Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf achten?

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von April2014 » 18. Nov 2016, 20:20

Ich würde eine 11kW Ladestation (3 Phasen) nehmen. Durch die 11kW hat man noch Luft um eventuell weitere Ladestationen zu installieren.

Wir verwenden im Büro die Mennekes Premium 11 C2. Diese Ladestation hat die komplette Technik (FI, Leistungsschalter etc..) bereits integriert und benötigt daher von der Hausinstallation keine besonderen Voraussetzungen. Ferner ist diese Ladestation mit einem RFID Leser ausgestattet. Damit kann gesteuert werden wer daran laden darf und man kann jederzeit abfragen, wer wieviel geladen hat. Dies könnte für die Buchhaltung von Bedeutung sein.
 
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Ralf W » 18. Nov 2016, 20:41

Da ich beruflich Ladestationen plane (aber nicht baue) auch meinen Input:

Kosten:
- Um die Neiddebatte zu vermeiden haben wir uns in der eigenen Firma entschlossen einen 1:1 Strompreis EK = VK zu machen. Die Firma macht theoretisch einen kleinen Gewinn, da wir mit den E-Fahrzeugen die Eigennutzung der PV auf nahezu 100% schrauben.

- Andere Kunden, liefern die Energie frei an Mitarbeiter, das kann man machen solange es wenige sind. Meine Ursprungsrechnung war, dass die MA die Energie laden, die sie zum herkommen in die Firma brauchen. Es kommt natürlich anders, auch bei mir. Man kommt mit 50% aus dem Wochenende und lädt in der Firma hoch, da der Strom dort günstiger als zu Hause ist.

Abrechnung:
- Um eine saubere Abrechnung zu haben, benutzen wir TNM als Dienstleister. Vorteil ist, dass ich als privater mit meinem TNM Badge laden kann, die E-Firmenfahrzeuge mit Ihrer TNM Karte auch an vielen anderen TNM Roaming Ladestationen. Es gibt mittlerweile auch viele andere Dienstleister die so etwas anbieten, z.B. The Mobility house u.a..

Anschluss
Für mich ist Typ 2 Standard. Aus den bereits genannten Gründen habe ich Typ2 Wallboxen mit Buchse gebaut, d.h. das funktioniert für alle. Letztlich ist es aber lästig die Leitung immer aus dem Kofferraum zu ziehen, wie an öffentlichen Ladestationen. Wir haben eine Ladestation mit festem Kabel und einem Gartenschlauchhalter darunter für das Kabel. Diese Lösung ist deutlich schneller - Klappe auf Leitung, einstecken und der Kofferraum bleibt zu. Als Alternative denke ich darüber nach an unsere Wallboxen mit Buchse eine Typ 2 Leitung fest zuzuordnen und die Leitung mit ein paar Schellen an die Wand zu schrauben.

Leistung
Unsere Station haben 22 bzw 11 kW und wir haben jetzt die Leistung unseres kleinen Parkhaus schon ans Limit bekommen. Alle weiteren Stationen baue ich nur noch mit 4 kW und überlege alle Stationen für das Mitarbeiterparking auf 4 kW zu limitieren, das reicht i.d.R..

Was sonst noch so passiert
Viele Arbeitgeber sind gerade ernsthaft am Thema! Die letzten Jahre war viel Beratung und kaum ein Auftrag, mittlerweile gehts rund. An mehreren Projekten haben wir Ladestationen in Betrieb genommen. Es gibt Bauherrn die stellen sich einen Triple Charger auf den Hof für eigene Poolfahrzeuge. Ich durfte für mehrere große Bürogebäude Ladeinfrastruktur planen. Im größten Objekt gibt es 200 (!) Ladepunkte mit weiteren Ausbauoptionen. Auch einen Flughafen darf ich beplanen um im größeren Stil Ladestationen zu haben (schnell + langsam). Spannend! Wer mal mehr als zwei drei Ladestationen bauen will, kann gerne bei uns planen lassen :-).
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Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf achten?

von fabbec » 18. Nov 2016, 22:14

Typ2 22kW 32A ohne festes Kabel
Am kostengünstigen sind die ABL EVSE552 Und für jedes eAuto und PHEV geeignet
Und sehr zuverlässig!

Bild


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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von cko » 19. Nov 2016, 00:33

Wieso ist der am kostengünstigsten?

Der Tesla Wall Connector ist besser, hat ein Kabel dran und kostet weniger:

https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=4& ... 00#p265340

Noch VIEL günstiger ist natürlich einfach eine rote CEE16 Dose.
Damit macht man nichts falsch.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Hiperdino » 19. Nov 2016, 04:15

Für die Aussen Lösung würde ich "Park&Charge " vorschlagen.
Wäre eine günstige Lösung, Strom kosten würden sogar von P&C übernommen, sogar die Installation.
Check mal die Homepage von : Park@Charge


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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Drdoomguard » 19. Nov 2016, 08:04

Aus dem sekben Grund wie der Ersteller: gibt es Fahrzeuge die mit einer CEE16 nichts anfangen können?
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Spürmeise » 19. Nov 2016, 08:41

Drdoomguard hat geschrieben:gibt es Fahrzeuge die mit einer CEE16 nichts anfangen können?

Wenn CEE16 rot (dreiphasig) gemeint ist: Außer Tesla Model S/X können serienmäßig keine anderen E-Autos etwas damit anfangen.

Klar, Fahrer der wenigen anderen Drehstrom-E-Autos könnten sich für 5% des Autopreises eine mobile Wallbox von Drittanbietern kaufen. Für die überweigende Mehrheit der Einphasenlader macht das aber keinen Sinn. Es gibt leider auch keine Adapter von CEE 16 rot auf die üblichen CEE16 blau-ICCBs (klar, als Elektromeister darf man sich das selber zusammenbauen), aber dann wäre so ein Adapter auch nicht verriegelt, d.h. nicht mitnahmegeschützt.

Schöner ist natürlich eine Typ 2-Dose, die können alle E-Autofahrer verwenden, leider ist die aber inkl. Authentifizierung/Verriegelungsmechanismus/FI Typ B-Zwang um Größenordnungen teurer und störungsanfälliger als eine CEE-Dose.

Bzgl. der Leistung: für Deutschland ist zum Jahresende zu erwarten, dass es dann aufgrund des Änderungsgesetzes der bestehenden Ladesäulenverordnung einen Vorteil für Ladepunkte mit max. 3,7 kW gibt: solche (auch private) Lademöglichkeiten sollen nicht zwangsweise "öffentlich", d.h von jedermann barriere- und diskriminierungsfrei benutzbar sein müssen.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von tornado7 » 19. Nov 2016, 12:36

Gibt es denn keine (kompakten) Adapter von Typ2 auf Typ1, sodass die aussterbende Gruppe mit dem kleinen Anschluss auch mit einem Typ2-Kabel-mit-Stecker was anfangen kann? Ansonsten halte ich ein bereithängendes, diebstahlgesichertes Typ2-Kabel wie hier vorgeschlagen für eine gute Alternative zur Tesla Wallbox (Typ2 mit fixem Kabel und Stecker), wenn auch weniger elegant und vor allem deutlich teurer.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von mikeljo » 19. Nov 2016, 14:13

tornado7 hat geschrieben:Gibt es denn keine (kompakten) Adapter von Typ2 auf Typ1

nein, da verboten!
Typ2 darf nicht verlängert werden.
Und nein ich hab den Link dazu nicht greifbar.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Ralf W » 19. Nov 2016, 14:31

Es gibt Möglichkeiten Geld zu sparen. Da die RCD Typ B vergleichsweise teuer sind, kann man mehrere Ladestationen auf einen RCD hängen. Bei uns hängt eine `TNM EVU Ladestation mit 2 x 11 kW mit einer Zuleitung auf einer 32A Absicherung mit 32A RCD-B. Es wäre auch möglich insgesamt 6 Ladestationen mit 4 kW auf einen 32A RCD-B zu hängen. Nachteil der Variante ist, dass bei einem Fehler gleich alle 6 Ladestationen ausfallen. In einem Betrieb in dem Hilfe vor Ort ist, kann man so etwas aber verantworten um eine kostengünstige Lösung zu haben.
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