Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 27. Feb 2018, 20:02

So viel zum Thema urbatricity...;)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Volker.Berlin » 27. Feb 2018, 20:05

Da steht ausdrücklich, dass es noch keine Informationen dazu gibt, welcher Anbieter die Technik liefern soll. Warten wir mal ab.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 27. Feb 2018, 20:54

Wim hat geschrieben:ich habe eigentlich immer dich als verfechter einer "muss für alles gehen und trifft auf alles zu"-lösung wahrgenommen. solche "ikea"-ladelösungen werden genauso ihren platz finden wie kostenloses parken vor dem supermarkt neben kostenpflichtigen parkhäusern ihre daseinsberechtigung haben.


mein orakle zum thema "profitcenter"-ladestellen ist so ungefähr:

die anbieterseite des e-auto-marktes ist erst im entstehen. hier wird es noch viel bewegung geben.
autohersteller, die keinen alttechnologieballast haben, sind in ihrer produktgestaltung freier als die angestammte autoindustrie (mit rücksichten auf aktienkurs, dividende, boni ...).
entweder rettet sich die angestammte autoindustrie durch ihr selbstverschuldetes jammertal oder sie geht ein.
langfristig werden autos elektrisch betrieben werden.

die entwicklung im pkw-angebot wird dahingehen, dass die ladekapazitäten (sprich mögliche reichweite) immer höher werden und die schnellladefähigkeit weiter zunehmen wird. es wird sich in europa mittelfristig etwas einpendeln, dass (ähnlich wie bei jetzigen pkw) eine reichweite von 800km und eine ladezeit (inkl. bezahlvorgang) von 5...10minuten abbildet (oder auf einem anderen nievau aber in einer solchen duplizität).

wenn der markt dann genug autovielfalt anbietet, wird der käufer an der kasse entscheiden.

wenn es preislich hinhaut: auch der eigenheimbesitzer (ein-auto-haushalt) mit eigner ladeinfrastruktur wird sich wohl für ein auto entscheiden, was ihn unproblematisch in den jahresurlaub fährt. auch wenn sein täglicher streckenbedarf bei nur 40...50km liegt (fahrt zur arbeit). allein aus sicht der EINEN urlaubsfahrt im jahr, wird er sich ein fahrzeug zulegen, welches sehr schnell ladbar ist. aus käufersicht werden wir uns in der masse immer irgendwo bei 70...80% des technisch machbaren bewegen. (der AB-linksfahrende-terminplan-abarbeiter braucht eh reichweite, reichweite, reichweite inkl. schnelladung.)

was bedeutet das nun für die "profitcenter"-ladeinfrastruktur?

große anbieter (z.b. stromanbieter) werden keine flächendeckenden strukturen aufbauen, bevor sich am automarkt nicht deutlich tendenzen (wo geht es technisch hin, wie sieht der zeitstrahl aus) darstellen. sie müssen nicht befürchten zu spät zu kommen. sollte in der strasse xy bereits jetzt ein schnarchlader von irgendjemanden stehen, ist es für große firmen, die irgendwann in den markt wollen wohl umsetzbar, den dann üblichen, nachgefragten ladepunkt 100m weiter zu errichten.
vor dem hintergrund eines "tankvolumens" von 800km-reichweite und einer schnelladefähigkeit von 5...10minuten, werden sich auchtankstellenartige ladeparks (erst an den fernstrecken, aber auch innerstädtisch) herausbildung (schon aus dem grunde, sehr gebündelt die benötigte energie örtlich bereitzustellen)

bleibt die frage: wie lange wird es bis dahin dauern? keine ahnung! geht es sehr schnell, dann ist jede jetzt errichtete "profitcenter"-ladeinfrastruktur vor erfolgter abschreibung pleite. schafft es die angestammte autoindustrie viele hybride in den markt zu drücken, verlängert sich die überlebenszeit der jetzigen schnarchladepunkte.

ich halte das ganze für ganz großes kino (in zeitlupe) und freue mich (fast täglich) über die neuen änderungen, wendungen, ankündigungen und urteile. wenn ich soviel popcorn essen würde ....


Im Gegenteil, ich habe schon immer gesagt dass es viele Lösungen geben kann, diese aber nicht reichen um BEVs in die Breite zu tragen. Denn bis jeder IKEA endlich mal genügend Ladesäulen hat wo nicht wieder ein Schmarotzer mit seinem ZOE P+R macht gehen noch ein paar Jahre ins Land. Bis Arbeitgeber auf den Zug aufspringen und oder andere solcher Lademöglichkeiten entstehen geht halt noch viel Wasser den Neckar runter.

Ich sehe es ja mit Tesla, die SUC sind einfach genial und haben mir das Reisen ermöglicht, was mit dem Roadster schon eine echte Herausforderung war. Als ich mit meinem 2013 Model S auf Langstrecke war mit 22kW Säulen war man zwar glücklich dass das ging aber ich wollte das SUC Netzwerk nicht mehr missen.

Ich denke man braucht für Menschen deren Auto auf der Straße steht eine Möglichkeit einfach das Auto abzustellen und aufzuladen und ein entsprechendes HPC Netz.

Ich persönlich halte aber das HPC Netz für viel wichtiger als andere Lademöglichkeiten. Ich denke nicht dass meine Frau Lust hätte überall das Kabel aus dem Auto zu gruschteln und dann zu laden bei Wind und Wetter. Und viele die mit mir unterwegs sind sehen das auch als nicht so toll an wenn ich da mit dem Kabel hantiere, vom SUC aber ist jeder begeistert gewesen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Eberhard » 27. Feb 2018, 21:13

Mit dem neuem Tesla Roadster braucht man auch keinen SuC/HPC mehr, wenn man jede Nacht an Typ2 mit 22kW laden kann. Dann braucht man nur noch DeC. Wer will schon nach 500km eine Stunde am SuC zubringen, da ist ein gutes Restaurant mit Typ2 viel besser, notfalls auch ohne Lademöglichkeit.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 27. Feb 2018, 21:18

Nun der Roadster ist ja nicht gerade das Maß der Dinge, spannend finde ich aber wie sich das Blatt gewendet hat. Früher waren die alle verpönt die nach größeren Akkus gerufen haben. Und nun wird ein einmaliger 200kWh Akku als Standard ins Feld geführt?

Und wenn ich ein MX 200 hätte müsste man noch laden auf dem Weg nach Italien. Viele Menschen die ich kenne fahren nach Rimini ohne große Pause, die wechseln sich ab und gut ist. Ich würde dann auch keine nervigen Pausen mehr machen wenn ich mit 200kWh und 500kW laden könnte. Denn selbst bei 1000km Reise bracht man mit dem MX locker mal 280kWh Strom. Und dann muss man sich auch nicht an Ort und Stelle wieder um eine Lademöglichkeit kümmern.

Ich denke große Akkus werden genau das Gegenteil bringen viel höhere Ladeleistungen und das Ende der Schnarchladung (kleiner 50kW)
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 28. Feb 2018, 14:31

Meine Lieblingssäule in Reutlingen (NM jetzt Shell) hat mir nichts dir nichts von 30 auf 50 cents erhöht. Dort lädt jetzt kaum noch jemand (nach Aussage von dem freundlichen Herrn im Büro mit den 17 Monitoren...).

AUCH ein geniales Konzept :D

Zumal der örtliche Strombetreiber Strom dort verkauft.

Ein neuer Lolo wurde nicht angebracht was ja irgendwie eine Preiserhöhung "gerechtfertigt" hätte. Jetzt träumt man also von 50 cents, wo früher tag ein tag aus mit 30 cents gut frequentiert wurde... Nunja.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 14:35

Jeder der einen Taschenrechner bedienen kann weiß, dass man mit 30Ct keinen Blumentopf gewinnt. Und Leute mit billigen Produkten anzulocken ist einfach, das Geheimnis liegt darin dabei auch noch Geld zu verdienen.

Hier haben ja einige vom billigen 11kW Lader und vom teuren 150kW Lader geträumt und diese Vorstellung wird sich bald ins Gegenteil umkehren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 28. Feb 2018, 14:36

harlem24 hat geschrieben:Warum interessiert es die Ladesäulenim Parkhaus, ob der Strom abgerechnet wird oder nicht? Das Ticket zieht man bei der Einfahrt. Und der Strom ist in den Kosten eingepreist.
Was man eventuell noch machen könnte, ist die Parkkarte, so es eine Chipkarte ist, an die Säule halten zu lassen, damit der Automat weiß, dass geladen wurde und eventuell eine Pauschale aufschlägt.
Das sollte problemlos mit einem einzigen Ja/Nein Flag zu lösen sein.

Im Parkhaus ist ein gscheites KOnzept kinderleicht umsetzbar. Aber einfache Dinge passen nicht in OS seine Welt. Jemand der mit einem 100er Tesla am Gardasee Ladeprobleme hat, obwohl ringsum 4 SuC vorhanden sind, taugt kaum als Gesprächspartner. Am collsten find ich das jemand der professionell Solaranlagen verkauft, passiv Strom von einer Ladesäule anspricht. Großes Kino!

Ein Lolo an der Wand kostet kaum mehr als 800 Euro/Jahr. Kann man sich ausrechnen was lukrativer für den Betreiber ist, von 50+ cents träumen oder paar Krümel aufs Parkticket umlegen und gut ist...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 28. Feb 2018, 14:39

Dort lädt jetzt kaum noch jemand

OS Electric Drive hat geschrieben:Jeder der einen Taschenrechner bedienen kann weiß, dass man mit 30Ct keinen Blumentopf gewinnt. Und Leute mit billigen Produkten anzulocken ist einfach, das Geheimnis liegt darin dabei auch noch Geld zu verdienen.

Hier haben ja einige vom billigen 11kW Lader und vom teuren 150kW Lader geträumt und diese Vorstellung wird sich bald ins Gegenteil umkehren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 28. Feb 2018, 14:50

Warum schreist Du mich denn jetzt an. Kaum bist Du wieder da brüllt jemand hier durchs Forum?

Preis erhöht auf ein normales Maß und niemand lädt mehr dort...
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