webasto Pure" als 22kW-AC-Lösung für jetzt und heute 595€ wird dann sicher viel teurer sein als die "Webasto Life" DC-Lösung (bisher ohne Preis und lieferbar ab 2018), die dann noch zusätzlich die Ladegeräte enthält, die der Autohersteller viel preiswerter integrieren könnte. Da freut sich das Hotel und das Einkaufszentrum ganz toll ...

Und bei AC-Ladeboxen sinken die Kosten "durch Standardisierung und Wettbewerb" ganz gewiss nicht weiter ... :roll:
Oder was verstehst Du unter "langfristig sehr deutlich sinken" ?!?

Es gab schon vor >10Jahren Studien zum Thema. Damals lag der Schnittpunkt der Gesamtwirtschaftlichkeit AC-Bordlader gegenüber DC-Direktladung ohne Bordlader bei 43kW. Hängt ja auch mit der Verfügbarkeit /Anschlussmöglichkeiten zusammen. Heute ist DC schon preiswerter geworden und dürfte bei 22kW oder evtl. sogar etwas darunter liegen, wo sich der Bordlader nicht mehr für jedes Auto rechnet.
Da aber ein 3,6kW AC-Bordlader nirgends zur Disposition steht (außer evtl. bei OSE), kann DC (+Kosten 3,6kW AC onBoard bei jedem EV) die onBoard AC 11kW-Drehstromlader nie unterbieten. Diese volkswirtschaftlichen Kostenkurven sind keine Geraden! Dass die Autohersteller gern Kosten auf andere Bereiche abwälzen ist ja sicher bekannt. Nur darf man auch mal über den Tellerrand blicken, bevor man diesen eigennützigen Argumentationen folgt.

Bei AC11kW als Standardbordlader (22kW optional gegen Aufpreis) werden bspw. die öffentlichen Ladestellen deutlich effizienter genutzt und man kann in 1h Einkaufen auch als "Laternenparker" den Energiebedarf für 1 oder mehrere Tage nachladen - ohne Stress ganz nebenbei.



Also ich habe den Faden so verstanden dass es hier um ein
Konzept für öffentliche Ladestellen
geht und nicht um Möglichkeiten für Bürobetriebe oder Heimanwendungen. Wenn mir jemand ein offizielles Angebot einer Ladesäule zeigen kann komplett installiert auf einem öffentlichen Platz zeigen kann zu diesen Wunschpreisen die hier aufgerufen werden, dann hätten wir ja mal ein paar Fakten.

Ich konnte das ganze ja auch nicht glauben was das kostet bis ich mich näher damit beschäftigt hatte. Wir haben von den Grünen hier in Bönnigheim lange für eine Säule gekämpft die nun endlich kommen wird!

Ich bin mir auch sicher, dass es kaum jemand geben wird, der wegen 5kWh sein Kabel aus dem Auto holt.

Keiner hat eine Glaskugel, hier in Deutschland sehe ich allerdings leider keine andere Möglichkeit als viele HPC Standorte. Und ob nun ein Auto 350kW laden kann oder nur mit 100 spielt doch keine Rolle, denn der 350kW Lader kann das auch ...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von bash_m » 8. Okt 2017, 17:56

Wir haben vor der Firma eine 2x22kW Mennekes Säule, die hatte vor 1.5 Jahren 7000€ gekostet.
Bitte erkläre wie du auf diese Zahlen kommst:
Fakt ist aber, dass eine Säule 13.000€ kostet und im Monat ca. 100€ extra.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 18:12

bash_m hat geschrieben:Wir haben vor der Firma eine 2x22kW Mennekes Säule, die hatte vor 1.5 Jahren 7000€ gekostet.
Bitte erkläre wie du auf diese Zahlen kommst:
Fakt ist aber, dass eine Säule 13.000€ kostet und im Monat ca. 100€ extra.


Ist das eine öffentliche Ladesäule auf öffentlichem Grund? Denn hier in diesem Thread geht es um öffentliche Ladesäulen. In Bönnigheim wird jetzt eine Säule gebaut...

http://www.swp.de/bietigheim/lokales/bo ... 29717.html

Ich habe aber auch keine Lust alles 25 x zu posten für jeden einzeln...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Dornfelder10 » 8. Okt 2017, 18:23

OS Electric Drive hat geschrieben:Vielleicht aber kann mir jemand mal einen zeigen, zumindest im Ansatz, sodass ich sehe dass ich komplett daneben liege.

Wenn Du nicht im geringsten bereit bist die Beiträge der anderen zu lesen geschweige denn Dich damit auseinanderzusetzen dann wird es halt schwierig. Du postulierst Deine Meinung ohne eine andere Sichtweise auch nur in Erwägung zu ziehen. Was soll man da noch diskutieren.

Die Denkweise von Tesla bzw. Elon Musk beruht ja zu großen Teilen auf "first principles".
Angewendet auf die Frage Ladeinfrastruktur bedeutet das nicht zu lamentieren dass eine AC-Säule heute 15.000 Eur kostet sondern sich zu fragen welche technischen/physikalischen Grenzen es bei den Kosten gibt.

Gruß

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 18:25

Ich lese die Beiträge, da steht was von TNM, von Ladesäulen für zuhause oder im Büro... Ich lese dort aber nichts über konkrete Beispiele von öffentlichen Ladesäulen, zu den Kosten etc...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 18:42

Dornfelder10 hat geschrieben:
Die Denkweise von Tesla bzw. Elon Musk beruht ja zu großen Teilen auf "first principles".
Angewendet auf die Frage Ladeinfrastruktur bedeutet das nicht zu lamentieren dass eine AC-Säule heute 15.000 Eur kostet sondern sich zu fragen welche technischen/physikalischen Grenzen es bei den Kosten gibt.

Gruß

Bernhard



Das ist richtig, und da muss man halt schauen was geht und was nicht... Natürlich kann man die Kosten für 50 Ladesäulen in einem Parkhaus runter bringen indem man eine Wallbox von Tesla nimmt. Alle anderen Kosten sind relativ bekannt und optimiert (Verteilung, Verkabelung, Planung)

Bei Themen des Eichamtes und der richtigen Abrechnung von Strom gibt es halt gewisse vorgaben für einen Messstellenbetrieb etc. Auch das kostet sicher nicht die Welt. Ein Netzanschluss kostet halt einfach X €. Der Netzbau für die VNBs ist ja auch durchoptimiert, und da gibt es ja konkrete Preislisten. Ich habe die Preise ja grob genannt. Bei größeren Strecken (50m) kann man grob 150-200€ für den Tiefbau ansetzen. Plus ca. 1500€ BE. Der Netzanschluss der VNB kostet ca. 500-1500€. Und so kommt halt eines zum anderen.

Komischerweise nennst auch Du keine konkreten Zahlen und zweifelst aber meine an.

Aber gehen wir doch mal einen Schritt nach dem anderen...

Zuerst muss mal ein Standort gefunden werden. Dazu gehört eine Standortanalyse. Was sollen wir dafür ansetzen? 5Ah je Standort vom Ingenieur.

Standort Suche 500€
Vorort Termin 300€

Wie viele Standorte werden dann tatsächlich umgesetzt Einer aus vier oder fünf Standorte

Somit hätten wir ja schon mal 3200€ Vertrieb je Standort

Tiefbau bei ca. 15m Leitungen ca. 4.500€

Ladesäule ca. 6000-8000€

Macht um die 14.000-15.000€

Wenn man mehrere Säulen je Standort aufstellt so verteilen sich die Vertriebskosten natürlich auf die Anzahl der Säulen auch der Tiefbau kann sich dann optimieren, jedoch scheint dann schnell auch ein Weg zum Trafo erforderlich werden.

Natürlich könnte man bei den Säulen noch etwas optimieren und bestimmt auch noch den einen oder anderen Taussi sparen wenn man in die richtige Masse geht. Vielleicht müsste man auch die TAB anpassen damit das einfacher geht.
Zuletzt geändert von OS Electric Drive am 8. Okt 2017, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 18:45

Wenn Du wüsstest wie lange es jetzt gedauert hat bis wir endlich diese eine Säule in der Stadt durchbekommen haben.. Und noch immer steht da keine Säule. Bin gespannt wann die endlich aufgestellt wird.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 8. Okt 2017, 18:57

OS Electric Drive hat geschrieben:[
Das habe ich doch schon zig fach gemacht... Ich habe die ECHTEN Kosten einer AC Ladesäule gepostet... Und die sind nunmal wie sie sind...


Wenn das die echten Kosten der AC Säulen wären dann kostet die entsprechende DC Ladesäule um den Betrag mehr den das Ladegerät im Auto kostet.

Wenn man die AC Ladeinfrastruktur ernsthaft ausbaut dann stellt man keine einzelnen überteuerten 22 kW Ladesäulen mit zwei Anschlüssen irgend wahllos auf wie heute. Man macht es wie in Norwegen und installiert in Parkhäusern oder an Großparkplätzen 50 - 100 3,7 kW - 11 kW Ladepunkte.

Das Stück Ladepunkt mit Abrechnung kostet in großen Stückzahlen wohl keine 500 Euro. Man braucht nur ein System wie NewMotion verwenden und das Thema Abrechnung ist auch erledigt.

Würde man das Gleiche mit DC machen verdoppelt sich der Preis mindestens, da ja der DC Lader noch hinzu kommt.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 19:28

Jetzt würfelt wieder einer was durcheinander. Ich habe nicht gesagt, dass wir Millionen von DC Ladern brauchen sondern in Frage gestellt ob wir über haupt noch AC Lader an Bord haben werden. In China ist das längst kein Thema mehr in jedem Auto einen Lader mit sich rum zu schleppen.
Natürlich würde für einen 10kW DC Punkt die Kosten für Abrechnung und Anschluss genauso anfallen wie für einen 10kW AC Punkt ist doch keine Frage! Aber darum geht es doch nicht. Ich bin ja eher der Auffassung, dass es eben viel billiger ist über 150kW und größer DC Lader die Autos zu versorgen als an jeder denkbaren Parkmöglichkeit des Individualverkehrs genau die richtige Anzahl an Säulen zur Verfügung zu stellen.

Von daher halte ich aktuell die Subventionierung in den Aufbau von AC Ladung für nicht Zielführend. Zudem glaube ich, dass man mit einem 150kW Lader eben deutlich mehr Gewinn machen kann und den Strom noch günstiger anbieten kann als bei AC Säulen.

Und wenn Du mir nun noch sagst welche TNM Technik auf öffentlichem Grund eingesetzt wird und was die dort kostet dann wäre ich dankbar.
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