Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von snooper77 » 12. Sep 2016, 05:05

SebastianR hat geschrieben:Leute, Leute... das alles erinnert mich an den Mobilfunkbetreiber, der in der Naehe eines bayerischen Dorfes einen neuen Sendemasten erreichtet hat. Kurze Zeit spaeter haben sich im Dorf alle moeglichen Beschwerden gehaeuft: Kopfweh, Migraenen, unerklaerbare Rueckenschmerzen etc. Also gab es eine grosse Buergerversammlung und der Netzbetreiber war auch da. Der hat sich all die Beschwerden in Ruhe angehoert, genickt und dann ganz freundlich gesagt, dass er das ja gut verstehen kann. Aber er meinte dann auch, dass trotz allem der Sendemast im nachsten Monat in Betrieb genommen werden wird.


Die Story kenne ich auch - gibt es eine belastbare Quelle dazu?
85D silber (blau foliert), 19", bestätigt 18.11.2014, VIN seit 16.02.2015, Produktion 02.04., Transport 08.04., Abholung 09.06.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Healey » 12. Sep 2016, 06:42

Hier ist die Story, allerdings für Österreich und ich wohne nur wenige Kilometer davon entfernt:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elektrosmog

Ich war aber keiner der sich aufregenden ;)

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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Fivetonine » 13. Sep 2016, 07:30

Das einfachste wäre wahrscheinlich, eine (mit Sicherheit bereits vorhandene) 220V Steckdose zu nutzen mit dem UMC. Ist zwar langsam, aber für die Heimladubg die wahrscheinlich fast täglich stattfindet ist es absolut ausreichend.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von 46&2 » 13. Sep 2016, 08:33

Fivetonine hat geschrieben:Das einfachste wäre wahrscheinlich, eine (mit Sicherheit bereits vorhandene) 220V Steckdose zu nutzen mit dem UMC. Ist zwar langsam, aber für die Heimladubg die wahrscheinlich fast täglich stattfindet ist es absolut ausreichend.

Streiche "absolut", schreibe "vielleicht/wahrscheinlich, je nach Fahrprofil".

Dank 3-Phasen-Ladung à je 16 A lädt man an CEE-16 mit 11 kW. So kommen jede Stunde rund 50 km Reichweite ins Auto. Von 21.00 (bei mir Beginn Nachttarif) bis 05.30 Uhr (Abfahrt, wenn früh notwendig) also ein voller Ladehub, ungefähr. Klar, den brauche ich nicht täglich.

MIt 1-Phasen-Ladung an einer 230V-Steckdose muss man bedenken, dass je nach Installation nicht 10 A sicher gezogen werden können, als Dauerlast. Zur Sicherheit sollte man den Ladestrom reduzieren - evtl. gehen 8 A, 6 A... nehmen wir zum Kopfrechnen an, 8 A. Das ist also halb so viel, wie bei CEE 16, und auf nur einer Phase, statt auf dreien. Die Ladeleistung ist also nur noch ein Sechstel (ohne Berücksichtigung von Verlusten durch die Lader, die bei der "Schnarchladung" noch stärker ins Gewicht fallen). Ein Sechstel, das heisst nicht mal ganz 2 kW, oder weniger als 9 km pro Stunde. Um 100 km Reichweite nachzuladen, muss der Wagen also 11 Stunden laden. Das kann, bei täglicher Fahrstrecke von unter 100 km, im Schnitt aufgehen, wenn ich immer um 19:00 mit laden beginnen und um 06:00 Uhr aufhören würde. Kann ich aber nicht...

Das muss natürlich jeder für sich ausrechnen. Flexibilität kostet es selbstverständlich in jedem Falle, nur langsam laden zu können - aber besser, als gar nicht.
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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Yellow » 16. Sep 2016, 19:27

Fivetonine hat geschrieben:Das einfachste wäre wahrscheinlich, eine (mit Sicherheit bereits vorhandene) 220V Steckdose zu nutzen mit dem UMC.

... und eine 220V Steckdose wird mit Sicherheit NICHT vorhanden sein. Wir haben nämlich seit fast 30 Jahren 230V in Deutschland.
Sorry für das Klugscheissen :-)
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Carter » 26. Sep 2016, 18:45

Fivetonine hat geschrieben:Das einfachste wäre wahrscheinlich, eine (mit Sicherheit bereits vorhandene) 220V Steckdose zu nutzen mit dem UMC. Ist zwar langsam, aber für die Heimladubg die wahrscheinlich fast täglich stattfindet ist es absolut ausreichend.


Ja es gibt in der Nähe des Stellplatzes eine Schuko Steckdose. Das ist aber Allgemeinstrom und ich müsste dort einen Zähler installieren lassen...
Notfalls ja aber gut ist das nicht.
Ich warte jetzt erstmal ab was sich in den nächsten 1,5 Jahren noch tut.

Lg
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Fivetonine » 26. Sep 2016, 19:41

Danke Yellow für diese überaus wichtige Wortspende.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Kellergeist2 » 26. Sep 2016, 20:56

An meiner Wohnadresse lade ich zur Zeit auch nur mit 230V 10A über eine Verlängerungsleitung aus meinem Keller in die Hofeinfahrt.
Mein Keller läuft über meinen Stromzähler, von daher kein Problem.
Meine Vermieterin weiß bescheid.

Bei meiner Freundin lade ich ebenfalls zur Zeit über 230V 10A über eine Verlängerungsleitung, allerdings über den Allgemeinstrom.
Wir haben mit dem Vermieter vereinbart, dass wir über die Nebenkostenabrechnung eine Pauschale abrechnen.
Ich fahre 150 km Autobahn, verbrauche auf der Strecke ca. 30 kWh (extra großzügig angesetzt) und setze 25ct/kWh an.
Somit kalkulieren wir pro Ladung 7,50 € ein, die wir dann pauschal zahlen.
(Ich lade ja nur das nach, was ich auf dem Hinweg verbraucht habe, die Rückfahrt lade ich ja wieder aus meinem Keller.)

Sollten wir den Zuschlag für die neue Wohnung bekommen, hat der neue Vermieter schon angekündigt, dass er kein Problem damit hat, die Elektroinstallation für ein BEV aufzuwerten, da er sowieso in der Garage etwas ändern möchte, was eine verbesserte Stromzufuhr erfordert.
Da wäre die Aufrüstung für ein BEV nur Kleinkram nebenher.
Ich bräuchte ihm dann nur den teuren FI Typ B bezahlen, den Rest zahlt der Vermieter.

Sollten wir den Zuschlag für die neue Wohnung nicht bekommen, so würde ich einen Elektriker einen Abzweig mit eigener Unterverteilung und Stromzähler in unsere Garage legen lassen, so dass wir nicht mehr über den Allgemeinstrom und die Pauschale abrechnen müssten.
Die Kosten dafür würde ich voll übernehmen.

Fazit:
Es gibt für alles eine Lösung, man muss nur mit den Leuten freundlich und kooperativ sprechen.
Die größten Sorgen der "Anderen" sind doch prinzipiell: "Kosten für die Gemeinschaft" und "Sicherheit".
Wenn man denen mit belegbaren Fakten belegen kann, dass keinerlei Kosten auf die Gemeinschaft kommen und die Sicherheit ganz klar gewährleistet werden kann, weil z. B. alles von einem Fachmann installiert wird, dann klaut man den Pessimisten alle Argumente.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von reniswiss » 26. Sep 2016, 21:02

Carter hat geschrieben:Das ist aber Allgemeinstrom und ich müsste dort einen Zähler installieren lassen...


Falls es keine bessere Lösung gibt und du dort einen Zähler anbringen musst, ist das keine grosse Sache. Das muss ja kein Zähler vom EW sein, da reicht ein normaler Hutschienenzähler, wie man sie in Schaltschränken und dergleichen einsetzt. So ein Ding kostet etwa 50 € und ein Gehäuse nochmal einen Zehner oder so.

Kellergeist2 hat geschrieben:An meiner Wohnadresse lade ich zur Zeit auch nur mit 230V 10A über eine Verlängerungsleitung aus meinem Keller in die Hofeinfahrt.
Mein Keller läuft über meinen Stromzähler, von daher kein Problem.
Meine Vermieterin weiß bescheid.


Same here. :lol:
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Dornfelder10 » 26. Sep 2016, 21:13

Servus zusammen,

letzten Freitag war ein Gesetzentwurf im Bundesrat und hat die erste Hürde erst mal genommen.

https://www.haufe.de/immobilien/wirtsch ... 76068.html

haufe.de hat geschrieben:In das WEG soll eine Regelung aufgenommen werden, wonach die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 WEG erforderliche Zustimmung der durch die bauliche Maßnahme nicht unerheblich beeinträchtigten Miteigentümer entbehrlich ist, wenn die Maßnahme für die Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge erforderlich ist. An der Regelung zur Kostentragung bei Maßnahmen am gemeinschaftlichen Eigentum soll grundsätzlich festgehalten werden. Nach wie vor sollen nur diejenigen Wohnungseigentümer die Kosten für die Maßnahme tragen, die dieser Maßnahme zugestimmt haben. Die Neuregelung soll alle Stellplätze umfassen, unabhängig von der Rechtsnatur des Nutzungsrechts (Sondernutzungsrecht, Sondereigentum) und den baulichen Gegebenheiten (Tiefgarage, Parkdeck, Doppelparker, Einzelgarage).


haufe.de hat geschrieben:Im Mietrecht soll der Einbau der Einbau von für die Elektromobilität erforderlichen Einrichtungen privilegiert werden, so wie dies bereits für Maßnahmen für die Barrierefreiheit der Fall ist. Demnach soll der Mieter die Zustimmung des Vermieters zu baulichen Veränderungen oder sonstigen Einrichtungen, die für die Installation einer Ladeeinrichtung für ein Elektroauto erforderlich sind, verlangen können, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat.


Wenn das durchgeht hätten die einzelnen Nein-Sager nix mehr zu melden.

Gruß

Bernhard
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