Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Feb 2018, 10:37

egn hat geschrieben:Stromkosten in Parkgebühren enthalten oder kostenlos.

kostenlos... tolles Konzept :roll: :roll: und wie soll die Verrechnung über die Parkgebüren funktionieren? Woher soll die Säule das wissen? Braucht man da kein Lesegerät für das Parkticket :roll:

Bei Tesla reichen ein paar Leute für ein über Europa verteiltes Netz.

Tesla macht die Wartungsarbeiten ausschließlich mit eigenen Leuten? Die haben keine Subunternehmer? Wie viele Leute sind das? Zudem vergleichst Du nun Äpfel mit Birnen, ich bin ja bekanntlich auch der Meinung dass einige wenige größere Ladestellen hauptsächlich HPC besser sind als viele tausende Ladepunkte in den Tiefgaragen die alle betrieben und gewartet werden müssen, die ebenfalls oder sogar leichter Vandalismus zum Opfer fallen können.


Normale Telefonnummer des Parkplatzbetreibers.


Aha... Und was bringt mir die ?




Für Parkplätze wurde schon vorher eine Standortanalyse gemacht, sie werden nur zusätzlich mit Ladeanschluss versehen.


Also nach Deiner Ansicht nach gibt es keinen Aufwand für eine Analyse?

Existierende Parkplätze wurden schon geplant und müssen nur mit den Ladeanschlüssen versehen werden.


... was over engineered und überflüssig ist. :roll:
[/quote]

Ich denke dass die aktuelle Situation doch zeigt, dass es notwendig ist mehr Planung und Ideen in die Sache zu bringen. Zudem scheint Dein Konzept nur aus Ladepunkten von Parkhäusern zu bestehen. Und ich höre oft dass IKEA und Co ja auch Parkplätze baut um Leute anzulocken, auf denen können aber eben alle Autos stehen egal ob es ein Model S oder eine S- Klasse ist.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Feb 2018, 10:43

Warum interessiert es die Ladesäulenim Parkhaus, ob der Strom abgerechnet wird oder nicht? Das Ticket zieht man bei der Einfahrt. Und der Strom ist in den Kosten eingepreist.
Was man eventuell noch machen könnte, ist die Parkkarte, so es eine Chipkarte ist, an die Säule halten zu lassen, damit der Automat weiß, dass geladen wurde und eventuell eine Pauschale aufschlägt.
Das sollte problemlos mit einem einzigen Ja/Nein Flag zu lösen sein.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Feb 2018, 11:42

Das soll ein Konzept sein, dass die Kosten je Parkplatz nun derart variieren? Wenn da jemand mit dem MX100D rein kommt und mit 11kW lädt dann hat er in 8h rund 90kWh geladen und somit 20€ kosten zzgl Ladesäule verursacht. Das würde die Parkticket Preise aber erheblich erhöhen. Wenn man dann nicht laden will oder mit einem Renault ZOE kommt? Der nächste kommt dann mit dem neuen Tesla Roadster.

Ehrlich gesagt kann ich das nicht nachvollziehen dass man so viel Geld umsonst bekommen soll. Zudem wird ein Parkhaus dann zu einem Monster an Verbraucher. Das kostet etwas mehr als sich das manche hier schönrechnen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von elrond » 26. Feb 2018, 13:28

Wim hat geschrieben:ich möchte nochmal eine lanze dafür brechen, doch erstmal zu definieren, was hier unter "öffentlicher ladestelle" verstanden wird. ansonsten redet weiterhin der eine von äpfeln und der andere von birnen ...


Der Ausgangspunkt dieses Threads war ein Bericht, dass der örtliche Kreis (Kreis Ostholstein) sich um Ladestellen kümmern möchte. Und ich hatte den Eindruck, dass hier vor Ort einiges passiert - aber oftmals ohne wirkliches Konzept dahinter. Daher meine Frage nach Erfahrungen mit einem Konzept für öffentliche Ladestellen. Letztlich stelle ich mir vor, dass der Kreis einen Plan haben sollte, wie er vorgeht. Ob er das mit eigenen Ladesäulen realisiert, mit Parkhausbetreibern, mit externen Betreibern usw. - das ist für mich nicht der Input der Frage, sondern das könnte jeweils als Ergebnis herauskommen - auch gern gemischt.

Ich finde es sehr spannend, in welche Richtung sich die Diskussion entwickelt hat - nehme daraus aber leider auch mit, dass man sehr wohl sehr unterschiedlicher Meinung über das richtige Vorgehen sein kann. Eine offene Diskussion fände ich daher weiterhin sinnvoll.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 26. Feb 2018, 13:45

@elron

und, hast du zwischenzeitlich beim kreis mal nachgefragt?

(eine technische/kaufmännische diskussion ohne definition der randbedingungen kann ich mir nur sehr schwer als zielführend vorstellen)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Volker.Berlin » 27. Feb 2018, 09:43

So sieht das Konzept von VDA und NPE aus:
:arrow: https://www.electrive.net/2018/02/26/la ... -bis-2025/

[...] Dem Branchendienst electrive.net liegt exklusiv eine interne Prognose vor, die aufzeigt, wie der Infrastruktur-Hochlauf nach Meinung der beiden Organisationen bis 2025 aussehen muss. Mit einem Ausbauplan, einer Kostenschätzung und technischen Details. Das Ziel: Kein Fahrer soll auf Strom warten müssen. Und kein Betreiber soll ins Leere investieren. [...]
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 27. Feb 2018, 10:31

OS Electric Drive hat geschrieben:kostenlos... tolles Konzept :roll: :roll: und wie soll die Verrechnung über die Parkgebüren funktionieren? Woher soll die Säule das wissen? Braucht man da kein Lesegerät für das Parkticket :roll:


Du bist doch sonst so einfallsreich, hier siehst Du aber anscheinend nur Probleme. :roll:

Warum ist der Strom im Mariandl in Krems wohl völlig kostenlos, und sogar das Parken ist kostenlos.

Und die Abrechnung exakt nach Verbrauch ist wieder mal typisch. Es muss alles bis ins Letzte gerecht sein. Da stellt man dann eine Ladestation für 10.000 Euro hin und zahlt dann noch 100 €/Monat für Abrechnung und Wartung, anstatt dass man 200 € für einen einfachen Typ2 Anschluss oder gar nur CEE16 installiert, und dann nur 100 € Kosten pro Jahr hat. :roll:

Für die Preisdifferenz kann man rund 50.000 kWh kostenlos abgeben.

Wenn man pragmatisch vorgeht dann nimmt man Typ2 Stationen mit 3,7 kW und schlägt pro Stunde Parkzeit 1 € drauf.

Tesla macht die Wartungsarbeiten ausschließlich mit eigenen Leuten? Die haben keine Subunternehmer? Wie viele Leute sind das?


Wenn ich mich recht erinnere sollen es 3 Leute sein die in ganz Europa ständig unterwegs sind. Stand irgendwo hier im Forum.

Zudem vergleichst Du nun Äpfel mit Birnen, ich bin ja bekanntlich auch der Meinung dass einige wenige größere Ladestellen hauptsächlich HPC besser sind als viele tausende Ladepunkte in den Tiefgaragen ...


Leg mir nicht in den Mund was ich nie geschrieben habe. :evil:

Ich habe immer geschrieben, dass an HPC Standorten viele Ladepunkte besser sind als diese über viele Standorte zu verteilen. Und bei den anderen Ladestationen ist es genauso. Viele Ladestationen in öffentlichen Parkhäusern/Tiefgaragen/Parkplätzen sind die Lösung und nicht wenige einzelne 10.000 Euro Ladestationen gleichmäßig über das Land verteilt.

die alle betrieben und gewartet werden müssen, die ebenfalls oder sogar leichter Vandalismus zum Opfer fallen können.


Gerade Parkhäuser unterliegen mittlerweile einer ständigen Überwachung. Nur weil gelegentlich mal Vandalismus passiert, heißt das nicht dass es damit ein wirkliches Problem gibt. Jedenfalls sehe ich immer wieder kostenlose Ladepunkte im unbewachten öffentlichen Raum an denen nur die einfachen Typ2 Ladestationen für weniger als 1000 €/Stück installiert sind. Die haben anscheinend keine große Angst vor dem Vandalismus. Für den Mehrpreis von 10.000 € teuren vor Vandalismus geschützten Ladestationen kann man viel günstige Typ2 Ladestationen an die Wand schrauben. Und trotz der sicheren Maßnahmen kann man wenn man es darauf anlegt die Stationen immer noch außer Funktion setzen.

Unter der Telefonnummer meldest Du einen Schaden, während Du dann an einer der 50 anderen Ladestationen lädst. Es gibt ja die Möglichkeit entsprechend viele Stationen zu installieren, wenn man sein Geld nicht in 10.000 € teure Subventionsabgreifladestationen steckt.

Ich denke dass die aktuelle Situation doch zeigt, dass es notwendig ist mehr Planung und Ideen in die Sache zu bringen. Zudem scheint Dein Konzept nur aus Ladepunkten von Parkhäusern zu bestehen.


In D wird zu viel geplant anstatt dass gehandelt wird. :roll:

Was muss man hier noch planen, wenn man im Blick hat dass in Zukunft immer mehr Elektroautos Bedarf haben zu laden. Laden können die Elektroautos derzeit nur wenn sie irgendwo parken. Es ist doch dann nur logisch dass man möglichst viele Parkplätze mit Lademöglichkeiten versieht. Natürlich nicht mit 10.000 € teurer Ladetechnik, die nur wegen der Subventionen so teuer sind. Sondern mit möglichst günstiger Technik damit aus dem verfügbaren Geld möglichst Nutzen entsteht.

Mein "Konzept" beschränkt sich nicht nur auf Parkhäuser sondern ist prinzipiell für jeden bewirtschafteten öffentlichen Parkraum geeignet, soweit sie entsprechend an das Stromnetz angeschlossen werden können. Hinzu kommen noch die Parkflächen von Einkaufszentren und anderen kommerziellen Unternehmungen auf denen Fahrzeuge länger als 1 h täglich parken.

Gibt es genügend viele öffentliche Parkplätze mit Ladeanschluss dann löst sich auch das Ladeproblem der Stadtbewohner ohne eigenen Parkplatz fast von selbst. Das Auto steht typischerweise 23 h pro Tag auf einem Parkplatz. Selbst mit 3,7 kW kann man da eine Reichweite von 400 km laden.

Natürlich wird es dann auch noch HPC Lader brauchen. Die werden dann aber sinnvollerweise auch nicht einzeln irgendwo stehen, sondern dort wo man die nötige Zeit auch angenehm verbringen kann. Also das genaue Gegenteil einer typischen Tankstelle.

[quote]
Und ich höre oft dass IKEA und Co ja auch Parkplätze baut um Leute anzulocken, auf denen können aber eben alle Autos stehen egal ob es ein Model S oder eine S- Klasse ist.
/quote]

Alle sind potentielle Kunden. Natürlich gibt es da auch Missbrauch, wie es auch an SuC Missbrauch gibt. Aber auch da kann man sich Lösungen einfallen lassen, die einfach und pragmatisch sind, anstatt dass man überteuerte Ladestationen aufstellt, die sich überhaupt nicht rechnen können.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 27. Feb 2018, 10:45

Volker.Berlin hat geschrieben:So sieht das Konzept von VDA und NPE aus:
:arrow: https://www.electrive.net/2018/02/26/la ... -bis-2025/


Eine Quote von 1:10 für AC bedeutet, dass 10 E-Autos um einen Ladeplatz konkurrieren. Nimmt man an dass die Hälfte davon Zuhause lädt, bleiben es immer noch 5 Fahrzeuge. Bei 11 kW maximaler Ladeleistung (die Autos können meist nicht schneller) könnten sie theoretisch jeweils 50 kWh täglich laden.

Das sieht auf den ersten Blick ganz gut aus. Aber wenn man überlegt dass diese 5 Autos wohl meistens zur gleichen Zeit laden möchten, nämlich über die Nacht, dann sieht man dass dies keine Lösung sein kann. Man kann eben beim Strom tanken nicht so planen wie bei konventionellen Tankstellen. Das Laden dauert viel länger, niemand will so lange warten bis ein Fahrzeug fertig ist.

Wie soll das funktionieren?

Für mich ist das ein Konzept für die Rundablage, von Leuten gemacht die keine Ahnung davon haben wie die tägliche Praxis mit einem Elektromobil aussieht. :roll:
Zuletzt geändert von egn am 27. Feb 2018, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 27. Feb 2018, 10:45

Danke Volker, sehr spannend die Aussage dass 50kW stirbt, was längst klar ist.

Ich denke wir können ja die öffentliche Infrastruktur in drei Teile aufgliedern.

=> Ladesäulen bei Dienstleistern wie IKEA und Co. Dort wird kein direkter Ertrag aus dem Stromverkauf stehen sondern eher dass man einen Vorteil seinem Kunden bietet. Das kann funktionieren wird man aber sehen in welche Bereich das skaliert wird und wie sich die "Lust" der großen Kundschaft entwickelt immer mit einem Kabel zu hantieren. Hier denke ich wird Induktives Laden spannend sein da dann die Kunden vielleicht auch länger im Shop bleiben.

=> Laden im Parkhaus über das Parkticket. Ich denke hier wird es schon spannend werden ob ein Betreiber eines Parkhauses in guter Lage sich hierfür begeistern lässt und wie das mit den Vorgaben etc aussieht, gerade auch im Hinblick auf Abrechnung. Ein Tesla Roadster 200kWh und ein Renault ZOE 22kWh.

=> Laden im "freien Feld" hier wird es auch sehr spannend sein mit der "kleinen" Säule ein Betreiber Modell zu sehen. Was ich mir hier vorstellen könnte wäre eine Förderung über den Strompreis, sodass zumindest für eine Übergangszeit Umlagen oder Steuern wegfallen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 27. Feb 2018, 10:49

@egn

denkst Du, man kann alles so einfach verschenken? Denkst Du das FA spielt mit wenn ein Betrieb einfach was verschenkt? Wir reden hier nicht über 5kWh Strom je Kunde sondern wenn es dumm läuft über 150kWh beim Roadster.

Warum eine Küche für 200.000€ kaufen und Köche einstellen und dann 6,50€ für ein Essen verlangen, könnte man doch kostenlos machen dass die Leute zu einem kommen, eine Tiefgarage hat man ja auch gebaut... :lol:

Ich empfinde es als wirklich sehr spannend, was so manch Elektronaut für Ideen hat.
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