Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Eugenius » 29. Sep 2017, 10:32

Die ersten Infos von Verwalter und Eli sind da: das Haus hat nur 125A... für 22 Wohnungen und 2 Aufzüge... ganz schön knapp:(
Offizielle Aussage: eAuto laden ist nicht möglich. Es muss Lastmagement eingebaut werden...
Mal schauen wie es weiter geht...
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von tornado7 » 29. Sep 2017, 13:38

Also nur rund 4kW pro Wohnung gleichzeitig? Und das hat bisher immer gereicht wenn Abends um 7 alle in der Küche stehen??
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Cupra » 29. Sep 2017, 13:38

Also bei 125A Anschlussleistung bei 22 Wohnungen wird das wohl auch mit Lastmanagement nix... Das sind ja keine 5kW pro Einheit :O
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von einstern » 29. Sep 2017, 15:11

Cupra hat geschrieben:Also bei 125A Anschlussleistung bei 22 Wohnungen wird das wohl auch mit Lastmanagement nix... Das sind ja keine 5kW pro Einheit :O

Gerade deswegen: Lastmanagement.
Die Autos müssen ja nicht laden, wenn Alle gleichzeitig in der Küche stehen.
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Cupra » 29. Sep 2017, 15:29

Aber muss nicht wenigstens ne gewisse Grundlast möglich sein? Immerhin sollte ja zumindest ne Minimalleistung gesichert werden können. Bei grad mal 4kW pro Wohneinheit... mit einem e-Auto geht das ja noch, aber bei 10? Ich komm abends heim, brauche für den nächsten Tag 20kWH im Akku. Im Haus ist viel Los und Lastmanagement regelt meine Ladeleistung einphasig auf 0.2kW runter...
Und 3phaisg laden geht (zumindest nach meinem Wissen bei Tesla) erst bei 3.5kW (5A) los... wenn 4kW zur Verfügung stehen is das ja ein ewiges an/aus... oder täusch ich mich da?
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Volker.Berlin » 29. Sep 2017, 16:05

Cupra hat geschrieben:Bei grad mal 4kW pro Wohneinheit... mit einem e-Auto geht das ja noch, aber bei 10? Ich komm abends heim, brauche für den nächsten Tag 20kWH im Akku. Im Haus ist viel Los und Lastmanagement regelt meine Ladeleistung einphasig auf 0.2kW runter...

Dreiphasiges Laden macht in dieser Konfiguration tatsächlich nicht viel Sinn. Nehmen wir also an, die Ladestationen sind einphasig angeschlossen. Nach Protokoll ist der niedrigste mögliche Ladestrom 6 A, also 1,4 kW. Weniger ist auch nicht sinnvoll, weil dann vereinfacht gesagt nichts mehr im Akku ankommt: Erstens sind typische Ladegeräte bei niedrigen Strömen ineffizient, und zweitens benötigt das Laden Nebenaggregate wie Lüfter/Kühlkreislauf, die auch Strom verbrauchen. Wenn das Netz keine 1,4 kW mehr erübrigen kann, muss die Ladung abgeschaltet werden, aber dazu wird es in der Realität kaum kommen, siehe unten.

Betrachten wir es mal anders herum: Wenn man davon ausgeht, dass zwischen 23 Uhr und 7 Uhr außer einem Fernseher und einem Radiowecker nicht viel los ist, dann könnte pro (durchschnittlicher) Wohnung ein Fahrzeug mit 3,7 kW laden. Abzüglich Ladeverluste bleiben ca. 3 kW netto, also 24 kWh über Nacht. Das reicht für 100 km. Da die meisten Pendler weniger als 100 km pro Tag fahren, könnte über die Woche gerechnet jeder Akku voll aufgeladen werden, so dass pünktlich zum Wochenende die maximale Reichweite zur Verfügung steht! :)

Wichtig ist, sich klar zu machen, dass nicht jedes Auto einzeln mit seiner dazugehörigen Wohnung geregelt wird. Vielmehr gibt es einen Gesamtverbrauch aller Wohnungen, der naturgemäß sehr viel näher am Durchschnitt liegt, als der Momentanverbrauch einer einzelnen Wohnung. Und es gibt den Gesamtbedarf aller E-Fahrzeuge, was im Moment pro Wohnung gerechnet noch nicht allzu viele sind. Somit gibt es, wenn man den Aufwand mit dem Lastmanagement tatsächlich treibt, auch an diesem knapp bemessenen Hausanschluss genug freie Kapazität, um die vorhandenen Autos zu laden.
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von tripleP » 29. Sep 2017, 16:13

Eine weitere Möglichkeit wäre einfach die Infrastruktur des Netzes zu verbessern! ;)

Oder steht das Haus in Uganda?
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Volker.Berlin » 29. Sep 2017, 16:15

tripleP hat geschrieben:Eine weitere Möglichkeit wäre einfach die Infrastruktur des Netzes zu verbessern! ;)

Das ist leider meistens sprunghaft teuer, aber man kann es versuchen. Vermutlich fallen beide Möglichkeiten -- Hausanschluss aufrüsten oder Lastmanagement einführen -- in der Realität aus Kostengründen flach. :cry:
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von Spürmeise » 29. Sep 2017, 16:18

Cupra hat geschrieben:Aber muss nicht wenigstens ne gewisse Grundlast möglich sein? Immerhin sollte ja zumindest ne Minimalleistung gesichert werden können. Bei grad mal 4kW pro Wohneinheit


Natürlich ist eine Grundlast verfügbar, aber nicht 4kW sondern 2-3 kW. Es gibt ja auch andere Wohnanlagen in so einer Stadt & und Land!

Das Beispiel mit dem "alle am Herd um 19 Uhr" (oh tolles Bildzeitungsniveau) ist in diesem Forum schon 100 mal wiederlegt worden. Erstens wird keine Herdplatte länger als ein wenige Minuten auf Maximalleistung geschaltet, schon gar nicht alle 4-6 Herdplatten länger als ein paar Sekunden, und selbst dann wären erst 7,3 kW erreicht. Schließlich benutzen wohl nur ein Drittel der Wohnungsanlagehaushalte den Herd abends überhaupt.

Ohne Lastmanagement geht es eben nicht. Und wer heute die Infrastruktur zu Boden ringt durch die Installation völlig unnötiger privater 22kW-Ladepunkte, blockiert die E-Mobilität in den nächsten Jahren, bis preiswerte Lastmanagementssysteme zur Verfügung stehen.

tripleP hat geschrieben:Eine weitere Möglichkeit wäre einfach die Infrastruktur des Netzes zu verbessern

Das wäre dumm (aber den Bonzen, die wie üblich die Allgemeinheit abzocken, schon zuzutrauen).

Das würde E-Mobilität in anderen Wohnanlagen doch umso mehr verhindern. Und nein, man kann die Kraftwerksengpassleistung nicht einfach von 130 GW auf 2000 GE erhöhen wie sie für ungeregelte 22kW-Ladepunkte nötig wären.
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Re: Lastmanagement Ladestationen in Gemeinschaftstiefgarage

von tripleP » 29. Sep 2017, 16:24

Kenne mich nicht aus bei dieser Liegenschaft in DE.

Aber: Ich plane gerade für mich etwas mit ~250A oder 315A Anschluss, Neubau.
CHF 15'000 für 250A (172kW) oder CHF 18'900 für 315A (217kW). --> CHF 3'900 Differenz, das ja quasi nix.

Zuerst ist es mE einfach sinnvoller Netzseitig zu optimieren, falls das nicht geht weil ein paar Vollpfosten meinen es geht nicht, dann ist der Weg über ein Lastmanagement sicher OK.

(Anmerkung: Für mich ist jeder ein Vollpfosten, welcher die Wörter "geht nicht" benutzt :lol: )
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