FI Typ A EV vs. Typ B

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von Mixxi » 14. Mär 2019, 21:10

Typ A EV reicht, ist mittlerweile aber nicht mehr unbedingt billiger
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von bero » 14. Mär 2019, 21:21

Oberfranke hat geschrieben:Kein FI Typ B MUSS bei 6mA auslösen.


Ich meinte, er muesste bei 6mA spätestens ausloesen, damit man ihn nach einem Standard FI-A montieren darf.
 
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von Oberfranke » 14. Mär 2019, 21:38

bero hat geschrieben:
Oberfranke hat geschrieben:Kein FI Typ B MUSS bei 6mA auslösen.


Ich meinte, er muesste bei 6mA spätestens ausloesen, damit man ihn nach einem Standard FI-A montieren darf.

Und weil ein FI Typ B genau das eben nicht tut, darf man ihn eben nicht hinter einem Typ A FI installieren.
Dafür braucht es DCRCDs mit 6mA Auslösestrom, wie sie im Typ a EV oder in vielen Wallboxen verbaut werden.
--
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von bero » 14. Mär 2019, 21:53

Oberfranke hat geschrieben:Und weil ein FI Typ B genau das eben nicht tut, darf man ihn eben nicht hinter einem Typ A FI installieren.
Dafür braucht es DCRCDs mit 6mA Auslösestrom, wie sie im Typ a EV oder in vielen Wallboxen verbaut werden.


Scheint tatsächlich keine FI-B zu geben, die schon bei 6mA DC auslösen, jedenfalls habe ich auf die Schnelle keinen gefunden. Sorry, mein Fehler.

Jedenfalls darf man hinter einem FI-A nur Ladeelektronik benutzen, die ab spätestens 6mA DC abschaltet. Oder eben einen FI dazwischen, der das kann. Grund ist, dass ein DC Fehlerstrom von max. 6mA den vorgelagerten FI-A nicht beeinträchtigt, alles darüber aber u. U. schon.

Den FI-A durch einen FI-B zu ersetzen ist ok.
 
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von Haraldt1 » 14. Mär 2019, 22:21

Ein Typ-B gehört doch nicht nach einem Typ-A.
Sondern wird zusätzlich als separater Stromkreis parallel dazu eingebaut und daran höngt nur die Wallbox.
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von Helmut1 » 14. Mär 2019, 22:28

Was ich dabei technisch nicht verstehe ist folgendes:
Der Haushalt ist doch voll mit elektronischen Krempel die mit Gleichstrom arbeiten. Z.B. Unmengen kleine Ladegeräte für Handy, Spielzeug. PC und wat weiß ich noch. Alle sind lustig an Schukosteckdosen. Und 6mA sind ja fast nichts. Jedes dieser winzigen Geräte könnte doch ein vielfaches an Gleichstrom ins Hausnetz geben wenn sie irgendwie defekt sind.
Warum also überhaupt das Drama nur um die Wallbox zum E-Auto laden mit FI-Gleichstromsensitiv?
:?: :?: :?:
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von bero » 14. Mär 2019, 22:55

Haraldt1 hat geschrieben:Ein Typ-B gehört doch nicht nach einem Typ-A.
Sondern wird zusätzlich als separater Stromkreis parallel dazu eingebaut und daran höngt nur die Wallbox.


Ja, das wäre der sinnvolle Einsatz und da reichen dann die üblichen 30mA auch für DC.
 
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von bero » 14. Mär 2019, 23:06

Helmut1 hat geschrieben:Was ich dabei technisch nicht verstehe ist folgendes:
Der Haushalt ist doch voll mit elektronischen Krempel die mit Gleichstrom arbeiten


Es geht nicht (nur) um den Arbeitsstrom, sondern um einen Fehlergleichstrom und den Schutz von Menschen.

Weitere Unterschiede sind die i.d.R. vorhandene Schutzisolierung der von Dir genannten Geräte und der niedrigen Spannungen (5V tun Dir nix, 230V oder 400V schon) und die unterschiedlichen Leistungen (11kW oder gar 22kW sind was anderes als die 5W eines Handyladegerätes).
 
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von Helmut1 » 15. Mär 2019, 00:07

bero hat geschrieben:
Helmut1 hat geschrieben:Was ich dabei technisch nicht verstehe ist folgendes:
Der Haushalt ist doch voll mit elektronischen Krempel die mit Gleichstrom arbeiten


Es geht nicht (nur) um den Arbeitsstrom, sondern um einen Fehlergleichstrom und den Schutz von Menschen.

Weitere Unterschiede sind die i.d.R. vorhandene Schutzisolierung der von Dir genannten Geräte und der niedrigen Spannungen (5V tun Dir nix, 230V oder 400V schon) und die unterschiedlichen Leistungen (11kW oder gar 22kW sind was anderes als die 5W eines Handyladegerätes).

Die Frage ist ja ob solche Kleingeräte einen normalen Fi Typ A lahmlegen können.
Aber ich vermute mal ich kann es mir selbst zusammenreimen:
Wenn so ein kleines Netzteil von z.B. einem Ladegerät eines Handys irgendwie kaputt ist und Gleichstrom in die Hausinstalation abgibt so kann das maximal mit seiner Nennspannung sein z.B. 5 Volt. Aber gegenüber den 230 Volt würde es immer noch ein Wechselstrom sein wo irgendwie die Sinusschwingung dann nur leicht gestört ist was einen normalen FI typ A aber nicht lahmlegen kann.
Gefährlich sind vielleicht für den Fi Typ A nur Gleichströme mit hoher Spannung die aber von den normalen Kleingeräten bauartbedingt niemals abgegeben werden könnten auch wenn sie kaputt sind.
Nur Geräte die mit Gleichstrom bei hoher Spannung arbeiten könnten eine Gefahr für einen Typ A Fi sein.

Stimmt meine Theorie?
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Re: FI Typ A EV vs. Typ B

von blinddog » 15. Mär 2019, 01:03

Der Gleichfehlerstrom einer 1phasigen ekektronischen Last (Erdschluß auf der Primärseite!) pulsiert mit 50 bzw. 100 Hz. Ein Typ-A FI erkennt diese Art Fehlerstom und schaltet rechtzeitig ab. Bei einer 3phasigen elektronischen Last ist der Gleichfehlerstrom "glatter", daraus kann der Summenstromwandler im Typ-A FI uU nicht mehr genug Energie zum Auslösen erzeugen, selbst wenn er für Wechselfehlerströme noch nicht blind ist.
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