Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 28. Feb 2018, 17:24

Richtig harlem und jetzt muss man das sogar noch etwas weiterdenken! WAS macht der Staat mit den Mrd. an Minerölsteuer. Wenn man sich anschaut wie die Scheiche in Dubai leben, von 10 cents, und dann der armseelige Dt. Staat mit 80 cents je Liter!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 28. Feb 2018, 17:51

@harlem

zu dem ergebnis "jede ladesäule ist ein profitcenter und muss sich über den stromverkauf rechnen" kommt man automatisch, wenn man kleinteilig denkt und wenig bereit ist, erfahrungen aus bestehenden systemen (übliches tankstellennetz) zu übernehmen.

ich kann solche fantasielosigkeit auch nicht nachvollziehen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 18:42

harlem24 hat geschrieben:@OSE

Das ist aber doch heute mit dem Sprit nicht anders.
Die Pächter überleben nur, weil sie den Markt dabei haben, vom Spritverkauf alleine können sie nicht leben.
Ich verstehe halt nicht, warum das bei Strom auf biegen und brechen anders soll...


Beim Sprit ist es aber so, dass es aus einem harten Wettbewerb entstand. Die Tankstellen sind seiner Zeit nicht entstanden weil man damit nichts verdient hat. Am Anfang stand der Profit und am Ende der krasse Wettbewerb mit Verdrängung ohne Ende.

Am Ende wäre es mir wirklich recht wenn überall Säulen und Ladepunkte entstünden wo Menschen bereit sind auf Rendite zu verzichten. Leider ist das bislang halt nicht so sehr zu sehen. Und wenn ich mir mal die Geschwindigkeit anschaue mit der neue Ladepunkte entstehen wird mir angst und bange. Bitte versteh mich nicht falsch und wenn ich mich auch wiederhole, ich fahre seit 7 Jahren EV und habe schon so oft von Millionen von kleinen Ladepunkten geträumt. Einfach parken und laden... Kostenlos oder günstig wie W-Lan im Subway... Völlig selbstverständlich... Ich bin mir dann die Haken abgelaufen um Hotels, Städte und Gemeinden, Gewerbetreibende von Ladesäulen zu begeistern. Das Ergebnis ist sehr sehr ernüchternd....

Selbst im OV der Grünen gibt es stimmen dass E-Autos doch gar nicht so toll seien und man lieber das Geld für andere Dinge ausgeben solle. Am Ende haben wir nach zwei Jahren endlich ein GR Beschluss mit Sperrvermerk... Und was ist das wert? Wir werden sehen... Bietigheim hat eigentlich keine echte Ladesäule, den Bürgermeister juckt das nicht...

Ich sehe aber gerade an den Hotspots große Probleme, denn diese werden gut besucht sein Lademöglichkeit hin oder her. Warum soll ein Vermieter in der Stadt seine Wohnung attraktiver machen indem er sie dämmt und mit PV als Mieterstrommodell anbietet wenn er 100 Bewerbungen auf eine Wohnung hat?

Natürlich ist es toll wenn es Konzepte gibt wie bei IKEA aber dort hat sich außer den zwei Ladepunkten auch nichts mehr getan.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 28. Feb 2018, 18:57

@osed

ich hätte eigentlich mit einer entschuldigung deinser seits, für deinen unangebrachten ton gerechnet. leider vergebens...

hier eine kurze zusammenfassung der entstehungsgeschichte des deutschen tankstellennetzes: https://www.geschichtsspuren.de/artikel ... ichte.html

kurze zusammenfassung:

als erstes spritverkauf durch drogerien/apotheken (die hatten das sowoeso im amgebot neben VIELEN VIELEN anderen dingen).

dann sind läden, hotels, restaurants aufgesprungen und haben sich tanksäulen vor die tür gestellt.

erst recht spät (vergrösserte autodichte) sind dann wirkliche "tankstellen" als profitcenter entstanden.


also: am anfang stand das zusatzgeschäft, dann die marketingaktion und erst zum schluss das profitcenter.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 28. Feb 2018, 19:10

Ups...
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 19:49

Wim hat geschrieben:@osed

ich hätte eigentlich mit einer entschuldigung deinser seits, für deinen unangebrachten ton gerechnet. leider vergebens...

hier eine kurze zusammenfassung der entstehungsgeschichte des deutschen tankstellennetzes: https://www.geschichtsspuren.de/artikel ... ichte.html

kurze zusammenfassung:

als erstes spritverkauf durch drogerien/apotheken (die hatten das sowoeso im amgebot neben VIELEN VIELEN anderen dingen).

dann sind läden, hotels, restaurants aufgesprungen und haben sich tanksäulen vor die tür gestellt.

erst recht spät (vergrösserte autodichte) sind dann wirkliche "tankstellen" als profitcenter entstanden.


also: am anfang stand das zusatzgeschäft, dann die marketingaktion und erst zum schluss das profitcenter.


Und was sagt uns das, dass das Konzept eben nicht funktioniert hat Kraftstoff an den genannten Orten anzubieten sondern dass sich Pureplayer entwickelt haben. Irgendwie schon komisch dass gerade Du das schreibst, das hätte ich bringen können um zu zeigen dass es wohl wenig Sinn macht, alles miteinander zu vermischen.

Zudem war damals der Anspruch an Mobilität in etwa so wie damals der Anspruch an ein Pferd. Oder willst Du jetzt auch noch einwerfen dass es früher Boten gab die auch noch ermordet wurden wenn sie nicht die richtige Nachricht im Gepäck hatten und man daher Handys auch so einführen müssen...

Ich kann mich noch so oft wiederholen... die E-Mobilität muss schnell kommen um der Luftqualität und dem Klima zu helfen. Wer noch ewig warten will bitte, ich habe keine Lust mehr darauf.

Von daher denke ich, dass es wichtig ist die Grundbedürfnisse eines heutigen Autofahrers zu befriedigen und nicht die eines Pferdekutschen Besitzer. Und das ist eben nunmal ein kleiner aber gewaltiger Unterschied.

Selbst der Besitzer eines Peugeot 205 für 500€ kann mit dem Auto zur Uni vom Bodensee nach Berlin fahren, oder mit der neuen Freundin an Gardasee. Auf diese Idee ist jemand mit einer Pferdekutsche wohl auch nicht gekommen. :roll:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 28. Feb 2018, 21:04

@osed

einer meiner söhne hat das vor jahrzehnten in seiner pupertät auch so gemacht: wenn er auf ungenauigkeiten und fehlannahmen in seiner argumentation hingewiesen wurde, erweiterte und veränderte er beliebig den blickwinkel und führte neue, ihm liebsame rahmenbedingungen in die diskusdion ein.
das hat sich bei ihm "verwachsen". seit langem hat er den kleinen narzisten in sich im griff und man kann sehr fruchtbar mit ihm diskutieren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 21:07

Wenn Du Dich auf das Thema konzentrieren könntest und persönliche Dinge per PN austauschen wäre glaube ich jedem geholfen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 1. Mär 2018, 08:15

Vermutlich wird es auf verschiedene Konzepte fürs laden hinauslaufen - wie so oft im Leben. Wir sollten mal abwarten, sicher noch ca. 5 Jahre, bis wir die Erfahrung gemacht haben, wie es ist elektrisch zu fahren und zwar mit real 500 KM und NICHT wie aktuell mit den mickey mouse Autos 70 bis ca. 150 KM. (abseits Tesla). Dann sollten wir nochmal einen Faktencheck machen. Meine 1.900 KM Tour (einfache Strecke) war trotz 60 Prozent der KM nur an chademo trotzdem nicht schädlich fürs vorwärtskommen. Und ich bin mir sicher, das das für die meisten eher eine crazy tour war. Wir werden also auch in den nächsten Jahren irgendwie mit dem Auto zum Gardasee kommen. und mit einer 500 Euro Verbrennergurke hätte ich eh mehr Bedanken, als mit einer ZOE40! Etwas Geduld, die Dinge verändern sich doch. Die letzten Jahre war Saure Gurken Zeit, 2019 sieht die Welt ein wenig anders aus.

Und bitte ab und zu mal nach China schauen und nicht so oft glauben das unser Laienspiel hier in Europa etwas mit Entwicklung zu tun hätte.


(Edit: Einfügung)
Zuletzt geändert von Südstromer MS85 am 1. Mär 2018, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 1. Mär 2018, 08:21

+1

Da bin ich voll bei Dir. Ich denke dass viele in meinem Bekanntenkreis sich schon mit einem Tesla schwer tun würden. Klar werden wir sehen was in den nächsten Jahren passieren wird. Beeinflussen können wir das von hier aus so oder so nur bedingt.

Ich versuche bei meinen Vorstellungen mich eher in die Situation anderer Menschen hinein zu versetzen und nicht meine Idee (die mit den meisten hier korreliert) als richtig anzusehen.

Es ist völlig egal, wozu ich bereit bin, die Frage ist was die 99% wollen.
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