Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 10:22

Grobi hat geschrieben:Mal eine Frage an Dich:
Warum verlangt Tesla neuerdings in den USA für das Laden an den Superchargern Geld?
Wo doch alles kostenlos ist, es sowieso gewaltige Überschüsse gibt und Elon jetzt schon mehrmals erklärt hat, er will an den Superchargern nichts verdienen?

Tesla verlangt auch in Deutschland Geld für die Supercharger und der Preis dafür ist günstier als daheim. Ich wollte auch auf was ganz anderes raus, wird dann aber OT. Wenn jemand PV und übliche Ladesäulen installiert hat, sind die Kosten recht überschaubar. Ich bin halt der Meinung das vermehrt bei Tage geladen werden sollte. Guck doch mal was heute zwischen 11 und 16 Uhr im Netz los ist! Und bitte jetzt nicht gleich wieder Taschentücher verteilen, weil doch mancher auch nachts laden muss.... Meinen Tesla und die ZOE hab ich im Grunde noch nie nachts geladen. und tagsüber stehen Millionen Autos min. für 1 bis 2 Std. irgendwo in TGs oder Parkräumen etc.

Kann man nutzen, muss man aber nicht. Dann exportieren und verschenken wir eben Strom nach Österreich und Polen... Weil wir ja die Kohle nicht abschalten wollen... Irgendwo hab ich ja geschrieben das wir auch den "Kalk im Kopf" entfernen müssen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 10:36

OS Electric Drive hat geschrieben:Ja unser Projekt Bechtle ist das Minimum, leider aber sehe ich weit und breit zu wenige Arbeitgeber die das so sehen auch wenn es tolle Beispiele dafür gibt wie es gehen kann.

übliches Hennen-Ei Problem. Die Dinge laufen und werden sich anpassen. Bist ja selbst schon 7 Jahre unterwegs, wird sicher nochmal solange dauern, aber denke dann haben wir ein gscheites Konzept. Ich bin nach wie vor der Meinung das die Arbeitgeber und der Einzelhandel top Adressen für Konzept sind. Die HPC für die Strecken und alles ist gut. Tankstellen wurden auch nicht innerhalb von 3 Jahren aufgestellt, und haben sich zigmal verändert und angepasst. Und bei Ladesäulen haben wir Kosten die liegen im Promile Bereich im Vergleich zu einer Tankstelle. Fraglich wird sein, wie man die üblichen Umsätze generieren möchte. Ich seh da Tesla wieder mal vorne, mit dem aus der Not geborenem Nebeneffekt der LSV. Ladeplätze wie Kapfenberg sind gute Dinge. Hab dort genug Infoflyer mitgenommen und bei anspruchsvollen Kunden bei mir verteilt - mit regem Interesse. Dem Chef würde eine vernünftige Empfehlung von Ladekunden im Quartal dicke ausreichen um die Unkosten des SuCs wieder reinzuholen... auch das laden wird sich verändern.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 10:44

OS Electric Drive hat geschrieben:@Südstromer scheint das ganze Bild nicht zu sehen sondern sich immer nur die einzelnen Punkte heraus nehmen. Wenn BKK Betreiber Strom lieber ins Ausland verkaufen und zwar für viel viel Geld warum sollen die den dann verschenken? Und warum soll das ein Ladestellenbetreiber machen wenn er nicht andere Ideen hinter dem Konzept sieht.

Überall wo man parkt oder Einkauft haben wir Strombezieher im Großabnehmersegment und die zahlen kaum mehr als 15 cents/kWh fürn Strom. Bin gern bereit beim parken fürn Strom eine Pauschale für die Infrastruktur zu bezahlen oder 30 cents/kWh und einer Startgebühr von 2 Euro zu bezahlen. Ich erwarte nirgends kostenlosen Strom! Ich erwarte aber auch nicht, das man aus so einem banalen Thema wie einer Ladesäule Konstrukte bastelt, die eher im Bereich menschlicher Planetenbesiedlung am Rand des Universums einzuordnen sind...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 6. Mär 2018, 11:42

Nun der Vergleich mit den Tankstellen hinkt, denn früher hat man seltenst mal kurz übers Wochenende seinen Brunder oder Kumpel mit dem eigenen Auto besucht. Das Auto war lange Zeit nicht für extrem lange Strecken gebaut. Und lange Reisen wie heute hat man auch nicht unternommen. Es gab den Bedarf damals nicht gleichermaßen wie heute. Heute sind die Bedürfnisse eben anders, denn die Menschen wollen mit dem Auto mal kurz übers WE an den Gardasee fahren oder aber mal zum Bruder nach Hannover. Von daher stellt sich heute ein anderer Bedarf dar wie das früher war.

Zudem rate ich nicht zu sehr von sich auf andere zu schließen. Denn die durchschnittliche Zeit beim Einkaufen sind ca. 20 Minuten, wer hat denn schon bock wegen ein paar Cent das Kabel aus dem Kofferraum zu holen und dann einstecken und später wieder ausstecken und aufräumen. Da braucht es schon einen ordentlichen 150kW Lader um in dieser kurzen Zeit auch entsprechend Strom zu tanken.

Und nein, ein Supermarkt ist in der Regel kein Großabnehmer sondern liegt bei locker 22-23 Ct/ kWh Brutto. Zudem stellt sich die Frage ob der Supermarkt irgendetwas steuerlich geltend machen kann wenn er es verschenkt oder subventioniert wenn eine Privatperson einen persönlichen Nutzen davon hat oder ob der Supermarkt die Strommenge dann pauschal versteuern muss.

Ich könnte mir gut vorstellen dass an den Supermärkten 150kW Lader entstehen und somit einkaufen und laden zusammen fallen.

Ich könnte mir gut vorstellen dass die Supermärkte die neuen Tankstellen werden. Das passt irgendwie gut zusammen und vielleicht lassen sich die Öffnungszeiten noch verbessern.

Von daher glaube ich dass wir so gut wie möglich die 3,7kW an jedem Parkplatz brauchen und dann noch 150kW - 350kW je nach Standort.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 6. Mär 2018, 12:48

Warum soll er was steuerlich geltend machen, wenn er es im Marketingbudget ganz normal als Ausgabe angibt?
Er muss ja auch keine Flyer oder ähnliches steuerlich geltend machen...
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 6. Mär 2018, 13:00

Von einem Fyler hast Du ja keinen Nutzen, von Strom für das Auto schon, das Licht im Markt kann man nicht mitnehmen den Strom draußen schon.
Müsste man einen Steuerberater fragen aber Verschenken auf vorsteuerabzugsberechtigen Bezug kann man eigentlich nichts.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von sebas » 6. Mär 2018, 13:55

OS Electric Drive hat geschrieben:Wenn BKK Betreiber Strom lieber ins Ausland verkaufen und zwar für viel viel Geld warum sollen die den dann verschenken?


Oft genug wird der Strom tatsächlich ins Ausland nicht nur verschenkt sondern die bekommen noch Geld wenn sie unseren Strom abnehmen.
Es gibt an der EEX (Strombörse Leipzig) tatsächlich regelmäßig negative Strompreise.

Ich kaufe als Großabnehmer unseren Strom für unter 4 Cent ein.
Was den Strom so teuer macht, sind Netzentgelte, EEG Umlage, Steuern etc.

Ladepunkte dürfen als "Unterbrechenbare Verbraucher" bereits jetzt reduzierte Netzentgelten bezahlen.
Wenn unsere Regierung jetzt noch auf Umlagen und Steuern verzichten würde, wären Ladepunkte schnell wirtschaftlich zu betreiben.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 6. Mär 2018, 14:02

OS Electric Drive hat geschrieben:Und nein, ein Supermarkt ist in der Regel kein Großabnehmer sondern liegt bei locker 22-23 Ct/ kWh Brutto.

Wie bitte???
Meinste echt IKEA zahlt 22 cents für ne blöde kWh Strom? Ein Kunde von mir hat ne stromintensive Werkstatt, der lacht Tränen über 16 cents. Würde er nie im Leben zahlen... (okay, die haben Rahmenverträge über landesweite Filialen, aber pro Standort ziehen die auch kaum mehr 20 Prozent eines IKEAs!)

Und mit 3 tripples WIRD der Supermarkt aber Großabnehmer. Nicht morgen, oder übermorgen - der Bedarf wird aber kommen. Position beziehen ist JETZT gefragt. Ich ess seit 3 Jahren nur noch dort zu Mittag, wo es gut schmeckt (und wo min. ne 22kW Säule vorhanden ist, seit letztem Jahr alternativ chademo..).

die guten Tankstellen machen auch nur Gewinn wenn das drumrum passt.
Zuletzt geändert von Südstromer MS85 am 6. Mär 2018, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 6. Mär 2018, 14:12

sebas hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Wenn BKK Betreiber Strom lieber ins Ausland verkaufen und zwar für viel viel Geld warum sollen die den dann verschenken?


Oft genug wird der Strom tatsächlich ins Ausland nicht nur verschenkt sondern die bekommen noch Geld wenn sie unseren Strom abnehmen.
Es gibt an der EEX (Strombörse Leipzig) tatsächlich regelmäßig negative Strompreise.

Ich kaufe als Großabnehmer unseren Strom für unter 4 Cent ein.
Was den Strom so teuer macht, sind Netzentgelte, EEG Umlage, Steuern etc.

Ladepunkte dürfen als "Unterbrechenbare Verbraucher" bereits jetzt reduzierte Netzentgelten bezahlen.
Wenn unsere Regierung jetzt noch auf Umlagen und Steuern verzichten würde, wären Ladepunkte schnell wirtschaftlich zu betreiben.



Es geht aber nicht darum ob ab und zu mal eine kWh verschenkt wird, sondern darum dass der Export von Strom übers Jahr ein MEGA Geschäft ist.

Und die 4Ct gibt es auch nur weil die vielen PV Anlagen den Strompreis von früher 8Ct auf heute 4Ct gedrückt haben und nun eben die EEG Umlage bedingt durch den niedrigen Strompreis eben gestiegen ist. Die Frage Strompreis + EEG Umlage, wie es da aussieht...

2008 8,96
2009 8,51
2010 7,41
2011 9,26
2012 8,79
2013 9,98
2014 9,44
2015 8,97
2016 9,45
2017 10,18
2018 10,79

So in Etwa hat sich das entwickelt in den letzten 10 Jahren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 6. Mär 2018, 14:18

OS Electric Drive hat geschrieben:Von daher glaube ich dass wir so gut wie möglich die 3,7kW an jedem Parkplatz brauchen und dann noch 150kW - 350kW je nach Standort.


+100
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