Ionity: Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Snuups » 1. Dez 2016, 14:16

Da gehört sie auch hin. Immerhin ist die Technik für Automobile ziemlich unbrauchbar, mal von Spezialanwendungen abgesehen.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von GeeFive » 1. Dez 2016, 14:18

Sierra hat geschrieben:"Grosses Joint Venture", tönt ja riesig. Aber dann die kalte Dusche: "Hierzu haben die Partner ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.". Dann kommt es aber wieder bestimmt: "Der Aufbau beginnt in 2017.". Hochtrabende Ziele sind schnell formuliert, nur Vertragsverhandlungen scheitern gerne wenn es darum geht wer was wann bezahlen muss. Wieso also überhaupt für so was eine Pressemeldung? Meine Vermutung: Die Hersteller wollen, dass die EU (mit-)finanziert.

Full Ack. Genau mein Gedanke. "Memorandum of Understanding" heißt auf deutsch: Weitgehend planloser Aktionismus, weil man schlecht dasteht; alle Partner wollen das Ziel erreichen, aber keiner möchte dafür bezahlen – sonst hätte er es auch gleich selbst in die Hand nehmen können.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von GeeFive » 1. Dez 2016, 14:23

T-Fan hat geschrieben:PS: Wer sagt uns eigentlich, dass das Model 3 eben kein CCS Stecker hat? Vom Format her könnte das dann am Supercharger und an CCS laden.

Ja, davon gehe ich aus.
Das Model 3ff wird CCS haben, natürlich mit Kompatibilität zum SuC.
Model S und X bekommen evtl. mit einem Facelift CCS.
Für alle alten Model S und X wird es einen Adapter geben.

Es gibt sowohl von der Technik, wie vom Verstand her, keinen Grund, warum das nicht so kommen sollte – zumindest für Europa.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von teslacharger » 1. Dez 2016, 16:08

...und dann darf der Schreiber der RP sich gerne korrigieren. Mir kommt es aber so vor als ob der Artikel auf viel Unwissen beruht...von Adaptern wohl noch nie was gehört. ;)
Zuletzt geändert von teslacharger am 1. Dez 2016, 21:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von Abgemeldet 06-2018 » 1. Dez 2016, 16:20

GeeFive hat geschrieben:Das Model 3ff wird CCS haben, natürlich mit Kompatibilität zum SuC.
Model S und X bekommen evtl. mit einem Facelift CCS.
Für alle alten Model S und X wird es einen Adapter geben.

Es gibt sowohl von der Technik, wie vom Verstand her, keinen Grund, warum das nicht so kommen sollte – zumindest für Europa.


Tesla wäre ja schön blöd, wenn sie CCS nicht nativ beim M3 unterstützen, denn dann würden die meisten Leute natürlich zum Supercharger aufladen fahren, weil das bequemer ist.
Wenn man hingegen die CCS-Ladesäulen ohne Adapter nutzen kann, dann freut sich der Kunde über mehr Flexibilität und Tesla hat weniger Streß am SuC.
 
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Naheris » 6. Dez 2016, 19:19

Heise hat einen sehr interessanten und mMn. ausgewogenen Artikel zum Thema.
http://m.heise.de/autos/artikel/Herstellerverbund-fuer-ultraschnelles-Laden-3562274.html?artikelseite=3
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von reniswiss » 6. Dez 2016, 19:35

Heise hat geschrieben:Angesichts der hohen Kosten eines Ladeparks kommt eine totgesagte Option wieder ins Spiel, nämlich die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle. Rund eine Million Euro kostet eine Zapfsäule fürs gasförmige H. Wenn sehr große Energiemengen abgegeben werden sollen, bleibt Wasserstoff eine machbare Zusatzlösung.

Genau für grosse Energiemengen sind Wasserstofftankstellen eben nicht geeignet. Denn:
Entweder muss dort (wie bei einer herkömmlichen Tankstelle) in einem Speicher Wasserstoff vorgehalten werden, oder der Wasserstoff wird vor Ort erzeugt.
Wird der Wasserstoff gebunkert, muss ein riesiger Tank her, der dann trotzdem schnell wieder leer ist. Selbst mit einem Kubikmeter flüssigem Wasserstoff kann man nur 14 Mirai volltanken. Das reicht dann für 7000 Kilometer. Ein Kubikmeter Diesel tankt ungefähr die doppelte Reichweite in Fahrzeuge. Verglichen mit konventionellen Tankstellen wären Wasserstofftankstellen extrem kompliziert und könnten trotzdem nur einen Bruchteil der Leistung bringen, die eine konventionelle Tankstelle bringt. Es bräuchte also ein Vielfaches der heutigen Anzahl Tankstellen.
Wird der Wasserstoff vor Ort erzeugt, braucht die Tankstelle eine dicke Zuleitung. Liegt der Strom sowieso schon da, kann auch direkt in einen Akku geladen werden - ohne die ganzen Verluste der komplizierten Wasserstoffproduktion und -bereitstellung. Insgesamt werden deutlich weniger "Tankstellen" benötigt als heute, weil man nur in Ausnahmefällen nicht zu Hause lädt. Wasserstoff habe ich keinen zu Hause.
Als weitere Möglichkeit wäre ein Wasserstoffnetz denkbar, das Tankstellen versorgt. Dort bräuchte es nur einen dicken Verdichter, der die Autos betankt. Da Wasserstoff aber auch im Idealfall keine solche Verbreitung finden wird wie Erdgas, wird solch ein Netz nicht finanzierbar.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Boris » 7. Dez 2016, 14:56

Naheris hat geschrieben:Heise hat einen sehr interessanten und mMn. ausgewogenen Artikel zum Thema.
http://m.heise.de/autos/artikel/Herstellerverbund-fuer-ultraschnelles-Laden-3562274.html?artikelseite=3

Ja ich halte den Artikel auch für wirklich sehr gut und ausgewogen. Endlich auch mal ein Journalist, der weiss wovon/was er schreibt. Bei vielen anderen merkt man ja nach den ersten Worten dass die keine Ahnung haben ...
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von velociped77 » 7. Dez 2016, 17:51

Vielleicht blöde Frage von mir.
Ist es technisch möglich, dass Tesla einen CCS-Adapter bauen wird - analog dem Chademo-Adapter - sodass in Zukunft auch ein Tesla DC-Strom an einer CCS-Zapfsäule ziehen kann? Ich glaube nämlich nicht, dass Tesla in Zukunft für den Europäischen Markt dieses Monstrum an Ladeport in seinen Fahrzeugen verbauen wird.

EDIT: Sorry, habe gesehen, dass diese Frage im Thread schon aufgeworfen wurde!
Zuletzt geändert von velociped77 am 7. Dez 2016, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von reniswiss » 7. Dez 2016, 17:53

Das ist technisch auf jeden Fall möglich. Es braucht aber etwas mehr als nur gerade einen mechanischen Adapter. Das Ding muss beispielsweise die Protokolle übersetzen. Aber das ist beim Chademo-Adapter auch so und funktioniert bestens.
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