Reduzierung der Ladeleistung bei häufigem DC-Laden?

Infos zu Batterie und Ladung des Model 3...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von endurance » 24. Jan 2020, 11:51

Die Batterie wird nicht erhitzt um diese zu schützen, sondern um hohe Ströme zu ermöglichen. Alternativ könnte das BMS auch entscheiden nichts bzgl. Temp. zu machen und die Ströme klein zu halten (ColdGate). Da für den Benutzer langsam laden auf Tour unangenehmer ist als der "kleine" Impact auf die Lebensdauer, hat sich Tesla eben für die die direkte Userexperience enscheiden und erhöht die Temperatur (nimmt eben den impact auf Lebensdauer in Kauf).
PV 18.8kWp - BHKW EcoPower 1.0 - SolarCarport - BMW i3 (no REX)
M3 LR w/w non p Aero 18 Zoll bestellt - bezahlt - zehn Termine - endlich got it!
Mein Blog: http://www.elektrifiziert.net
Tesla Refcode 1500km free SC: https://ts.la/olaf41297
 
Beiträge: 1338
Registriert: 3. Aug 2014, 06:56
Wohnort: Nearby Stuttgart
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von jens.p » 24. Jan 2020, 12:08

FFF hat geschrieben:
nullnullsieben hat geschrieben:Aus diesem Grund wird - um die Batterie zu schützen - bei einer DC Ladung immer die Batterie stark erhitzt; unabhängig ob du mit 50 oder 250 KW lädst.
Quelle?


Die Ladeleistung. Wenn der Akku warm ist, gibt es ~44kW. Bei kaltem Akku und SR+ (3kW Heizleistung) sind es dann 39kW.
 
Beiträge: 249
Registriert: 14. Jan 2020, 19:55
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von models_ch » 24. Jan 2020, 12:28

nullnullsieben hat geschrieben:
FFF hat geschrieben:
jonn68 hat geschrieben:Ich will einfach nochmals daraufhin weisen, daß DC Homecharging schlecht für den Akku ist,
Es wird nicht richtiger. Der Akku kriegt DC, IMMER.
Das Tesla aus unbekannten Gründen nicht die Ladeleistung, sondern nur nach DC/AC = Böse/Gut am Eingang unterscheidet, ist unverständlich. DAS wäre mal ein Grund, in einer fetten Petition bei Elon vorstellig zu werden.



Tesla macht das nicht grundlos: An einem DC-Lader geht der Strom direkt ohne irgendwelchen Einfluss vom Auto in die Batterie. Drastischer ausgedrückt: Das Auto ist der Ladesäule ausgeliefert. Es besteht für das BMS lediglich die Möglichkeit mit der Ladesäule zu kommunizieren und so Einfluss zu nehmen. (Bei der AC-Ladung kann das Auto aka BMS direkt steuern).

Aus diesem Grund wird - um die Batterie zu schützen - bei einer DC Ladung immer die Batterie stark erhitzt; unabhängig ob du mit 50 oder 250 KW lädst. Da aber nicht die Stromleistung, sondern die thermische Belastung langfristig die Batterie beeinträchtigt, macht es sehr wohl Sinn, jede DC-Ladung gleich zu bewerten.



Bitte informiere dich nochmals über die gängigen DC-Ladeprotokolle und wie das wirklich funktioniert weil das stimmt leider nicht was du hier schreibst. Die DC-Ladung wird über das BMS des jeweiligen Fahrzeuges kontrolliert welches basierend auf den Parametern wie Temperatur, SOC, Chemie etc genau vorgibt wieviel Leistung gezogen werden kann. Oder glaubst du wirklich zb. Iontiy hat jede Spezifikation der unterschiedlichen Zellen jedes Herstellers hinterlegt?? Das ist IP an die man nicht so schnell kommt.


Und zudem glaube ich auch nicht das der DC-Zähler alleine ausschlaggebend ist für eine Reduktion. Da kommen viele andere Faktoren wie Innenwiderstand, Alterung, Nutzung etc. zusammen, alles Parameter die nur Tesla kennt. Oder glaubt Ihr wirklich das System ist so dumm?? Aber das ist genauso Spekulation wie der Beitrag von Dirk.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 191
Registriert: 10. Feb 2013, 17:05
Land: Schweiz

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von nullnullsieben » 24. Jan 2020, 14:22

Vielen Dank, aber ich habe mich informiert. Und es ist auch kein Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Das BMS kommuniziert über das CCS-Protokoll mit der Ladesäule. Bei der AC-Ladung hingegen kann es direkt mit dem Onboard-Lader kommunizieren. Dabei ist das CCS-Protokoll deutlich eingeschränkter.
Model 3 Performance schwarz/weiss EAP + free FSD seit 30.03.2019
1500 km kostenfreie Superchargernutzung unter https://ts.la/jan56447
 
Beiträge: 226
Registriert: 12. Mär 2019, 11:07
Wohnort: Frankfurt
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von dennish » 24. Jan 2020, 14:28

nullnullsieben hat geschrieben:Das BMS kommuniziert über das CCS-Protokoll mit der Ladesäule. Bei der AC-Ladung hingegen kann es direkt mit dem Onboard-Lader kommunizieren. Dabei ist das CCS-Protokoll deutlich eingeschränkter.


Hmm, wenn ich das richtig verstehe spricht das BMS in dem einen Fall mit der Ladesäule (dem Ladegerät neben dem Auto), und in dem anderen Fall mit dem Onboardlader (dem Ladegerät im Auto).
Kommuniziert wird, wahrscheinlich keine vollständige Liste, der Ladestand, wieviel Leistung gerade maximal verfügbar wäre, und wieviel davon jetzt bitte zum Laden angefordert wird.
Wo ist da CCS schlechter?
 
Beiträge: 454
Registriert: 6. Jan 2019, 15:48
Wohnort: Bochum
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von Limpel » 24. Jan 2020, 14:41

Ich habe mal meine Ladekurve angeschaut. Im Mittel beim M3 LR RWD benötige ich von 5-70% an Ionity 22min. Das sind eine durchschnittliche Ladegeschwindigkeit von 138kW. Vergleiche ich nun diese Durchschnittliche Ladegeschwindigkeit mit der reduzierten Ladegeschwindkeit von 93kW, komme ich auf einen Quotienten von 0,67.

Bedeutet im Mittel stehen also heutigen 22 Minuten Ladezeit zukünftigen 33 Minuten Ladezeiten „nach Limitierung“ gegenüber (22Minuten geteilt durch 0,67 ergibt 33Minuten).

Runde 38 Minuten wären es übrigens auf 80% in Zukunft. Und Ja, die durchschnittliche Ladeleistung sinkt natürlich mit jedem Prozent. Dann schlagt noch 2min drauf, sind dann also 40Minuten.

Versteht mich nicht falsch, mega schlecht, aber als vom S85 kommender sehe ich diese Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
 
Beiträge: 208
Registriert: 1. Jul 2017, 00:19
Land: Deutschland

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von models_ch » 24. Jan 2020, 14:45

Genau. Was den Akku interessiert ist wie viel Leistung aufgenommen werden kann. Dies wird durch Strom und Spannung beeinflusst welches beides vom BMS vorgegeben wird. Mehr wird der On-Board-Lader auch nicht machen müssen. Da spielt es keine Rolle ob der DC-Strom im Auto oder in der Säule erzeugt wird. Es macht absolut keinen Unterschied woher der DC-Strom kommt. Nur auf die Leistung kommt es an, welche in beiden fällen vom BMS vorgegeben wird.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 191
Registriert: 10. Feb 2013, 17:05
Land: Schweiz

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von Lizzard » 24. Jan 2020, 15:05

Ihr wisst aber schon das es verschiedene Formen von DC-Strom/Spannung gibt?

Quelle

Ich weiß nicht ob das für ein Akku relevant ist und ob ein BMS drauf reagiert aber das DC != DC ist sollte man bedenken.
Zero FX 6.5, 2016
Leaf ZE.1, 2018
Tesla Modell 3, 2019
Tesla Empfehlungs Link
Benutzeravatar
 
Beiträge: 264
Registriert: 19. Apr 2018, 14:33
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von jonn68 » 24. Jan 2020, 15:15

FFF hat geschrieben:
jonn68 hat geschrieben:Ich will einfach nochmals daraufhin weisen, daß DC Homecharging schlecht für den Akku ist,
Es wird nicht richtiger. Der Akku kriegt DC, IMMER.
Das Tesla aus unbekannten Gründen nicht die Ladeleistung, sondern nur nach DC/AC = Böse/Gut am Eingang unterscheidet, ist unverständlich. DAS wäre mal ein Grund, in einer fetten Petition bei Elon vorstellig zu werden.

Also meinst es ist kein Unterschied egal welche Ladeströme fließen? Deshalb versteh doch keiner , warum Ikea DC 20kW genauso schädlich ist wie DC150.
Klar ist DC 50kW ist kein Unterschied zu AC 22KW, das ist für mich auch klar.

Tesla macht hier eine schlechte Kommunikation, leider.
Model S 90D, schwarz, CT reserviert
 
Beiträge: 2118
Registriert: 29. Mai 2016, 08:24
Land: Deutschland

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei häufigem DC-Lade

von xDerHund » 24. Jan 2020, 16:06

Limpel hat geschrieben:Ich habe mal meine Ladekurve angeschaut. Im Mittel beim M3 LR RWD benötige ich von 5-70% an Ionity 22min. Das sind eine durchschnittliche Ladegeschwindigkeit von 138kW. Vergleiche ich nun diese Durchschnittliche Ladegeschwindigkeit mit der reduzierten Ladegeschwindkeit von 93kW, komme ich auf einen Quotienten von 0,67.

Bedeutet im Mittel stehen also heutigen 22 Minuten Ladezeit zukünftigen 33 Minuten Ladezeiten „nach Limitierung“ gegenüber (22Minuten geteilt durch 0,67 ergibt 33Minuten).

Runde 38 Minuten wären es übrigens auf 80% in Zukunft. Und Ja, die durchschnittliche Ladeleistung sinkt natürlich mit jedem Prozent. Dann schlagt noch 2min drauf, sind dann also 40Minuten.

Versteht mich nicht falsch, mega schlecht, aber als vom S85 kommender sehe ich diese Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge.



Fakt ist, dass wir noch nicht wirklich viele Daten zu der tatsächlichen Reduzierung haben. Ob es immer ? genau 93kW sind oder wie genau...
Tesla Model 3 LR AWD "Endurance" seit 02/2019
6,0KWp PV Anlage mit Akkuspeicher seit 12/2019;
1500km kostenloses Supercharging, wenn du dir einen TESLA über diesen Link bestellst:
https://ts.la/susanne61200
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2032
Registriert: 1. Dez 2018, 20:16
Wohnort: Düren
Land: Deutschland
Fahrzeug: Tesla Model 3

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste