Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf achten?

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf achten?

von testdriver » 18. Nov 2016, 13:47

Hello :-)

Mein Arbeitgeber möchte eine Ladestation in der Tiefgarage und eine bei einem Aussenparkplatz installieren und den Mitarbeitern kostenlos anbieten. Leider hat hier niemand einen Plan, darum die Frage:

[list=]
Welches System passt auf möglichst alle Elektro-Autos (also nicht nur Tesla)?
Welche Leistung ist sinnvoll?
Braucht es 400 Volt oder reichen 220 Volt?
Die Ladestation beim Aussenparkplatz könnte ja auch mit einem Anbieter zusammen gebaut werden, damit auch andere (nicht nur Mitarbeiter) profitieren können. Hat das schonmal jemand gemacht? [/list]

Das ganze findet in der Schweiz statt, daher bin ich insbesondere auch auf Tipps die wiedermal 'nur die Schweiz betreffen' dankbar (evtl. Gesetzgebung etc.)

Vielen Dank!
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von tornado7 » 18. Nov 2016, 14:11

Sali Testdriver,

dazu wurde schon einiges geschrieben. Schau zum Beispiel unbedingt mal noch in den Essentials zum Laden nach.

Mein Vorschlag wäre eine (oder mehrere) Wallbox(en) zu installieren. Da hängen Kabel und Stecker gleich mit dran und in Europa passt der für alle Elektrofahrzeuge (siehe Bild unten: von Tesla, über Renault Zoe, zu Ampera-e, Mercedes e, Volvo Plug-In, e-Golf, ...). Nur Nissan Leaf und Ampera (1. Generation) verwenden den aussterbenden Typ1 Anschluss.

Konkret empfehle ich ein Produkt von Tesla (das mit allen obigen Fahrzeugen kompatibel ist), da Preis-Leistung einfach unnereicht, Handhabung vorbildlich und Leistung satt (falls gewünscht und von der Installation / Fahrzeug her möglich bis zu 22kW). Kostet glaub bei uns in der Schweiz zwischen 500 und 700 CHF direkt bei Tesla. Hier der Link zum US-Shop.

typ-2-stecker.jpg
typ-2-stecker.jpg (22.59 KiB) 728-mal betrachtet
Zuletzt geändert von tornado7 am 18. Nov 2016, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von snooper77 » 18. Nov 2016, 14:57

testdriver hat geschrieben:Braucht es 400 Volt oder reichen 220 Volt?


Weder noch, denn es sind immer 230 Volt. Mit "400 V" meint man 230 V mit drei Phasen.
85D silber (blau foliert), 19", bestätigt 18.11.2014, VIN seit 16.02.2015, Produktion 02.04., Transport 08.04., Abholung 09.06.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von mikeljo » 18. Nov 2016, 15:02

tornado7 hat geschrieben:Mein Vorschlag wäre eine (oder mehrere) Wallbox(en) zu installieren. Da hängen Kabel und Stecker gleich mit dran und in Europa passt der für alle Elektrofahrzeuge (siehe Bild unten: von Tesla, über Renault Zoe, zu Ampera, Mercedes e, Volvo Plug-In, e-Golf, ...).

Ampera (nicht e) geht nicht. Der hat Typ1.

Im Kern:
Typ2 Ladebox mit 22kW installieren. Mit Steckdose, nicht fest angeschlagenem Kabel, dann kann auch ein Ampera mit Adapterkabel (was die Ampera Fahrer eh dabei haben) laden.
seit 26.4.18: Model S P85D schwarz
seit 25.10.16: Model S 85 schwarz
1.4.16: M3 reserviert.
28.5.2012 bis 25.10.16 146.000 "Chevy Volt" km
Referal Link: http://ts.la/michael3900
 
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von volker » 18. Nov 2016, 16:02

Die Typ 1 Problematik würde ich nicht so gewichten, dass alle Ladeboxen eine Typ 2 Dose brauchen. Eine kleine Zahl reicht, der Rest sollte fest angeschlagene Kabel haben. Kabellänge und Anbringungsort nach Möglichkeit so wählen, dass der Stecker nicht auf den Boden fallen kann oder sogar überfahren werden.

In eigener Sache: Das Thema wird immer interessanter, so wie die E-Mobilität langsam in Schwung kommt. Ein unkompliziertes Laden beim Arbeitgeber kann für viele unentschlossene Interessenten der entscheidende Anstoß sein, sich selbst ein E-Auto zuzulegen.

Daher würde ich gerne Meinungen und Erfahrungen zu den folgenden Fragen hier lesen und zu gegebener Zeit in ein Essential-Artikel verwursten:

* Strom kostenlos abgeben, Neiddebatte riskieren? oder nur gegen Bezahlung? Wenn letzteres, welches Bezahlmodell, Strommessung oder Stellplatzmiete?
* Welche Ladestation empfiehlt sich für Realisierung eines Zugangsschutzes (=nur ausgewählte Mitarbeiter mit Zugangsmedium wie RFID-Karte)
* Welche Ladestation/welcher Betreiber für Messung und Abrechnung des gelieferten Stroms?
* Erfahrungen mit Aufstellort, draußen und drinnen. In der Regel hat es KEINEN Mobilfunkempfang in der Tiefgarage
* Welche Ladestation für Lastmanagement?
* Was tun wenn der Arbeitgeber die Immobilie nur zur Miete nutzt?
* Wie muss man einen zukünftigen Ausbau planen? Nutzt ja nix, am Anfang zu viele Stellplätze zu elektrifizieren und binnen Jahresfrist zu wenige zu haben.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von TeeKay » 18. Nov 2016, 16:39

Auch folgende neu erhältliche Fahrzeuge können mit einem festen Typ2 Stecker nichts anfangen:

Nissan Leaf
Nissan ENV200
Kia Soul
Peugeot iOn
Citroen C-Zero
Mitsubishi i-Miev
Misubishi Outlander PHEV
Citroen Berlingo
Peugeot Partner

Die Berliner BVG mit 100 Elektrofahrzeugen quer durch die Angebotspalette hat daher meines Wissens nach 100 Wallboxen mit Typ2 Dose installieren lassen.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von Wassermann » 18. Nov 2016, 17:41

Meine Meinung: Nichts verkomplizieren!

Erster Schritt sollte eine gut dimensionierte Grundinstallation sein. Maximaler Kabelquerschnitt, optimale Stromentnahme direkt am Hausanschluss, dort die Grundinstallation mit FI und Zähler machen. Eventuell auch dort die "Zugangslösung" installieren, mittels fernschaltbarem Schütz, der die Entnahmestelle gezielt stromlos schalten kann. Auf der Entnahmeseite würde ich erst einmal eine 16A und 32A CEE installieren. Auch wenn das vielen hier als zu simpel erscheint. Die Steckertypen sind bekannt und werden als "normal" empfunden. Das senkt die Akzeptanzschwelle.

Zweiter Schritt sollte die Erfassung und Auswertung der Nutzung sein. Wenn sich heraus stellt, dass es ohne eine bestimmte Ladelösung langfristig nicht geht, kann bedarfsgerecht nachgerüstet werden. Die Grundinstallation ist ja bereits vorhanden.

Ich bin kein Freund von einer "Lösung, die alles kann" und jeglichen Eventualfall abdeckt. Das ist teuer und überlebt sich früher oder später, weil sich die technischen Anforderungen plötzlich in eine Richtung entwickeln können, die man bei der Erstplanung nicht auf dem Radar hatte. Mit "keep it simple" fahre ich seit vielen Jahren erfolgreich und habe mir manche unnütze technologische Sackgasse erspart. :)
Grüße vom Chris

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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von testdriver » 18. Nov 2016, 17:50

super, danke, das hilft mir schonmal weiter

(sorry, hatte nicht gross Zeit in bestehenden Beiträgen zu suchen - der Elektriker wollte heute schon kommen, und da wollte ich den entstandenen 'drive' nicht stoppen ;-)

Und da ich das Angebot von meinem Arbeitgeber vorbildlich/grosszügig finde, wollte ich möglichst rasch einige Infos zusammensuchen.

Also herzlichen Dank für eure Inputs!
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von volker » 18. Nov 2016, 17:57

TeeKay hat geschrieben:Auch folgende neu erhältliche Fahrzeuge können mit einem festen Typ2 Stecker nichts anfangen:

Nissan Leaf
Nissan ENV200
Kia Soul
Peugeot iOn
Citroen C-Zero
Mitsubishi i-Miev
Misubishi Outlander PHEV
Citroen Berlingo
Peugeot Partner


Und im Bestand gibt es außer Volt/Ampera noch den Renault Kangoo und Fluence. :geek:

Typ 2 ist Pflicht ab 2017. Wenn E-Mobilität abhebt (=Verzehnfachung der aktuellen Bestandszahlen), spielt Typ1 keine Rolle mehr. Ich bleib dabei: 1 von 4 Ladepunkten mit Typ 2 Dose reicht dafür, Zubau ab 2018 am besten nur mit fest angeschlagenem Kabel.
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Re: Arbeitgeber möchte Ladestation installieren - worauf ach

von BurgerMario » 18. Nov 2016, 20:08

volker hat geschrieben:
TeeKay hat geschrieben:Auch folgende neu erhältliche Fahrzeuge können mit einem festen Typ2 Stecker nichts anfangen:

Nissan Leaf
Nissan ENV200
Kia Soul
Peugeot iOn
Citroen C-Zero
Mitsubishi i-Miev
Misubishi Outlander PHEV
Citroen Berlingo
Peugeot Partner


Und im Bestand gibt es außer Volt/Ampera noch den Renault Kangoo und Fluence. :geek:

Typ 2 ist Pflicht ab 2017. Wenn E-Mobilität abhebt (=Verzehnfachung der aktuellen Bestandszahlen), spielt Typ1 keine Rolle mehr. Ich bleib dabei: 1 von 4 Ladepunkten mit Typ 2 Dose reicht dafür, Zubau ab 2018 am besten nur mit fest angeschlagenem Kabel.


Fast jeder "Typ1" Fahrer hat inzwischen einen Adapter auf Typ2 :)
Feste Kabel wären da wieder kontraproduktiv..
Zumal gerade die Typ1 Autos recht preiswert sind und somit gerade für " Privatfahrer" interessanter werden.
Typ 2 Dosen sind quasi der Standard und eigentlich brauchts auch nicht mehr.
Selbst mit 3.7kw sind in 8 Stunden alle kleinen Akkus voll :)

Grüße
Mario
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