Verschenkte Rekuperation?

Infos zu Batterie und Ladung des Model 3...

Re: Verschenkte Rekuperation?

von jens.p » 19. Jan 2020, 13:28

krriel hat geschrieben:
jens.p hat geschrieben:Tesla hatte das ABS am Anfang "soft" programmiert was den Vorteil hat das der Wagen auch bei einer Gefahrenbremsung noch gut zu kontrollieren ist, aber dafür einen verlängerten Bremsweg hat.


Warum schaffen es dann so viele andere Hersteller kurze Bremswege (um 35m) zu haben und trotzdem ein ruhiges Fahrzeug? Gerade in einer Gefahrensituation will man sich sicher fühlen und dazu trägt mein Tesla nicht bei. Besonders wenn man berücksichtigt, dass durch den Akku die dynamische Achslastverschiebung viel geringer ist, als bei einem klassischen Frontmotor mit Frontantrieb.

Aber vielleicht bremsen die AWD ja anders, keine Ahnung.
 
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von krriel » 19. Jan 2020, 14:19

Ich konnte leider noch kein Model 3 RWD zum Test fahren.
Mein AWD ABS verhält sich zwar nicht "seidenweich" beim Regeln aber das Fahrzeug bleibt absolut stabil und beherrschbar.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von macener » 19. Jan 2020, 16:16

Gestern bin ich mit kaltem Akku eine längere Strecke bergab gefahren. Die Reku war natürlich sehr gering. Dabei dachte ich mir, dass Tesla doch den Motor generatorisch auf Aufheizen könnte, damit der Akku damit geheizt werden kann. So wie wenn man mit kaltem Akku zum Suc navigiert, nur dass die Energie nicht aus dem Akku selbst kommt, sondern von der Bergabfahrt.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von SebboMSP » 19. Jan 2020, 18:07

Das macht das Fahrzeug auch. Wenn die volle Leistung nicht in den Akku gepackt werden kann wir der vordere Motor bestromt um den Akku zu heizen.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von pollux » 19. Jan 2020, 21:23

jens.p hat geschrieben:Gerade in einer Gefahrensituation will man sich sicher fühlen und dazu trägt mein Tesla nicht bei.

Das ist keine gute Idee. Es ist viel besser, wenn man eine Gefahrensituation deutlich als solche erkennen kann. Sonst ist man verleitet sich häufiger auf einen schmalen Grat zu begeben.

So ganz verstehe ich Eure Gedanken nicht. Eine Notbremsung im Grenzbereich kommt bei mir höchstens alle 10 Jahre mal vor. Eher weniger oft. Warum muss man sich da sicher fühlen? Welche Komfortgewinn bringt das?
Zuletzt geändert von pollux am 20. Jan 2020, 08:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von jens.p » 19. Jan 2020, 23:51

pollux hat geschrieben: welche Komfortgewinn bringt das?


Es ist kein Komfortgewinn, sondern ein Sicherheitsgewinn. In so einer Situation ist man eh schon am Limit.
 
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von lightrider » 20. Jan 2020, 05:42

Physik bleibt auch bei Tesla Physik. Mein Model 3 wiegt rund 1'850 kg und hat die einzige Notbremsung, die ich in 14'000 km hatte, genauso gut vollzogen, wie ich das als ehemaliger BMW-Fahrer gewohnt bin. Dies auf 18 Zoll Winterreifen Goodyear Ultra grip Performance Gen. 2.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von elektro-brumm » 20. Jan 2020, 17:39

Das Problem damals mit dem langen Bremsweg beim "Customer Report" Test war nicht das ABS, sondern der Bremsdruck.

Moderne Bremsen müssen möglichst verhindern, dass die Räder blockieren und das ABS regeln muss. Wenn es dazu kommt, verlängert sich immer der Bremsweg (Übergang Haftreibung -> Gleitreibung, das ABS regelt dann SEHR GROB zwischen den beiden Zuständen).

Es gilt also, abhängig von der Beschaffenheit der Straße (Belag, Wetter, ...) den optimalen, maximalen Bremsdruck zu finden, der gerade nicht zur Blockade führt. Dabei darf der Bremsdruck aber nicht zu niedrig gewählt sein, sonst verschenkt man wieder Bremsweg.

Damals hat die Kennlinie der Bremsanlage nicht den maximal möglichen Bremsdruck aufgebaut (trockene Straße). Grund könnte sein, dass das System die Beschaffenheit falsch ermittelt hatte.

Tesla hat dann OTA die Kennlinie (oder die Zustandserkennung) geändert, die maximale Bremskraft erhöht.

Das Ganze System kommt wohl von BOSCH. Es war einfach nur nicht optimal konfiguriert.
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von jens.p » 21. Jan 2020, 00:54

elektro-brumm hat geschrieben:Tesla hat dann OTA die Kennlinie (oder die Zustandserkennung) geändert, die maximale Bremskraft erhöht.


Und ich habe das Gefühl, dass dieser zu Hoch ist.
 
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Re: Verschenkte Rekuperation?

von pollux » 21. Jan 2020, 15:15

jens.p hat geschrieben:
elektro-brumm hat geschrieben:Tesla hat dann OTA die Kennlinie (oder die Zustandserkennung) geändert, die maximale Bremskraft erhöht.


Und ich habe das Gefühl, dass dieser zu Hoch ist.

Tesla baut die Autos aber nicht nach Gefühlen einzelner Autofahrer.
Ich denke sie haben bessere Grundlagen für die Auslegung der Bremsanlage.
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