Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 09:49

harlem24 hat geschrieben:Tja, was soll man jetzt sagen, der OS scheint so ein wenig in seiner eigenen Welt zu residieren und möchte uns da nicht dran teilhaben lassen.
Mal schauen, wer am Ende Recht haben wird.
Natürlich gibt es das starke Lobbybedürfnis der heutigen Fahrenergieanbieter, dieses Business nicht aufzugeben, daher auch immer wieder die Forderung nach H2, aber vielleicht kommt es ja auch zu den, dann wohl am Hochspannungsnetz angeschlossenen ;), HPC-Ladeparks von denen OS träumt...


Wenn du vielleicht was konstruktives beitragen könntest wäre ich dir wirklich dankbar. Meine Welt in der ich lebe hat einen Anteil an Verbrenner von 99,9%. Bei den neuen Zulassungen einen Anteil von rund 99,3%. Und das trotz großzügiger Förderung des Staates.

Ich glaube eher du lebst nach der Devise ... Ein Falschfahrer? Tausende!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Okt 2017, 09:56

GeeFive hat geschrieben:Sehe ich, zumindest bei 22 kW, nicht so. 30 min an 22 kW bringt ca. 50 km. Das kann genau die Stecke in die Stadt und wieder raus sein.

Ansonsten sollten wir (in D) statt der schwachsinnigen LSV* lieber eine gesetzliche Vorgabe haben, dass E-Auto mit Akkus bis 200 km mind. einen 11-kW-Lader haben müssen, darüber mind. einen 22-kW-Lader.

*Eine LSV ist nicht grundsätzlich schwachsinnig; es könnten auch sinnvolle Dinge drinstehen.


Es geht doch nicht darum, den Strom nachgeladen zu bekommen, den man vorher verbraucht hat! Wer kommt denn auf so ein dünnes Brett? In einem Land in dem über 60 Prozent der Leute zur Miete wohnen und die von eine absurden LSV gegängelt werden, gilt es bei jeder Gelegenheit den Akku vollzubekommen und nicht 4x am Tag das dreckige Kabel auszurollen um für etwas Strom zu betteln.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 8. Okt 2017, 09:57

Südstromer MS85 hat geschrieben:
volker hat geschrieben:Volle Zustimmung.

Der Konflikt zwischen "Laden" und "Parken" beim Destination Charging muss zu Gunsten des Parken aufgelöst werden. Mit anderen Worten: wenn das Auto länger parkt, als es lädt, darf das kein Problem werden. Daraus folgt:
1. Die Ladeleistung kann eher niedrig sein - 11kW reicht.

Parken ist gesetzlich nicht geschützt! Wenn ich parke, geh ich für ne Stunde quer gegenüber ins Fitnesstudio. Für 50 KM Strom öffne ich nicht den Kofferraum um das Kabel rauszuholen. 22 kW sei dank bringt das schon mehr. Das selbe am Flughafen. Dort kann man ruhig auch Dampf haben, Freunde ansetzen, oder aufs abholen warten. Mit 11 kW holt man meistens nicht mal den Fehlstrom für die Anfahrt wieder rein. Gibt aber auch Leute die parken für 5 Std. in der Stadt, weil shopping und quatschen angesagt ist. Für die sind 11 kW fürn Akku der eh nur 2x kWh hat, schon zuviel. Daher meine These: es braucht eine Mischung von 3,7 bis 22 kW. Und Anzahl Anzahl Anzahl und nochmal Anzahl.


Ein sehr guter Punkt, denn wegen 3kWh habe ich auch kein Bock ein Kabel aus dem Kofferraum zu holen. Nun wird es aber wieder kompliziert... Man darf nicht denken, dass die meisten Menschen sich mit kW kWh und Co auskennen. Die wollen "tanken" und das möglichst einfach.

Warum haben wir drei oder vierspurige Autobahnen? Weil es die Rush Hour gibt. Wegen 2h am Morgen und 2h am Abend haben wir solche breiten Straßen. Und Tesla hat daher die SUC in der Regel mit 6-8 Stalls ausgestattet. Nicht weil die 80% voll belegt sind, sondern dass die Käufer sich auf eine verlässliche Infrastruktur verlassen können.

Für viele ist E Autofahren ein Hobby, aber für die meisten Menschen geht es dabei nicht um Hobby sondern um einfache Mobilität....
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Okt 2017, 10:05

OS Electric Drive hat geschrieben:Für viele ist E Autofahren ein Hobby, aber für die meisten Menschen geht es dabei nicht um Hobby sondern um einfache Mobilität....

Unser ganzer Betrieb fährt mit Strom, inkl. Notdienst. Ich kenn niemanden, für den ein E-Auto ein Experiment darstellt, sondern eine bewusste Entscheidung, mit einer Arrangierung mit der Ladeinfraatruktur. Auch beim Tesla muss ich teils sehr genau meine Route planen, allerdings etwas weiter hinter, ab ca. 500 KM. Die SuCs helfen enorm, sind aber auch nicht immer perfekt. (soll aber auch nicht die Aufgabe von den sein).
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 8. Okt 2017, 10:14

Die Frage ist halt, soll man die Denke der Leute weiter unterstützen, sprich den Weg von Tankstellen wirklich gehen und sich dann all die Probleme einhandeln, die eine Häufung von HPC-Säulen ein einem Ort so mitbringen.
Oder könnte es vielleicht sinnvoll sein, den Leuten zu erklären, dass ihr Auto eh die meiste Zeit rumsteht, sei es zuhause, beim Arbeitgeber oder an der S-Bahn-Station?
Ich denke, dass es sinnvoller und am Ende wahrscheinlich auch günstiger ist, eine AC Station von Innogy kostet übrigens mit 2x22kW inkl. eigenem Anschluß knapp 5000€. Kann mit da nicht vorstellen, dass ein Kartenleser und ein kleines Display das groß verteuern würden.
Bei Geschichten, wie die oben erwähnten Langzeitstandplätze, würde ich mir auch den ganzen Driss mit KWh genauer Abrechnung und allem nicht geben, dem Parkpreis wird eine Ladepauschale aufgeschlagen und gut ist. Dann kostet das Parkticket halt nicht 1€ die Stunde, sondern 1,50€ oder 2€.
Deswegen müssen Gesetze her, die vorschreiben, dass in Mehrfamilienhäusern mit Tiefgaragen ein bestimmter Anteil an Plätzen mit Ladestation ausgerüstet sein muß, ebenso Parkhäuser und Parkplätze an S-Bahnen und beim Arbeitgeber.
Wie schon in dem anderen Beitrag geschrieben, das Parkhaus, was jetzt gerade in Oslo nur für EAutos eröffnet wurde, hat überwiegend 7,4kW Anschlüsse. Und das machen sie ja nicht ohne Grund...
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von r.wagner » 8. Okt 2017, 10:22

Werfe hier mal eine technische Frage mit ein:
Wäre es denkbar, unser derzeitiges Wechselstromnetz parallel auch als Gleichstromnetz zu nutzen?
Die IT Übertragungstechnik und auch die Radio Technik kennt ja das aufmulieren von Wellen.
Ginge es also auch im Stromnetz, dass auf einen Gleichstrom ein Wechselstrom "aufmoduliert" wird? Also beides gleichzeitig über das Netz läuft?
Was wären die Voraussetzungen? Welche technischen Komponenten müssten verändert werden?
bG, Richard
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Okt 2017, 10:37

Wenn man bei jedem Einkaufszentrum, oder Supermarkt laden kann, beim Arbeitgeber, im Parkhaus / Flughafen und an den Autobahnen immer 6 bis 14 Ladesäulen vorhanden ist, holt man die Masse an Leute für das Thema ab. Vorher wird das E-Auto eine Randerscheinung weiter bleiben. Selbst wenn wir von aktuell 0,9 Prozent auf "nur" 5 Prozent der Zulassungen gehen wollte, müssen ganz erhebliche Strukturveränderung her.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Okt 2017, 10:51

OS Electric Drive hat geschrieben:Solange die meisten EVs zuhause geladen werden und nur an uns zu an öffentlichen Säulen kann man kein Geschäft damit machen.


In Rumänien ist die Eigenheimqoute bei 98 Prozent. E-Autos sind dort trotzdem undenkbar. In Deutschland, einem der reichsten Länder der Erde, liegt die Eigenheimqoute zwar bei knapp der Hälfte, jedoch hat ein Großteil davon die Wohngenossenschaft (Eigentumswohnung) im Nacken. Leute die Haus und eigenes Firmengebäude haben, kennen die grundlegendsten Probleme vom E-Auto garnicht. Wir dürfen jedoch nicht den Fehler machen, dies zu vergessen. Denn diese Gruppe ist kaum erkennbar in der Bevölkerung.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von olbea » 8. Okt 2017, 10:56

@OS Eletric Drive
Ich kann noch immer nicht nachvollziehen, warum eine AC Säule einen Haufen Geld und 100€ Unterhalt im Monat kosten muss.

DC ist doch auf Seite der Säule viel komplexer. Man muss AC auf DC umwandeln. AC ist aber normalerweise einfach da. Jede Leitung unseres Stromnetzes ist auf AC ausgelegt. Es kommt bei der Säule auch nur AC an.
Eine DC Säule bedeutet doch mehr Aufwand.
Das System ist doch Netz (AC) -> Säule (AC) -> Auto (AC/DC) Wandler.
Wenn nun der AC/DC Wandler vom Auto in die Säule wandert, dann wird es für den Betreiber der Säule teurer.

Ich könnt mir vorstellen, daß wir irgendwann den AC/DC Wandler im Kabel, wie dem UMC unterbringen, nur sind die doch bisher deutlich größer und schwerer.

Ich verstehe zwar, daß die Kosten für eine solche Ladesäule momentan bei ca. >10.000€ zu liegen scheinen, aber das muss günstiger gehen. Eine normale Typ2-Wallbox wie der Tesla WallConnector liegt bei <1000 EUR. Davon können 4 Stück in Reihe, mit Lastverteilung geschaltet werden. NewMotion kann das auch, und scheinbar sogar mit mehr Wallboxen.
Installation waren bei mir z.B. Incl. Unterverteilung mit 35m 10mm^2 ca. 2000€ Netto.
Ich habe nachträglich den WallConnector anbringen lassen. Das war unverhältnismäßig teurer, als wenn ich ihn gleich installiert hätte. Rote Dose versetzten usw.
Aber alles zusammen rund 3000€.
Das ist eine Installation an der auch 4 Autos mit Lastverteilung gleichzeitig laden könnten (Wir wohnen in unserem eigenen Mehrfamilienhaus)

Wie man da auf >10.000€ für eine ganze Ladesäule kommen kann ist mir ein Rätsel. Es scheint sich hier eher um ein Problem bei der Menge zu handeln.

Meine Box funktioniert übrigens störungsfrei seit 1,5 Jahren.

Wenn ich in meinem S den Doppellader haben wollte, dann wären das ~2000€. Also für 22kW 4000€ für einen AC/DC Wandler der ~20 KW DC leistet. Das käme ja dann ich die Ladesäule rein und verteuert die Ladesäule.

Das System aus SuC und DeC funktioniert nach meiner Erfahrung hervorragend. Ich brauche nicht immer die volle Dröhnung bei der Ladeleistung.
Auch ein Vertreter schläft mal in einem Hotel und kann sein Auto über Nacht laden.

Den normalen Bürger (Job in der Nähe des Wohnorts oder Tages- Wochen- Pendler) ist mit nur mehr DC nicht geholfen.

Wir müssen einfach mehrere Probleme unterscheiden und diese angehen.

1. Mehr Ladepunkte
2. Sinnvolle Platzierung von Ladepunkten
3. Einheitliches und handhabbares Bezahlsystem in Europa/EU - Ich habe in Österreich eine Ladesäule gesehen mit dem Logo von eCharge, laden konnte ich dort jedoch nicht.
4. Ladeleistung passend zum Zweck. SuC auf Langstrecke. DeC für Laden währen des Parkens.
5. Mehr Komfort. Ich packe das Typ2 Kabel nur aus, wenn es unbedingt sein muss. Ich plädiere für fest angeschlagene Kabel wie bei den SuC. Das ist meiner Meinung nach am sinnvollsten. Dann braucht es auch den Quatsch mit dem kabellosen laden nicht.
6. Einen Businesscase für jeden Ladepunkt.
7. Die Verlässlichkeit der Ladepunkte muss gesteigert werden. Wenn ich mich nicht darauf verlassen kann dort zu laden, werde ich, besonders bei DeC nicht mit 5% Restladung ankommen wollen. Das ist der Zeitfresser Nr. 1 bei mir. Kommt aber nicht regelmäßig vor. Nur bei neuen Kunden oder bei neuen Urlaubsdestinationen.
8. Reduzierung von Bürokratie für Betreiber von Ladestationen.
9. Laden können wann man will und so lange man parkt. Extra das Auto umparken? Was soll das denn?

Ich meide z.B. Mittlerweile Hotels an denen ich nicht laden kann. Geht nicht immer aber immer öfter.
Businescase:
Ladpunkt vorhanden = Kunde
Ladepunkt nicht vorhanden = kein Kunde.

Ich kann mittlerweile häufiger bei meinen Kunden laden. Das klappt immer besser.
Das wird sich irgendwann in meinen Angeboten wiederspiegeln. Unter dem Punkt Reisekosten. Wenn ich beim Kunden DeC laden kann, brauche ich weniger Zeit für die Fahrt, da ich mir ein bis zwei SuC Stopps sparen kann. Also eine Stunde Reisezeit gespart. Das gebe ich dann gerne an meine Kunden weiter.

Die Investitionskosten meiner Ladeinfrastruktur werde ich ab dem 3. Jahr reingeholt haben. Ich habe für Strom bisher 50% im Vergleich zu Diesel (auf die Kilometer umgelegt) eingespart.
Mein Ladepunkt wird aber länger als 3 Jahre betrieben. Ich gehe von 10-15 Jahren aus. Evtl. Muss mal der WallConnector getauscht werden aber das wäre Kleinkram.

Ein weitere Businesscase ist, wenn ein Mieter irgendwann elektrisch laden will, stelle ich einfach eine NewMotion oder ähnliches auf und mache darüber die Verrechnung.
Ich steigere damit langfristig meine Chancen am Markt.

Du hast vor ein paar Seiten geschrieben, daß Du dir z.B. deine Hotels nicht mehr nach der Lademöglichkeit aussuchen möchtest. Das kann ich verstehen. Aber wir sind noch am Anfang. Und wenn ich das richtig sehe bist Du deutlich länger als ich elektrisch unterwegs. Andere Sachen nerven Dich auch und Du siehst die Lösung in mehr SuC.
Ich kann verstehen, daß das irgendwann nervt, wenn sich scheinbar nichts tut. Ich dachte auch, daß sich hier viel schneller viel mehr bewegt. Wir müssen durchhalten und zusammenhalten.

Und ganz ehrlich.
Es ist ein Unterschied, ob ich mein Auto in 3-5 Minuten vollgetankt habe, oder ob es 15-20 Minuten dauert. Und ich sehe, besonders für bezahlbare PKW, keine Akkutechnik kommen, die das liefern wird. Besonders unter Berücksichtigung aller anderen Anforderungen an PKW Akkus.

Ich denke mit unseren S und X und dem 3 haben wir das an Leistung was in 5-10 Jahren für Kleinwagen normal sein wird. Und wenn sich dann alle daran gewöhnt haben, zu 99% beim parken zu laden (oder umgekehrt) wird die Forderung nach immer mehr Ladeleistung auch abnehmen.
Theoretisch könnte man ja auch den Sprit mit Hochdruck in die Tanks pressen, wie in der F1 oder bei der DTM. Macht nur niemand, da zu teuer.

Für mich ist E-Auto fahren übrigens kein Hobby. Ich nutze mein Auto beruflich. Ich bin Selbstständig und meine Kunden sitzen in ganz DACH.
Ohne verlässliche Mobilität wäre ich nicht gewechselt! Dazu zählten anfangs die SuC und mittlerweile das gesamte Ökosystem aus SuC, DeC und ganz selten, öffentliche Ladepunkte.
Hobby ist meine kleine Beteiligung hier im Forum oder wenn es die Zeit zulässt beim EVRN vorbeizuschauen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 8. Okt 2017, 11:11

OS Electric Drive hat geschrieben:Das habe ich doch schon zig fach gemacht... Ich habe die ECHTEN Kosten einer AC Ladesäule gepostet... Und die sind nunmal wie sie sind... Vielleicht wäre es mal an der Zeit, wenn mir jemand realistisch ein Business Case darlegt der mit einer AC Säule funktioniert...

Tatsächlich ?!? Du hast Dir ein Beispiel herausgegriffen und von 1.200€ /Ladepunkt geschrieben, obwohl die AC-Säule zwei Anschlüsse hatte. Deinen "Business Case" hatte ich mir auch angeschaut - und als Milchmädchenrechnung bezeichnet ...

Ich hatte Dir aber auch die derzeitigen echten Kosten von DC-Ladelösungen verlinkt - noch ganz ohne Abrechnung und Lastmanagement: 4.300€ für 10kW, ab (!) 17.900€ für 20kW!

OS Electric Drive hat geschrieben:Das spannende am DC Laden ist ja, dass man den AC Lader im Auto nicht mehr braucht. Diese kosten doch ordentlich Geld und vor allem Platz. Da man für den AC Lader aber auch noch eine recht teuer AC Einrichtung zuhause braucht so kommt ein DC Lader außerhalb des Autos günstiger als ein Lader im Auto und eine AC Einrichtung.

Wem willlst Du diesen Blödsinn denn noch erzählen?!? Platzbedarf und ein wenig Gewicht - ok. Aber doch wohl kein entscheidentes Problem.

"Dass man den AC Lader im Auto nicht mehr braucht" ist einfach nur Schmarren, denn niemand stellt zumindest den 3,6kW AC-Lader derzeit in Frage. Also reden wir von einer verdreifachung der Stückzahlen bei 11kW und einer deutlichen Kostenreduktion dieser 3,6kW-Module von heute <100€ Einkaufspreis beim BMW i3 und nicht einmal sechsstelligen Jahresstückzahlen ...

Teure Ladeeinrichtung zuhause?!? Wiviel Stückzahlrabatt beim 10kW-DC-Lader rechnest Du Dir für Deine Garage denn aus?!? Gegenüber einer strunzdummen, per PWM regelbaren 22kW-Typ2-Ladestelle, die man inkl. Lastmanagement bei Tesla für 500€ kaufen kann?!?

14. September 2017: 100 Millionen Euro stellt das Bundeswirtschaftsministerium im Zuge dessen für die Errichtung von bis zu 12.000 AC-Ladesäulen und 1.000 Schnelladern zur Verfügung.
Wo sind da durch die Stückzahlen wohl die größeren Kostenreduktionen zu erwarten? Kleiner Tip: jede der neuen 1.000 DC-Schnellader sollte für 800V gerüstet (oder zumindest nachträglich gegen Zusatzkosten aufrüstbar) sein, auch wenn nicht alle kommenden E-Autos diese hohe Traktionsspannung nutzen werden. Am 400V-AC-Drehstromnetz sind alle Typ2-Ladeboxen gleich für jedes Fahrzeug nutzbar ...

Das ist die Realität in Europa und es wäre nett, wenn Du Deine Argumentation überdenkst - egal, welche uns unbekannten Beweggründe Dich zu Deinen "im Sinne der Hersteller"-Äußerungen bewegen.

Abgesehen davon, dass Du auf Argumente und Nachfragen nur selten sachlich eingehst, sind wir und ja einig, dass EV die Zukunft darstellen.
Für 2026 müssen wir uns heute rüsten - zentrale DC-HPC, wo die Leute ("Laternenparker") zu Stoßzeiten anstehen und beim Laden 15min warten müssen ?!? Du hast (absichtlich?) bisher einige Sachverhalte nicht zu Ende gedacht.
Zuletzt geändert von Joe-EV am 8. Okt 2017, 11:23, insgesamt 4-mal geändert.
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