Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 25. Feb 2018, 10:36

@triplep

ich bezog mich auf die gesamtdiskussion hier, nicht speziell auf deinen.
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Fjack » 25. Feb 2018, 10:44

OS Electric Drive hat geschrieben:Planen gerade unseren Sommerurlaub 2018 und ich muss feststellen, dass die Tesla DeC am Garadsee quasi nicht existent sind. Gerade 9 Hotels am ganzen See... Wie viele Hotels gibt es dort wohl? Wie viele Promille sind das?
Das Hotel in dem wir im letzen Jahr waren ist bislang nicht dabei, obwohl ich mit der Besitzerin über die Notwendigkeit gesprochen habe...


Wieviele Promille an Gästen reisen den mit dem E-Car an?
Ich habe bisher mir die Unterkünfte wie früher rausgesucht und dann kurz per Telefon oder Mail die Lademöglichkeit geklärt.
Bei 1/3 bis zur Hälfte war das Laden dann möglich und dort wurde dann gebucht.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 25. Feb 2018, 13:47

OS Electric Drive hat geschrieben:Wenn du viele Ladepunkte baust geht der Preis runter das ist unbestritten. Dafür sinkt dann aber auch die Auslastung dramatisch.


Wenn aber ein Ladepunkt nur mehr 1/20tel kostet dann reicht auch 1/20tel der Auslastung für die Profitabilität.

Tatsächlich kann es gut sein dass ein Ladepark für 10.000 € mit 20 Ladestationen gegenüber 1 Ladesäule eine weit höhere durchschnittliche Auslastung hat, weil dieser viel attraktiver ist und natürlich auch die Spitzen ausnutzen kann. Man kann dann eben an bis zu 20 Fahrzeuge gleichzeitig Strom verkaufen, während an der einen Ladesäule immer nur Strom für ein Fahrzeug verkauft werden kann.

Der Strom ist einfach in den Parkkosten enthalten. Im Extremfall macht es ein Großmarkt oder ein Einkaufszentrum so wie im Mariandl in Krems und installiert CEE16 rot und drückt die Kosten auf unter 100 Euro pro Ladeplatz.

Du bist derjenige der Behauptungen von Preisen und Auslastung um sich geworfen hat, dann belege deine These doch einfach mal.


Du bist derjenige der behauptet dass man 10.000 Euro für einen Ladeanschluss ausgeben muss, dann belege Deine These doch einfach mal. :roll:

Dieses Gegenbeispiel widerlegt aber schon Deine These.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Volker.Berlin » 25. Feb 2018, 14:03

Es gibt leider eine Tendenz, darüber zu diskutieren, wer recht hat. Lasst uns mal versuchen, davon weg zu kommen, und stattdessen inhaltlich auf die einzelnen Punkte eingehen. Ich denke jedenfalls auch, dass sich eine Batterie von AC-Ladestationen an günstigen Standorten wie z.B. Flughäfen künftig kostendeckend oder sogar rentabel betreiben lässt.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 25. Feb 2018, 14:25

ich glaube, die betrachtung sollte weggehen von "ladesäule = profitcenter".
das ist bei den üblichen benzin-/dieselsäulen ja auch nicht gegeben. die sind eingebaut in eine wertschöpfungskette und quersubventioniert durch die pacht (sprich: den shopumsatz).

in ähnlicher konstellation hat auch jede ladesäule eine (kaufmännische) daseinsberechtigung.

so, wie in den letzten jahren offenbar nur wenige privatpersonen (und kleinfirmen) der meinung waren, sich eine öffentlich zugängliche dieselsäule zuzulegen, würde ich aktuell nicht erwarten, dass das bei ladesäulen anders ist.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Feb 2018, 15:16

Volker.Berlin hat geschrieben:Es gibt leider eine Tendenz, darüber zu diskutieren, wer recht hat. Lasst uns mal versuchen, davon weg zu kommen, und stattdessen inhaltlich auf die einzelnen Punkte eingehen. Ich denke jedenfalls auch, dass sich eine Batterie von AC-Ladestationen an günstigen Standorten wie z.B. Flughäfen künftig kostendeckend oder sogar rentabel betreiben lässt.


Ich bin voll bei dir. Schwierig wird es immer wenn extreme Vorstellungen hinsichtlich Preis etc als Grundlage diskutiert werden. Klar kann man mit 500€ ne Ladepunkt ein business case darstellen.

Wie sind halt in einem Henne Ei problem. Ohne EVs kein Interesse an einem Ladepunkt ohne Ladepunkt keine EVs
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Ralf Wagner » 25. Feb 2018, 15:33

Ladeinfrastruktur lässt sich zwischenzeitlich durchaus rentabel betreiben! Sowohl ein großer Betreiber von Ladeinfrastruktur hat geäußert dass er schwarze Zahlen schreibt, wie uns auch ABB in einem Vortrag vorgerechnet hat, wie Triple Charger Geld verdienen können. Es gilt auch hier - Lage - Lage -Lage. Der Stecker darf nicht kalt werden, dann klappts auch.

www.XCharge.com aus China bringt die Preise der Lader in Bewegung, bei AC, DC und HPC. Wenn ein Triple Charger dann nur noch die Hälfte kostet - und er auch zuverlässig funktioniert und die europäischen Anforderungen (Eichrecht!) erfüllt - wirds auch besser mit der Wirtschaftlichkeit.

Ich habe Hoffnung dass wir einen Markt bekommen für Ladeinfrastrukturhardware und Ladestandorte.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 25. Feb 2018, 15:46

OS Electric Drive hat geschrieben:Schwierig wird es immer wenn extreme Vorstellungen hinsichtlich Preis etc als Grundlage diskutiert werden.


Da musst Du Dich wirklich Mal an die eigene Nase fassen. Du bist doch derjenige der ständig die überförderten extrem überteuerten Luxusladesäulen zum Standard erhebst und als Strohmann aufstellst, um im zweiten Schritt vor rechnest, dass es dafür keinen Business Case gibt, und im dritten Schritt die Aufstellung von nochmal 10-fach teureren HPC propagiert. :roll:

Wie sind halt in einem Henne Ei problem. Ohne EVs kein Interesse an einem Ladepunkt ohne Ladepunkt keine EVs


Das Problem löst man sicher nicht dadurch dass man nur einige wenige überteuerte Säulen aufstellt, weil das Geld nicht weiter reicht, und so die potentiellen Nutzer frustriert, weil die einzige Säule dauernd belegt, defekt oder sonst blockiert ist.

Warum nicht pragmatisch eine preiswerte Lösung in Masse flächendeckend installieren und diese mit pauschalen Tarifen kombinieren?

Anstatt diese Luxussäulen zu subventionieren, die unnütz an allen möglichen Orten einzeln installiert werden, wäre es sinnvoller Ladepunkte dort zu fördern in Massen zu installieren, wo die Autos sowieso länger parken. Die Förderung dürfte dann nicht pro Einzelsäule gleich gefördert werden, sondern gestaffelt nach der Zahl der Säulen und Anteil an der Gesamtzahl der vorhandenen Parkplätze.

Solche pragmatischen Initiativen wie im Mariandl wären in D wegen der LSV gar nicht möglich, trotzdem sowas die Elektromobilität weit mehr fördert als eine einzelne 10.000 € Säule.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Feb 2018, 18:05

Ich bin sehr offen für neue Ideen und belegbare Fakten.

Wir können uns ja mal zumindest über folgendes einig sein.

=> Ladepunkte müssen den Vorgaben des Eichamtes entsprechen
=> Ladepunkte müssen gewartet werden.
=> Ladepunkte brauchen eine Hotline
=> Ladepunkte brauchen mehrere Abrechnungssysteme
=> Ladepunkte sollten Kabel haben
=> Ladepunkte brauchen eine Standortanalyse
=> Ladepunkte müssen geplant werden
=> und vieles mehr...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von kbrandes » 25. Feb 2018, 21:02

OS Electric Drive hat geschrieben:=> Ladepunkte sollten Kabel haben


Da gehe ich für AC Ladepunkte nicht konform. Ich war schon mehrfach froh bei zugeparkten Ladestationen mit meinem 12 Meter Kabel trotzdem laden zu können.
 
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